Ethik

Buddhistische Christen und buddhistische Juden

„Immer mehr Menschen lassen sich von mehr als einer Religion inspirieren“

 

Münster (15. April 2015) - Immer mehr Menschen lassen sich nach Untersuchungen von Religionswissenschaftlern von mehreren Religionen inspirieren. „Waren die westlichen Gesellschaften in der Vergangenheit noch weitgehend monoreligiös, nehmen sie inzwischen zunehmend multireligiöse Gestalt an“, sagte der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ am Dienstagabend in Münster. Ein empirisch gut belegter Fall für multireligiöse Identitäten im Westen seien buddhistische Christen und buddhistische Juden, so der Forscher. „Als wichtiges Motiv für diese Doppelidentität lässt sich herausfiltern, dass der Buddhismus vielfältige Meditationsformen bewahrt hat, während dem westlichen Christentum seine eigene kontemplative und mystische Tradition in der Moderne weitgehend abhandengekommen ist.“

Ostern ist die Botschaft, dass der Tod nicht das Letzte ist

 

Berlin (4. April 2015) - Ostereier bemalen und verstecken, Ostersträuße schmücken, eine Osternacht mit anschließendem Osterfrühstück feiern – all dies gehört für viele zu dem Fest dazu. Doch was wird an Ostern gefeiert? Dies erläutert im Interview Ingolf Hübner, Referent Theologie bei der Diakonie Deutschland:

Diakonie Deutschland setzt sich für ein generelles Verbot der organisierten Sterbehilfe ein

Keinen Tod auf Rezept!

 

Berlin (12. November 2014) - Die Selbsttötung des ehemaligen MDR-Intendanten Udo Reiter und der ärztlich begleitete Suizid der unheilbar erkrankten 29-jährigen Brittany Maynard in den USA haben in Deutschland die Diskussion über den assistierten Suizid angefacht. Im kommenden Jahr will der Bundestag eine gesetzliche Neuregelung für die Beihilfe zur Selbsttötung verabschieden. Nach geltendem Recht ist in Deutschland aktive Sterbehilfe, insbesondere die Tötung auf Verlagen, verboten. Nicht strafbar ist - bislang - die Beihilfe zum Suizid, auch in ihrer gewerblichen, gewinnorientierten sowie generell in organisierter Form.

Deutscher Ethikrat in Istanbul

Menschen am Lebensende in ihrer kulturellen Identität achten

 

Berlin (27. März 2015) - Am gestrigen Donnerstag hat der Deutsche Ethikrat im Rahmen einer öffentlichen Tagung in Istanbul den interkulturellen Austausch mit türkischen Wissenschaftlern angestoßen. Thema waren ethische Entscheidungen am Lebensende im interkulturellen Kontext. Angesichts eines großen Anteils türkischstämmiger Patienten in Deutschland und eines wachsenden Anteils deutschstämmiger Patienten, die in der Türkei behandelt werden, möchte der Deutsche Ethikrat zu einem besseren gegenseitigen Verständnis und einem kultursensiblen Umgang beitragen.

Glauben in der Ich-Gesellschaft

 

Bern, Schweiz (27. Oktober 2014) - Zunehmend entscheidet jeder für sich allein, was er glauben und praktizieren will. Die religiöse Wahlfreiheit setzt die Glaubensgemeinschaften unter Druck: Sie stehen in Konkurrenz zu säkularen Freizeitangeboten. Dies sind die Ergebnisse einer vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten Studie, deren Schlussbericht nun in Buchform vorliegt.