Home Glaube und Ethik
22 | 07 | 2017
Ethik
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Korrekter Konsum und egoistische Handlungsweisen

Eine Untersuchung zeigt die mögliche Dialektik des "ethischen Konsums"

 

Hannover/telepolis (16. März 2010) - Die Kassiererin im kleinen Feinkostgeschäft ist im Stress; in der Warteschlange vor Ihnen waren lauter ungeduldige Herrschaften, deren Porsche Cayennes mit laufenden Motoren in der zweiten Reihe parken, sie gibt Ihnen zwei Zwanziger, dabei hatten Sie selbst nur einen blauen Schein für das Thunfischfilet, "Blue Fin", hingestreckt. Ihr Budget ist ohnehin ausgeschöpft, nachdem Sie eben 40 Euro im Biomarkt geblutet haben. Sie nehmen das Extrageld, ohne schlechtes Gewissen.

 

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velkd.de ab sofort mit Lesepredigten

Homepage bietet auch aktuelle Fürbittengebete und Informationen zum Kirchenjahr

 

Hannover (11. März 2010) – Unter www.velkd.de sind künftig auch Predigten zu jedem Sonntag im Kirchenjahr zu finden. Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) erweitert mit diesem Service ihr Angebot an Impulsen zur Gestaltung der Sonn- und Feiertage. Neben den bereits abrufbaren Informationen zu den feststehenden Elementen des Gottesdienstes, wie den Angaben des Liturgischen Kalenders und einem aktuellen Fürbittengebet steht ab sofort auch eine Lesepredigt zum jeweiligen Sonntag des Kirchenjahres zum Download zur Verfügung.

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Schwierige Gratwanderung

Medizin zwischen Ethik und Ökonomie

 

Ulm (5. März 2010) - Entscheiden in Kliniken künftig Betriebswirte oder Wirtschaftsmathematiker über Behandlungsmaßnahmen? Noch ist es nicht so weit. "Aber wir müssen die Balance schaffen zwischen einer unvermeidbaren Ökonomisierung der Medizin und dem Erhalt der ärztlichen Professionalität", sagt Professor Franz Porzsolt, Leiter der Arbeitsgruppe Klinische Ökonomik der Universität Ulm. Ein umfangreicher Aufsatz des Ulmer Mediziners dazu soll demnächst in einem bekannten Fachblatt veröffentlicht werden. Auch eine Tagung an der Uni Ulm beschäftigte sich kürzlich mit dieser Thematik.

 

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Ethikrat diskutierte über Mensch-Tier-Mischwesen

 

Berlin (26. Februar 2010) - Die Vermischung menschlicher und tierischer Gene, Zellen und Gewebe im Labor wirft ethische Fragen nach der Bedeutung und möglichen Verwischung der Grenze zwischen Mensch und Tier auf, zu denen der Deutsche Ethikrat derzeit eine Stellungnahme erarbeitet. Vor diesem Hintergrund hat der Rat am 25. Februar 2010 Experten aus den USA, Großbritannien und Österreich zu einer öffentlichen Anhörung eingeladen.

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Intelligente Menschen sind eher Atheisten und gehen nachts später schlafen

 

Nach einem Evolutionspsychologen können die intelligenteren Menschen besser mit evolutionär Neuartigem umgehen

 

Hannover/telepolis (25. Februar 2010) - Religiös oder auch konservativ zu sein, zeugt nicht von hoher Intelligenz. Schon vor zwei Jahren hatte eine Studie herausgefunden, dass mit steigender Intelligenz der Menschen der religiöse Glauben sinkt. Länder mit einem hohen Anteil an gläubigen Menschen sollen, so eine soziologische Studie, seien sozial dysfunktionaler als solche mit eine weniger religiösen Bevölkerung.

 

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Der Glaube sitzt im Hinterkopf

 

Genügt es, das menschliche Hirn zu durchstochern, um den Sitz des Glaubens zu finden?

