Medizin

Sicherheit der Blutspenden weiter erhöht

PEI ordnet Hepatitis-E-Testung bei Blutspenderinnen und Blutspendern an

Langen (20. Mai 2019) – Umfassende Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten seit vielen Jahren, dass in Deutschland eingesetzte Blutkomponenten sehr sicher sind. Mit dazu beigetragen haben Vorschriften zur flächendeckenden Testung auf das humane Immunschwächevirus HIV, Hepatitis B (HBV) und Hepatitis C (HCV). Aufgrund einzelner Übertragungsfälle von Hepatitis E in den letzten Jahren hat das Paul-Ehrlich-Institut einen zusätzlichen Test von Blutkomponenten auf Hepatitis-E-Viren (HEV) angeordnet. Produktabhängig wird der Test ab 01.01.2020 beziehungsweise 01.01.2021 damit verpflichtend.

Packshot Elvanse Adult 05 2019 ELA 2190153 Elvanse Adult®▼

Neue First-line Therapie bei adulter ADHS*

Berlin (17. Mai 2019) – Das Prodrug-Stimulanz Lisdexamfetamin (LDX) ist seit dem 1. Mai 2019 unter dem Produktnamen Elvanse Adult® als Erstlinientherapie für erwachsene ADHS-Patienten auf dem deutschen Markt verfügbar. Eine nachgewiesene Wirkdauer von 14 Stunden nach Einnahme sorgt für eine zuverlässige Ganztagsabdeckung.1,2  Shire, jetzt Teil von Takeda, ist seit vielen Jahren ein etablierter Anbieter eines breit gefächerten Portfolios zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS. Bei 60 % der Kinder und Jugendlichen mit ADHS bleiben die Symptome im Erwachsenenalter bestehen.3 Sie verändern sich dabei in ihrer Ausprägung – Hyperaktivität wird in der Regel durch eine innere Unruhe abgelöst.3 Auch ineffizientes Arbeitsverhalten sowie eine niedrige Frustrationstoleranz gehören zur Symptomatik adulter ADHS.4,5

2018 01 12 InfAZ C diphtheriaeRobert Koch-Institut

Weltweit erster NGS-basierter Nachweis eines Hautdiphtherie-Ausbruchs durch C. diphtheriae

 

Berlin (16. Mai 2019) - Das klinische Bild der Diphtherie kann das einer schweren Rachenentzündung annehmen (Rachendiphtherie), die durch toxinproduzierende Bakterien der Art Corynebacterium diphtheriae oder anderer Arten, z.B. C. ulcerans, hervorgerufen wird. Bei einer Hautdiphtherie werden toxinproduzierende Erreger in Wunden nachgewiesen. Im Epidemiologischen Bulletin 20/2019 wird der Fall einer Übertragung von Hautdiphtherie zwischen zwei Geschwistern geschildert, der erste Diphtherie-Ausbruch in Deutschland seit mehr als 30 Jahren.

Kabinett beschließt Reform der Hebammenausbildung

Berlin (15. Mai 2019) - Hebammen werden künftig in einem dualen Studium ausgebildet. Das wird mit dem „Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung und zur Änderung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (Hebammenreformgesetz, HebRefG)“ geregelt, dessen Entwurf heute vom Bundeskabinett beschlossen wurde.

fusspilzNeues bei Canesten® Extra

Canesten® EXTRA Creme mit CanesTouch® Applikator für eine präzise und hygienische Fußpilztherapie

  • Effektiv gegen alle relevanten Erreger von Fußpilz
  • Mit dem CanesTouch® Applikator ist eine einfache, präzise und hygienische Therapie möglich – auch in den Zehenzwischenräumen 
  • Bequeme Anwendung einmal täglich

Leverkusen (15. Mai 2019) – Etwa zwei Drittel der Bevölkerung waren schon einmal von einer Fußpilzinfektion betroffen.1 „Da Fußpilz sehr oft nicht von alleine abheilt, besteht die Gefahr, dass sich weitere Personen mit den Erregern infizieren. Außerdem begünstigt Fußpilz die Entwicklung einer Onychomykose“, unterstrich Professor Dr. Hans-Jürgen Tietz, mycoclinic Berlin, die Notwendigkeit einer Therapie. Eine gute Option zur gründlichen Behandlung von Fußpilz ist Canesten® EXTRA, das mit seinem Breitbandantimykotikum Bifonazol alle relevanten Fußpilzerreger erfasst. Die neue Canesten® EXTRA Creme mit CanesTouch® Applikator ermöglicht die hygienische und präzise Anwendung auch an schwer zugängliche Stellen.

