Ethik

Forum Bioethik: Trägt der Staat Verantwortung für eine gesunde Ernährung?

 

Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion und Dialog mit dem Publikum

 

Berlin (28. Oktober 2008) - Die Zahl der übergewichtigen und adipösen (fettleibigen) Menschen hat in den letzten 20 Jahren weltweit stark zugenommen. In Deutschland sind nahezu 60 % der Erwachsenen und 15 % der Kinder und Jugendlichen übergewichtig bzw. adipös. Berücksichtigt man die Zahl der untergewichtigen jungen Leute, die bei 7 % liegt, so ist fast ein Viertel der Kinder und Jugendlichen hierzulande fehlernährt.

Die Folgen, die für die Gesellschaft daraus erwachsen, sind gravierend. Die Zunahme von Krankheiten, die auf eine unausgewogene Ernährung zurückzuführen sind, hat etliche private Initiativen ausgelöst und die Bundesregierung veranlasst, den Nationalen Aktionsplan "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" ins Leben zu rufen.

Das Recht auf Nahrung wurde bereits im Jahr 1948 in der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen verankert. Nicht näher definiert ist jedoch, ob sich dieses Recht allein auf eine ausreichende oder auch auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung bezieht.

Deutscher Ethikrat hörte Sachverständige zu Fragen der anonymen Kindsabgabe an

 

Berlin (24. Oktober 2008) - Auf Einladung des Deutschen Ethikrates haben am gestrigen Donnerstag Sachverständige aus jeweils verschiedenen Perspektiven über ihre Erfahrungen mit anonymer Geburt bzw. Babyklappen berichtetet und mit den Mitgliedern des Deutschen Ethikrates diskutiert.

Bundesweit gibt es etwa 80 Babyklappen und ca. 130 Kliniken, in denen Frauen ihr Kind anonym abgeben bzw. anonym zur Welt bringen können. Die Betreiber dieser privat oder öffentlich getragenen Einrichtungen verfolgen damit das Ziel, die Aussetzung oder Tötung von Neugeborenen zu verhindern. Die derart anonyme Kindsabgabe verletzt jedoch in mehrfacher Hinsicht geltendes Recht, insbesondere das Familienrecht, das Vormundschafts- und Adoptionsrecht sowie das Personenstandsrecht, und erfüllt Straftatbestände.

Kinder und ihre Rechte in Medizin und Forschung

 

Internationale Konferenz "The Rights of Children in Medicine": Experten in Medizin-ethik und Medizinrecht diskutieren über Kinderrechte am 9. und 10. Oktober 2008 in der Historischen Sternwarte in Göttingen.

 

Göttingen (2. Oktober 2008) - Werden die Rechte von Kindern als Patienten ernst genug genommen? Haben Kinder ein Recht auf Selbstbestimmung in medizinischen Angelegenheiten, und wenn ja, in welchem Alter? Dürfen Eltern allein über das Kindeswohl bestimmen, auch wenn es um Leben und Tod geht? Was darf die medizinische Forschung Kindern zumuten?

Diakonische Perspektiven - 200 Jahre nach Wicherns Geburt

Bericht des Vorstandes auf der Diakonischen Konferenz 2008

 

Berlin (22. Oktober 2008) - Der Bericht des Vorstandes auf der Diakonischen Konferenz des Werkes für das Jahr 2008 verbindet fünf verschiedene zeitliche Perspektiven miteinander.

 

Als erstes den Blick zurück: In diesem Jahr feierte die Diakonie den 200. Geburtstag von Johann Hinrich Wichern.

Ein weiteres Jubiläum steht unmittelbar bevor und bildet die zweite Perspektive: Die Aktion „Brot für die Welt“ wird 50 Jahre alt.

Die dritte Linie zeichnet die Ereignisse und wichtigen Stationen des letzten Jahres auf. Daraus abgeleitet ergeben sich zwei weitere Perspektiven mit weit reichenden Folgen in die Zukunft:

Zum einen ist es die Auseinandersetzung mit der Anfang diesen Jahres abgeschlossenen Evaluation der neuen Struktur des Diakonischen Werkes der EKD.

Und zum anderen stehen für diese Konferenz ganz entscheidende Weichenstellungen auf der Tagesordnung.

Ablass nicht der Ökumene dienlich

 

Catholica-Beauftragter der VELKD fordert theologische Auseinandersetzung mit der römisch-katholischen Kirche

 

Hannover (30. September 2008) - Zur theologischen Auseinandersetzung mit der römisch-katholischen Kirche um den Ablass hat der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), aufgefordert. In einem Beitrag in den am 30. September erscheinenden „VELKD-Informationen“ schreibt Weber, es bleibe „rätselhaft“, wieso zu Beginn des Paulusjahres der Vatikan wieder auf die Möglichkeit verweise, einen „vollkommenen Ablass“ zu gewinnen.