 

Hannover/telepolis (11. Februar 2010) - Dass mancher Mitmensch spirituellen Erlebnissen aufgeschlossener ist als andere, ist eine täglich erlebte Praxis. Dabei geht es nicht um eine bestimmte Art des Glaubens - ob sich jemand jeden Sonntag im katholischen Gottesdienst beim Gebet Kraft holt, Stammpatient beim Homöopathen ist oder sich den Alltagsstress aus der Seele meditiert.In all diesen Fällen wird der Psychologe eine hohe Ausprägung einer bestimmten Persönlichkeitsdimension attestieren.

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Wissenschaftler sieht Grund für neue Debatte über Sterbehilfe

 

Paris, Frankreich (8. Februar 2010) – Die Debatte über aktive Sterbehilfe muss nach Ansicht des belgischen Neurologen Steven Laureys neu aufgerollt werden. Die Frage einer Behandlungseinstellung bei Koma-Patienten werde aber weiter schwierig bleiben, sagte Laureys in einem am Wochenende auf der Webseite der französischen katholischen Wochenzeitung „La Vie“ veröffentlichten Interview. 

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"Hoffnung für diese Welt und über diese Welt hinaus"

Neujahrspredigt der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann

Hannover / Dresden (1. Januar 2010) - Die Lebenszusage Gottes ermutige Menschen, gegen das Erschreckende in dieser Welt anzugehen, so Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), in ihrer Predigt im Neujahrsgottesdienst in der Dresdner Frauenkirche. Die Jahreslosung „Euer Herz erschrecke nicht – glaubt an Gott und glaubt an mich“ sei eine wunderbare Zusage angesichts einer Welt, in der nicht alles gut sei. „Wir müssen nicht deprimiert oder mit gesenktem Haupt ins neue Jahr gehen“, so die Bischöfin. „Wir glauben an den auferstandenen Christus und nicht an einen Toten. Wir haben Hoffnung für diese Welt und über diese Welt hinaus. Deshalb können wir die Spannung aushalten zwischen Erschrecken und Gottvertrauen, zwischen Ängsten und Mut zur Weltverbesserung.“

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Mut zu Vertrauen, Gerechtigkeit und Solidarität


Weihnachtsbotschaft der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann

 

Hannover (23. Dezember 2009) - Alles ist gut. Es ist Weihnachten. Spätestens am Heiligen Abend, so wünschen sich viele Menschen, sollen die Mühen unserer Welt aufgehoben sein.
Aber leider ist nicht alles gut. Erinnern wir uns an das vergangene Wochenende. Das kann nicht schöngeredet werden: Der Klimagipfel in Kopenhagen ist gescheitert. Gescheitert an mangelndem Mut, an mangelnder Entschlossenheit und am Egoismus vieler. Das ist nicht nur blamabel, sondern dramatisch. Denn nur durch eine internationale gemeinsame Strategie zur Eindämmung des CO2-Ausstoßes kann die Klimaerwärmung gestoppt werden. Und nur so können wir den Planeten Erde bewahren für nachwachsende Generationen.

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„…denn ihr seid selbst Fremde gewesen“

Neuer EKD-Text zu Migration und Integration

 

Hannover (16. Dezember 2009) - "...denn ihr seid selbst Fremde gewesen – Vielfalt anerkennen und gestalten" so lautet der Titel des aktuellen Beitrages zur einwanderungspolitischen Debatte, den die Kommission für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) noch in der Amtszeit des vorigen Rates erarbeitet hat und der am heutigen Mittwoch in der Reihe EKD-Texte veröffentlicht wird.

Der Rat der EKD sehe in diesem Text einen "Beitrag zur weiteren, auch kontroversen Diskussion innerhalb und außerhalb der Kirche", schreibt die Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischöfin Margot Käßmann, in ihrem Vorwort. Gleichzeitig soll er Kirchengemeinden und Gläubige dazu ermutigen, sich in ihrer Praxis am biblischen Blick auf die Fremden zu orientieren. Dabei werde das Gottesvolk an die eigene Fremdheitserfahrung erinnert. Nicht zuletzt dadurch könne es gelingen, dem Auftrag Jesu entsprechend "die Begegnung mit ihm in jedem und jeder Fremden zu suchen", so Käßmann weiter.

