Multiple Sklerose

Rote-Hand-Brief zur Aktualisierung der kardiovaskulären Überwachung zu Beginn der Therapie mit Gilenya® (Fingolimod)

 

Berlin (26. April 2012) - Das selektive Immunsuppressivum Fingolimod ist als Monotherapie zugelassen zur Behandlung von Patienten mit hochaktiver, schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose, die entweder eine hohe Krankheitsaktivität trotz Behandlung mit einem Beta-Interferon zeigen oder die einen rasch fortschreitenden, schweren Verlauf aufweisen.

 

Multiple Sklerose (MS): Neue Leitlinie online verfügbar


S2e-Niveau sichert Qualität bei Diagnose und Therapie der MS

 

München/Berlin (18. April 2012) – Die im Rahmen des 84. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vorgestellte neue Leitlinie für Multiple Sklerose steht ab sofort auf den Webseiten der Organisation und des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) zum Download bereit. Experten des KKNMS haben die aktuelle Überarbeitung federführend im Auftrag der DGN erstellt. Erstmals entspricht die Leitlinie S2e-Niveau, d.h. sie ist von höherer Qualität als die vorangegangene Version, da eine systematische evidenzbasierte Recherche und Einordnung wissenschaftlicher Publikationen und Studien stattgefunden hat.

 

Sativex wird verabreicht, indem das Produkt in die Wangentaschen gesprüht wird, wo die Wirkstoffe über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Photo: Almirall HermalSativex®

Hoffnung für unzureichend therapierte Patienten mit MS-induzierter Spastik

Berlin (17. April 2012) – Sativex®, ein Endocannabinoid-System-Modulator, hat sich in der Therapie von Patienten mit unzureichend behandelter mittelschwerer bis schwerer Spastiken bei Multipler Sklerose bewährt: Etwa jeder Zweite kann damit seine Symptomatik klinisch bemerkbar verbessern. Das wurde bei einem von der Almirall Hermal GmbH unterstützten Pressegespräch deutlich, welches im Vorfeld des Welt-MS-Tages in Berlin stattfand.

Cannabis-Präparat Sativex

IQWiG ignoriert Versorgungsalltag von MS-Patienten

 

Berlin (10. April 2012) - Das verheerende Ergebnis des Bewertungsberichts des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) in der frühen Nutzenbewertung für das Cannabis-Präparat Sativex zur Behandlung der MS (Multiple Sklerose)-induzierten Spastik beruht offenbar auf einer Fehlinterpretation der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) vorgegebenen Vergleichstherapie seitens des IQWiG. Nur durch diese an den Beweggründen des G-BA vorbeigehende Interpretation konnte das Institut sämtliche vorgelegte Studien des Herstellers aus dem Bewertungsverfahren ausschließen und somit seine Einschätzung „kein Zusatznutzen belegt“ treffen.

 

Dringend gesucht: Eineiige Zwillinge mit Multipler Sklerose

 

Das Institut für Klinische Neuroimmunologie der Ludwig-Maximilians-Universität München im Klinikum Großhadern sucht MS-Erkrankte mit eineiigem Zwillingsgeschwister, das nicht an MS erkrankt ist

 

München (3. April 2012) - Auf der Suche nach der immer noch ungeklärten Ursache der Multiplen Sklerose hat die von Professor Hartmut Wekerle geleitete Forschergruppe am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried bei München völlig neue und vielleicht wegweisende Erkenntnisse gewonnen.

 

Zusatznutzen von Cannabis Sativa bei Spastik infolge Multipler Sklerose ist nicht belegt

 

Hersteller weicht von zweckmäßiger Vergleichstherapie des G-BA ab

 

Köln (2. April 2012) - Ein Extrakt aus Cannabis Sativa (Handelsname Sativex®) ist seit Mai 2011 für Patientinnen und Patienten zugelassen, bei denen es als Folge einer Multiplen Sklerose (MS) zu mittelschweren bis schweren spastischen Lähmungen und Krämpfen kommt. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat bei einer frühen Nutzenbewertung gemäß AMNOG überprüft, ob der neue Wirkstoff, der als Spray in den Mund gesprüht wird, gegenüber der optimierten Standardtherapie einen Zusatznutzen bietet. Aus dem Dossier lässt sich ein solcher Zusatznutzen jedoch nicht ableiten, da der Hersteller von der Festlegung des G-BA abweicht und eine andere Vergleichstherapie wählt.

