Ernährung

Wenn Schlucken zur Qual wird

 

  • Der Lebensmitteltechnologe entwickelt spezielles Brot bei Mundtrockenheit
  • Besonders ältere Menschen und Krebs-Patienten leiden darunter

 

Berlin (4. Juli 2011) - „Da bleibt mir glatt die Spucke weg“ – diese gängige Redensart trifft vor allem auf viele ältere Menschen tatsächlich zu. Xerostomie – Mundtrockenheit lautet der medizinische Begriff für dieses Phänomen. Die Speicheldrüsen produzieren keinen oder zu wenig Speichel.

Der gesunde Dicke und der kranke Dicke

Wessen Stoffwechsel profitiert von einem gesunden Lebensstil?

 

Tübingen (4. Juli 2011) - Neueste Daten aus der Wissenschaft belegen, dass die Fettleibigkeit weltweit ungebremst voranschreitet. Damit steigt auch das Risiko für die beiden häufigsten Stoffwechselstörungen, Typ 2 Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Parallel wachsen die Kosten für die Behandlung der Fettsucht (Adipositas) und ihrer Folgen, Präventionsmaßnahmen sind oft durch die geringen Ressourcen nur begrenzt durchführbar. Aber welcher Teil der Übergewichtigen ist besonders behandlungsbedürftig?

 

Hilfsangebote bei Essstörungen

BZgA veröffentlicht Online-Datenbank mit qualitätsgesicherten Angeboten

 

Köln (4. Juli 2011) - Aktuelle Studien zeigen, dass schon bei einem Fünftel der 11- bis 17-Jährigen in Deutschland Hinweise auf eine Essstörung vorliegen. Welche Angebote es zur Prävention, Beratung und Behandlung von Essstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gibt, war bislang jedoch wenig transparent. Um eine wohnortnahe und flächendeckende Versorgung von Betroffenen, aber auch von Angehörigen zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf eine qualitätsorientierte Bestandsaufnahme aller Angebote im Bereich Essstörung durchgeführt. Auf dieser Grundlage hat die BZgA unter http://www.hilfe-essstoerungen.de eine Online-Datenbank eingerichtet, die 739 Einrichtungen mit Angeboten zur Prävention, Beratung und Behandlung von Essstörungen im gesamten Bundesgebiet enthält. Betroffene und Angehörige können darüber eine Einrichtung in ihrer Nähe und ihrem Bedarf entsprechend suchen.

 

Hungrig auf Belohnung - Insulin im Mittelhirn beeinflusst Essverhalten

Kölner Max-Planck-Forscher entdecken Insulin als Botenstoff in Nervenzellen des Mittelhirns und finden einen Zusammenhang zu dem Belohnungssystem

 

Köln (8. Juni 2011) - Sind wir noch hungrig oder schon satt? Das Gehirn steuert das Essverhalten und drosselt beizeiten unseren Appetit, wenn der Körper genügend Energie aufgenommen hat. Seine Informationen über den Sättigungsgrad erhält es über verschiedene Botenstoffe, von denen das Insulin eine wichtige Rolle spielt. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für neurologische Forschung in Köln und des Exzellenzclusters CECAD der Universität zu Köln fanden nun an Mäusen heraus, dass Insulin nicht nur, wie bisher bekannt, im Hypothalamus als Signalgeber des Energiestoffwechsels wirksam ist, sondern auch in Dopamin-produzierenden Zellen des Mittelhirns. Ein Ausschalten der Insulin-Rezeptoren in diesen Nervenzellen führt zu Gefräßigkeit und Übergewicht.