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"Mein Fuß muss immer rausgucken"

Dr. Angelika Zegelin fordert Ergänzungen zur Patientenverfügung

 

Witten/Herdecke (8. Dezember 2009) - Im Sommer hat der Bundestag ein Gesetz zur Wirksamkeit von Patientenverfügungen verabschiedet. Dr. Angelika Zegelin vom Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke sieht auf diesem Gebiet aber trotzdem weiter Nachholbedarf und bemängelt, dass mit den vorhandenen Vordrucken für Patientenverfügungen zu wenig auf die tatsächliche Lebenssituation eingegangen wird. "Bei den Vordrucken geht es immer um große Dinge wie: Dialyse - Ja oder Nein?", sagt Dr. Zegelin. "Es herrscht die Vorstellung vor, dass wir eines Tages einfach auf der Straße umfallen und dann vielleicht noch ein paar Tage auf der Intensivstation behandelt werden. Die Realität ist aber leider so, dass die meisten Menschen irgendwann pflegebedürftig und vollständig von anderen abhängig sind. Ihnen dabei die Würde zu erhalten, ist eine sehr wichtige gesellschaftliche Aufgabe." Um ein besseres Beispiel zu geben, hat Dr. Zegelin nun eine eigene Patientenverfügung geschrieben und veröffentlicht. Darin geht es allerdings hauptsächlich um die kleinen Dinge des täglichen Alltags wie Parfum, fettige Haare und deutschen Schlager.

 

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Ethikrat legt Stellungnahme zur anonymen Kindesabgabe vor

 

  • Unter dem Titel "Das Problem der anonymen Kindesabgabe" hat der Deutsche Ethikrat heute seine erste Stellungnahme verabschiedet.

 

Berlin (26. November 2009) - Die seit 1999 in Deutschland eingerichteten Babyklappen sowie die Angebote zur anonymen Geburt wurden mit dem Ziel geschaffen, Kindsaussetzungen und -tötungen zu verhindern. Schätzungen zufolge sind durch diese Angebote seit ihrer Einführung mehr als 500 Kinder zu Findelkindern mit dauerhaft anonymer Herkunft geworden. Die bestehenden Angebote anonymer Kindesabgabe sind ethisch und rechtlich sehr problematisch, insbesondere weil sie das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft und auf Beziehung zu seinen Eltern verletzen. Die bisherigen Erfahrungen legen zudem nahe, dass Frauen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie ihr Neugeborenes töten oder aussetzen, von diesen Angeboten nicht erreicht werden. Die ethischen und rechtlichen Probleme der anonymen Kindesabgabe werden in der Stellungnahme des Ethikrates im Einzelnen dargelegt.

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Gewalt gegen Frauen enttabuisieren

Opfer brauchen Hilfe und Anerkennung

Hannover (25. November 2009) - Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November hat die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, eine offenere Auseinandersetzung mit dem Leid und den Gewalterfahrungen von Frauen in Kriegsgebieten gefordert. „Noch immer wird zum Beispiel am Volkstrauertag nur der toten Soldaten und Widerstandskämpfer gedacht, nicht aber der Millionen von schwer traumatisierten Vergewaltigungsopfern.“

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Das Gute im Geschäft – wie Unternehmen Ethik treiben

EKD-Institut präsentiert die Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojektes

Hannover (20. November 2009) - Ob Korruption, Datenskandal, Massenentlassungen oder Umweltverschmutzung –"unethisches" Verhalten von Unternehmen sorgt für Schlagzeilen. Spätestens seit der Finanzmarktkrise fragen viele Menschen: Spielt Ethik überhaupt eine Rolle im Unternehmensalltag? Oder unterliegt dort alles letztlich nur dem Ziel ökonomischer Gewinnmaximierung? Das Sozialwissenschaftliche Institut (SI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) stellt am heutigen Freitag im Rahmen einer Tagung in der Evangelischen Akademie im Rheinland in Bonn die Ergebnisse einer Studie über ethische Diskurse in Unternehmen vor.

