Ethik

VELKD veröffentlicht Buch zur Trauerbewältigung

Handreichung im Gütersloher Verlagshaus wendet sich an Trauernde und Bestatter

Hannover (14. Juli 2009) - Unter dem Titel „Jeden Tag bist du mir nahe... – Sterben – Tod – Bestattung – Trauer“ hat jetzt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) „Eine evangelische Handreichung für Menschen, die trauern und für die, die sie in ihrer Trauer begleiten“ – so der Untertitel – im Gütersloher Verlagshaus (70 Seiten, 4,95 Euro) veröffentlicht. In seinem Vorwort zu der Publikation beklagt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), die Verdrängung des Todes in der Gesellschaft. „Die Tabuisierung führt mancherorts dazu, dass Menschen, die plötzlich von Sterben und Tod betroffen sind, sich hilflos fühlen und nicht wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen.“ Mit dem vorgelegten Buch will die VELKD nach den Worten von Landesbischof Friedrich über die unmittelbar von Sterben, Tod und Trauer betroffenen Menschen hinaus alle ermutigen, sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen.

Bundesweit erste Patientenverfügung in Gebärdensprache erschienen

 

gebaerdendolmetscherinBielefeld (6. Juli 2009) - Für Gehörlose gibt es jetzt erstmals eine Patientenverfügung in Gebärdensprache. Zu dem Dokument gehört eine DVD, auf der eine Gebärdendolmetscherin die Patientenverfügung übersetzt, wie die Evangelische Kirche von Westfalen in Bielefeld mitteilte. Zusätzlich laufe der Text in Schriftsprache als "Untertitel" neben dem Bild mit. Die Patientenverfügung kann durch Streichungen und Ergänzungen individuell formuliert werden. Ein Beiheft erkläre die wichtigsten medizinischen Begriffe in gebärdensprachlich orientierter Schriftsprache. Mit der speziellen Patientenverfügung können die Betroffenen nun klar ihren Willen im Fall einer tödlichen Krankheit oder Langzeitkoma zum Ausdruck bringen. Das Dokument ist an der so genannten Christlichen Patientenverfügung der evangelischen und katholischen Kirche orientiert. Der Bundestag hat am 18. Juni ein Patientenverfügungsgesetz beschlossen. Danach sind schriftliche Patientenverfügungen für Ärzte und Angehörige verbindlich.

Deutscher Ethikrat veranstaltete Forum zu Fragen der personalisierten Medizin

 

Berlin (25. Juni 2009) - Unter dem Titel "Die Medizin nimmt's persönlich" hat der Deutsche Ethikrat am 24. Juni im Rahmen seiner dritten öffentlichen Abendveranstaltung der Reihe "Forum Bioethik" über Möglichkeiten und Grenzen der Individualisierung von Diagnose und Therapie diskutiert.

Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben

EKD veröffentlicht Neuauflage der Statistikbroschüre

Zahlen und Fakten zum kirchlichen LebenHannover (2. Juli 2009) - In der jetzt fertiggestellten 6. Auflage der Broschüre "Evangelische Kirche in Deutschland - Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben" veröffentlicht die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) aktuelle Daten aus vielen Bereichen kirchlichen Handelns. Wer mehr über seine Kirche wissen und anderen fundiert Auskunft geben will, findet hier anschauliche Informationen in Texten, Tabellen, Schaubildern und Karten zu den verschiedensten kirchlichen Themen. Sie führen vor Augen, wie Kirche von den Menschen angenommen wird und welche Aufgaben sie erfüllt.

Keine Verbesserung gegenüber der bisherigen Rechtslage

Ratsvorsitzender bedauert neues Gesetz zur Patientenverfügung

Hannover (18. Juni 2009) - Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, sieht in dem heute vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Gesetz über Patientenverfügung keine Verbesserung gegenüber der bisherigen Rechtslage. Er bedauerte, dass der Deutsche Bundestag sich unter mehreren Möglichkeiten mehrheitlich für den unter dem Namen des Abgeordneten Joachim Stünker eingebrachten Gesetzesentwurf entschieden hat. "Wir haben uns zwar grundsätzlich für eine gesetzliche Regelung ausgesprochen" - so Huber -, "aber es war gerade der vom Abgeordneten Joachim Stünker initiierte Entwurf, der in den Kirchen erhebliche Kritik auf sich gezogen hat".