125. Internistenkongress tagt ab heute in Wiesbaden

Wiesbaden (4. Mai 2019) - Heute eröffnet die DGIM ihren 125. Jahreskongress. Die Veranstalter erwarten vom 4. bis 7. April rund 8.500 Teilnehmer im neu gebauten RheinMain CongressCenter: Ärzte und Wissenschaftler diskutieren hier neueste Erkenntnisse zu internistischen Erkrankungen. In 375 Sitzungen sowie 1215 Vorträgen und Postersitzungen referieren über 950 Experten.

Optische Kohärenztomographie (OCT)

Netzhautscans bei psychischen Erkrankungen:
Schizophrenie könnte „ins Auge gehen“

Ulm (3. Mai 2019) - Die psychische Erkrankung Schizophrenie und ihre Unterformen sind oft nur schwer von anderen Krankheiten abzugrenzen. Jetzt haben Forschende der Ulmer Universitätsmedizin Hinweise gefunden, dass eine Augenuntersuchung mittels Optischer Kohärenztomographie die Diagnostik verbessern könnte. Womöglich trägt diese nebenwirkungsfreie Methode aus der Augenheilkunde in Zukunft sogar dazu bei, die Therapie individueller zu gestalten.

50. Haupttagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft

3D-Hautmodell-Studien untermauern vielfältigen Einsatz der Bepanthen® Präparate

  • Dreidimensionale Hautmodelle ermöglichen zeitgemäße Studien mit Fokus auf die Bedürfnisse der Patienten
  • Bepanthen® Sensiderm kann in Hautmodellen der atopischen Dermatitis strukturelle Schädigungen der Hautschutzbarriere reduzieren und die Barrierefunktion wiederherstellen1
  • Bepanthen® Wund- und Heilsalbe fördert die Wundheilung bei oberflächlichen Verletzungen zum Beispiel durch eine ablative Laserbehandlung2

Leverkusen (2. Mai 2019) – Dreidimensionale Modellsysteme der menschlichen Haut können an verschiedene dermatologische Indikationen angepasst werden und ermöglichen die Untersuchung von Topika, ohne Menschen oder Tiere zu belasten. Aktuelle Studien mit Hautmodellen, bei denen eine atopische Dermatitis simuliert wurde oder denen oberflächliche Verletzungen durch einen Laser zugefügt wurden, unterstreichen den Wert einer Therapie mit Bepanthen® Sensiderm Creme beziehungsweise Bepanthen® Wund- und Heilsalbe.1,2

FitnessGängige Vorstellungen zum Kochsalz widerlegt

Zu salzarme Kost bedeutet Gefahr für Herz und Gefäße

Berlin (2. Mai 2019) - Mit großen Lettern wird der Öffentlichkeit immer wieder geraten, ihren Salzverzehr massiv zu drosseln. Das aber kann gefährlich sein, wie eine aktuelle, im renommierten Fachblatt Lancet publizierte Analyse der Daten aus vier großen prospektiven Studien mit mehr als 133.000 Teilnehmern beweist. Demnach erhöht eine zu geringe Salzaufnahme eindeutig das Risiko für Herz-Kreislaufkomplikationen und auch Todesfälle. Das gilt für Menschen mit normalem wie auch mit hohem Blutdruck gleichermaßen. Nur Menschen mit Bluthochdruck (Hypertoniker), die sehr salzreich essen, profitieren nach dem Ergebnis der aktuellen Studie von einer Salzbeschränkung.

50. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG):

„Vollständig erscheinungsfrei“ als Therapieergebnis sorgt für reduzierte Krankheitsbelastung bei Rosacea-Patienten

  • Individuelle Krankheitsbelastung meist höher als vermutet
  • RosaceaSymptome werden oft falsch eingeschätzt 