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Online der Verstorbenen gedenken

Webandacht zum Ewigkeitssonntag

Hannover (17. November 2009) - Erstmalig können Angehörige und Freunde am Ewigkeitssonntag auch online ihrer in diesem Jahr Verstorbenen gedenken. Ab sofort können Trauernde bis zum Ewigkeitssonntag am 22. November auf evangelisch.de/ewigkeitssonntag die Namen von Verstorbenen eintragen, derer sie gedenken möchten.
Unter dem Titel „Gott kennt alle unsere Namen“ findet am Ewigkeitssonntag um 18.00 Uhr eine Webandacht auf evangelisch.de statt, bei der die Namen der Verstorbenen nacheinander eingeblendet werden. Danach sind alle Trauernden eingeladen, über Chat ein Vaterunser miteinander zu sprechen und so Gedenken und Fürbitte zu verbinden.

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Die Tabuisierung des Leidens

Forschungsergebnisse der Tübinger Studie "Gesundheit im Spitzensport"

 

Tübingen (17. November 2009) - Über den extremen Druck, dem Spitzenathleten ausgesetzt sind, wird immer erst nach Ereignissen wie der Selbsttötung von Nationaltorhüter Robert Enke geredet. Dabei sind stressbedingte Beschwerden im Spitzensport durchaus keine Ausnahmeerscheinungen, wie die unter der Leitung des Tübinger Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ansgar Thiel entstandene Studie "Gesundheit im Spitzensport" belegt, die in wenigen Wochen im Hoffmann-Verlag Schorndorf erscheinen wird. Die vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderte Analyse mit über 700 Spitzenathleten, Trainern und Funktionären aus den Sportarten Handball und Leichtathletik zeigt die gesundheitsbezogenen Schattenseiten des Spitzensports. Fast die Hälfte der befragten Athleten berichtete z.B. über Phasen von Ausgebranntsein und Kraftlosigkeit, fast 30% gaben an, mindestens einmal im Monat an Schlafstörungen zu leiden und mehr als ein Fünftel klagte über gelegentliche Depression und Melancholie. Das Problem sei aber, so Ansgar Thiel, der die Studie in den Jahren 2006 bis 2008 in Zusammenarbeit mit seinen Tübinger Kollegen Jochen Mayer und Prof. Dr. Helmut Digel durchgeführt hat, "dass diese Probleme aufgrund der Fokussierung auf die körperliche Leistungsfähigkeit weitestgehend tabuisiert werden". Bei der Jagd nach dem sportlichen Erfolg ist für das Zeigen von Schwäche kein Platz.

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Vielfältiges zum Reformationstag

 

reformationstagHannover (20. Oktober 2009) - Zahlreiche Infos und Aktionen um den Reformationstag am 31. Oktober präsentiert die Seite www.reformationstag.de. In diesem Jahr hat die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend (aej) eine reichhaltige Materialsammlung gestaltet. In einem Fernsehgottesdienst an diesem Feiertag, der an den Thesenanschlag von Martin Luther am 31. Oktober 1517 in Wittenberg erinnert, predigt Landesbischöfin Margot Käßmann aus Hannover und es singen „Die Prinzen“ aus Leipzig.

 

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Diakonie sieht ihre Aufgabe verstärkt in Wächterfunktion

 

Schwerin (14. Oktober 2009)  - Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise sieht die Diakonie ihre Aufgabe verstärkt  in einer Wächterfunktion. "Wenn in einem veränderten Sozialstaat weniger Mittel für soziale Aufgaben zur Verfügung stehen, muss die Diakonie dafür sorgen, dass die Sparmaßnahmen nicht auf Kosten derer gehen, die sowieso schon benachteiligt sind", sagte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik vor der Diakonischen Konferenz, die noch bis zum 15. Oktober in Schwerin tagt.

Kottnik betonte, die Diakonie werde weiter dafür kämpfen, dass ihr Anspruch, für Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen, auch politisch umgesetzt werde. Als Beispiel für eine erfolgreiche Arbeit für Menschen, die keine Lobby haben, nannte er die nächste Woche beginnenden Verhandlungen des Bundesverfassungsgerichts über die Höhe der Hartz-IV-Regelsätze für Kinder.