Multiple Sklerose

Dank frühzeitiger und langfristiger Therapie zur besseren Prognose

 

Berlin (2. März 2012) – Durch eine Frühtherapie der MS und eine langfristige immun-modulierende Behandlung mit Interferon beta-1b (Betaferon®) lässt sich die Prognose der Patienten signifikant bessern. In den Studien zur Frühtherapie lässt sich eine statistisch eindeutige Reduktion der jährlichen Schubrate zeigen, eine Verzögerung der Progression zu schwereren Folgestadien (CDMS) und es gibt Hinweise auf Überlebensvorteile aus der Langzeitbeobachtung der ursprünglichen Verumgruppe der Zulassungsstudien.

 

Immer einen Schritt voraus für eine individualisierte Therapie

Innovative Behandlungsstrategien für MS-Patienten

 

München (29. Februar 2012) - Multiple Sklerose (MS) ist eine Erkrankung mit 1.000 Gesichtern – bei jedem Patienten verläuft sie anders. Umso notwendiger sind individualisierte Therapiekonzepte, die auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Dafür steht der MS-Spezialist Biogen Idec mit seinem innovativen Produktportfolio: Das Interferon beta-1a (Avonex®) bietet MS-Patienten eine wirksame und sichere Basistherapie, die zusätzlich durch die einfache patientenfreundliche 1 x wöchentliche Anwendung und sehr gute Hautverträglichkeit überzeugt. Für Patienten, die unter Basistherapie nicht ausreichend kontrolliert sind, steht mit dem monoklonalen Antikörper Natalizumab (Tysabri®) eine effektive Eskalationstherapie zur Verfügung, die durch Einführung eines neuen Bluttests zum JCV-Status nun noch individueller auf den Patienten abgestimmt werden kann. Jüngste Erweiterung des Produktportfolios ist der Kaliumkanalblocker Fampridin (Fampyra®): Als erstes Präparat seiner Klasse ist das Medikament seit 2011 zur gezielten Verbesserung der Gehfähigkeit von MS-Patienten mit Gehbehinderungen zugelassen. Im Rahmen einer Pressekonferenz der Biogen Idec GmbH präsentierten namhafte Neurologen aktuelle Studiendaten zu den Produkten und erläuterten die Vorteile der innovativen Therapiestrategien.

Multiple Sklerose

Beschädigtes Myelin ist nicht der Auslöser

 

Zürich, Schweiz (27. Februar 2012) - Schäden im Myelin von Gehirn und Rückenmark führen nicht zur Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS). Diesen Nachweis erbringen Neuroimmunologen der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit Forschern aus Berlin, Leipzig, Mainz und München. In der aktuellen Ausgabe von «Nature Neuroscience» verwerfen sie damit eine gängige Hypothese zur Entstehung von MS. Nun suchen die Wissenschaftler die Ursache für die Entwicklung von MS vor allem im Immunsystem und nicht mehr im Zentralnervensystem.

 

Photo: Biogen IdecNeue Hoffnung für Patienten mit Multipler Sklerose

Erstmals verbessert ein Medikament zielgerichtet die Gehfähigkeit von MS-Patienten mit Gehbehinderungen

 

München (15. Februar 2012) - Mobilität und Aktivität sind wichtige Parameter, die über die Lebensqualität eines Menschen entscheiden, MS-Patienten jedoch häufig verwehrt bleiben, da sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Rund 70 Prozent aller MS-Betroffenen leiden bei fortschreitender Erkrankung unter einem eingeschränkten Gehvermögen. Im Juli 2011 wurde jedoch erstmals ein Medikament zugelassen, das zur gezielten Verbesserung der Gehfähigkeit von MS-Patienten mit Gehbehinderungen beiträgt. Die gesteigerte Beweglichkeit bewirkt, dass die Patienten wieder aktiver und selbstständiger am Leben teilnehmen können, wodurch ihre Lebensqualität maßgeblich gesteigert wird.

 

Elektronenmikroskopische Aufnahme von HERV-W Partikeln beim Austritt aus infizierten Zellen. Dr. H. PerronMultiple Sklerose

Welche Rolle spielen endogene Retroviren?

 

Düsseldorf (14. Februar 2012) - An der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf wird ein neues internationales Verbundprojekt unter der Leitung des Schweizer Zellbiologen und Multiple Sklerose Forscher PD Dr. Patrick Küry etabliert. Zusammen mit dem Immunologen Patrice Marche (Grenoble, F), dem Molekularbiologen Frank Kirchhoff (Homburg, D) und dem Virologen Hervé Perron (Genf, CH) wird der Frage nachgegangen, ob und wie so genannte endogene Retroviren den Krankheitsverlauf und Regenerationsmechanismen bei der Multiplen Sklerose (MS) beeinflussen.

