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22 | 07 | 2017
Ethik
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Bundesweit erste Patientenverfügung in Gebärdensprache erschienen

 

gebaerdendolmetscherinBielefeld (6. Juli 2009) - Für Gehörlose gibt es jetzt erstmals eine Patientenverfügung in Gebärdensprache. Zu dem Dokument gehört eine DVD, auf der eine Gebärdendolmetscherin die Patientenverfügung übersetzt, wie die Evangelische Kirche von Westfalen in Bielefeld mitteilte. Zusätzlich laufe der Text in Schriftsprache als "Untertitel" neben dem Bild mit. Die Patientenverfügung kann durch Streichungen und Ergänzungen individuell formuliert werden. Ein Beiheft erkläre die wichtigsten medizinischen Begriffe in gebärdensprachlich orientierter Schriftsprache. Mit der speziellen Patientenverfügung können die Betroffenen nun klar ihren Willen im Fall einer tödlichen Krankheit oder Langzeitkoma zum Ausdruck bringen. Das Dokument ist an der so genannten Christlichen Patientenverfügung der evangelischen und katholischen Kirche orientiert. Der Bundestag hat am 18. Juni ein Patientenverfügungsgesetz beschlossen. Danach sind schriftliche Patientenverfügungen für Ärzte und Angehörige verbindlich.

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Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben

EKD veröffentlicht Neuauflage der Statistikbroschüre

Zahlen und Fakten zum kirchlichen LebenHannover (2. Juli 2009) - In der jetzt fertiggestellten 6. Auflage der Broschüre "Evangelische Kirche in Deutschland - Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben" veröffentlicht die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) aktuelle Daten aus vielen Bereichen kirchlichen Handelns. Wer mehr über seine Kirche wissen und anderen fundiert Auskunft geben will, findet hier anschauliche Informationen in Texten, Tabellen, Schaubildern und Karten zu den verschiedensten kirchlichen Themen. Sie führen vor Augen, wie Kirche von den Menschen angenommen wird und welche Aufgaben sie erfüllt.

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Deutscher Ethikrat veranstaltete Forum zu Fragen der personalisierten Medizin

 

Berlin (25. Juni 2009) - Unter dem Titel "Die Medizin nimmt's persönlich" hat der Deutsche Ethikrat am 24. Juni im Rahmen seiner dritten öffentlichen Abendveranstaltung der Reihe "Forum Bioethik" über Möglichkeiten und Grenzen der Individualisierung von Diagnose und Therapie diskutiert.

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Keine Verbesserung gegenüber der bisherigen Rechtslage

Ratsvorsitzender bedauert neues Gesetz zur Patientenverfügung

Hannover (18. Juni 2009) - Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, sieht in dem heute vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Gesetz über Patientenverfügung keine Verbesserung gegenüber der bisherigen Rechtslage. Er bedauerte, dass der Deutsche Bundestag sich unter mehreren Möglichkeiten mehrheitlich für den unter dem Namen des Abgeordneten Joachim Stünker eingebrachten Gesetzesentwurf entschieden hat. "Wir haben uns zwar grundsätzlich für eine gesetzliche Regelung ausgesprochen" - so Huber -, "aber es war gerade der vom Abgeordneten Joachim Stünker initiierte Entwurf, der in den Kirchen erhebliche Kritik auf sich gezogen hat".

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„STAY WILD STATT BURN OUT“

VELKD-Publikation zum Thema Burn-Out

- kostenloser Download

 

Stay wild statt burn outHannover (15. Juni 2009) - In zweiter Auflage ist jetzt im Gütersloher Verlagshaus die Publikation „STAY WILD STATT BURN OUT – Leben im Gleichgewicht“ (124 Seiten, 6,95 Euro) der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erschienen. Sie beschäftigt sich „aus christlicher Perspektive“ mit Burn-Out und war Anfang März erstmals aufgelegt worden.

Das Buch wurde vom Seelsorgeausschuss der VELKD unter der Leitung von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (München) erarbeitet. Sie gibt den Band zusammen mit dem früheren Gemeindepädagogik-Referenten der VELKD, Dr. Norbert Dennerlein, heraus.

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Das Böse:

Eine Energie die Lust an der Zerstörung hat

 

DasBoeseHannover (10. Juni 2009) - „Das Böse ist immer und überall“ - eine Liedzeile, die aus dem Song „Ba-Ba-Banküberfall“ der österreichischen Gruppe „Erste Allgemeine Verunsicherung“ hängen geblieben ist. Und damit verbunden die Frage: Ist das nicht gut biblisch? Vor der Sintflut stellt Gott fest, „dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen“.

