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26 | 06 | 2017
Medizin
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Lucentis®: eine neue Ära in der AMD-Therapie beginnt

EU - Zulassung für Ranibizumab steht unmittelbar bevor

 

Klinische Studien belegen: Lucentis® erste und einzige Therapie, die die Sehkraft von Patienten mit feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) verbessert

Bei 9 von 10 AMD-Patienten stabilisiert sich das Sehvermögen, knapp die Hälfte der Patienten verbessert ihre Sehkraft – und zwar langfristig bei guter Verträglichkeit der Anwendung

 

 

Vorlesen_AMDNürnberg (24. Januar 2007) - Sehen gehört nicht nur zu den fünf Sinnen. Sehen ist der zentrale Sinn, um so alltägliche Dinge wie Lesen, Essen, mit den Enkeln Spielen oder Autofahren selbständig zu bewältigen. Diese Fähigkeit fehlt Patienten, die unter der exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) leiden: Sie sehen ihre Umwelt verzerrt, verschwommen, in ausgewaschenen Farben und nur auszugsweise – in vielen Fällen endet dieser fortschreitende Sehverlust in der völligen Erblindung. Dies ändert sich nun mit der Zulassung von Lucentis® (Wirkstoff Ranibizumab), die die europäische Kommission in diesen Tagen erteilen werden wird: Denn Lucentis® verbessert nachweislich die Sehkraft von AMD-Patienten.

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Innovative Heuschnupfentherapie

GRAZAX® steigert Therapieerfolg im zweiten Therapiejahr

 

Hamburg (19. Januar 2007) ‑ Seit kurzem gibt es in Deutschland eine Gräser-Impftablette (GRAZAX®) zur ursächlichen Behandlung einer Allergie auf Gräserpollen. GRAZAX® ist das weltweit erste Präparat für die spezifische Immuntherapie in Form einer schnell löslichen Tablette. Dank der einfachen, gut verträglichen Anwendung ermöglicht die Gräser‑Impftablette einen breiten Einsatz der kausalen Therapie bei allergischer Rhinitis.

Jeder Vierte in den westlichen Industrieländern leidet inzwischen an Heuschnupfen oder allergischem Asthma. Häufigste Auslöser sind Gräserpollen. Sie beginnen meistens Anfang Mai zu blühen und verbreiten ihre Pollen bis in den August. Bei Menschen mit einer Pollenallergie kommt es in dieser Zeit zu Schnupfen, Niesen, Augenjucken, Abgeschlagenheit oder gar Atemnot. Die Ursache ist eine Überempfindlichkeit des Immunsystems auf Bestandteile der Pollen.

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Hintergrundinformation

Influenza – eine oft unterschätzte Infektion der Atemwege

Influenza
Die Influenza (Grippe) ist eine virale Infektion der Atemwege, die eine weltweite Verbreitung findet. Die Auswirkungen der Grippe werden jedoch allzu häufig unterschätzt. Obwohl die Infektion bei einigen Menschen einen harmlosen Verlauf nehmen kann, kann sie bei den so genannten Risikogruppen (z. B. ältere Menschen oder Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Ateminsuffizienz, Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz) zu ernsten und sogar lebensgefährlichen Komplikationen führen.

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Influenza – Wenn jede Minute zählt

Zulassungserweiterung für Zanamivir bietet neue antivirale Therapie- und Prophylaxe-Möglichkeiten

München (16. Januar 2007) – Nach der Genehmigung durch die US-Gesund­heitsbehörde FDA liegt die erweiterte Zulassung für Zanamivir nun auch vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für Deutschland vor. Der zur Therapie der Virusgrippe indizierte Neuraminidasehemmer (RelenzaTM) wurde kürzlich zur Prophylaxe der Influenza A und B bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren sowie zur Therapie der Influenza A und B bei Kindern ab 5 Jahren zugelassen.

