Home Innere Medizin Kardiologie DGK Jahrestagung 2017: Hämodynamische Stabilisierung durch die Familie der Impella®-Herzpumpen verbessert langfristige Myokarderholung
22 | 11 | 2017
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DGK Jahrestagung 2017

Hämodynamische Stabilisierung durch die Familie der Impella®-Herzpumpen verbessert langfristige Myokarderholung

Mannheim (20. April 2017) - Durch die aktive Unterstützung des Herzens profitieren sowohl Patienten als auch Ärzte vom Einsatz der weltweit kleinsten Herzpumpen: Impella. Sie ermöglichen eine effektive Behandlung und eine Erholung des Herzens sowohl während einer perkutanen Koronarintervention (PCI) als auch beim kardiogenen Schock. Im Rahmen des Symposiums „Innovative perkutane Herz-Unterstützungssysteme (pVAD) Konzepte – Hämodynamische Stabilisierung und akute Therapie zur langfristigen Myokarderholung“, stellten führende Kardiologen unter der Leitung von Prof. Dr. Johann Bauersachs (Medizinische Hochschule Hannover) und Prof. Dr. P. Christian Schulze (Universitätsklinikum Jena) aktuelle Ergebnisse zum Einsatz der Impella®-Herzpumpen anhand neuester klinischer Daten und eigener, klinischer Erfahrungen vor.

Impella-Herzpumpen sind perkutane Herz-Unterstützungssysteme (pVAD), die zur kurzfristigen mechanischen Herzunterstützung eingesetzt werden, um das Herz zu entlasten. Dies führt oftmals zu einer Regeneration der Herzfunktion. Den Patienten bleibt im besten Fall ihr eigenes Herz erhalten, was mit einem Höchstmaß an Lebensqualität einhergeht. Die Pumpen werden sowohl in der Notfallmedizin als auch zur Unterstützung von komplexen Koronarinterventionen eingesetzt.


Reaktivierung des Herzmuskels durch hämodynamische Stabilisierung und Entlasten der linken Herzkammer

Prof. Dr. Andreas Schäfer von der Medizinischen Hochschule Hannover zeigte die hämodynamischen Effekte verschiedener Herzunterstützungsmaßnahmen auf. Im Vergleich zu anderen Geräten stabilisieren die Impella 2.5® und Impella CP® Herzpumpen den Patienten hämodynamisch und entlasten die linke Herzkammer während einer Intervention. Sie halten den mittleren arteriellen Druck auch dann auf einem stabilen Niveau, wenn die eigene Herzleistung des Patienten während einer Intervention geschwächt wird. Durch die Unterstützung von Impella Herzpumpen bei einer Protected PCI können nun auch Patienten behandelt werden, bei denen eine konventionelle PCI ein zu hohes Risiko darstellt.

Auch beim kardiogenen Schock können Patienten von den Impella®-Herzpumpen profitieren. Therapiestandard ist eine frühe Revaskularisierung sowie die Behandlung mit Inotropika und Katecholaminen. Auch in dieser Notfallsituation kann die Impella Herzpumpe unterstützen, denn sie stabilisiert die Hämodynamik, entlastet den Herzmuskel und begünstigt die Wiederherstellung der physiologischen Herzfunktion. „Durch den Einsatz der Impella Herzpumpe kann die belastende Medikation reduziert oder eliminiert werden“, erklärte Prof. Dr. Andreas Schäfer, „die Regeneration wird dann im Sinken des Laktatspiegels deutlich.“


Schnelle Behandlung beim kardiogenen Schock essentiell

Die Impella 2.5®, Impella CP® und Impella 5.0® sind von der FDA zugelassene Herzpumpen, um Patienten bei einem kardiogenem Schock nach einem Herzinfarkt zu behandeln. Sie besitzen die einzigartige Fähigkeit, die Herzfunktion wiederherzustellen, um den Patienten zu ermöglichen, mit ihrem eigenen Herzen nach Hause zu gehen. Eine frühe Behandlung ist laut Prof. Dr. Bernhard Schieffer (Universitätsklinikum Marburg) essentiell, um das Risiko für diese Patienten zu senken: „Die Impella-Familie hat das beste Potenzial, die Herzfunktion wiederherzustellen, wenn die Therapie frühzeitig eingeleitet wird.“ Patienten erreichen das Krankenhaus zu unterschiedlichen Phasen und mit verschiedenen Symptomen. Je länger der Schockzustand anhält oder die Reanimation dauert, umso schlechter ist die Prognose. Es ist daher entscheidend, dass Symptome frühzeitig erkannt werden, um hämodynamische Unterstützung zu leisten und die Schock-Spirale umzukehren. Standardisierte Algorithmen zur Identifizierung, Unterstützung, Überwachung und frühzeitigen Diagnostik und Therapie können zusätzlich helfen, das Patienten-Outcome zu verbessern.


