Medizin

Neuer Behandlungsansatz bei Zwangsstörungen

Metakognitive Therapie

Leipzig (11. Juli 2016) - Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Bisher wird diese Erkrankung meist mit einer kognitiven Verhaltenstherapie behandelt - einer effektiven Behandlungsmethode, von der aber nicht alle Patienten profitieren können. An den Psychologischen Instituten der Universität Leipzig und der Philipps-Universität Marburg wird deshalb derzeit eine neuartige Therapiemethode für die Zwangserkrankung erforscht - die metakognitive Therapie. Schwerpunkt ist dabei die Veränderung von krankheitstypischen Annahmen und Verhaltensweisen.

IQWiG-Vorbericht publiziert

Lungenvolumenreduktion bei schwerem Lungenemphysem

  • Bei chirurgischen Verfahren Hinweise auf Nutzen , aber auch Beleg für Schaden
  • Bei bronchoskopischen Verfahren fehlen aussagekräftige Studien

Köln (8. Juli 2016) - Bei einem Lungenemphysem ist Lungengewebe dauerhaft erweitert oder zerstört, was zu einer Überblähung der Lunge führt. Die Betroffenen leiden vor allem unter Atemnot, in schweren Fällen auch ohne körperliche Belastung. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) prüft derzeit, welche Vor- und Nachteile chirurgische und bronchoskopische Verfahren haben, mittels derer das Lungenvolumen reduziert werden kann.

Rote-Hand-Brief zu Adempas® (Riociguat)

Neue Kontraindikation für Patienten mit pulmonaler Hypertonie in Verbindung mit idiopathischen interstitiellen Pneumonien (PH-IIP)

Bonn (5. Juli 2016) - Die Firmen Bayer AG und MSD Sharp & Dohme GmbH informieren in einem Rote-Hand-Brief zu Adempas® über Zwischenergebnisse der Studie RISE-IIP – in der Patienten mit pulmonaler Hypertonie in Verbindung mit idiopathischen interstitiellen Pneumonien (PH-IIP) behandelt wurden.

Abb.: HI-Viren unter dem Elektronenmikroskop. Photo und Copyright: RKI Deutscher STI-Kongress

Prävention sexuell übertragbarer Infektionen

Berlin (6. Juli 2016) - Vom 6. bis 9. Juli findet in Berlin der Deutsche STI-Kongress statt. In diesem Jahr steht die Tagung unter dem Motto "Sexuelle Lebens­welten - Wege der Prävention". Dabei geht es um Fragen wie: Welche Möglich­keiten der Prävention gibt es bereits jetzt und wo bestehen Defizite? Welche Träger der HIV- und STI-Prävention verfolgen welche Projekte? Wie kann und soll mit kulturellen Unter­schieden umgegangen werden? Wie kann eine HIV-Prä­expositions­prophylaxe in Deutschland im­plemen­tiert werden? Brauchen wir besondere Angebote für Jugendliche? Welche Möglich­keiten der Impfung gibt es? Kann sexuelles Risiko­verhalten beeinflusst werden? Neben der medi­zi­nischen Sicht geht es in den Vorträgen und Work­shops auch um sozial­wissen­schaftliche und sexual­pädagogische Aspekte. Das Robert Koch-Institut ist sowohl in der wissen­schaftlichen Organisation als auch mit Vorträgen beteiligt.

Posttraumatische Belastungsstörung

Psychologen identifizieren Risikofaktoren

Berlin (5. Juli 2016) - Die Konfrontation mit Extremsituationen im Berufsalltag kann Posttraumatische Belastungsstörungen oder Depressionen auslösen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass bestimmte Denkmuster das Risiko für solche Reaktionen erhöhen und damit mögliche Ansatzpunkte für gezielte Trainingsprogramme liefern. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um die renommierte Psychologin Anke Ehlers begleiteten 386 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter während ihrer Ausbildung und untersuchten, wie diese mit belastenden Ereignissen umgingen. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift „Psychological Medicine“ erschienen.