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LDL-Apherese

Einzig wirksame Behandlungsform bei seltenen schweren Fettstoffwechselerkrankungen

 

Berlin (1. Dezember 2006) - In den westlichen Industrienationen stellen atherosklerotische Gefäßveränderungen ein großes gesundheitliches Problem dar. Sie sind die Ursache für koronare Herzkrankheit (KHK), zerebrovaskuläre Insuffizienz und periphere arterielle Verschlusskrankheit – Erkrankungen, die die Morbiditäts- und Mortalitätsstatistiken anführen. Zwar wird die Atherosklerose durch verschiedene Faktoren ausgelöst – beispielsweise Hypercholesterinämie, Hypertonie, Diabetes mellitus, Hyperfibrinogenämie, Nikotinabusus und Übergewicht – doch spielen erhöhte LDL-Cholesterin-Werte (LDL = Low Density Lipoprotein) eine zentrale Rolle. In normaler Konzentration hat das LDL die wichtige Funktion, Cholesterin zu den Körperzellen zu transportieren. Kann das LDL-Cholesterin jedoch nicht in ausreichendem Maße aus dem Blut abtransportiert werden, reichert es sich an, dringt vermehrt in die Blutgefäßwand ein und wird dort in die Makrophagen, die sogenannten „Freßzellen“, aufgenommen. Die Folge ist der Prozess der Artherosklerose, auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Mehrere Studien zeigten bereits, dass mit wachsendem Cholesterinspiegel das Risiko für einen akuten Koronartod steigt und der LDL-Plasmaspiegel den wichtigsten Prädiktor für tödlichen bzw. nicht-tödlichen Myokardinfarkt sowie für KHK darstellt.

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Photo: Novartis BehringInfektionsgefahr durch Zeckenbiss –
Wie hoch ist die Gefahr?

 

Neu gegründeter Augsburger Verein ZecTect e.V. veranstaltet 1. Europäisches Symposium für Zecken-übertragene Erkrankungen

 

Augsburg (11. November 2006) – Besonders in Süddeutschland können Zecken die Frühsommer-Meningo-enzephalitis (FSME) übertragen. In ganz Deutschland läuft man nach einem Zeckenbiss Gefahr, an Borreliose zu erkranken. Und beide Krankheiten sind auf dem Vormarsch. Deshalb haben Augsburger Ärzte den Zecken-übertragenen Erkrankungen den Kampf angesagt und in diesem Jahr den Verein ZecTect e.V. gegründet. Betroffenen, Interessierten und Fachleuten bot der Verein am 11. November in Augsburg die Möglichkeit, sich auf dem „1. Europäischen Symposium für Zecken-übertragene Erkrankungen“ zu informieren.

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Influenza keine Chance geben

 

Berlin (9. November 2006) - „Warum haben wir uns an die vielen Influenza-Toten in Deutschland gewöhnt?“, „Warum wird nicht zur Kenntnis genommen, dass Todesfälle vermieden werden können, wenn man die Schutzimpfung durchführen würde und im Erkrankungsfall rechtzeitig eine wirksame antivirale Therapie beginnt?“ – Fragen, die auf der Pressekonferenz der Roche Pharma AG zum Thema „Wie gut ist Deutschland auf die Influenza vorbereitet?“ von führenden Experten diskutiert werden.

 

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) starben im Winter 2004/2005 in Deutschland ca. 20.000 Menschen an der Influenza. Dies übertrifft die Zahl der Verkehrstoten um das Vierfache (ca. 5000 in 2005) und die Zahl der Todesfälle aufgrund anderer Infektionskrankheiten, wie z.B. AIDS (ca. 500 in 2005) um das 40-fache. Was die Influenza so gefährlich macht - die Infektion bleibt nicht auf die Atemwege beschränkt, sondern kann auf andere Organe übergreifen. Dies wird besonders bei Kindern deutlich, die einen weitaus stärkeren Krankheitsverlauf haben können: die Symptomatik unterscheidet sich zum Teil so stark von der Erwachsener, dass eine sichere Diagnose erschwert wird.