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Erste Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zur Neuroethik fand große öffentliche Resonanz

 

Berlin (29. Mai 2009) - Mehr als 450 Teilnehmer aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens verfolgten am 28. Mai 2009 in Berlin die erste Jahrestagung des Ethikrates zum Thema "Der steuerbare Mensch? Über Einblicke und Eingriffe in unser Gehirn".

Die Neurowissenschaften entwickeln immer neue Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten, deren Tragweite trotz oder gerade wegen verheißungsvoller Anpreisungen oft schwer abzuschätzen ist.

Die besondere Brisanz liege darin, dass sich nicht nur Fragen innerhalb der Ethik stellen, wie etwa bei der Stammzellforschung auch, sondern dass die Grundlagen und Voraussetzungen der Ethik selbst berührt seien, da wir das Verhältnis zu uns selbst überdenken müssen, stellte die stellvertretende Vorsitzende Christiane Woopen in der Einführung heraus. Unser Menschenbild beeinflusse die Art und Weise, wie wir ethische Fragen stellen, welche Fragen wir für besonders wichtig halten und welche Antworten darauf gegeben werden.

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Deutscher Ethikrat informierte sich über neue Entwicklungen der Synthetischen Biologie

 

Berlin (23. April 2009) - Der Deutsche Ethikrat hat in seiner öffentlichen Plenarsitzung am 23. April ethische Fragen neuer Entwicklungen auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie diskutiert. Nora Schultz, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle des Deutschen Ethikrates, skizzierte in einem einführenden Referat den Entwicklungsstand und die ethische Relevanz des noch jungen Forschungsfeldes.
Die Synthetische Biologie beruht auf dem Design biologischer Elemente und Systeme mithilfe standardisierter Bausteine und ingenieurswissenschaftlicher Prinzipien. Die fortschreitende Entwicklung von Genomforschung und Technik seit der Jahrtausendwende und besonders innerhalb der letzten fünf Jahre hat dazu geführt, dass die umfassende automatisierte DNA-Analyse und Gensynthese finanziell erschwinglich geworden und die präzise technische Konzipierung und Herstellung ganzer biologischer Systeme in greifbare Nähe gerückt sind.

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„Fest der Verwandlung und der Nächstenliebe“

Osterpredigt von Bischof Wolfgang Huber: Die Osterbotschaft überwindet die Angst

Hannover 12. April 2009) - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, hat einen heilsamen Mentalitätswandel als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise ausgemacht. In seiner Predigt am Ostersonntag im Berliner Dom sagte er: „Zahllose Menschen haben sich wie die drei Frauen am Morgen des Ostersonntags aufgemacht. Sie sind auf der Suche nach einer neuen Ordnung. Sie wollen festen Boden unter den Füßen. Sie halten Ausschau nach einem Grund, der ihnen Sicherheit und Verlässlichkeit bietet, unabhängig von Geldsorgen und Wirtschaftskrise. Das Denken in kurzfristigen Gewinnerwartungen und Quartalsberichten soll abgelöst werden von langfristigen Prognosen und von nachhaltigen Strategien.“

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Buchankündigung "Designer-Baby.

Diagnostik und Forschung am ungeborenen Leben"

 

DesignerbabyDüsseldorf (18. März 2009) - Im März 2009 erscheint das Buch "Designer-Baby. Diagnostik und Forschung am ungeborenen Leben" des Jungen Kollegs der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste im Schöningh Verlag. Ausgehend von einer verständlichen naturwissenschaftlich-medizinischen Erörterung erfolgt eine philosophische, theologische sowie juristische Auseinandersetzung der Autoren mit dem komplexen Thema. Das Buch richtet sich an eine wissenschaftlich interessierte Öffentlichkeit, die Interesse an einer fundierten Einführung in den aktuellen wissenschaftlichen Sachstand haben.

Anfang Januar wurde im Londoner University College das erste genetisch "ausgewählte" Baby ohne Brustkrebsgen geboren. Die Eltern hatten sich entschieden, eine künstliche Befruchtung vorzunehmen und mittels der Präimplantationsdiagnostik (PID) das geeignete Kind zu wählen, nachdem es in der Familie des Vaters über drei Generationen hinweg zu Brustkrebs-Fällen gekommen war. Aus elf in vitro erzeugten Embryonen wurden zwei ohne das Brustkrebsgen ausgewählt, um sie in der Gebärmutter einzusetzen.

