Medizin

EULAR 2007: TEMPO 4-Daten belegen Wirksamkeit

Etanercept plus Methotrexat bringen die Progression der rheumatoiden Arthritis zum Stillstand

 

Gravierende Gelenkdeformationen bei rheumatoider Arthritis. Photo: Wyeth PharmaMünster/Starnberg (5. Juli 2007) - Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis leiden neben Schmerzen vor allem unter der fortschreitenden Zerstörung ihrer Gelenke. Akutes Therapieziel ist es deshalb, diesen Prozess zum Stillstand zu bringen. Die auf dem EULAR 2007 erstmals vorgestellten radiologischen Daten der TEMPO-4-Studie zeigen, dass die zusätzliche Gabe des TNFa-Rezeptors Etanercept (Enbrel®) zu einer Methotrexattherapie bei Patienten mit einer mäßigen RA-Aktivität die Krankheit zum Stillstand bringen kann: Nach einem Jahr war die Zahl der Patienten ohne radiologische Progression unter der Kombinationstherapie signifikant gestiegen. Auf der Pressekonferenz mit dem Titel „Neu gewonnene Werte in der Therapie der Rheumatoiden Arthritis – Ein zweites Leben“, stellten Patienten zudem ihre ganz persönliche Erfolgsgeschichte dar.

Über eine halbe Million Menschen in Deutschland leiden an einer rheumatoiden Arthritis (RA), einer schmerzhaften und entzündlichen Erkrankung, die häufig die kleinen Gelenke an Händen und Füßen befällt. Schreitet die Krankheit fort, kann es zu irreversiblen Gelenkschäden kommen, die zum Funktionsverlust und zu körperlichen Behinderungen führen. Neben einer Schmerzreduktion ist das oberste Ziel der Behandlung einer RA, die Gelenkdestruktionen zum Stillstand zu bringen.

Adalimumab jetzt auch für Morbus Crohn zugelassen

Höhere Remissionsrate bei frühem Einsatz von Adalimumab

 

Hamburg (4. Juli 2007) - Seit dem 4. Juni 2007 ist der vollständig humane und selbst-applizierbare monoklonale Antikörper Adalimumab (Humira®) als erster seiner Klasse von der EMEA für die Therapie des schwergradigen, aktiven Morbus Crohn zugelassen. Neue Ergebnisse zu Adalimumab wurden kürzlich auf der Digestive Disease Week (DDW), dem weltweit größten gastroenterologischen Kongress, vorgestellt. Auf einem von Abbott Immunology veranstalteten Symposium in Hamburg wurden einige der wichtigsten Abstracts der DDW zu verschiedenen Themengebieten wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), endoskopische Techniken und maligne Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes von Experten vorgestellt und diskutiert.
Die Zulassung von Adalimumab basiert unter anderem auf der CHARM- (Crohn’s trial of the fully Human antibody Adalimumab for remission Maintenance) Studie, die mit fast 500 Patienten, so Prof. Dr. Stefan Schreiber, Kiel, eine der größten Studien bei Morbus Crohn ist. In dieser plazebokontrollierten Doppelblindstudie konnte durch die Erhaltungstherapie mit Adalimumab bei rund 40 % der Teilnehmer eine Remissionen langfristig über 56 Wochen aufrecht erhalten werden [1]. Im Plazeboarm gelang dies nur bei 12 % der Patienten.

Neueste Studiendaten bestätigen

MabThera bei Rheumatoider Arthritis als effektives und sicheres Therapiekonzept mit Langzeitwirksamkeit

 

Köln (26. Juni 2007) - Die selektive B-Zell-Depletion mit Rituximab (MabThera®) in Kombination mit Methotrexat (MTX) hemmt die radiologische Progression bei rheumatoider Arthritis (RA). Die Wirksamkeit des CD20-Antikörpers wird durch erneute Behandlungen mit je 2 x 1 g noch verbessert. Gleichzeitig bleibt die erworbene protektive Immunantwort erhalten. Wie der klinische Alltag zeigt, erhöht eine frühzeitige Umstellung auf die B-Zell-Therapie zudem den Therapieerfolg. Diese und weitere Ergebnisse wurden auf dem diesjährigen EULAR-Kongress präsentiert.

Neue Hoffnung für Patienten mit Rheumatoider Arthritis

IL‑6‑Rezeptor‑Inhibition mit Tocilizumab

 

München (4. Juli 2007) - Die Kombinationstherapie von Tocilizumab mit dem Basis-Therapeutikum Methotrexat (MTX) erzielt eine wirkungsvolle und signifikante Symptomreduktion bei Patienten mit rheumatoider Arthritis. Die Ergebnisse bedeuten neue Hoffnung für Tausende von Patienten, deren Erkrankung trotz einer Therapie mit Disease Modifying Anti‑Rheumatic Drugs (DMARDs) nicht zufriedenstellend behandelt werden kann.

Hexvix®-Fluoreszenzzystoskopie:

schon bald Standard in der Blasenkrebsdiagnostik

 

Barcelona, Spanien (12. Juni 2007) - Das Harnblasenkarzinom belegt nach dem Karzinom der Prostata den zweiten Rang unter den urolo-gischen Malignomen. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Das Harnblasenkarzinom ist je nach Tumorstadium und begleitenden Risikofaktoren mit einer Rezidivquote von 38 bis 70 % behaftet. Mit Hexvix® Fluoreszenzzystoskopie liegt heute eine diagnostische Möglichkeit vor, die das Potential besitzt, eine effektive Unterstützung in der Diagnose von Blasenkrebs zu bieten. Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Hexvix® extrem hohe Folgekosten vermieden und den Patienten aufwändige Nachsorgeuntersuchungen erspart.