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Memorandum "Das optimierte Gehirn"

Empfehlungen zum verantwortungsvollen Umgang mit den Chancen und Risiken des pharmazeutischen Neuro-Enhancements

 

Berlin (12. Oktober 2009) - Zunehmend berichten Medien von Studenten, die zur Prüfungsvorbereitung Aufputschmittel nehmen, oder von Menschen, die dem Druck am Arbeitsplatz mit Medikamenten begegnen, welche sonst zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva) oder der Alzheimerkrankheit (Antidementiva) dienen. Eine solche Verwendung von Psychopharmaka ohne therapeutischen Zweck wird oft abschätzig als "Hirndoping" bezeichnet. Als neutrale Alternative hat sich in Fachkreisen der Begriff "Neuro-Enhancement" durchgesetzt.

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Ethische Aspekte der Organtransplantation

 

Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz

 

Göttingen (28. September 2009) - „Die Organverpflanzung entspricht dem sittlichen Gesetz, wenn die physischen und psychischen Gefahren und Risiken, die der Spender eingeht, den Nutzen, der beim Empfänger zu erwarten ist, entsprechen. Die Organspende nach dem Tod ist eine edle und verdienstvolle Tat, sie soll als Ausdruck großherziger Solidarität gefördert werden. Sie ist sittlich unannehmbar, wenn der Spender oder die für ihn Verantwortlichen nicht ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben. Zudem ist es sittlich unzulässig, die Invalidität oder den Tod eines Menschen direkt herbeizuführen, selbst wenn dadurch der Tod anderer Menschen hinausgezögert würde.“ 1

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„Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“

VELKD-Publikation für Haupt- und Ehrenamtliche erscheint in überarbeiteter und ergänzter Fassung

 

Hannover (20. August 2009) – Die Publikation „Was ist lutherisch? Wissenswertes für Interessierte“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist jetzt in komplett überarbeiteter und ergänzter Form neu aufgelegt worden. Die 65-seitige Broschüre richtet sich an Personen, die Leitungsaufgaben in einer Gemeinde, einem Kirchenkreis oder anderen kirchlichen Organen wahrnehmen. Die Publikation sei „aus dem Bemühen entstanden, lutherischen Christinnen und Christen ihr Bekenntnis lebendig zu erhalten und allen anderen zu vermitteln, wer wir sind und was wir glauben“, schreibt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), in seinem Geleitwort. Sie wolle dazu beitragen, das lutherische Profil zu vertiefen und bewusst zu machen.

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Deutungen von Krankheit zwischen Sinngebung und Protest

Forscher untersuchen Deutungsmuster aus 3.000 Jahren Kulturgeschichte

 

Bochum (11. August 2009) - Von der positiven Sinngebung bis zum Protest - Krankheiten fordern nicht nur medizinisches Handeln, sie provozieren auch zu Deutungen. Und viele Menschen greifen nach wie vor auf religiöse Deutungen zurück, um mit Krankheiten in ihrem Leben umzugehen. Welche Deutungsmuster von Krankheit sich in der jüdisch-christlichen Tradition wahrnehmen lassen und wie deren Potentiale und Grenzen angesichts des medizinischen Fortschritts und der Herausforderung einer alternden Gesellschaft einzuschätzen sind, untersuchten Forscherinnen und Forscher in einem Projekt der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität. Ihre Ergebnisse haben die Projektleiter Prof. Dr. Isolde Karle und Prof. Dr. Dr. Günter Thomas jetzt in einem Sammelband veröffentlicht.

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Ethisch handeln in der Pflege

Diakonie gibt neue Handreichung für Mitarbeitende in Altenpflege, ambulanter Pflege und Krankenhaus heraus

 

Ethisch Handeln in der PflegeFrankfurt am Main (5. August 2009) - Vier Jahre nach der ersten Handreichung „Ethisch handeln im Krankenhaus“ hat das Diakonische Werk in Hessen und Nassau (DWHN) zum Thema Ethik im Gesundheitswesen einen zweiten Band herausgegeben: „Ethisch handeln in der Pflege“. Wie der Vorgänger-Band wendet sich das Handbuch vor allem an Mitarbeitende in Altenpflegeheimen, in der ambulanten Pflege und im Krankenhaus.
In zehn ausgewählten Beispielen behandeln die Autoren ethische Probleme in der Pflege. Dabei geht es nicht nur um „klassische“ Pflegesituationen, sondern auch um Fragen an den so genannten „Schnittstellen“: um Fragen, die primär in den Aufgabenbereich von Angehörigen, Betreuern, Ärzten und Heimleitungen gehören, mit denen aber zuerst Schwestern und Pfleger konfrontiert sind – weil sie diejenigen sind, die rund um die Uhr unmittelbar mit den Patienten und Bewohnern Kontakt haben.

