Ethik

Deutscher Ethikrat startet Beratungen zum Problemfeld der Ressourcenallokation im Gesundheitswesen

 

Am 25. September befasste sich der Deutsche Ethikrat in seiner Plenarsitzung mit Inhalt und Grenzen des normativen Anspruchs gesundheitsökonomischer Evaluationen.

 

Berlin (26. September 2008) - Seit dem vergangenen Jahr gibt es auch in Deutschland die gesetzliche Vorgabe, bei bestimmten Entscheidungen über das Leistungsspektrum der öffentlichen Gesundheitsversorgung Kostenaspekte einzubeziehen. Das mit der Umsetzung dieser Vorgabe beauftragte Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dazu Methodenvorschläge entwickelt, die zum Gegenstand kritischer Auseinandersetzungen geworden sind. Insbesondere haben deutsche Gesundheitsökonomen Abweichungen von ihren fachintern anerkannten Bewertungsmethoden beklagt.

Deutscher Ethikrat befasst sich mit Alten- und Behindertenhilfe

 

Der Deutsche Ethikrat hat sich in seiner Sitzung am 28. August ausführlich mit der Zukunft der Alten- und Behindertenhilfe in Deutschland beschäftigt.

 

Berlin (28. August 2008) - Dr. Hans-Joachim von Kondratowitz, Privatdozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Altersfragen in Berlin, und Dr. Michael Wunder, Leiter des Beratungszentrums Alsterdorf in Hamburg und Mitglied des Deutschen Ethikrates, führten in die Praxis und die Perspektiven der Alten- und Behindertenhilfe in Deutschland ein und zeigten die Herausforderungen auf, die sich für die Gesellschaft daraus ergeben.

Die Jugend der Welt ist religiöser als ihr Ruf

 

Religionsstudie der Bertelsmann Stiftung sieht weltweit gegenläufige Trends - Lediglich Jugend in Europa ist vielfach säkularisiert - Für Mehrheit sind Sexualität und Politik reine Privatangelegenheiten

 

Sydney/Gütersloh (10. Juli 2008) - Wenn der katholische Papst zum Weltjugendtag nach Sydney anreist, werden ihm Hunderttausende junger Menschen begeistert zujubeln. Eine schwer erklär­bare Ausnahmeerscheinung, wie Kommentatoren dieses Phänomen häufig analysieren. Doch weltweit betrachtet sind Jugendliche und junge Erwachsene viel religiöser als gemeinhin ange­nommen wird. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Sonderstudie der deutschen Bertels­mann Stiftung aus Anlass des katholischen Weltjugendtages in Australien. So sind global be­trachtet etwa vier von fünf jungen Erwachsenen (85 Prozent) religiös und sogar fast die Hälfte (44 Prozent) als hochreligiös einzuschätzen. Lediglich 13 Prozent haben mit Gott und Glauben nichts im Sinn.

”Mangel im Überfluss” - der Deutsche Ethikrat greift das Thema Ernährung auf

 

Berlin (25. Juli 2008) - Der Deutsche Ethikrat hat sich in seiner Sitzung am 24.7.2008 ausführlich zum Thema "Ethische Aspekte der Ernährung" informiert.

Das Impuls-Referat hierzu hielten Frau Dr. Christine Eichhorn und Herr Professor Dr. Dr. Eckhard Nagel vom Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth. Nach Darstellung der Grundlagen der öffentlichen Ernährungsdiskussion wurde der ethische Diskurs zu drei verschiedenen Komplexen erörtert: Unter der Überschrift "Mangel im Überfluss" ging es vor allem um das Recht auf adäquate Ernährung, Aspekte der Verteilungsgerechtigkeit sowie Fragen der Verantwortung für vielfach sichtbar gewordene Fehlentwicklungen.

Deutscher Ethikrat tagte erstmals öffentlich

 

(27. Juni 2008) Der Deutsche Ethikrat ist am gestrigen Donnerstag, dem 26. Juni 2008, zu seiner ersten öffentlichen Sitzung in Berlin zusammengekommen. Gegenstand dieser Sitzung waren zwei Themenfelder: die gegenwärtige Praxis von anonymer Geburt und Babyklappen in Deutschland sowie Fragen der genetischen Chimärenbildung. An die Impulsreferate ausgewiesener Sachverständiger aus den Reihen des Ethikrates schloss sich eine ausführliche Diskussion an.