Medizin

Doppelpack

Depressionen bei Jugendlichen gehen auf den Magen, Ängste unter die Haut

Basel, Schweiz (24. November 2016) - Psychische Störungen und körperliche Erkrankungen kommen häufig im Doppelpack vor. Psychologen der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum haben dabei bei Jugendlichen erstmals zeitliche Muster identifiziert: Arthritis und Erkrankungen des Verdauungssystems treten häufiger nach Depressionen auf, und Angststörungen ziehen Hautkrankheiten nach sich.

DBfK

PsychVVG stellt wichtige Weichen

Berlin (21. November 2016) - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt das am 10. November 2016 im Bundestag verabschiedete neue Vergütungssystem für psychiatrische und psychosomatische Leistungen „PsychVVG“ (Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen) ausdrücklich. „Dass man aus den vielen und folgenschweren Fehlanreizen des somatischen DRG-Systems Lehren gezogen und das ursprünglich auch für Psychiatrie und Psychosomatik vorgesehene pauschalierende Entgeltsystem verworfen hat, lässt auf eine auch in Zukunft gute Versorgung psychisch kranker Menschen in Deutschland hoffen“, sagt DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner.

Morbus Crohn

Stelara® (Ustekinumab) erhält EU-Zulassung zur Therapie des mittelschweren bis schweren aktiven Morbus Crohn

Neuss (16. November 2016) - Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat die Marktzulassung des rein humanen, monoklonalen Antikörpers Ustekinumab (Stelara®) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn genehmigt, die unzureichend oder nicht mehr auf konventionelle oder Anti-Tumor-Nekrosefaktor (TNF)-α-Therapien angesprochen haben, diese nicht vertragen haben oder bei denen diese kontraindiziert sind.1 Es ist das erste Biologikum in der Morbus Crohn-Therapie, das die Interleukine (IL)-12 und -23 als Ziel hat – diese werden als Schlüsselmoleküle der Entzündungsreaktion bei Morbus Crohn angenommen.

Abb.: Multiresistente Enterobakterien in der Petrischale. IMMIH, Köln/Axel Hamprecht Multiresistente Bakterien

Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern

Braunschweig (18. November 2016) - Ein internationales Team von Wissenschaftlern und Klinikern hat erstmals europaweit die Ausbreitung von besonders gefürchteten multiresistenten Enterobakterien untersucht und vergleichbare Daten erhoben. Im Fokus der Studie stehen Klebsiella pneumoniae und Escherichia coli: Darmbakterien, die immer häufiger gegen das Reserveantibiotikum Carbapenem resistent sind.

HI-Viren unter dem Elektronen-Mikroskop. Photo und Copyright: RKIWelt-AIDS-Tag 2016

Neue Schätzung zu HIV/AIDS in Deutschland

Berlin (14. November 2016) - Ende 2015 lebten rund 84.700 Menschen in Deutschland mit HIV. Etwa 3.200 Menschen haben sich in Deutsch­land 2015 neu mit HIV infiziert, die Zahl ist gegen­über den Vor­jahren un­ver­ändert. Die am stärksten von HIV betroffene Gruppe sind weiter­hin Männer, die Sex mit Männern haben (MSM). Von den 3.200 Neu­infek­tionen im Jahr 2015 erfolgten 2.200 bei MSM, 750 wurden auf hetero­sexuellem Wege über­tragen, 250 bei intra­venösem Drogen­konsum. Im Jahr 2015 gab es geschätzte 460 Todes­fälle bei HIV-Infizierten.