Berlin (2. Mai 2019) – Die chronische Hautkrankheit Rosacea geht mit einem enormen Leidensdruck für Patienten einher: Trotz Therapie persistiert die Krankheitsbelastung durch Rosacea, wobei häufig die nicht sichtbaren Symptome für den einzelnen Patienten von großer Bedeutung sind. „Die Krankheitsbelastung ist ein sehr wichtiges Thema, und wir Ärzte haben oft eine andere Vorstellung davon als die Patienten“, räumte Prof. Dr. Peter Arne Gerber (Düsseldorf) im Rahmen der 50. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) ein. Das wahre Ausmaß der Krankheitsbelastung bei Rosacea wurde aktuell in der BURDEN-Studie „Rosacea: Beyond the visible“1, die Prof. Gerber bei einer Presseveranstaltung der Galderma Laboratorium GmbH vorstellte, untersucht. Per Online-Befragung wurde darin unter anderem bewertet, ob das Therapieziel „CLEAR“, also eine vollständige Erscheinungsfreiheit, diese Belastung verringern kann. „Wir haben gesehen, dass die Patienten von diesem Behandlungsziel auch langfristig profitieren, da sie eine verlängerte rezidivfreie Zeit und somit auch eine längere therapiefreie Zeit hatten“, so Prof. Gerber. 

Einfache Anwendung und hohe Effektivität

Aktuelle Daten zeigen Patientenzufriedenheit bei Selbstapplikation der MALAK-Therapie mit Tageslicht

  • Neue Studienergebnisse belegen Effektivität in der Heimanwendung 

Berlin (2. Mai 2019) – Die aktuellen Daten aus der SESAME 2-Studie bestätigen, dass die Heimanwendung der Tageslicht-Therapie mit MAL (Luxerm®; Methylaminolaevulinat-Creme) bei Aktinischen Keratosen (AK) ebenso effektiv ist wie die Durchführung der Behandlung in der Praxis. In der Studie zur Selbstapplikation ließ sich die hohe Zufriedenheit mit der MAL AK-Therapie mit Tageslicht hinsichtlich der Effektivität, des Hautbildes und einer niedrigen Schmerzintensität belegen.1 „Ein weiterer Vorteil der Selbstapplikation liegt darin, dass die Patienten selbst entscheiden können, an welchem Tag sie die Therapie anwenden möchten. Außerdem können sie die Tageslicht-Exposition im eigenen Garten durchführen“, erläuterte Prof. Rolf-Markus Szeimies (Recklinghausen) bei einer Presseveranstaltung der Galderma Laboratorium GmbH im Rahmen der 50. DDGTagung in Berlin.

Bahnbrechende Daten sprechen für die TAVI

Neuer Goldstandard bei der Behandlung der Aortenklappenstenose

Mannheim (26. April 2019) – Große Studien, die in den letzten Wochen erschienen sind, bescheinigen dem minimalinvasiven, kathetergestützten Aortenklappenersatz eine deutliche Überlegenheit gegenüber dem chirurgischen Verfahren. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) spricht sich während Ihrer Jahrestagung für eine Anpassung der Leitlinien und der regulatorischen Vorschriften zum Aortenklappenersatz aus.

RKI-Ratgeber zur Borreliose

Berlin (25. April 2019) - Das Robert Koch-Institut hat seinen Ratgeber zur Lyme-Borreliose grundlegend überarbeitet und im Epidemiologischen Bulletin 17/2019 veröffentlicht. Die Herausgabe der RKI-Ratgeber erfolgt auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes § 4, Zielgruppe ist die Fachöffentlichkeit.

CREDENCE-Studie

SGLT2-Hemmer verlangsamen das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit

Berlin (15. April 2019) - Die aktuell publizierte CREDENCE-Studie [1] stellt in vielerlei Hinsicht eine Sensation dar: Sie wurde vorzeitig abgebrochen, weil sich bereits vor dem geplanten Studienende eine signifikante Überlegenheit des Prüfmedikaments abzeichnete. Sie ist somit nicht nur eine der wenigen nephrologischen Studien der letzten Dekaden, die positiv ausfielen, sie gibt darüber hinaus Evidenz dafür, dass SGLT2-Hemmer das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit (CKD) zusätzlich zur Standardtherapie mit RAAS-Inhibitoren wirksam aufhalten. Seit Jahren wird nach Therapien gesucht, um die Krankheitsprogredienz zu verlangsamen und Betroffenen ein möglichst langes Leben ohne Dialyse zu ermöglichen.

Abbau des verbalen Gedächtnisses

Gibt es eine Fernseh-bedingte Demenz?