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Deutscher Ethikrat thematisiert Gesundheitsvorsorge in öffentlicher Veranstaltung

Berlin (26. Februar 2009) - Rechtliche und ethische Aspekte der Präventivmedizin waren Gegenstand der zweiten öffentlichen Abendveranstaltung im Rahmen des "Forums Bioethik" des Deutschen Ethikrates am 25. Februar in Berlin. Gesundheitsvorsorge könne dazu beitragen, Krankheitsraten zu vermindern und Leben zu verlängern. Dies hob Julika Loss vom Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth in ihrem einführenden Vortrag hervor. Für zahlreiche Präventionsmaßnahmen sei ein positiver Effekt auf die Gesundheit des Einzelnen belegt. Mittels Information, Aufklärung und Beratung könnten Einstellung und gesundheitsrelevantes Verhalten unter Umständen wirksam beeinflusst werden. Exemplarisch diskutierte die Referentin die Vor- und Nachteile von infrastrukturellen Maßnahmen, Anreizsystemen, aber auch restriktiven Maßnahmen. Dass wirksame Prävention kostenintensiv ist, sei kein Argument für Einsparungen in diesem Bereich.

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Selbstbestimmung im Sterben

RUB-Theologen untersuchen die deutsche Sterbekultur

 

Bochum (10. Februar 2009) - Obwohl der Tod mit der politischen Diskussion um Patientenverfügungen und Sterbehilfe mehr ins öffentliche Bewusstsein rückt, bedeutet Sterben immer noch Sprachlosigkeit: Groß ist die Angst vor dem Alleinsein, der Sprachlosigkeit, dem Kontrollverlust. Wer denkt schon gern ans Sterben? Bochumer Forscher um Dr. Sabine Salloch und Prof. Dr. Christof Breitsameter untersuchen die Sterbekultur in Deutschland jetzt in einem zweijährigen Projekt, das durch den Förderverein des Lukas-Hospizes in Herne ermöglicht wurde. Sie nehmen vor allem die Situation in Hospizen unter die Lupe: Was bedeutet hier Patientenautonomie? Wie viel Selbstbestimmung ist im Sterben noch möglich?

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Forum Bioethik: Gesundheitsvorsorge. Rechtliche und ethische Aspekte der Präventivmedizin

Vorträge mit anschließender Diskussion

 

Berlin (2. Februar 2009) - Mit den Diskussionen um eine Nährwertampel, das Rauchverbot oder die Bonussysteme der Krankenkassen für eine gesunde Lebensweise rückt die Präventivmedizin immer mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Es geht darum, einer möglichen Erkrankung durch die Beseitigung der angenommenen Ursachen oder die Verringerung von Risikofaktoren zuvorzukommen und Gesundheit zu fördern. Ziel ist die Erhaltung von Lebensqualität bis ins Alter. Die Stärkung der Eigenverantwortung ist hierbei ein wichtiger Aspekt.

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Tod und Sterben kein Tabu!

Broschüre zum Thema Sterbebegleitung und Bestattung

 

Photo: Gabriele Erpenbeck: hinten, 2.v.r., Jens Jeitner: hinten links, Fatma Taspunar: vorne Mitte und die Mitglieder des RedaktionsteamsHannover (28. Januar 2009) - Die neue Broschüre „Sterbebegleitung und Bestattung: Interkultureller Kompass zu Religions- und Glaubensgemeinschaften für den Raum Hannover“ ist das Projektergebnis des „Runden Tisches Alter und Migration in Hannover“. Die Druckkosten für die von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover e.V. herausgegebene Broschüre wurden vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Integration übernommen.
Im Rahmen einer Pressekonferenz am 28. Januar 2009, an der Gabriele Erpenbeck (Leiterin der Abteilung Integration des Niedersächsischen Ministeriums) und ihr Mitarbeiter Jens Jeitner teilgenommen haben, wurde die Broschüre von Fatma Taspunar (Koordinatorin des Rundes Tisches und Leiterin der Interkulturellen Begegnungs- und Beratungsstätte für Senioren der AWO Region Hannover e.V.) sowie Mitgliedern des Redaktionsteams vorgestellt.