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Wirksamkeit belegt: Internettherapie hilft trauernden Eltern

Bundesweit einmaliges Projekt zur Trauerbewältigung nach Verlust eines ungeborenen Kindes

 

(v. l): Freuen sich über den Erfolg der bundesweit einmaligen Internettherapie für trauernde Eltern: Prof. Dr. Anette Kersting und die Diplom-Psychologinnen Kristin Kroker und Katja Baus. Photo: UKMMünster (5. August 2009). "Der Verlust eines ungeborenen Kindes ist für die betroffenen Eltern oft ein traumatisches Erlebnis." Diese Erfahrung hat Prof. Dr. Anette Kersting als Ärztin und Psychotherapeutin in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster (UKM) bereits häufig gemacht. Aus diesem Grund entwickelte sie ein bundesweit einmaliges Projekt: Eltern, die während oder unmittelbar nach der Schwangerschaft ein Kind verloren haben, bietet Anette Kersting gemeinsam mit den Diplom-Psychologinnen Kristin Kroker und Katja Baus eine Internettherapie, in der sie ihre Trauer verarbeiten können. Vor rund 18 Monaten startete das Onlineportal. Mittlerweile liegen im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluierung des Projekts erste Ergebnisse vor, die auf eine gute Wirksamkeit der Internettherapie schließen lassen.

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Kinder, Krätze, Karitas.

Waisenhäuser in der Frühen Neuzeit


Ausstellung in den Franckeschen Stiftungen zu Halle

 

Ausstellung Kinder, Krätze, Karitas in den Franckeschen Stiftungen zu Halle. Photo: www.kocmoc.net Matthias KnochHalle (4. August 2009) - Tobolsk in Russland, Ebenezer in Nordamerika, Tranquebar in Südindien - die umfassenden Reformen des Halleschen Waisenhauses strahlten im 18. Jahrhundert weit über die Grenzen Europas hinaus. Die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen "Kinder, Krätze, Karitas. Waisenhäuser in der Frühen Neuzeit" stellt erstmals die Geschichte der Waisenfürsorge in Deutschland vor.

Kinder, Krätze und Karitas - die Waisenhäuser der Frühen Neuzeit auf diese Begriffe zu reduzieren scheint gewagt. Gleichwohl stehen diese Schlagwörter stellvertretend für Ursache, Realität und Absicht der vielen unter dem Namen Waisenhaus zusammengefassten Institutionen vom ausgehenden Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert.

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VELKD veröffentlicht Buch zur Trauerbewältigung

Handreichung im Gütersloher Verlagshaus wendet sich an Trauernde und Bestatter

Hannover (14. Juli 2009) - Unter dem Titel „Jeden Tag bist du mir nahe... – Sterben – Tod – Bestattung – Trauer“ hat jetzt die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) „Eine evangelische Handreichung für Menschen, die trauern und für die, die sie in ihrer Trauer begleiten“ – so der Untertitel – im Gütersloher Verlagshaus (70 Seiten, 4,95 Euro) veröffentlicht. In seinem Vorwort zu der Publikation beklagt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), die Verdrängung des Todes in der Gesellschaft. „Die Tabuisierung führt mancherorts dazu, dass Menschen, die plötzlich von Sterben und Tod betroffen sind, sich hilflos fühlen und nicht wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen.“ Mit dem vorgelegten Buch will die VELKD nach den Worten von Landesbischof Friedrich über die unmittelbar von Sterben, Tod und Trauer betroffenen Menschen hinaus alle ermutigen, sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen.

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