Medizin

Therapiemöglichkeiten mit Pregabalin

Vorstellung der Studienergebnisse

 

Von Prof. Dr. Hans-Peter Volz, Werneck

 

Frankfurt am Main (23. Juni 2006) - Die generalisierte Angststörung (GAD, generalized anxiety disorder) ist die häufigste Angststörung überhaupt. Bisher stehen als psychopharmakologische Behandlungsmöglichkeiten, sieht man von den trizyklischen Antidepressiva ab, folgende Substanzen zur Verfügung:

 

  • Buspiron
  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI): Paroxetin und Escitalopram
  • Selektive Serotonin- und Noradrenalin‑Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI): Venlafaxin - Benzodiazepine (Diazepam, Alprazolam).

Generalisierte Angststörung ‑ Bestandsaufnahme

 

Von Prof. Dr. Hans-Jürgen Möller, München

 

Frankfurt am Main (23. Juni 2006) - Bei der generalisierten Angststörung (engl.: Generalized Anxiety Disorder = GAD) handelt es sich um eine der wichtigsten und häufigsten Angsterkrankungen. Es ist davon auszugehen, dass etwa 15 % aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an einer Angststörung erkranken. In der Praxis von Allgemeinärzten geben mehr als die Hälfte der dort behandelten Patienten Angst als subjektive Beschwerde an, etwa 20 % von ihnen in einem behandlungsbedürftigen Ausmaß.

Klinisch imponiert ein anhaltendes Angstgefühl mit ausgeprägter und unrealistischer Besorgnis oder Katastrophenerwartung. Symptome wie muskuläre Verspannungen, autonom nervöse Hyperaktivität oder Hypervigilanz können hinzutreten. Aufgrund der in der Regel von den Patienten vorrangig wahrgenommenen körperlichen Symptomatik stellen sich Patienten mit dieser Erkrankung in der Regel zunächst beim Hausarzt vor.

EULAR Jahrestagung 2006

RA-Patienten profitieren nachhaltig von Etanercept

 

Münster / Amsterdam, Niederlande (21. Juni 2006) - Patienten mit rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew profitieren auch über einen längeren Zeitraum von der nachhaltigen Wirksamkeit und hohen therapeutischen Sicherheit des modernen TNFα-Antagonisten Etanercept (Enbrel®). Dies zeigen die aktuellen Daten von groß angelegten Untersuchungen – allen voran TEMPO, die längste kontrollierte, randomisierte Studie zur RA-Therapie mit einem Biologic,  vorgestellt anlässlich der Jahrestagung der European League Against Rheumatism (EULAR) in Amsterdam (Niederlande).

Wie Prof. Jörn Kekow (Magdeburg) auf einem vom Unternehmen Wyeth Pharma veranstalteten Presseworkshop erläuterte, ließen sich in den letzten drei Jahrzehnten zahlreiche pathologische Prozesse identifizieren, die bei der rheumatoiden Arthritis (RA) eine entscheidende Rolle spielen und der Gelenkzerstörung Vorschub leisten. Dies führte zur Hemmung des entzündungsfördernden Tumor-Nekrose-Faktors (TNF)α als einem der wichtigsten Therapieansätze in der Behandlung der RA und weiterer Erkrankungen, wie der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) oder der Psoriasis-Arthritis. Aufgrund seines klinischen Profils und der vorliegenden Langzeitdaten nimmt das rekombinante Rezeptor-Fusionsprotein Etanercept (Enbrel®) unter den heute verfügbaren Antagonisten des TNFα eine herausragende Stellung ein.

Pregabalin - Ein Wirkstoff für mehrere Indikationen: Erfahrungsrückblick

 

Von Prof. Dr. Thomas Tölle, München

 

Frankfurt am Main (23. Juni 2006) - Pregabalin wird seit September 2004 sowohl für die Behandlung peripherer neuropathischer Schmerzen als auch als Zusatztherapie bei fokalen Epilepsien eingesetzt. Mit der generalisierten Angststörung ist nun die dritte Indikation hinzugekommen. Hier stellt sich die Frage: Auf welcher Basis kann Pregabalin seine therapeutischen Effekte in drei verschiedenen Indikationsgebieten erzielen?

In allen drei Indikationen stellt die Übererregbarkeit von Neuronenpopulationen die Ursache der Störung dar. Bei der fokalen Epilepsie sind die spontan auftretenden paroxysmalen Entladungstätigkeiten häufig in motorischen oder sensiblen Hirnarealen angesiedelt und klinisch mit entsprechenden motorischen Entäußerungen oder sensiblen Wahrnehmungen vergesellschaftet. Bei Schmerz und Angst entstehen die überschießenden neuronalen Entladungen in zentralen Netzwerken, die für die Reizaufnahme, Verarbeitung und Reaktionen des entsprechenden funktionellen Systems zuständig sind.

DNA-basierte Präventionsdiagnostik

Frühzeitige Vorsorge zur Verbesserung der Lebensqualität

 

Frankfurt am Main (11. Mai 2006) – Es ist heute bereits möglich, einen großen Teil der ca. 5.000 beschriebenen Erkrankungen mit geneti­scher Komponente anhand von prädiktiver DNA-Diagnostik zu unter­su­chen. Doch nicht alle technisch möglichen Untersuchungen machen auch Sinn. „Je eindeutiger durch die Diagnose eine spätere Erkrankung vermieden werden kann oder je relevanter ein mög­lichst frühzeitiger Therapiebeginn für den Therapieerfolg ist, um so wertvoller ist die DNA-Diagnostik“ sagte Professor Dr. Theodor Dinger­mann, Frankfurt, bei der Einführungspressekonferenz von „humatrix DNA-Diagnostik Baby“ der humatrix AG. Das postnatale Diagnostik­paket ist ein speziell für die Arztpraxis konzipiertes Scree­ning für Neugeborene, das eine einfache und unkomplizierte Prävention der diagnostizierten Erkrankungsrisiken ermöglicht. Strenge Einhaltung aller Datenschutzbe­stimmungen sowie eine medizinische Kooperationsgemeinschaft mit dem Arzt, der die Beratung im Vorfeld und im Nachgang der Analyse durch­führt, runden das Angebot ab.