Berlin (12. April 2019) - Das verbale Gedächtnis ist dafür zuständig, sprachliche Botschaften zu erfassen und sie zu verarbeiten. Es ist somit zentral wichtig für die Aufnahme und das Verwenden von Informationen, die uns in Worten übermittelt werden. Eine Studie zeigte, dass tägliches Fernsehen von mehr als 3,5 Stunden pro Tag bei Menschen im Alter von 50 Jahren und höher zu einem Abbau des verbalen Gedächtnisses führt. Sie zeigte auch, dass das nicht nur damit zusammenhängt, dass man beim Fernsehen sitzt und sich nicht ausreichend bewegt. Die kognitive Einschränkung entspricht auch nur zum Teil denen von Demenzkranken. Möglicherweise zeigt sich hier ein neues Krankheitsbild: die TV-bedingte Demenz.

Schwere Infektionen: Leichtes Spiel für gefährliche Erreger 

Fehlendes Expertenwissen kostet Menschenleben

Köln (12. April 2019) – Für gesunde Menschen stellen sie kein Risiko dar, für Abwehrgeschwächte oder frisch Operierte sind sie jedoch brandgefährlich: Staphylococcus aureus und andere Erreger, die vor allem als Verursacher von Krankenhausinfektionen gefürchtet sind. Eine hohe Sterblichkeitsrate weist etwa die durch Staphylocccus aureus verursachte Blutstrominfektion auf. Schätzungsweise 30.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr allein an dieser Infektion, etwa 25 Prozent der Betroffenen versterben. Studien zeigen, dass eine Behandlung durch Infektionsspezialisten viele Patienten mit schweren Infektionen retten könnte. Doch diese Spezialisten sind im deutschen Gesundheitssystem nicht regelhaft vorgesehen und in vielen Kliniken nicht verfügbar. Auch eine Facharztausbildung zum Infektiologen gibt es in Deutschland nicht. In einem aktuellen Beitrag im Deutschen Ärzteblatt fordern Experten der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI), der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), die infektiologische Versorgung und Ausbildung in Deutschland schnellstmöglich zu verbessern.

NCT 171018 6978Kuenstliche IntelligenzKünstliche Intelligenz schlägt Hautärzte bei der Diagnose von schwarzem Hautkrebs

Heidelberg (11. April 2019) - Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), der Universitäts-Hautklinik und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg haben einen Algorithmus programmiert, der verdächtige Hautveränderungen digital beurteilen kann. In einer Studie traten 157 Hautärzte von zwölf Universitätskliniken aus Deutschland gegen die künstliche Intelligenz an: Sowohl die Ärzte als auch der Algorithmus beurteilten 100 Bilder danach, ob es sich um ein Muttermal oder einen schwarzen Hautkrebs handelt. Am Ende war die künstliche Intelligenz präziser als die klinische Diagnostik.

5. Auflage

Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK grundlegend überarbeitet

Berlin (11. April 2019) - Die koronare Herzkrankheit (KHK) gehört zu den wichtigen Volkskrankheiten. Ziel der NVL Chronische KHK ist, die Versorgung der betroffenen Patienten zu verbessern. Die multidisziplinär zusammengesetzte Leitliniengruppe mit Vertretern aus 16 Fachgesellschaften und Organisationen hat neue Erkenntnisse aus Forschung und Versorgung geprüft, diskutiert und konsentiert. Bearbeitet wurden die Themen Therapieplanung, nicht-medikamentöse und medikamentöse Therapie sowie Rehabilitation und Versorgungskoordination. Details zur methodischen Vorgehensweise wie Evidenzbewertung oder Interessenkonfliktmanagement werden zeitgleich im Leitlinienreport veröffentlicht.

logo dzhiDeutsches Zentrum für Herzinsuffizienz:

Weniger Angst und mehr Lebensqualität bei ICD-Patienten nach Internetschulung

Würzburg (9. April 2019) – Ein implantierter Defibrillator kann Leben retten, aber auch Ängste auslösen – eine Würzburger Studie zeigt, wie Patienten im Web lernen, damit besser zu leben. Psychologen der Universität Würzburg haben gemeinsam mit Kardiologen vom Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) eine moderne, unkomplizierte und vor allem nachhaltige Lösung gefunden, wie man das Leben von Herzkranken, bei denen der Defi zu erheblichen psychischen Problemen geführt hat, langfristig verbessern und Ängste, aber auch die häufig damit einhergehende Depression nachweislich reduzieren kann: ein sechswöchiges, moderiertes Internet-Training mit Hilfe zur Selbsthilfe.

