Home MedizinTechnik und Hilfsmittel Akzeptanz im Alltag: Wie Roboter alte und kranke Menschen unterstützen könnten
18 | 11 | 2017
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Akzeptanz im Alltag

Wie Roboter alte und kranke Menschen unterstützen könnten

 

Bochum (19. Mai 2015) - Roboter könnten alte oder kranke Menschen zuhause unterstützen, indem sie Gemütszustand und körperliche Verfassung im Blick behalten. Es müsste jedoch gelingen, sie unaufdringlich in den Alltag zu integrieren. Ob und wie das möglich ist, untersucht ein internationales Forscherteam im Projekt „RADIO: Robots in Assisted Living Environments“, gefördert mit rund 3,8 Millionen Euro von der EU im Rahmen des Programms „Horizon 2020“.

 

Roboter: so selbstverständlich wie ein Radio

Das „RADIO“-Team baut derzeit einen Roboter, der sehen und hören, aber nicht sprechen kann. Er soll die Gemütslage seines Gegenübers analysieren und in kritischen Situationen medizinische Hilfe rufen. Außerdem ist er mit der Gebäudeautomatisierung verknüpft, so dass er – gesteuert durch den Besitzer – die Tür öffnen oder die Jalousien herunterfahren kann. Optisch könnte das Gerät einem Staubsaugerroboter ähnlich sehen; das Design wird zurzeit noch evaluiert. „Der Roboter soll als Gefährte und nicht als Fremdkörper wahrgenommen werden“, sagt Prof. Dr. Michael Hübner vom RUB-Lehrstuhl für Eingebettete Systeme der Informationstechnik. „Irgendwann soll er im Haushalt so selbstverständlich sein wie ein Radio. Daher auch der Name des Projekts.“


Effiziente Realisierung der Bildverarbeitungsalgorithmen kommt aus Bochum

Das RUB-Team entwickelt im Projekt „RADIO“ Algorithmen für die Bildverarbeitung, die sich effizient realisieren lassen. Das ermöglicht es zum Beispiel, die über eine Kamera wahrgenommenen Bilder hinsichtlich der Gemütslage schnell auszuwerten und gleichzeitig die Batterie des Roboters zu schonen. Außerdem arbeiten die Forscher um Prof. Michael Hübner und Prof. Diana Göhringer auch an einem „Gateway“, dass die Robotikwelt mit der Hausautomatisierung verknüpft. Die Projektpartner aus Griechenland, Zypern, Spanien und Italien erproben den Roboter in klinischen Studien im Einsatz in Wohnheimen und Krankenhäusern. Das „National Center for Scientific Research Demokritos“ in Griechenland leitet das Projekt.


Bezahlbare Technik

„Die neue Technik soll bezahlbar sein“, erklärt Michael Hübner. „Der Roboter soll unter 1.000 Euro kosten. Unser Ziel ist es auch, dass die Kranken
kassen die Kosten übernehmen.“

 

 


Quelle: Ruhr-Universität Bochum, 19.05.2015 (tB).

 
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