Ernährung

Hat sich die Prävalenz von PEG-Sonden geändert?

Enterale Ernährung in der stationären Altenpflege in Bremen  

 

Vergleich zweier Erhebungen von 2003 und 2009

 

Bremen (28. Mai 2010) - Zwei Drittel der Bewohner in stationären Einrichtungen der Altenpflege sind von Mangelernährung betroffen oder gefährdet. Trotz der qualitativ und quantitativ beachtlichen Diskussionsbeiträge zum Thema, trotz deutlich gewachsener Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Öffentlichkeit waren verlässliche repräsentative Daten über die Häufigkeit von PEG-Sonden in der Altenpflege bisher kaum verfügbar. Im Rahmen einer Studie des Bremer Gesundheitsamtes konnte durch eine Stichtagserhebung im Jahr 2003 eine Prävalenz von PEG-Sonden in der kommunalen stationären Altenpflege von 7,8 % ermittelt werden.

Expertenstandard ErnaehrungsmanagementExpertenstandard „Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ des DNQP

Osnabrück (27. Mai 2010) - Seit Ende Mai ist die abschließende Veröffentlichung zum Expertenstandard „Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ verfügbar. Sie enthält neben dem Expertenstandard, den Kommentierungen zu den Standardkriterien, der Literaturstudie und dem standardspezifischen Audit-Instrument auch einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen der modellhaften Implementierung.

Befragung der Massai zu ihren Essgewohnheiten. Foto: Nadja Knoll/FSUNomadenvolk verblüfft mit Gesundheit trotz Mangelernährung

 

Jena (17. Mai 2010) - Der menschliche Körper ist ein wahres Wunderwerk. Neue Belege dafür hat Nadja Knoll beim Hirtenvolk der Massai im ostafrikanischen Kenia gefunden. Für ihre Diplomarbeit untersuchte die Ernährungswissenschaftlerin von der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Ernährungsgewohnheiten eines nomadisch lebenden Stammes im Kajiado-District. Die verblüffende Erkenntnis der Feldstudie: Obwohl sich die Massai einseitig und mangelhaft ernähren, sind sie erstaunlich gesund.

Wissenschaftliche Wiederentdeckung der Gaumenfreuden

 

Mainz (10. Mai 2010) - Mit Techniken aus der Avantgarde-Küche wollen eine Pflegewissenschaftlerin, ein Koch und ein Physiker Pflegebedürftigen ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Die Kooperation soll nach Alternativen für die oft eintönige Verpflegung in Seniorenheimen und Krankenhäusern suchen. Basis dafür sind Untersuchungen am Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz.

Literatur- und Forschungsüberblick zum Thema Essstörungen

 

Mannheim (26. April 2010) - Neben konstitutioneller und psychischer Disposition spielen vor allem soziale Faktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung der „Zivilisationskrankheit“ Essstörungen. Die neue Ausgabe des Fachinformationsdienstes „Recherche Spezial“ von GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften listet aktuelle Literatur und Forschungsprojekte zum Thema.

12. Workshop des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege am 26.02.2010 in der Charité Universitätsmedizin Berlin

 

Ergebnisse der modellhaften Implementierung des 7. nationalen Expertenstandards „Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ liegen vor

 

Berlin (11. März 2010) - Der Expertenstandard „Ernährungsmanagement“ konnte in der ersten Jahreshälfte 2009 mit wissenschaftlicher Begleitung in 24 Gesundheits- und Altenhilfeeinrichtungen – 11 Einrichtungen der stationären Altenhilfe, 9 Krankenhäusern und 4 ambulanten Pflegediensten – erfolgreich eingeführt werden. Die Ergebnisse der modellhaften Implementierung waren ein zentrales Thema des diesjährigen Netzwerk-Workshops, sie wurden in sieben Arbeitsgruppen eingehend diskutiert. Der Workshop war – ebenso wie in den vergangenen Jahren – mit über 350 TeilnehmerInnen weit vor dem Termin ausgebucht.

Ergebnisse der modellhaften Implementierung des 7. nationalen Expertenstandards

„Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“

 

Osnabrück (26. Februar 2010) - Der Expertenstandard „Ernährungsmanagement“ konnte in der ersten Jahreshälfte 2009 mit wissenschaftlicher Begleitung in 24 Gesundheits- und Altenhilfeeinrichtungen – 11 Einrichtungen der stationären Altenhilfe, 9 Krankenhäusern und 4 ambulanten Pflegediensten – erfolgreich eingeführt werden. Die Ergebnisse der modellhaften Implementierung waren ein zentrales Thema des diesjährigen Netzwerk-Workshops, sie wurden in sieben Arbeitsgruppen eingehend diskutiert. Der Workshop war – ebenso wie in den vergangenen Jahren – mit über 350 TeilnehmerInnen weit vor dem Termin ausgebucht.