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Deutscher Ethikrat befasst sich mit ethischen Fragen der Selbsttötung

 

Berlin (23. Januar 2009) - Der Deutsche Ethikrat hat in seiner öffentlichen Plenarsitzung am 22. Januar ethische Positionen zur Selbsttötung erörtert. Zunächst führten Frank Emmrich, Edzard Schmidt-Jortzig, Eberhard Schockenhoff und Michael Wunder, Mitglieder des Deutschen Ethikrates, in das Thema ein.
Die moderne Medizin ist heute in der Lage, das Leben deutlich zu verlängern. Dadurch wächst aber das Risiko von langem Siechtum und quälendem Sterben. Dies fordert die Gesellschaft heraus, sich mit den Umständen des Sterbens immer wieder auseinanderzusetzen, die Möglichkeiten der menschlichen Sterbebegleitung und der palliativen Versorgung auszuschöpfen, aber auch Themen wie Suizid, Beihilfe zum Suizid und Sterbehilfe als letzten Ausweg aus einer für den Betroffenen unerträglichen Leidenssituation nicht zu übergehen.

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Liturgische Anregungen

„Krank sein mitten im Leben“

 

Liturgische Anregungen „Krank sein mitten im Leben“

(tB) - „Krank sein mitten im Leben - Liturgische Anregungen für die Begegnung mit erkrankten Menschen in diakonischen Einrichtungen“ heißt eine neue Arbeitshilfe aus der „Reihe Diakonie und Liturgie“.

Sie bietet Anregungen für Pflegende, die seelsorgerlichen Beistand leisten möchten. Die hier zusammengestellten kurzen Liturgien dienen dazu, in Zeiten akuter oder chronischer Erkrankung Quellen der Kraft und der Hoffnung zu erschließen. Sie helfen, existentielle Erfahrungen vor Gott auszudrücken und ihn um Hilfe, Nähe und Trost zu bitten. Dabei kann mit den vorgeschlagenen Kurzliturgien frei umgegangen werden.

Die Life-Event-Forschung hat herausgestellt, dass Menschen Krankheit, Gebrechen, Leid oder Krisen besser verarbeiten, wenn sie in religiösen Bezügen leben. Der Glaube an Gott gibt offensichtlich in akuten oder lang anhaltenden Belastungsphasen Halt, stützt Patienten in ihrer psychischen und physischen Verfassung und vermindert existentielle Ängste. Mitarbeitende im Gesundheitswesen erleben es immer wieder, dass sie mit Sinnfragen konfrontiert werden und der Bitte, doch ein tröstendes Wort, ein Gebet oder einen Segen zu sprechen. Manchmal ist es schwierig, aus dem Stegreif heraus ein passendes Wort zu finden. Hier bietet die neue Arbeitshilfe Unterstützung.
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„Jahresbeginn unter dem leuchtenden Stern der Hoffnung“

Neujahrsbotschaft des EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber

 

Berlin/Hannover (31. Dezember 2008) -  „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“ (Lukas 18,27). So heißt die Jahreslosung für das Jahr 2009. Mit diesem Satz aus dem Lukasevangelium ist dem beginnenden Jahr ein Leitwort zugeordnet, das alles Gott anheim stellt. Dieses Wort Jesu strahlt Zuversicht und Trost aus, über alle aktuellen Anlässe hinaus. Es leuchtet ins persönliche Leben ebenso hinein wie in das gemeinsame Leben. Es ist auch ein Kommentar zu den Fragen, die viele Gespräche in diesen Weihnachtstagen bestimmt haben. Wie wird es weitergehen mit Wirtschaft und Wohlstand, mit Arbeitsplatz und Zukunftssicherung?

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„Rechtfertigung heute“

VELKD veröffentlicht Bischofskonferenz-Dokumentation

 