 

Taillenumfang als Alternative zum Body-Mass-Index

Studie prüft Gradmesser für Krankheitsrisiken

 

Regensburg (7. Juni 2011) - Zahlreiche Erkrankungen lassen sich auf Übergewicht zurückführen. Einige von ihnen enden sogar tödlich. Gemeinhin gilt dabei der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) als der wichtigste Indikator und Gradmesser für Übergewicht oder gar Fettleibigkeit. Für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene mittleren Alters trifft dies ohne größere Einschränkungen zu. Dann aber stößt der BMI an seine Grenzen. Denn er unterscheidet nicht zwischen Fettmasse und Muskelmasse. Im Falle von älteren Menschen hat der BMI demnach gewichtige Nachteile, denn durch das Altern nimmt die Muskelmasse im Körper beständig ab – ohne Folgen für das Gesamtgewicht einer Person. Für die Medizin und insbesondere für die Behandlung von älteren Menschen sind somit Alternativen gefragt, die den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krankheitsrisiken oder – im extremen Fall – zwischen Übergewicht und verschiedenen Todesursachen herstellen können.

 

Ernährungsmanagement in der Klinik verbessert Patienten-Outcome und spart Kosten

 

  • Als eine der ersten Kliniken in Deutschland hat die Universitätsklinik Frankfurt erfolgreich ein Ernährungsmanagement implementiert

 

Frankfurt am Main (31. Mai 2011) - Durch das Ernährungsmanagement spart die Klinik etwa ein Fünftel der Kosten für die Ernährungstherapie. Zudem stieg die Zufriedenheit der Patienten an. Aktuelle Untersuchungen zeigen darüber hinaus, dass eine Ernährungsintervention bei mangelernährten Patienten die Überlebenszeit erhöht, die Krankenhausverweildauer reduziert und die Lebensqualität verbessert.

 

Folgeerkrankungen der Adipositas wiegen schwer

Roundtable diskutiert neue Strategien zur Eindämmung der Fettsucht

 

alli_orlistatBerlin (18. Mai 2011) - Die Deutschen werden immer dicker. Das hat neben schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit des Einzelnen auch gravierende gesellschaftliche Konsequenzen. Um diesen zu begegnen, bedarf es eines Schulterschlusses der verschiedenen Disziplinen und Akteure im Gesundheitssystem. Im Vorfeld des zweiten Europäischen Tages zur Bekämpfung der Adipositas diskutierten deshalb auf Einladung der Adipositas Stiftung Deutschland Experten aus Medizin und Psychologie über Strategien, wie der Volkskrankheit ganzheitlich Einhalt geboten werden kann. Neben Ernährungsumstellung, ausreichend Bewegung, Verhaltensmodifikation spielt heutzutage auch medikamentöse Unterstützung, wie z.B. mit dem Wirkstoff Orlistat, bei der nachhaltigen Gewichtsreduktion eine Rolle.

Dass ein Gegensteuern dringend erforderlich ist, verdeutlichen aktuelle Zahlen: Dem Eurostat Jahrbuch 2010 zufolge sind 60 Prozent aller Deutschen übergewichtig. Damit stehen sie im europäischen Vergleich an zweiter Stelle. Bei 16 Millionen Deutschen ist das Übergewicht krankhaft. Und mit sechs Prozent sind auch immer mehr Kinder von Adipositas betroffen.

Tag der älteren Generation am 6. April 2011 - Mangelernährung im Alter

 

Mangelernährung im Alter – ein zunehmendes Problem

2030 wird voraussichtlich jeder Dritte Deutsche über 65 Jahre alt sein

 

Berlin (5. April 2011) - Alte und ganz alte Menschen machen bereits heute einen beträchtlichen Anteil unserer Bevölkerung aus: Etwa 16 Millionen (20 %) aller Bundesbürger sind derzeit 65 Jahre oder älter. Im Jahr 2030 werden wahrscheinlich bis zu 33 Prozent der Deutschen zu dieser Altergruppe gehören. Über fünf Millionen Menschen sind in der Bundesrepublik schon 80 Jahre oder älter. Ihr Anteil wird bis zum Jahr 2050 auf bis zu 15 Prozent ansteigen. Damit steigen auch die altersbedingten gesundheitlichen Problematiken.