 

VELKD startet Erzähl-Wettbewerb „Unser tägliches Brot gib uns heute“

Beiträge sollen Erfahrungen des Mangels sowie geschenkter Fülle beschreiben

Hannover (8. Februar 2010) – Unter dem Thema „Unser tägliches Brot gib uns heute“ hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) einen Erzähl-Wettbewerb gestartet. Initiiert wurde er von der Generalsynode der VELKD, deren letzte Tagung unter diesem Motto stattfand. Diese Bitte aus dem Vaterunser steht auch im Mittelpunkt der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB), die vom 20. bis 27. Juli in Stuttgart tagt. Zur Begründung dieser Initiative heißt es: „Die Bitte um das tägliche Brot beten Menschen heute in ganz unterschiedlichen Situationen: in der des Überflusses und des Mangels. Für viele Menschen in allen Regionen der Welt – selbst in Deutschland – geht es ausschließlich um die Sicherung ihrer Nahrung und damit des täglichen Überlebens.

Praktische Umsetzung moderner ernährungsmedizinischer Therapiestrategien bei Patienten mit Mangelernährung

Frühzeitiges Erkennen und Behandeln von Mangelernährung mindert Folgeerscheinungen

 

Berlin (1. Februar 2010) - Die Prävalenz (Häufigkeit) der Mangelernährung bei stationär im Krankenhaus aufgenommenen Patienten ist hoch und liegt in der Bundesrepublik Deutschland bei gut 25 Prozent. Darüber hinaus nehmen bis zu 75 Prozent aller stationär behandelten Patienten während ihres Krankenhausaufenthaltes progredient (fortschreitend) deutlich an Gewicht ab. Wissenschaftliche Studien belegen überzeugend, dass Mangelernährung ein relevanter unabhängiger Risikofaktor und darüber hinaus auch ein hoch budgetrelevanter Kostenfaktor ist.

Probiotika: Wundermittel oder Monster?

Einsatz nur bei bestimmten Erkrankungen sinnvoll – individuelle Therapie und Dosierung notwendig

 

Irsee (5. November 2009) - Die Bedeutung der Darmflora bei bestimmten Erkrankungen wurde bereits um das Jahr 1900 entdeckt. Ebenso der Einsatz von lebenden Mikroorganismen, die bei der Therapie bestimmter Erkrankungen gesundheitsförderlich beim Menschen verwendet werden können. Diese sogenannten Probiotika werden aber erst seit den 80-er Jahren nach den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin erforscht und evaluiert, neuerdings auch bei schwerkranken Patienten auf Intensivstationen. Insgesamt gibt es derzeit acht direkte Studien zur Wirkung von Probiotika bei Schwerstkranken.

Intensivpatienten – immer mehr Ältere und Mehrfachkranke

Richtige Ernährung besonders bei geriatrischen Intensiv-Patienten wichtig

 

Irsee (5. November 2009) - Die Patienten einer Intensivstation im Krankenhaus haben im Durchschnitt ein immer höheres Alter und leiden an mehreren Erkrankungen. Grund dafür ist unsere demographisch immer älter werdende Gesellschaft und die kontinuierlich steigende Lebenserwartung. „Wir müssen und deshalb besser auf diese Entwicklung speziell bei der Betreuung von Patienten auf der Intensivstation einstellen,“ sagte Prof. Dr. Cornel Sieber, Lehrstuhl für Innere Medizin, Institut für Biomedizin des Alterns am Universitätsklinikum Nürnberg, anlässlich einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) im schwäbischen Irsee.

Alte Zöpfe abschneiden – ‚Verzicht-Diät’ für Dialysepatienten nicht mehr zeitgemäß

Nierenspezialist fordert Umdenken bei Ernährung von Dialysepatienten

 

Irsee (4. November 2009) - Menschen, die aufgrund eines chronischen Nierenversagens auf die Dialyse angewiesen sind, leiden häufig an verschiedenen zusätzlichen Erkrankungen, wie Diabetes, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck. Das Risiko, eine kardiovaskulären Komplikation, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, zu erleiden ist bei Dialysepatienten gegenüber der normalen Bevölkerung deutlich erhöht. So liegt dieses Risiko in der Gruppe der 35 bis 44-Jährigen etwa 100-fach höher als in der Allgemeinbevölkerung.

Mangelernährung: Eine Frage der Mundgesundheit ?