Hannover (29. Dezember 2008) - In 2., verbesserter und erweiterter Auflage ist jetzt der Band „Rechtfertigung heute – Warum die zentrale Einsicht Martin Luthers zeitlos aktuell ist“ (197 Seiten, 6,80 Euro) erschienen. Darin dokumentiert die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) die Klausurtagung ihrer Bischofskonferenz, die Anfang März 2008 in der Lutherstadt Wittenberg anlässlich des 60-jährigen Bestehens der VELKD zum Thema „Rechtfertigung heute“ getagt hatte. Im Vorwort der Publikation heißt es: „Die Botschaft von der bedingungslosen Liebe Gottes ist die entscheidende Hilfe zum Leben und zum Glauben. Sie sagt aus, dass unser Leben nicht von der eigenen Leistung abhängig ist und ihm Wert und Würde als Gabe Gottes geschenkt werden, die man sich nicht verdienen und auch nicht verlieren kann. Martin Luthers zentrale Einsicht war diese Rechtfertigung des Menschen allein aus der Gnade Gottes. Christinnen und Christen vertrauen darauf: Alle Menschen sind Gott recht – egal, ob arm oder reich, klein oder groß, alt oder jung, krank oder gesund, ob erfolgreich oder nicht. Darum sind alle eingeladen, Gott ganz und gar zu vertrauen und ihr Leben aus diesem Vertrauen heraus anzunehmen und zu gestalten.“

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Der Ruf der Engel überwindet die Sorge vor der Zukunft

Weihnachtspredigt des EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber

 

Berlin/Hannover (24. Dezember 2008) - In seiner Weihnachtspredigt hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, zu Solidarität mit den Armen aufgerufen. „Meine Sorge gilt ganz besonders denen, die in wachsender Zahl an den Türen der Suppenküchen warten, die auf eine Mahlzeit bei der Armentafel hoffen, weil sie sich anderes schlicht nicht leisten können. Vor allem Kinder gehören in einem beängstigend hohen Maß dazu“, sagte Huber an Heiligabend, 24. Dezember, im Berliner Dom. Er dankte denjenigen, die sich für die Benachteiligten in der Gesellschaft einsetzen und die „auch heute, in der Heiligen Nacht, ihre Kraft und ihre Zeit in vielfältiger und phantasievoller Weise einbringen, damit andere die Freude der christlichen Weihnacht erleben können.“ Die Hilfe für die an den Rand Gedrängten müsse aber auch nachhaltig angelegt sein, damit die Betroffenen wieder am Leben der Gesellschaft teilnehmen und mit eigener Kraft den Lebensunterhalt erwerben könnten. „Stärker noch als unsere Unruhe über die wirtschaftliche Entwicklung muss die Unruhe sein, mit der wir gerade heute für eine gerechte Beteiligung aller eintreten.“ 

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„Kein Gesetz um jeden Preis“

Prälat Reimers zur Verbindlichkeit von Patientenverfügungen

 

Berlin (18. Dezember 2008) -  „Eine rechtliche Verankerung von Patientenverfügungen ist zu begrüßen, wenn sie den Betroffenen Rechts- und Verhaltenssicherheit gibt. Allerdings darf es nicht darum gehen, ein Gesetz um jeden Preis zu verabschieden.“ Dies sagte der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Stephan Reimers, mit Blick auf die aktuellen Beratungen im Deutschen Bundestag zur Verbindlichkeit von Patientenverfügungen am Mittwoch in Berlin. Wenn es nicht möglich sein sollte, die in diesem Bereich erforderlichen Qualitätsstandards rechtlich zu verankern, sollte von einem Gesetzesvorhaben abgesehen werden, so Reimers. Den Anliegen des Rates der EKD komme am ehesten der Gesetzentwurf der Gruppe um den Abgeordneten Wolfgang Bosbach nahe.

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Deutscher Ethikrat beschließt Arbeitsprogramm 2009

 

Berlin (12. Dezember 2008) - Der Deutsche Ethikrat hat während seiner Plenarsitzung am 11. Dezember 2008 sein Arbeitsprogramm für das Jahr 2009 festgelegt.

Noch im ersten Halbjahr 2009 plant der Ethikrat, eine Stellungnahme zum Thema anonyme Kindsabgabe zu veröffentlichen. Die ratsinterne Arbeitsgruppe wird dem Plenum am 26. Februar einen Entwurf vorlegen und damit an zwei vorangegangene Plenardebatten anknüpfen: Nach einer ersten Diskussion am 26. Juni 2008 hatte der Ethikrat am 23. Oktober externe Sachverständige zu einer öffentlichen Anhörung geladen, in der diese aus ihrer jeweiligen Perspektive über Erfahrungen mit anonymer Geburt bzw. Babyklappen berichteten.