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Der Einfluss von Komorbidität auf die Lebensqualität

 

Von Dr. Katja Beesdo, Dresden

 

Berlin (12. Oktober 2006) - Schmerz‑, Angst‑ und depressive Beschwerden gehören zu den Grunderfahrungen nahezu jedes Menschen und können bei Vorliegen bestimmter Schweregrade und Zusatzkriterien eine eigenständige Störungsdynamik entfalten. In diesen Fällen sprechen wir von Syndromen (z.B. Schmerzsyndrom) bzw. gemäß der Kriterien von ICD-10 oder DSM-IV von Störungen mit Krankheitswert (Schmerzstörungen, Angststörungen, depressive Störungen). Schmerz-, Angst- und depressive Syndrome und Störungen sind in der Allgemeinbevölkerung und insbesondere in klinischen Einrichtungen weit verbreitet. Diese drei Syndromkomplexe sind phänomenologisch, aber auch ätiopathogenetisch eng verknüpft; so ist zum Beispiel die überzufällig häufige Assoziation von Schmerzsyndromen mit Angst und Depression schon seit Jahrzehnten gut dokumentiert und die wechselseitige Beeinflussung auf der syndromalen Ebene gut untersucht.

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Patientenorientierte Therapie in der Urologie

Innovative Medikamente erweitern Handlungsspielraum

Lilly Deutschland engagiert sich nachhaltig

 

Hamburg (22. September 2006) - Eine patientenorientierte Therapie und partizipative Entscheidungsprozesse können auch in der Urologie zu besseren Ergebnissen und mehr Zufriedenheit auf beiden Seiten des Arztschreibtisches führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Expertenrunde mit Prof. Dr. Hartmut Porst, Hamburg, als Chairman auf einer von Lilly Deutschland initiierten Veranstaltung im Rahmen des 58. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. Die Erweiterung des therapeutischen Spektrums durch innovative Medikamente fordere demnach eine stärkere Einbeziehung des Patienten und ermögliche gleichzeitig eine individuellere Ausrichtung der Therapie an seinen Bedürfnissen.

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Crossover-Vergleich von Sildenafil und Tadalafil

71 Prozent der Patienten präferieren nach Studienende Tadalafil

Studiendesign wird Anforderungen an eine Vergleichsstudie gerecht

 

Hamburg (22. September 2006) - Der PDE 5-Hemmer Tadalafil (Cialis®) wird von Patienten mit einer Erektilen Dysfunktion (ED) in einem Cross-Over Vergleich gegenüber Sildenafil bevorzugt. Zu diesem Ergebnis kommt eine offene, multizentrische, randomisierte Crossover-Studie[i]. Das Studiendesign erfüllt fast alle Anforderungen an eine Vergleichsstudie nach Mulhall[ii] und unterscheidet sich damit von vielen anderen Präferenzstudien. 376 Männer mit ED, die zuvor noch nicht mit einem PDE 5-Hemmer behandelt wurden, erhielten zunächst für einen Zeitraum von 12 Wochen randomisiert Tadalafil oder Sildenafil und danach für den gleichen Zeitraum die jeweils andere Medikation. 291 Patienten durchliefen beide Therapiephasen und wurden am Studienende gefragt, welches der beiden Präparate sie für die nächsten 8 Wochen einnehmen wollten: 71 Prozent entschieden sich für Tadalafil, 29 Prozent für Sildenafil (1). Als Hauptgrund für die Präferenz gaben die Patienten, die Tadalafil bevorzugten, die Möglichkeit an, auch lange Zeit nach der Einnahme noch eine Erektion erreichen zu können[iii].

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Oraler Eisenchelator Exjade® von Novartis erhält europaweite Zulassung

Revolution für Patienten mit transfusionsbedingter Eisenüberladung

 

  • Exjade® (Deferasirox, ICL670) ist der weltweit erste und einzige Eisenchelator, der einmal täglich oral eingenommen wird.
  • Tablette statt Infusion: Exjade® könnte die bisherige Standardtherapie mit Desferal® (Deferoxamin) ablösen.
  • Die Zulassung erlaubt Patienten mit myelodysplastischem Syndrom, Thalassämie und Sichelzellanämie eine stark vereinfachte Chelat-Therapie.

 

Nürnberg (4. September 2006) – Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA (European Agency for the Evaluation of Medicinal Products) hat am 28. August 2006 den Eisenchelator Exjade® (Deferasirox, ICL670) von Novartis zur Behandlung der transfusionsbedingten chronischen Eisenüberladung zugelassen. In allen 25 Mitgliedsstaaten der EU steht transfusionsbedürftigen Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen damit der weltweit erste und einzige Eisenchelator zur Verfügung, der einmal täglich oral eingenommen wird. In Deutschland wird das Präparat ab Anfang Oktober in den Apotheken verfügbar sein.

