Medizin

Auftaktveranstaltung „Woche des Hörens 2007“

Die psychische Dimension des Hörens

 

Von Prof. Dr. med. Claudia Spahn, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburger Institut für Musikermedizin

 

Hamburg (14. September 2007) - Der Hörsinn ist der erste Sinn des Menschen in der embryonalen Entwicklung: Ab etwa der 20. Schwangerschaftswoche reagiert der Fötus im Mutterleib auf akustische Reize. In der Evolution hatte der Hörsinn die wichtige Aufgabe, Gefahrenquellen in der Umgebung zu identifizieren. Aus dieser lebensentscheidenden Funktion erklärt sich, dass die Hörwahrnehmung nicht abgeschaltet werden kann, Hören also permanent stattfindet. Im Unterschied zu anderen Sinneswahrnehmungen, zum Beispiel dem Sehen, sind wir unseren Höreindrücken ständig ausgesetzt und können dies nur dadurch beeinflussen, dass wir bestimmte Orte meiden oder unseren Ohren durch Kopfhörer selbst gewählte akustische Produkte anbieten und Umgebungsreize weitgehend auszuschalten versuchen.

Beratung, Tests und neue Wege

Woche des Hörens vom 17. bis 21. September 2007

 

Wer gut hört, genießt die Welt in ihrer ganzen Vielfalt. Photo: Fördergemeinschaft Gutes HörenMünchen (14. September 2007) - Es gibt einen Tag der Arbeit, des Gebets, der Frau, des Baumes, der Pressefreiheit, des Kindes, des Meeres – die Liste ließe sich noch lange fortführen. Für das Thema „Hören“ räumt die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) nicht einen Tag, sondern sogar eine ganze Woche ein – und macht damit deutlich, welchen Stellenwert sie der Aktion beimisst. Vom 17. bis 21. September findet unter dem Motto „Gut Hören zählt“ nun zum zweiten Mal bundesweit die „Woche des Hörens“ statt.

 

Worum geht es bei dieser Aktionswoche eigentlich und was soll erreicht werden? Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Aufgabe, deutlich zu machen, wie wichtig gutes Hören ist, sowohl im privaten, als auch im beruflichen Bereich. Beschäftigt man sich mit dem Thema erst einmal, drängt sich die Frage nach dem eigenen Hörvermögen förmlich auf: Wie ist es bei Ihnen darum bestellt? Sind Sie sicher, dass Sie noch alles hören? Allein in Deutschland leben etwa 15 Millionen Menschen mit Hörminderung, doch vielen ist das nicht einmal bewusst. Denn das Tückische am Hörverlust ist: Er tritt meist schleichend auf. Häufig lässt sich nur anhand kleiner Indizien erahnen, dass das Gehör nachlässt: der Fernseher, der immer lauter gestellt wird, die Unterhaltung mehrerer Menschen, die kaum noch verstanden wird – höchste Zeit für einen Hörtest!

MIRCERA® - Neu für die Therapie der renalen Anämie

1 x monatlich für alle Patienten in der Erhaltungsphase

 

Grenzach-Wyhlen (7. September 2007) - MIRCERA hat die europäische Zulassung erhalten und wird zum 17. September zur Behandlung der renalen Anämie bei chronischer Nierenerkrankung eingeführt. MIRCERA (methoxy polyethylene glycol-epoetin beta) führt bei der Therapie der renalen Anämie zu vorhersagbar stabilen Hämoglobinwerten bei nur 1 x monatlicher Applikation in der Erhaltungsphase. Die monatliche Gabe schafft mehr Lebensqualität für den Patienten und mehr Freiräume für das Dialysepersonal durch das vereinfachte Anämiemanagement.

Akromegalie heute – Ein unterschätztes Phänomen?

 

Prävalenz der Akromegalie möglicherweise wesentlich höher als bisher angenommen

Primärtherapie mit Sandostatin® LAR® ermöglicht effektive Kontrolle der Akromegalie

 

Die spezifische Bindung eines Somatostatin-Analogons (blaue Kugeln) an die Somatostatin-Rezeptoren (bunte Strukturen) vermittelt die Hemmung des Wachstumshormons. Photo: Novartis OncologyNürnberg (10. September 2007) – Akromegalie ist eine endokrinologische Erkrankung, die durch einen unkontrollierten Überschuss des Wachstumshormons (GH-Exzess) hervorgerufen wird. Ursache ist in 95 % der Fälle ein Hypophysenadenom. Aufgrund der Seltenheit, aber auch der sehr unspezifischen Symptomatik vergehen im Durchschnitt etwa 9 Jahre vom Beginn der Erkrankung bis zur Diagnose. Bei der Dialogrunde „Akromegalie heute – Ein unterschätztes Phänomen?“ von Novartis Oncology am 10. September 2007 in München diskutierten Experten über die Notwendigkeit der frühen Diagnose sowie wirksame Therapieansätze. Eine wichtige Behandlungsoption, auch in der Primärtherapie, ist Sandostatin® LAR®.

Studienergebnisse mit Certolizumab Pegol bei Morbus Crohn im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht

 

‑ Erster PEGylierter, Fc‑freier anti‑TNF‑Wirkstoff vorgestellt in zwei Publikationen

‑ Daten bestätigen die Wirksamkeit von Certolizumab Pegol bei Morbus Crohn

 

Kerpen (18. Juli 2007) ‑ Die Ergebnisse von zwei Phase‑III‑Studien mit dem neuen anti‑TNFWirkstoff Certolizumab Pegol erscheinen heute in der Ausgabe des renommierten Fachjournals nNew England Joumal of Mediciney (NEJM). Die Studienergebnisse zeigen die Sicherheit und anhaltende Wirksamkeit von Certolizumab Pegol bei mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn. Die Studien PRECISE 1 und PRECISE 2 (Pegyiated antibody fRagment Evaluation in Crohn's dlsease Safety and Efficacy) zeigen, dass im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant mehr Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn auf Certolizumab Pegol ansprachen und der Response über den Studienzeitraum aufrecht erhalten werden konnte. Certolizumab Pegol wurde alle 4 Wochen über einen Zeitraum von 26 Wochen verabreicht mit nur einer zusätzlichen Gabe in der Induktionsphase in Woche 2. Patienten, die in der offenen Vorbehandlungsphase auf Certolizumab Pegol ansprachen und im Verumarm verblieben, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit auf anhaltendes Ansprechen und Remission in Woche 26 als solche Patienten, die in der PRECISE 2‑Studie Placebo erhalten hatten.