Charite OP Aufklärung mit ComicsHerzkatheteruntersuchung

Warum ein Comic Patienten besser auf eine OP vorbereitet

Berlin (9. April 2019) – Vor einer Operation müssen Patienten umfassend über den geplanten Eingriff aufgeklärt werden. Oftmals fühlen sich die Betroffenen aufgrund der Komplexität der Inhalte aber eher überfordert als gut informiert. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten jetzt am Beispiel der Herzkatheteruntersuchung zeigen, dass ein Comic hier helfen kann: Es erhöht das Verständnis und reduziert das Angstgefühl der Patienten. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine* veröffentlicht.

5 Staphylococcus aureus KlL&R Expertenrunde zu SSI: Hygiene und Wundantiseptik

Über die Wirksamkeit der Waffen im Kampf gegen postoperative Wundinfektionen

 

Rengsdorf, Deutschland / Wien, Österreich (15. März 2019) – Postoperative Wundinfektionen (Surgical Site Infections, SSI) sind in Deutschland mit aktuell 22,4% eine der häufigsten Arten nosokomialer Infektionen (NI).1,2 Dies ist nicht allein auf die zunehmende Resistenz von Erregern gegen die Behandlung mit Antibiotika3 zurückzuführen. Auch Hygienemängel2 können als Gründe ins Feld geführt werden. Diese Entwicklungen hat die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut im April 2018 zum Anlass genommen, ihre Empfehlungen zur Prävention postoperativer Wundinfektionen (SSI) zu aktualisieren.4 Einen weiteren Aspekt im Kampf gegen SSI und Antibiotikaresistenzen greift 2018 ebenfalls ein internationales Expertengremium unter der Leitung von Prof. Dr. med. Axel Kramer vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Greifswald auf, indem es in seiner „Aktualisierung des Expertenkonsensus Wundantiseptik 2018“ auf die Vorteile moderner Wundantiseptika eingeht.5 Im Zuge der von L&R initiierten Expertenrunde beleuchteten neben Prof. Axel Kramer auch Dipl.-Ing. Thomas Menitz, COO und Senior Executive Vice President von L&R, Tina Leeb, Abteilungsleitung R&D, Schwerpunkt Mikrobiologie, sowie Roland Knieler, Managing Director von Knieler & Team, am 15. März 2019 die Möglichkeiten zur Vermeidung von postoperativen Wundinfektionen und diskutierten die Frage, wo Hygiene beginnt.

Neuro-Musiktherapie

Mit Tönen gegen das Tönen – Musiktherapie bei akutem Tinnitus

  • Studienergebnisse von Heidelberger Forschern bestätigen, dass die Behandlung durch Neuro-Musiktherapie auch im Akutstadium eines Tinnitus Erfolg verspricht

Heidelberg (12. März 2019) - Tinnitus ist die Wahrnehmung eines störenden Tones oder eines unangenehmen Rauschens ohne äußere Schallquelle. Von einem akuten Tinnitus spricht man, wenn der Tinnitus noch nicht länger als drei Monate besteht. Ohrgeräusche gehören mittlerweile zu den häufigsten Symptomen im HNO-medizinischen Bereich. Für die Behandlung des akuten Tinnitus gibt es derzeit nur wenige wissenschaftlich überprüfte Therapiemöglichkeiten. Das Therapiespektrum wurde nun um die Neuro-Musiktherapie erweitert.

Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK)

Vorhofflimmern rechtzeitig erkennen dank Smartwatch

Berlin (12. März 2019) - Vorhofflimmern kann von kommerziell erhältlichen Smartwatches korrekt erkannt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) an der Universitätsmedizin Greifswald und Wissenschaftlern des Universitätsspitals Basel. Zukünftig könnten elektronische Armbanduhren daher eingesetzt werden, um den Herzrhythmus von Patienten mit einem erhöhten Risiko bequem und regelmäßig zu überwachen. Vorhofflimmern könnte so früher entdeckt und dadurch das Risiko für einen Schlaganfall deutlich reduziert werden.

63. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung

Ein Jahr Blutungsprophylaxe mit Hemlibra: 
Bispezifischer Antikörper eröffnet neue Dimension bei der Behandlung von Hämophilie A

  • Hocheffizienter Blutungsschutz in HAVEN-Studienprogramm bestätigt
  • HAVEN 3: Drei von vier Kindern erleiden keine einzige behandlungsbedürftige Blutung
  • Positives Sicherheitsprofil: Chirurgische Eingriffe unter Hemlibra-Prophylaxe gut handhabbar

Berlin (1. März 2019) - Der bispezifische monoklonale Antikörper Hemlibra®▼(Emicizumab) ermöglicht Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Hämophilie A eine hoch effektive Blutungsprophylaxe. Nach aktuellen Daten aus dem HAVEN-Studienprogramm lässt sich die Blutungskontrolle bei Patienten mit Hämophilie A ohne Inhibitoren gegen Gerinnungsfaktor VIII im Vergleich zur Prophylaxe mit einem Faktor VIII-Präparat signifikant und klinisch relevant verbessern. Dabei hat Hemlibra in den HAVEN-Studien den Vorteil einer anwenderfreundlichen subkutanen Injektion in ein, zwei und vierwöchentlichem Intervall unter Beweis gestellt. In Übereinstimmung mit den HAVEN-Studien, haben im ersten Jahr klinische Erfahrungen das gute Sicherheitsprofil der Antikörper-Prophylaxe bestätigt. Vor diesem Hintergrund haben HämophilieBehandler bei der 63. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose und Hämatoseforschung (GTH) positive Bilanz gezogen: „Emicizumab kann die Routineprophylaxe von Patienten mit Hämophilie A unabhängig von der Anwesenheit von Inhibitoren deutlich verbessern,“ kommentierte Prof. Dr. Johannes Oldenburg, Leiter klinische Prüfung der HAVEN 1-Studie und Leiter des Hämophilie-Zentrums am Universitätsklinikum Bonn.  

Robert Koch InstitutRobert Koch-Institut

Auswertung von Antibiotika-Resistenz und -Verbrauch

Berlin (7. Februar 2019) - Mit der Anti­biotika-Resistenz-Surveil­lance (ARS) und der Antibiotika-Verbrauchs-Surveil­lance (AVS) sind zwei Surveillance­systeme im Sinne der Deut­schen Anti­biotika­resis­tenz­stra­tegie DART am RKI eta­bliert, seit 2008 bzw. 2014. Teil­nehmer sind bei ARS Labo­rato­rien und bei AVS Kran­ken­häuser. Kran­ken­häusern kommt eine beson­dere Be­deu­tung für die Um­setzung von Antibiotic Stewardship-Maß­nahmen zu. Sie sind nach § 23 Abs. 4 Infek­tions­schutz­gesetz auf­gefordert "[…] Art und Um­fang des Anti­biotika-Ver­brauchs fort­laufend in zu­sammen­gefasster Form [aufzu­zeichnen], unter Berück­sich­tigung der lokalen Resis­tenz­situation [zu bewerten] und sach­gerechte Schluss­folge­rungen [zu ziehen] […]". Die ge­for­derte Zu­sammen­schau der Daten zu Anti­biotika-Ver­brauch und -Resis­tenz ist eine Heraus­forderung. Sie ist mit den Daten aus AVS und ARS möglich, konnte jedoch bisher nicht stan­dar­disiert durch­geführt wer­den. Im Epi­demio­logischen Bul­letin 6/2019 stellen RKI-Wissen­schaft­ler ARVIA vor, die "ARS und AVS inte­grierte Ana­lyse". ARVIA steht nach einer Pilot­phase seit Anfang 2019 allen Kranken­häusern zur Ver­fügung.

Für Vergleich mit bisheriger risikobasierter Strategie fehlen aussagekräftige Studien

B-Streptokokken-Test für Schwangere:
Vorteil von universellem Screening weiter unklar

Köln (5. Februar 2019) - Streptokokken der serologischen Gruppe B sind weit verbreitete Bakterien, die aber meist unbemerkt bleiben. Das gilt auch für die knapp 20 % der Schwangeren, bei denen Scheide oder Anus besiedelt sind. Ein Risiko sind die Bakterien aber für die Babys: Stecken sie sich bei der Geburt an, kann das im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung oder eine Hirnhautentzündung auslösen. Um dem vorzubeugen, bekommen Schwangere, bei denen bestimmte Risikofaktoren vorliegen, kurz vor der Geburt Antibiotika (Risiko-Strategie). Allerdings ist auch ein Test auf dem Markt, den man allen Schwangeren anbieten könnte (Test-Strategie). Damit könnte man auch diejenigen Schwangeren finden, die keinen Risikofaktor, aber dennoch B-Streptokokken aufweisen.