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Therapie der postmenopausalen Osteoporose:

Studie bestätigt verbesserte Therapietreue dank Monatstablette 

 

Philadelphia, USA (15. September 2006) - Die einmal monatliche Einnahme des oralen Bisphosphonats Ibandronat wird von Frauen mit postmenopausaler Osteoporose deutlich besser umgesetzt als eine wöchentliche Therapie mit oralen Bisphosphonaten. Das bestätigen erstmalig Daten aus einer US-amerikanischen Studie, die beim 28. Jahrestreffen der American Society of Bone Mineral Research (ASBMR) in Philadelphia vorgestellt wurden. Neueste Ergebnisse der MOBILE LTE Studie zeigen zudem, dass die Therapie mit Ibandronat auch im dritten Behandlungsjahr eine hochwirksame und gut verträgliche Therapieoption darstellt.

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HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel

Mehr Arzneimittelsicherheit für Kinder durch Information und Transparenz

 

Mainz (15. September 2006) Viele Kinder müssen mit Arzneimitteln behandelt werden, die für ihre Altersgruppe nicht zugelassen sind, weil nicht genügend geprüfte Arzneimittel zur Verfügung stehen. Kinder erhalten jedoch auch ungeprüfte Arzneimittel, obwohl zugelassene Alternativen zur Verfügung stehen, wie in einer Untersuchung der HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel zum off-label use bei Kindern festgestellt wurde. Vor allem bei Arzneimitteln zur Behandlung seltener Erkrankungen im Kindesalter kann die Suche nach einem zugelassenen Arzneimittel viel Zeit erfordern. Der Zulassungsstatus muss aus der Fachinformation ermittelt werden, die vom pharmazeutischen Unternehmer entweder als Papierversion oder über das elektronische Fachinformations-Verzeichnis der Roten Liste zur Verfügung gestellt wird. Somit ist zwar ein schneller Zugriff auf einzelne Fachinformationen möglich, nicht jedoch die gezielte Suche nach einem Arzneimittel mit bestimmten Merkmalen.

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Wirkmechanismen der TNF-Antagonisierung

 

Von Prof. Dr. med. Torsten Kucharzik, Münster

 

Hannover (15. September 2006) - TNF-alpha spielt als proinflammatorisches Zytokin eine wesentliche Bedeutung in der Pathogenese chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED). Neben einer unmittelbaren Rolle bei der Gewebsdestruktion ist TNF-alpha sekundär auch an der Rekrutierung des entzündlichen Infiltrates bei CED beteiligt. Erhöhte Konzentrationen von TNF konnten bei Patienten mit CED im Serum und im Stuhl nachgewiesen werden. TNF ist ein 26 kDa großes transmembranöses Protein, welches nach Synthese und Transport an die Zelloberfläche durch eine Metalloproteinase (TACE) gespalten und anschließend als 17 Kilodolten Protein in den Extrazellularraum abgegeben wird. Nach Trimerisierung bindet TNF an die zwei Rezeptoren TNF-Rezeptor I (p55), den primären Rezeptor für lösliches TNF und den TNF-Rezeptor II (p75), den primären Rezeptor für membrangebundenes TNF. Membranständiges TNF stellt nicht nur einen Liganden für den TNF-RII dar, sondern kann auch Signale als Rezeptor in die Zellen vermitteln. Dieser Mechanismus ist für das Verständnis der Wirkung TNF-antagonisierender Substanzen von großer Bedeutung.

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Subkutane anti-TNF-Therapie des M. Crohn mit Certolizumab pegol Ergebnisse der Zulassungsstudien mit dem ersten pegylierten Fab-Fragment

 

Von Prof. Dr. med. Stefan Schreiber, Kiel

 

Hannover (15. September 2006) - Certolizumab Pegol ist ein Repräsentant einer neuen Gruppe hochaffiner Moleküle gegen menschliches TNF, die für eine subkutane Gabe optimiert wurden. Im Vergleich zu monoklonalen Antikörpern weist Certoiizumab Pegol nur noch minimale Proteinanteile auf ‑ das Fc-Fragment wurde durch eine PEGylierung ersetzt und ein Großteil der üblicherweise auch im Bindungsbereich vorhandenen murinen Proteine wurden durch humane Sequenzen ersetzt.

