Medizin

10. Adipositas Symposium im Johnson & Johnson Institute Hamburg am Campus Norderstedt

Die moderne Adipositastherapie ist ganzheitlich und multidisziplinär
 

  • Adipositas Symposium fördert zum 10. Mal multidisziplinären und sektorenübergreifenden Austausch
  • Neue S3-Leitlinie zur bariatrischen Chirurgie bindet erstmals auch metabolische Aspekte ein
  • Versorgungssituation adipöser Patienten in Deutschland nach wie vor unzureichend

Norderstedt (22. März 2018) - Weltweit gelten immer mehr Menschen als übergewichtig oder adipös. In Deutschland sind inzwischen rund 20 % der erwachsenen Bevölkerung adipös (BMI über 30 kg/m²).1 Insbesondere der Anteil schwer adipöser Menschen (BMI über 35 kg/m²) nimmt in den vergangenen Jahren überproportional zu.2 „Die Versorgungssituation adipöser Patienten in Deutschland hat sich in den letzten 10 Jahren leider nicht wesentlich verbessert“, konstatiert Prof. Dr. Dieter Birk, Vorsitzender des diesjährigen Adipositas Symposiums. „Umso wichtiger ist es, nicht nachzulassen und den multidisziplinären Austausch voranzutreiben. Das Adipositas Symposium leistet dazu einen entscheidenden Beitrag“, so Prof. Birk weiter. Wissenschaftliche Veranstaltungspartner des Symposiums sind erneut die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Adipositastherapie und metabolische Chirurgie (CAADIP) der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) sowie die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG).

Neuzulassung

Hemlibra eröffnet neue Perspektiven für die Behandlung der Hämophilie A mit Inhibitoren

Frankfurt am Main (21. März 2018) - Ende Februar 2018 erfolgte die Zulassung von Hemlibra®▼(Emicizumab) für die Routine-Prophylaxe von Blutungen bei Menschen mit Hämophilie A und Inhibitoren gegen den Gerinnungsfaktor VIII (FVIII) für alle Altersgruppen. Bei der Presseveranstaltung von Roche und Chugai stellten Prof. Dr. Johannes Oldenburg und Dr. Carmen Escuriola Ettingshausen die neue Behandlungsoption vor: Sie berichteten über zulassungsrelevante Studienergebnisse und die ersten Behandlungserfahrungen mit dem monoklonalen, bispezifischen Antikörper. „Hemlibra wird die Behandlung der Hämophilie A in den kommenden Jahren revolutionieren“, so die Einschätzung von Prof. Oldenburg. Bei nur einmal wöchentlicher subkutaner Applikation von Hemlibra war in den Studien HAVEN 1 und HAVEN 2 eine so deutliche Reduktion der Blutungsraten nachweisbar, wie sie in den untersuchten Patientengruppen bis jetzt nicht erreicht werden konnte.1,2

Eisenmangel bei chronisch-entzündlichen Darmer­krankungen:
aktuelle Daten und praxisnahe Empfehlungen zur leitliniengerechten Diagnostik und Therapie

 

  • Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) leiden häufig an Eisenmangel mit oder ohne Anämie.1,2
  • Die aktuelle ECCO-Leitlinie empfiehlt bei allen CED-Patienten mit Eisenmangelanämie eine Eisensubstitution – intravenös* (i.v.) bei klinisch aktiver CED, Unverträglichkeit von oralem Eisen, Hb-Werten < 10 g/dl und Bedarf für Erythropoese-stimulierende Agentien.1
  • Umfangreiche Evidenz-basierte Studiendaten zeigen den klinischen Nutzen einer i.v. Eisentherapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®) bei CED-Patienten mit Eisenmangelanämie.1,3-6

 

Berlin (20. März 2018) - Eisenmangel mit oder ohne Anämie ist eine eigenständige, klinisch bedeutsame und häufig in Verbindung mit chronischen Erkrankungen auftretende Indikation – beispielsweise mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Dort liegt die Prävalenz des Eisenmangels zwischen 60 und 80 %, und etwa ein Drittel der Patienten weist eine Anämie auf.2 Mögliche Ursachen sind verringerte Eisenzufuhr, verminderte Resorption über die geschädigte Darmmukosa und/oder erhöhter Eisenverlust durch gastrointestinale Blutungen.1,7
Hinzu kommt, dass bei entzündlichen Prozessen nicht genügend Eisen zur Verfügung gestellt werden kann. Man spricht dann von Anämie der chronischen Erkrankung.8,9
 

Eisenmangel bei chronischer Herzinsuffizienz:
aktuelle Datenlage und praxisnahe Empfehlungen zur leitliniengerechten Diagnostik und Therapie

 

  • Eisenmangel mit oder ohne Anämie ist klinisch bedeutsam; er tritt häufig bei chronischer Herzinsuffizienz (CHI) auf und geht mit einer ungünstigen Prognose
    einher.1-4
  • Die aktuelle ESC-Leitlinie empfiehlt deshalb ein diagnostisches Screening auf Eisenmangel bei Patienten mit CHI und die intravenöse Gabe von Eisencarboxymaltose (ferinject®) bei symptomatischen Patienten mit Eisenmangel.1
  • Umfangreiche Evidenz-basierte klinische Studiendaten zeigen einen signifikanten klinischen Nutzen der Behandlung mit ferinject® bei Patienten mit CHI und Eisenmangel.5-8

 

Berlin (20. März 2018) - Eisenmangel mit oder ohne Anämie tritt häufig in Verbindung mit chronischer Herzinsuffizienz (CHI) auf und kann sich negativ auf die Grunderkrankung auswirken.1,3 Unter CHI-Patienten ist etwa jeder Zweite von einem Eisenmangel betroffen.3 Die Entstehung von Eisenmangel/-Anämie bei Herzinsuffizienz (HI) ist multifaktoriell bedingt. Eine maßgebliche Rolle spielen chronisch-entzündliche Prozesse, die zu einer Störung der Eisenhomöostase führen – mit der Folge, dass nicht genügend Eisen verfügbar ist.9
 

Aktuelle und zukünftige Behandlungsmöglichkeiten mit Tecentriq beim fortgeschrittenen NSCLC

Signifikante Überlebensvorteile für Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinom

Dresden (16. März 2018) - Überzeugend wirksam und gut verträglich bei jedem PD-L1-Status1 – diese Vorteile bietet der Checkpoint-Inhibitor Tecentriq®▼ (Atezolizumab) vorbehandelten Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC).2 Wie Prof. Dr. Stefan Krüger, Düsseldorf, im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) betonte, eröffnet der PD-L1-Inhibitor damit Patienten die Chance auf ein signifikant verlängertes Gesamtüberleben.1 Darüber hinaus belegen aktuelle Studiendaten das Potenzial von Tecentriq, das Therapiespektrum in dieser Indikation noch einmal entscheidend zu erweitern – als Kombinationspartner von Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie. „Die ersten Ergebnisse stimmen uns sehr zuversichtlich, dass bald noch mehr Patienten von Tecentriq profitieren können“, so PD Dr. David Heigener, Grosshansdorf, auf dem Symposium.