Medizin

Endoluminale Chirurgie (NOTES – Natural Orifice Translumenal Surgery):

Wer profitiert von Operationen durch natürliche Körperöffnungen?

 

Von Prof. Dr. Anthony N. Kalloo

 

Düsseldorf (7. Februar 2008) - Die gastrointestinale Endoskopie hat in den vergangenen fünfzig Jahren wesentliche Fortschritte gemacht. Von der flexiblen Endoskopie in den 1950er Jahren über die ERCP in den 1970er Jahren bis zur Endosonographie in den 1980er Jahren hat sich die Endoskopie von einem rein diagnostischen Verfahren zu einem Verfahren mit therapeutischen Anwendungen gewandelt. Eine neue Weiterentwicklung ist die Vorstellung, das flexible Endoskop über die Grenzen des gastrointestinalen Lumens hinaus für Operationen außerhalb des Magen-Darm-Trakts anzuwenden. Die endoluminale Chirurgie durch natürliche Körperöffnungen könnte sicherer, weniger invasiv und kosteneffektiver als der herkömmliche offene oder laparoskopische Zugang sein.

NOTES oder endoskopische Chirurgie über natürliche Körperöffnungen

Von Prof. Dr. Karl-Hermann Fuchs

Düsseldorf (7. Februar 2008) - Der Begriff NOTES steht für 'Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery'. Er wurde von einer amerikanischen Arbeitsgruppe von Gastroenterologen und Chirurgen im Jahr 2006 geprägt. Das Interesse für NOTES geht quer durch die Reihen der Gastroenterologen und Chirurgen, Gynäkologen und Urologen, letztlich jede medizinische Fachrichtung, die interventionell über natürliche Körperöffnungen arbeitet. Wie bei allen ungewöhnlichen Neuerungen wird über den Sinn oder Unsinn von NOTES sehr heftig und kontrovers diskutiert. In erster Linie sind Chirurgen und Gastroenterologen mit dieser neuen Technik konfrontiert. Die prinzipielle Idee ist, über natürliche Körperöffnungen in die Bauchhöhle zu gelangen und dort Operationen durchzuführen. Gegenwärtig steckt dieses Verfahren noch in den Kinderschuhen. Die notwendigen komplexen Techniken verlangen sowohl minimal-invasive chirurgische als auch interventionell-endoskopische Fähigkeiten. Bei der NOTES-Technik werden natürliche Körperöffnungen wie Mund, Anus, Vagina, Harnröhre als primärer Zugang zur Bauchhöhle verwendet.

Zulassung von Adalimumab zur Behandlung der Plaque-Psoriasis

Versorgung der Psoriasis in Deutschland – Anspruch und Wirklichkeit

 

Von Prof. Dr. Matthias Augustin

 

Frankfurt am Main (29. Januar 2008) - Die Psoriasis vulgaris ist häufig, geht bei vielen betroffenen Patienten mit einem sehr hohen Leidensdruck einher und verursacht erhebliche Folgekosten. Obwohl für alle Formen und Schweregrade der Psoriasis wirksame Therapeutika zur Verfügung stehen, ist nach klinischen Erfahrungen und Patientenberichten die Versorgung in Deutschland oftmals unzureichend. Unklar war bisher, welche Patienten in welchem Maße von dem Leidensdruck betroffen sind, welchen Zugang die Patienten zur modernen Versorgung haben und inwieweit eine Unter-, Fehl- oder Überversorgung besteht. Unklar war ferner, welchen Nutzen die Patienten selbst durch die Versorgung ihrer Erkrankung erleben.

10. Internationales Symposium: Diagnostische und therapeutische Endoskopie

Endoskopie-Experten diskutieren über neueste Technologien und Operationsmethoden

 

Düsseldorf (7. Februar 2008) - HDTV, NBI und NOTES: Diese drei Themen halten Endoskopie-Experten weltweit in Atem und stehen auch beim „10. Internationalen Symposium: Diagnostische und therapeutische Endoskopie“ ganz oben auf dem Programm. Zur diesjährigen Jubiläumsveranstaltung lädt Tagungsleiter Professor Dr. med. Horst Neuhaus vom 8. bis 9. Februar 2008 erstmals in das neue Maritim Hotel am Düsseldorfer Flughafen ein. Internationale Experten führen an beiden Kongresstagen endoskopische Eingriffe durch, die live und in HDTV-Qualität vom Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf (EVK) in das Maritim Hotel übertragen werden. Das Symposium hat sich in den letzten Jahren zu einer der bedeutendsten und größten Fortbildungsveranstaltungen der Endoskopie entwickelt. In diesem Jahr werden rund 1500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet. „Dank der rasanten Weiterentwicklung in der Endoskopie konnte die Patientenversorgung in den letzten Jahren enorm verbessert werden“, so Neuhaus, Chefarzt der Medizinischen Klinik am EVK und Vorsitzender des von ihm und seinem Team gegründeten Endoskopie-Kongresses. „Da die Neuentwicklungen global jedoch sehr unterschiedlich verlaufen, ist ein Austausch von Erfahrungen mit internationalen Experten – wie es unser Symposium ermöglicht – sehr wichtig.“

Humira® (Adalimumab) in der EU zur Behandlung der moderaten bis schweren Plaque-Psoriasis zugelassen

In klinischen Studien zeigten Patienten unter Therapie mit Humira® eine signifikante und andauernde Klärung des Hautbildes

 

Wiesbaden, Ludwigshafen (29. Januar 2008) – Abbott hat für Humira® (Adalimumab) von der European Medicines Agency (EMEA) am 19. Dezember 2007 die Zulassung zur Behandlung der moderaten bis schweren Plaque-Psoriasis erhalten. Humira® ist der erste vollständig humane TNF-a-Antikörper für die Behandlung der Psoriasis, der von den Patienten selbst injiziert werden kann. In einer klinischen Studie erreichten mehr als 80 % der Patienten, die mit Humira® behandelt wurden, eine Verbesserung des Hautbildes um 75 % oder mehr. Fast drei Viertel der Patienten erreichten in einer anderen Studie eine Verbesserung um 75 %. In beiden Studien erreichten nahezu die Hälfte der mit Humira® behandelten Patienten schon 16 Wochen nach Beginn der Behandlung eine Verbesserung des Hautbildes um 90 %. Psoriasis ist die fünfte Indikation, für die Humira® in der Europäischen Union zugelassen ist. In den USA befindet sich der Zulassungsantrag für Humira® zur Therapie der Psoriasis bei der Food and Drug Agency (FDA) in Prüfung.