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„Beratung vor und nach pränataler Diagnostik verstärken“

EKD-Bevollmächtigter fordert konkretere Regeln zur Vermeidung von Spätabbrüchen

 

Berlin / Hannover (12. Dezember 2008) - Eine deutliche Ausweitung der Beratung von Schwangeren vor und nach pränataler Diagnostik fordert der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Stephan Reimers. „Unabhängig von der medizinischen Beratung sollte es vor jeder pränataldiagnostischen Untersuchung ein psychosoziales Beratungsangebot geben, das Frauen freiwillig annehmen können“, sagte Reimers am Freitag in Berlin. Für den Fall, dass die Untersuchung einen auffälligen Befund ergebe, müsse eine begleitende psychosoziale Beratung gesetzlich verankert werden, betonte er im Blick auf die in der kommenden Woche im Deutschen Bundestag anstehenden Beratungen zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftsspätabbrüchen.

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"Gute Theologie und die Kirche der Freiheit"

Vortrag Bischof Hubers anlässlich des 40. Todestages von Karl Barth

 

Hannover / Berlin / Basel, Schweiz (12. Dezember 2008) - Was sind Kriterien für eine gute Theologie? Das Charisma des Theologen, die Bindung der Theologie an die Wirklichkeit der Kirche und die gleichzeitige Beheimatung am Ort der Wissenschaft, das Reden von Gott unter Berücksichtigung globaler Pluralität und die Bewegung der Theologie in der "Kirche der Freiheit" – dies sind vier Gesichtspunkte, die der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, bei der Bestimmung guter Theologie als entscheidend skizziert. Diese Aspekte einer guten Theologie umriss er am Freitag, dem 12. Dezember, beim Symposium "Theologie als kirchliche Dogmatik? Transatlantische Erkundungen zur Aktualität der Theologie Karl Barths im 21. Jahrhundert", das zum 40. Todestag Barths in Basel stattfand.

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Soziale Menschenrechte endlich gleichberechtigt

Unteilbarkeit der Menschenrechte wird bestätigt

 

Berlin/Stuttgart (10. Dezember 2008) - Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschließt am Tag der Menschenrechte einen zentralen Fortschritt auf dem Weg der Unteilbarkeit der Menschenrechte. Sie nimmt den Text eines Zusatzprotokolls zum Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte an. Dieses  Zusatzprotokoll wird die Behandlung von Individualbeschwerden vor einem Expertenkomitee der Vereinten Nationen erlauben. Individualbeschwerden gibt es als Instrument für die bürgerlichen und politischen Menschenrechte seit vielen Jahren. Pünktlich zum 60. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird nun der Text verabschiedet werden.

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Die Zehn Gebote als Lebensregeln für eine gute Welt

Margot Käßmann spricht auf Jahresempfang der Kirchen in Brüssel

 

Brüssel, Belgien (1. Dezember 2008) - „Ich bin überzeugt, die Zehn Gebote sind auch heute Regeln für ein gutes Zusammenleben“, so Landesbischöfin Margot Käßmann, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegenüber deutschen Abgeordneten des Europäischen Parlaments und Mitarbeitern der Institutionen der Europäischen Union am 1. Dezember in Brüssel. Die Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers sprach auf dem gemeinsamen EU-Jahresempfang des Bevollmächtigten des Rates der EKD, Prälat Stephan Reimers, und des Leiters des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten.

Die Bischöfin unterstrich in ihrem Vortrag unter der Überschrift „Werte bewahren und Zukunft gestalten – Christliche Orientierung für das Zusammenwachsen Europas“, dass sich die biblischen Gebote durch die Jahrtausende hindurch bewährt hätten. „Die zehn Gebote sind elementar und ein Leitfaden für ethisches Handeln – so elementar, dass sie ein Leitfaden eben nicht nur vor 3000 Jahren, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger des so modernen 21. Jahrhunderts sein können.“

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Deutscher Ethikrat greift das Thema Biobanken auf

 

Berlin (27. November 2008) - Der Deutsche Ethikrat hat sich im Verlauf seiner Sitzung am 27. November 2008 mit ethischen Herausforderungen aktueller Entwicklungen bei Biobanken befasst. Regine Kollek, Mitglied des Deutschen Ethikrates und Professorin für Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie in der Medizin an der Universität Hamburg, arbeitete in ihrem Einführungsreferat heraus, dass sich seit der Veröffentlichung der Stellungnahme des Nationalen Ethikrates "Biobanken für die Forschung" im Jahr 2004 wichtige Veränderungen in der materiellen und strukturellen Entwicklung von Biobanken ergeben haben, die einer neuerlichen ethischen und rechtlichen Bewertung bedürfen.

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