Die Halbwertszeit von Certolizumab Pegol ist zirka 14 Tage. In vitro induziert es keine Apoptose bei T-Zellen oder Makrophagen, hat aber dafür eine ausgeprägte anti-Zytokin-Wirkung. Durch den fehlenden Fc-Anteil ist eine komplementvermittelte Zytotoxizität und Antikörperinduzierte zellvermittelte Toxizität (ADCC) ausgeschlossen. Als optimale Dosis für Morbus Crohn wurden in der Phase 11.400 mg alle vier Wochen ermittelt.

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Interview mit Prof. Rockstroh zum Thema: Koinfektion HIV / Hepatitis C

 

 

Frage: Sowohl die Morbidität als auch die Mortalität nimmt, dank verbesserter antiretroviraler Therapie, bei der HIV‑Infektion glücklicherweise ab. Wie beurteilen Sie die Problematik der häufigen Koinfektion mit Hepatitis C?

 

Bereits wenn man ausschließlich die Epidemiologie betrachtet, stellt die HIV/HCV-Koinfektion ein großes Problem dar: Ein Drittel der europäischen HIV‑Patienten weist auch eine Hepatitis C‑Infektion auf. Aber auch der klinische Aspekt ist bei dieser Koinfektion eine Herausforderung: HIV‑Patienten mit einer Hepatitis C‑Infektion vertragen die HIV‑Therapie deutlich schlechter. Die HIV‑Infektion bewirkt eine Verschlimmerung und ein rascheres Fortschreiten der Hepatitis C. Die Entstehung einer Zirrhose oder einer terminalen Leberinsuffizienz wird durch eine gleichzeitige HIV‑Infektion deutlich beschleunigt.

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Robert Koch-Institut empfiehlt Kinder-Impfung gegen Hirnhautentzündung

Meningokkoken C: Neue Impfempfehlung wird die Zahl der Todesopfer in Deutschland senken

 

Experten informierten über Notwendigkeit des Impfschutzes für Kinder und Jugendliche

Sterblichkeit und schwere Folgeschäden können durch modernen Konjugat-impfstoff nachhaltig reduziert werden.

 

Meningokokken_mikroskopisch. Photo: Novartis BehringMünchen (6. September 2006) - Trotz moderner Behandlungsmethoden weisen Meningokokken-C-Erkrankungen in Deutschland noch immer eine Sterblichkeit von über zehn Prozent auf. Von durchschnittlich 200 invasiven, das bedeutet schweren und lebensbedrohlichen, Meningokokken-C-Erkrankungen pro Jahr führen ca. 25 zum Tod der Erkrankten. Eine in etwa gleich große Zahl erleidet  durch Sepsis oder Hirnhautentzündungen schwerste Folgeschäden, die z.B. zu Amputationen der Gliedmaßen führen können. Die im Juli 2006 von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) ausgesprochene neue Impfempfehlung für alle Kinder im zweiten Lebensjahr wird diese erschreckenden Zahlen nachhaltig reduzieren. Dieser Hoffnung gaben alle Experten im Rahmen des Fachpressegespräches „Schutz vor tödlichen Meningokokken C – Viele Kinder und Jugendliche noch nicht geimpft“ Ausdruck, das heute in München stattfand. Veranstalter war der Impfstoffhersteller Novartis Behring.

 

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Osteoporose-Studie belegt:

Monatliche Tabletteneinnahme kommt Patientenwünschen entgegen

 

Hamburg (14. Juni 2006) - Beim Weltkongress für Osteoporose in Toronto waren sich Experten einig: Bei der Wahl der Therapie sollten Ärzte neben medizinischen Aspekten, die Wünsche und Bedürfnisse von Patienten stärker berücksichtigen. Wie eine aktuelle Studie zeigt, favorisiert die Mehrzahl der befragten Patientinnen ein monatliches Einnahmeintervall.

„Wir haben gute Medikamente, aber die Therapie ist nicht optimal", klagte Prof. Dr. Jean Yves Reginster, Universität von Lüttich, Belgien, Generalsekretär der Internationalen Osteoporose Foundation (IOF) in Toronto. „Wir brauchen wirksame und gut verträgliche Medikamente, die den Präferenzen der Patienten gerecht werden!" so seine Forderung.