Vollständige Revaskularisierung verbessert Langzeitergebnisse

Prof. Dr. Nikos Werner, Leiter des Herzkatheterlabors am Universitätsklinikum Bonn, sprach über die sich verändernden demographischen Bedingungen einer alternden Gesellschaft und die daraus resultierenden Anforderungen an kardiologische Interventionen.
Aufgrund einer Kombination aus höherem Alter, Begleiterkrankungen, komplexen Anatomien der Herzkranzgefäße und einer eingeschränkten Herzfunktion, werden viele Patienten, die eine Revaskularisierung benötigen, als inoperabel eingestuft. Diese Patienten könnten jedoch von einem entsprechenden Eingriff profitieren. Eine komplette Revaskularisierung erweist sich bei Hochrisiko-Patienten jedoch oftmals als schwierig. Die Impella Herzpumpe kann auch diesen Patienten eine Therapie ermöglichen:

„Im Rahmen einer Protected PCI können Impella 2.5® und Impella CP® Pumpen die Durchblutung während der oft komplexen PCI stabilisieren, sodass eine optimale Versorgung ohne Zeitdruck durchgeführt werden kann“, erläuterte Prof. Dr. Werner. Zusätzlich hält die Impella Herzpumpe die Perfusion von peripheren Organen wie der Niere während einer Intervention aufrecht. „Dies führt zu einer Reduktion des Auftretens von akuter Nierenschädigung. So kann das Risiko des Eingriffs für den Patienten gesenkt und die Prognose verbessert werden.“


Neue Optionen bei der VT-Ablation

Neue Möglichkeiten der Impella Herzpumpe bei VT-Ablationen stellte Prof. Dr. Jörg Neuzner, Klinikdirektor am Klinikum Kassel anhand verschiedener Fallbeispiele dar. VT-Ablationen ermöglichen eine effektive Behandlung von Herzrhythmusstörungen, wenn die betroffenen Areale ausreichend ablatiert werden können. Bei Patienten mit einer eingeschränkten Ventrikelfunktion ist dies jedoch oftmals nicht möglich aufgrund von hämodynamischen Beeinträchtigungen, und die Behandlung muss unterbrochen oder abgebrochen werden. „Der Einsatz von Impella erlaubt es, diese Patienten einer ungestörten und effektiven Behandlung zu unterziehen“, erklärte Prof. Dr. Neuzner.


Über Impella Herzpumpen

Die Impella 2.5®, Impella CP® und Impella 5.0® Herzpumpen sind von der FDA für die Behandlung von Herzinfarktpatienten mit kardiogenem Schock zugelassen und ermöglichen auf einzigartige Weise die Wiederherstellung der Herzfunktion, sodass der Patient das Krankenhaus mit seinem eigenen Herzen verlassen kann. Die Impella 2.5® und Impella CP® Herzpumpen sind in bestimmten Fällen auch zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz zugelassen, die sich elektiven und perkutanen Koronarinterventionen, z. B. einer Stentimplantation oder Ballonangioplastie, zum Wiederöffnen blockierter Koronararterien unterziehen müssen. Abiomeds Herzpumpe für die rechte Herzkammer, Impella RP®, ist für die Behandlung bestimmter Patienten mit Rechtsherzinsuffizienz zugelassen.

  • Weitere Informationen über die Impella®-Herzpumpen und ihre zugelassenen Indikationen sowie wichtige Informationen zur Sicherheit und zu den Risiken in Verbindung mit der Verwendung dieser Geräte finden Sie unter: www.protectedpci.de



About Abiomed

Abiomed Europe GmbH, based in Aachen, Germany, is part of Abiomed, Inc headquartered in Danvers, Massachusetts, USA. Abiomed, Inc. is a leading provider of medical devices that provide circulatory support. Our products are designed to enable the heart to rest by improving blood flow and/or performing the pumping of the heart.


Quelle: Abiomed, 20.04.2017 (tB).

 
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