 

Pilotstudie untersucht Zusammenhang von Mundgesundheit und Ernährungslage bei Bewohnern von Wittener Senioreneinrichtungen

 

Witten/Herdecke (14. Oktober 2009) - Mediziner, Zahnärzte und Pflegewissenschaftler der Universität Witten/ Herdecke sehen nach einer ersten Pilotstudie in drei Wittener Altenheimen einen Zusammenhang: Wenn Bewohner von Altenheimen Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch haben, dann haben sie auch eher Probleme mit der Ernährung. Diesen Zusammenhang hat die Forschergruppe "Gesund altern in Witten" unter Leitung der Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik und dem Zahnmediziner Prof. Dr. Dietmar Gesch zum ersten Mal empirisch für Deutschland erhoben. Die Ergebnisse ihrer Pilotstudie in zunächst drei Wittener Alteneinrichtungen stellt sie am 20.10.2009 um 14.00 Uhr vor (Stockumer Str. 10, Richtersaal).

Läuft etwas falsch mit der Ernährung in Altenheimen?

Erste Ergebnisse einer Studie der Uni Witten/Herdecke: Die Hälfte der Bewohner von Mangelernährung bedroht

 

Witten/Herdecke (2. September 2009) - An einer ersten Befragung der Universität Witten/Herdecke im November 2008 und April 2009 nahmen 73 Altenpflegeeinrichtungen mit ca. 6000 Bewohnern teil. Das Ergebnis: Im Durchschnitt tragen etwa die Hälfte der Bewohner Risiken für eine Mangelernährung, weil sie nicht ausreichend essen oder trinken können, weil sie keinen Appetit haben oder schwer krank sind. Um gesundheitliche Folgen zu vermeiden, ergreifen die Altenheime bereits zahlreiche Maßnahmen: Sie legen Wert auf Zwischenmahlzeiten und reichern das Essen energie- und eiweißreich an. Über die Hälfte der Bewohner haben eine Demenz, eine Krankheit, bei der Mangelernährung nur mit größten Anstrengungen zu verhindern ist. Auf einer Tagung am 11. September 2009 ab 10.30 Uhr stellen Pflegewissenschaftler aus Witten und Maastricht (Niederlande) die vorläufigen Ergebnisse vor und vergleichen sie mit ähnlichen Studien in den Niederlanden.

Läuft etwas falsch mit der Ernährung in Altenheimen?

Erste Ergebnisse einer Studie: Die Hälfte der Bewohner ist von Mangelernährung bedroht

 

Tagung am 11. September 2009

 

Witten/Herdecke (14. August 2009) - An einer ersten Befragung der Universität Witten/Herdecke im November 2008 und April 2009 nahmen 73 Altenpflegeeinrichtungen mit ca. 6.000 Bewohnern teil. Das Ergebnis: Im Durchschnitt tragen etwa die Hälfte der Bewohner Risiken für eine Mangelernährung, weil sie nicht ausreichend essen oder trinken können, weil sie keinen Appetit haben oder schwer krank sind. Um gesundheitliche Folgen zu vermeiden, ergreifen die Altenheime bereits zahlreiche Maßnahmen: Sie legen Wert auf Zwischenmahlzeiten und reichern das Essen energie- und eiweißreich an. Über die Hälfte der Bewohner haben eine Demenz, eine Krankheit, bei der Mangelernährung nur mit größten Anstrengungen zu verhindern ist. Auf einer Tagung am 11. September 2009 stellen Pflegewissenschaftler aus Witten und Maastricht (Niederlande) die vorläufigen Ergebnisse vor und vergleichen sie mit ähnlichen Studien in den Niederlanden.

Gesunde Lebensweise senkt das Risiko für chronische Erkrankungen um 78 Prozent

 

Eine gesunde Ernährung mit vergleichsweise viel Obst, Gemüse und Vollkornbrot kann dazu beitragen, das Risiko für Erkrankungen zu senken. Photo DIfEPotsdam-Rehbrücke (10. August 2009) - Wer niemals geraucht hat, nicht massiv übergewichtig ist, pro Woche mehr als dreieinhalb Stunden körperlich aktiv ist und sich gesund ernährt, hat im Vergleich zu einer Person, die sich gegenteilig verhält, ein um 78 Prozent vermindertes Risiko, chronisch zu erkranken. Detailliert betrachtet, sinkt bei einer solchen gesunden Lebensweise das Diabetesrisiko sogar um 93 Prozent und das Herzinfarktrisiko um 81 Prozent. Das Schlaganfallrisiko vermindert sich dabei immerhin noch um die Hälfte und das Krebsrisiko um 36 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer großen Potsdamer Langzeitstudie, die Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) leitet.