Kirche

Ethikrat fordert differenziertere Debatte zur Impfpflicht

Berlin (24. April 2019) – Der Deutsche Ethikrat begrüßt Anstrengungen zur Erhöhung von Impfquoten. Er kritisiert aber angesichts der aktuellen Debatte um eine Impfpflicht für Masern die unzulässige Verengung der Diskussion auf Kinder, die unzureichende Berücksichtigung der Datenlage sowie den unscharfen Begriff der Impfpflicht und plädiert für einen umfassenden Ansatz. Derzeit wird – nach Ansicht des Deutschen Ethikrates zu Recht – intensiv über Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote für Masern diskutiert. Dabei dominieren allerdings Forderungen nach Einführung einer gesetzlichen Impfpflicht für Kinder. Diese Verkürzung der Debatte hält der Deutsche Ethikrat aus folgenden Gründen für verfehlt:

Langzeitstudie

Wer gerne hilft, sich für die Familie engagiert und religiös lebt,
ist zufriedener als andere

Berlin (3. Januar 2019) – Menschen, die anderen gerne helfen, denen ihre Familie sehr wichtig ist oder ihr Glaube, sind im Durchschnitt mit ihrem Leben zufriedener als andere. Das belegt eine Studie auf Basis der Daten der für Deutschland repräsentativen Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin sowie einer australischen Langzeitstudie. Besonders groß ist die Zufriedenheit, wenn sich in einer Beziehung beide Partner für andere und die Familie engagieren. Das Streben nach Geld und Karriere sei hingegen eher mit Unzufriedenheit verbunden, berichten die Forscher. Die Studie wurde kürzlich in der Publikationsreihe SOEPpapers veröffentlicht.

Zwischen Selbstverfügung und Solidarität

Ethikrat debattierte Widerspruchsregelung bei der Organspende

Berlin (13. Dezember 2018) - Am 28.11.2018 fand im Deutschen Bundestag eine Orientierungsdebatte darüber statt, ob zukünftig anstelle der Entscheidungsregelung eine Widerspruchsregelung etabliert werden soll, um die desolate Lage der Organspende zu verbessern. Sinkende Spenderzahlen und lange Wartelisten lassen den Ruf nach grundsätzlich anderen Verfahrensweisen laut werden. Doch welche ethischen Herausforderungen ergeben sich aus den möglichen Neuregelungen für Patientinnen und Patienten, Angehörige, medizinisches Personal und zukünftige Spenderinnen und Spender?

EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm zum Jahreswechsel

„2019 - ein Jahr des Friedens“

Hannover (28. Dezember 2018) - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, ruft in seiner Botschaft zum Jahreswechsel dazu auf, 2019 zu einem „Jahr des Friedens“ zu machen. Er bezieht sich dabei auf die biblische Jahreslosung aus Psalm 34, Vers 15 „Suche Frieden und jage ihm nach“. Dies sei für ihn eine vielversprechende Aussicht auf das neue Jahr, so der Ratsvorsitzende: „2019 – ein Jahr des Friedens – für mich selbst und hoffentlich auch für die Welt!“

Wie lassen sich die Kirchen wieder füllen? Mit Lichtshows und Techno?

Gottesdienste als Events

Würzburg (11. Dezember 2018) - Kirchenbänke verwaisen, Messen werden zusammengestrichen, es gibt immer größere Pfarreien und immer weniger Priester. „Diese Situation erleben sehr viele Menschen in ihren Pfarreien“, sagt Professor Martin Stuflesser, Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Auf der anderen Seite stehen Kirchenevents, die durchaus sehr viele Menschen anziehen – etwa der Katholikentag oder die Laser-Musikshow „silentMOD“, zu der im Jahr 2016 rund 50.000 Menschen in den Kölner Dom kamen.