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Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende

Mehr Zeit und Geld für die Kliniken bei der Organspende

Berlin (31. Oktober 2018) - Das Bundeskabinett hat heute dem Entwurf eines "Zweiten Gesetzes zur Änderung des Transplantationsgesetzes – Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende (GZSO)" zugestimmt. Das Gesetz ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig und soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2019 in Kraft treten. Bundesminister Jens Spahn: "Das Hauptproblem bei der Organspende ist nicht die Spendebereitschaft. Die hat in den vergangenen Jahren sogar zugenommen. Ein entscheidender Schlüssel liegt vielmehr bei den Kliniken. Ihnen fehlen häufig Zeit und Geld, um mögliche Organspender zu identifizieren. Da setzen wir jetzt ganz konkret an. Losgelöst von der grundsätzlichen Debatte zur Widerspruchslösung sollten wir das Gesetz zügig beraten und beschließen. Denn es wird Leben retten. Das sind wir den zehntausend Menschen schuldig, die auf ein Spenderorgan warten."



Die Regelungen des Gesetzentwurfs im Einzelnen:

Transplantationsbeauftragte (TxB) bekommen mehr Zeit für ihre Aufgaben


Die Rolle der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken wird deutlich gestärkt


Mehr Geld für die Entnahmekrankenhäuser


Kleinere Entnahmekrankenhäuser werden durch qualifizierte Ärzte unterstützt


Potentielle Organspender werden besser erkannt und erfasst


Abläufe und Zuständigkeiten müssen klar und nachvollziehbar dokumentiert werden.


Angehörige sollen besser betreut werden



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Weitere Informationen

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), 31.10.2018 (tB).