Medizin

Perspektiven für die psychiatrische Versorgung

Von Prof. Dr. med. Jürgen Fritze,
Aktionskreis Psychiatrie, Gesundheitspolitischer Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Münster (17. Oktober 2007) - Der Arzt ist im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung nach § 106(5a) SGB V mit Regress bedroht, wenn er die Richtgrößen (RG) für die Arzneimittelversorgung gemäß § 84(6) über­schreitet. In mehrfacher Hinsicht problematisch ist die Definition der RG. Das Arzneimittel­verordnungswirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG; § 84(7a) SGB V) verpflichtet den Arzt, bei ver­ordnungsstarken Wirkstoffgruppen (für Psychiater sind dies derzeit die selektiv-serotonergen Antidepressiva) bestimmte Durchschnittskosten je DDD nicht zu überschreiten. Alternativ können die Vertragsparteien auf Landesebene (KVen, GKV) nach § 84(7a) SGB V Zielver­einbarungen treffen, wonach derzeit bestimmte Anteile von Generikaverordnungen vom Arzt erreicht werden und Überschreitungen bestimmter Quoten sog. Me-Too-Drugs (Analogprä­parate) vermieden werden müssen, um Regress zu vermeiden. Die Verträge werden ohne die in § 35b SGB V vorgesehene Nutzen-Bewertung (optional Kosten-Nutzen-) geschlossen. Diese Regelungen setzten als Lex specialis im Grundsatz den Anspruch des GKV-Versi­cherten auf gleichmäßige und bedarfsgerechte Therapie gemäß des Standes der Wissen­schaft (§ 2, § 70 SGB V) außer Kraft und stehen auch in logischem Widerspruch zur Fortbil­dungsverpflichtung des Arztes (§ 95d SGB V) und zur Informationspflicht des Krankenhau­ses nach § 115c SGB V. Das BSG hat den Off-Label-Use zu Lasten der GKV grundsätzlich ausgeschlossen; dieser Ausschluss konfrontiert die Psychopharmakotherapie mit spezifi­schen Problemen, indem hier keine ätiologische, sondern eine symptom- und syndromo­rientierte Therapie indiziert ist. Rechtliche Klarstellungen sind anzustreben.

Epilepsie
3. Turmgespräch Epilepsie

Patienten – Positionen – Perspektiven

Köln (9. Oktober 2007) - Jeder Mensch kann in jedem Alter plötzlich da­von betroffen sein – rund zehn Prozent der Bevölkerung haben min­destens einen epileptischen Anfall in ihrem Leben. Bei rund einem Pro­zent resultiert eine behandlungsbedürftige Epilepsie. Betroffen sein kann jeder, sei es zum Beispiel durch einen Unfall oder durch eine Er­krankung, die das Hirngewebe beeinträchtigt hat. Entsprechend vielfäl­tig ist das Patientenbild: ob Sportler, Schulkind, Berufstätiger oder Se­nior – so individuell wie die Epilepsiepatienten sind, so individuell sind die Anforderungen an ein wirkungsvolles Therapiemanagement der Krankheit. Beim 3. Turmgespräch Epilepsie in Köln, das von Professor Dr. med. Bernhard J. Steinhoff, Kehl, eingeleitet wurde, diskutierten Epileptologen und Betroffene die vielfältigen Positionen und Perspekti­ven von Patienten mit Epilepsie.

Bencard-Symposium 2007
Adjuvanzien wie MPL® machen die Therapie effektiv und sicher
 
Lübeck (28. September 2007) - Die Spezifische Immuntherapie (SIT) ist ein unverzichtbarer Baustein im modernen Management der Allergietherapie, ihr klinischer Erfolg zweifelsfrei belegt. Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf in Bezug auf Innovationen, erklärte Professor Dr. Harald Renz, Vorsitzender des Bencard Symposiums anlässlich des 2. gemeinsamen Kongresses des Ärztevereins Deutscher Allergologen (ÄDA)und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).

Synergien nutzen – von anderen PIAs lernen

Initiative PlusPunkt PIA

Frankfurt (27. Oktober 2007) - Psychiatrische Institutsambulanzen (PIAs) haben sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil einer leistungsfähigen Versorgung schwer psychisch Kranker entwickelt. Um die therapeu­tische Arbeit noch effektiver gestalten zu können, besteht bei den PIAs großes Interesse an Fortbildungen sowie dem Austausch untereinander und mit den niedergelassenen Fach­ärzten (1). Aus diesem Grund hat AstraZeneca im Jahre 2006 die Initiative „PlusPunkt PIA“ ins Leben gerufen. Diese Initiative möchte den Austausch zwischen Mitarbeitern von psychiat­rischen Institutsambulanzen (PIAs), aber auch mit niedergelassenen Fachärzten und der Bevölkerung fördern.

Symposium „Zeitgemäße spezifische Immuntherapie ‑ Adjuvanzien machen den Unterschied"

Adjuvanzien wie MPL® machen die Therapie effektiv und sicher

Lübeck (28. September 2007) - Die Spezifische Immuntherapie (SIT) ist ein unverzichtbarer Baustein im modernen Management der Allergietherapie, ihr klinischer Erfolg zweifelsfrei belegt. Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf in Bezug auf Innovationen, erklärte Professor Dr. Harald Renz, Vorsitzender des Bencard Symposiums, anlässlich des 2. gemeinsamen Kongresses des Ärztevereins Deutscher Allergologen (ÄDA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).