 

Fingolimod: Anhaltspunkt für Vorteile bei kleiner Patientengruppe

 

Manche Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf haben seltener grippeähnliche Symptome

 

Berlin (16. Januar 2012) - Das Immunsuppressivum Fingolimod (Handelsname Gilenya®) ist zugelassen zur Behandlung von hochaktiver schubförmig verlaufender Multipler Sklerose (RRMS) bei Erwachsenen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß AMNOG überprüft, ob Fingolimod gegenüber der bisherigen Standardtherapie einen Zusatznutzen bietet.

 

MS-Forschung: Läsionen schnell und effizient aufspüren

Automatischer Algorithmus zur MRT-Auswertung entwickelt

 

München (20. Dezember 2011) – Forscher des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) haben einen Algorithmus entwickelt, mit dem MRT-Bilder von MS-Patienten automatisch nach Läsionen gescreent werden können. „Unser Ansatz spart nicht nur Kosten und Zeit, sondern ist außerdem genauer als die herkömmliche manuelle Auswertung“, erklärt Studienleiter PD Dr. Mark Mühlau, Oberarzt in der Neurologischen Klinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München.

 

MS-Therapiemanagement mit Interferon beta-1b

MS-Patienten profitieren von frühzeitigem Therapiebeginn und über 21 Jahren Langzeit-Erfahrung

 

Köln (1. Dezember 2011) – Patienten mit Multipler Sklerose (MS) profitieren von einer frühzeitigen Therapie mit Interferon beta-1b (Betaferon®). Aber nicht nur erste frühe Therapieerfolge, sondern auch die langfristigen Behandlungsergebnisse über viele Jahre hinweg sind bei einer chronischen Erkrankung wie der MS entscheidend. Wie aktuelle Daten zeigen, kann die Progression zu schweren Behinderungen über einen längeren Zeitraum verzögert und die Lebenserwartung bei früher und initialer Therapie mit Interferon beta-1b gesteigert werden. Dies wurde auf der Pressekonferenz „Neues zur Früh- und Langzeittherapie bei MS: Paradigmenwechsel im Blick“ in Köln deutlich.

 

Winterzeit ist Grippezeit

Kompetenznetz Multiple Sklerose und Ärztlicher Beirat der DMSG empfehlen Grippeschutzimpfung für MS-Patienten

 

München (30. November 2011) – Mit Beginn der dunklen Jahreszeit haben auch Grippeviren wieder Saison. Gerade die hohe Luftfeuchtigkeit und zunehmende Kälte der letzten Wochen lässt die Patientenzahl in den Wartezimmern der Ärzte anschwellen. Alljährlich stellt sich die Frage: „Ist eine Grippeimpfung sinnvoll?“ „Für Multiple Sklerose Patienten können wir mit einem klaren ‚Ja‘ antworten“, erklärt Prof. Dr. Uwe Zettl, Leiter für Neuroimmunologie an der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universität Rostock.

„Eine Influenza-Infektion kann neue MS-Schübe auslösen und damit den Gesamtzustand der Patienten verschlechtern“, so Zettl, der im Auftrag des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) und des Ärztlichen Beirats der Deutschen MS Gesellschaft (DMSG) eine aktuelle Stellungnahme zum Thema für Fachkollegen erarbeitet hat.

 

Wirksamer Schutz erkrankter Nerven

Fumarsäure hilft sicher bei Multipler Sklerose

 

Berlin/Amsterdam (7. November 2011) – Der Wirkstoff Fumarsäure kann offenbar die Schubrate bei der Multiplen Sklerose (MS) annähernd halbieren und auch die MS-typischen Schädigungen des Gehirns deutlich reduzieren, so das Ergebnis einer Studie, die auf dem Fachkongress ECTRIMS in Amsterdam für großes Aufsehen sorgte. „Insbesondere die Kombination aus hoher Wirksamkeit und Sicherheit machen das Medikament zu einer interessanten Behandlungsoption“, kommentierte Studienleiter Professor Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik (St. Josef Hospital) in Bochum und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Multiple Sklerose

Studie belegt Wirksamkeit eines neuen Medikaments

 

Basel, Schweiz (2. November 2011) - Eine internationale Forschergruppe unter Leitung von Ludwig Kappos von Universität und Universitätsspital Basel konnte in einer in 20 Ländern durchgeführten klinischen Studie belegen, dass der neu entwickelte monoklonale Antikörper Ocrelizumab die Anzahl von an der Entstehung der Multiplen Sklerose beteiligten Immunzellen schnell vermindert und die krankheitsbedingten entzündlichen MS-Herde und klinischen Schübe effizient verringert. Die Studienergebnisse wurden in der renommierten Medizinzeitschrift «The Lancet» veröffentlicht.