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MEDA Pharma spendet 5.000 Euro an DAAB

Spende für Lehrer- Asthmaschulung vorgesehen

 

Frankfurt am Main (30. August 2006) – Auf einer Presseveranstaltung der MEDA Pharma GmbH & Co. KG wurde ein Scheck in Höhe von 5.000 Euro an Andrea Wallrafen, Geschäftsführerin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e.V. (DAAB) übergeben. Ärzte spendeten im Rahmen der gemeinnützigen Aktion „Ärzte halten den Atem an“ auf verschiedenen Kongressen in den letzten zwei Jahren symbolisch ihren Atem. Jede Sekunde, die Ärzte am Stand der MEDA Pharma (vormals VIATRIS GmbH & Co. KG) die Luft anhielten, wurde von dem Bad Homburger Atemwegsspezialisten mit 10 Euro-Cent honoriert. Bis heute kam dabei die stattliche Summe von 5.000 Euro zusammen. Das Geld wird dem Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB), der größten deutschen Patientenorganisation Asthma- und Allergiekranker für die Aufklärung von Lehrern in Sachen Asthma zugute kommen.

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Osteoporosetherapie: Preotact® jetzt in Deutschland erhältlich

Erstes naturidentisches Parathormon fördert Aufbau von strukturell gesundem Knochen

 

München (24. August 2006) ‑ Am 28. August 2006 wird unter dem Handelsnamen Preotact® das erste rekombinante, langkettige und naturidentische Parathyroidhormon (Parathormon/PTH 1‑84) zur Behandlung von Osteoporosepatientinnen mit hohem Frakturrisiko im deutschen Markt eingeführt. Das neue Präparat der Nycomed Pharma GmbH (Unterschleißheim) hat potente osteoanabole Effekte und reduziert signifikant das Risiko für osteoporosebedingte Frakturen bei Hochrisikopatientinnen. PTH 1‑84 stimuliert die Knochenneubildung und führt zu einem Anstieg der Knochenmineraldichte (KMD). Aufgrund seiner Thermostabilität und der einfachen Anwendung mit einem speziell für ältere Osteoporosepatientinnen entwickelten Injektions‑Pen ist das Parathormon der zweiten Generation besonders patientenfreundlich.

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Sodbrennen und säurebedingte Beschwerden

Wenn Magensäure krank macht

 

Hydrotalcit neutralisiert überschüssige Säure und unterstützt
den körpereigenen Schutz im Magen

 

Hamburg (17. August 2006) – Ohne die Magensäure wäre Verdauung nicht möglich. Sie bereitet die Zer­legung der Eiweiße vor und macht Krankheitskeime unschädlich. Durchschnittlich ein bis drei Liter Magensaft werden pro Tag produziert. Aber bei jedem dritten Deutschen gerät die Säureproduktion aus dem Lot. Die Folge: Die Betroffene leiden unter Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden. Saures Aufstoßen nach dem Essen, Druck in der Magengrube und vor allem ein unangenehmes Brennen in der Speiseröhre sind die typischen Zeichen.

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Blähungen

Stress fördert Luft im Bauch

 

Lefax-Wirkstoff Simeticon wirkt rein physikalisch bei gasbedingten Symptomen

 

Hamburg (17. August 2006)  – In Zeiten von „take away“ und „to go“ bleiben entspannte und ausgewogene Mahlzeiten oft auf der Strecke. Das Essen wird schnell und nebenbei erledigt, in stressigen Situationen wird bevorzugt Fast Food konsumiert. Unter solchen Umständen sind Beschwerden wie Druckgefühl und Blähungen bei vielen programmiert. Doch nicht nur Hektik und Zeitmangel sind schuld: Auch manche Lebensmittel, die aufgrund ihrer Zusammensetzung für den Körper unverdaulich sind, verursachen im Verdauungs­trakt eine Extraportion Luft, die Beschwerden auslösen kann.

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MabThera® (Rituximab) erhält EU-Zulassung zur Therapie der rheumatoiden Arthritis

 

Frankfurt am Main (18. Juli 2006) - Der B-Zell-gerichtete CD20-Antikörper Rituximab hat jetzt die europaweite Zulassung zur Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA) erhalten. Rituximab ist damit zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schwerer aktiver RA zugelassen, die auf andere krankheitsmodifizierende Anti-Rheumatika, einschließlich eines oder mehrerer TNF-alpha-Hemmer, nicht ausreichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben.

Der monoklonale Antikörper Rituximab erreicht mit zwei Infusionen zu je 1 g, verabreicht an Tag 1 und 15, eine signifikante Verbesserung der RA-typischen Krankheits-symptome über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten. Dies wurde durch die große internationale Phase III-Studie REFLEX (1) (Randomised Evaluation oF Long-term Efficacy of RituXimab in RA) belegt. Die positiven Ergebnisse der Studie führten jetzt zur europaweiten Zulassung von Rituximab.

„Aufgrund der hohen Anzahl von Patienten, die auf bisher erhältliche RA-Therapien nicht ansprechen, besteht ein großer Bedarf an neuen und vor allem effektiven Behandlungs-Optionen wie MabThera®“, kommentierte Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG.

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Therapiemöglichkeiten mit Pregabalin

Vorstellung der Studienergebnisse

 

Von Prof. Dr. Hans-Peter Volz, Werneck

 

Frankfurt am Main (23. Juni 2006) - Die generalisierte Angststörung (GAD, generalized anxiety disorder) ist die häufigste Angststörung überhaupt. Bisher stehen als psychopharmakologische Behandlungsmöglichkeiten, sieht man von den trizyklischen Antidepressiva ab, folgende Substanzen zur Verfügung:

 

  • Buspiron
  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI): Paroxetin und Escitalopram
  • Selektive Serotonin- und Noradrenalin‑Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI): Venlafaxin - Benzodiazepine (Diazepam, Alprazolam).
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Generalisierte Angststörung ‑ Bestandsaufnahme

 

Von Prof. Dr. Hans-Jürgen Möller, München

 

Frankfurt am Main (23. Juni 2006) - Bei der generalisierten Angststörung (engl.: Generalized Anxiety Disorder = GAD) handelt es sich um eine der wichtigsten und häufigsten Angsterkrankungen. Es ist davon auszugehen, dass etwa 15 % aller Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an einer Angststörung erkranken. In der Praxis von Allgemeinärzten geben mehr als die Hälfte der dort behandelten Patienten Angst als subjektive Beschwerde an, etwa 20 % von ihnen in einem behandlungsbedürftigen Ausmaß.

Klinisch imponiert ein anhaltendes Angstgefühl mit ausgeprägter und unrealistischer Besorgnis oder Katastrophenerwartung. Symptome wie muskuläre Verspannungen, autonom nervöse Hyperaktivität oder Hypervigilanz können hinzutreten. Aufgrund der in der Regel von den Patienten vorrangig wahrgenommenen körperlichen Symptomatik stellen sich Patienten mit dieser Erkrankung in der Regel zunächst beim Hausarzt vor.

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Pregabalin - Ein Wirkstoff für mehrere Indikationen: Erfahrungsrückblick

 

Von Prof. Dr. Thomas Tölle, München

 

Frankfurt am Main (23. Juni 2006) - Pregabalin wird seit September 2004 sowohl für die Behandlung peripherer neuropathischer Schmerzen als auch als Zusatztherapie bei fokalen Epilepsien eingesetzt. Mit der generalisierten Angststörung ist nun die dritte Indikation hinzugekommen. Hier stellt sich die Frage: Auf welcher Basis kann Pregabalin seine therapeutischen Effekte in drei verschiedenen Indikationsgebieten erzielen?

In allen drei Indikationen stellt die Übererregbarkeit von Neuronenpopulationen die Ursache der Störung dar. Bei der fokalen Epilepsie sind die spontan auftretenden paroxysmalen Entladungstätigkeiten häufig in motorischen oder sensiblen Hirnarealen angesiedelt und klinisch mit entsprechenden motorischen Entäußerungen oder sensiblen Wahrnehmungen vergesellschaftet. Bei Schmerz und Angst entstehen die überschießenden neuronalen Entladungen in zentralen Netzwerken, die für die Reizaufnahme, Verarbeitung und Reaktionen des entsprechenden funktionellen Systems zuständig sind.

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