 

Hauttest kann ungesunden Lebensstil nachweisen

Neuartiges Verfahren zur Ernährungskontrolle

 

Berlin (10. Februar 2011) - Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat jetzt ein einzigartiges Messverfahren entwickelt, das binnen Minuten Aussagen darüber erlaubt, ob die Lebensweise eines Menschen gesund oder ungesund ist. Dieses Verfahren wird nun mit Unterstützung der Kompetenznetze für optische Technologien in einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Pilotstudie mit 50 Schülerinnen und Schülern erprobt. Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, ob Jugendliche ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten ändern, wenn die Folgen ungesunder Ernährung oder auch die Auswirkungen der letzten Party mit Alkohol- und Nikotinkonsum für sie direkt sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus sollen die Schüler näher mit den gegenwärtigen Möglichkeiten der optischen Technologien vertraut gemacht werden.

 

Nährstoffreiche Babybreie gegen Mangelernährung

 

Gießen (26. Januar 2011) - FAO bewilligt rund 1,15 Millionen Euro für Gießener Forschungsprojekt zur Verbesserung der Ernährungssituation von Babys und Kleinkindern in Malawi und Bangladesch. Kinder unter zwei Jahren, die in Entwicklungsländern leben, sind besonders anfällig für Mangelernährung. Für ein Projekt zur Vorbeugung von Hunger und Mangelernährung bei Babys und Kleinkindern in Malawi und Bangladesch hat die Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO) Prof. Dr. Michael Krawinkel (Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen) rund 1,15 Millionen Euro bewilligt; insgesamt stehen für das Projekt rund 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Das Forschungsprojekt wird im Kontext bestehender FAO-Programme zur Verbesserung der Ernährungssituation in Entwicklungsländern durchgeführt. Es ist bereits im November 2010 gestartet und läuft über drei Jahre.

 

Reichliches Trinken kann zu Jodverlusten führen

 

Bonn (4. Januar 2011) - Wer viel trinkt, sollte seine Jodversorgung im Auge behalten. Zu dieser Empfehlung kommen Wissenschaftler der Universität Bonn anlässlich einer aktuellen Studie. Darin haben die Forscher festgestellt, dass reichliches Trinken zu Jodverlusten führen kann. Diese Verluste solle man durch jodreiche Kost, also etwa Seefisch oder Milchprodukte, sowie durch die Verwendung von Jodsalz ausgleichen. Keinesfalls solle man jedoch auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr - Experten empfehlen zwei Liter pro Tag - verzichten, denn die sei für die Gesundheit äußerst wichtig. Die Publikation ist in der Zeitschrift Thyroid erschienen (doi: 10.1089/thy.2010.0161).

 

18. Aachener Diätetik Fortbildung im Aachener Klinikum

Ernährungswissenschaftliche Fachtagung vom 10. bis 12. September

 

Aachen (2. September 2010) - In Aachen beginnt am kommenden Freitag die 18. Aachener Diätetik Fortbildung (ADF). Der veranstaltende Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) e.V. erwartet wieder rund 1.700 Teilnehmer zu der dreitägigen Tagung im Aachener Universitätsklinikum. Die ADF ist die größte ernährungswissenschaftliche Fachtagung im deutschsprachigen Raum. Schirmherrin ist Frau Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner. Tagungspräsident ist Prof. Dr. Klaus-Dieter Jany (ehem. Bundesforschungsanstalt für Ernährung).

 

Aktuelle Studien: Reizdarm lässt sich lindern

Flohsamen, Pfefferminzöl, einige Krampflöser und Hypnose können helfen

Berlin (20. August 2010) - Manche haben Schmerzen und Krämpfe im Unterleib, andere Durchfall oder Verstopfung, oder auch Völlegefühl und Blähungen. Ein Reizdarmsyndrom kann zu sehr unterschiedlichen Beschwerden führen. Obwohl die Darmerkrankung recht häufig ist, sind Behandlungen zur Linderung erst in den letzten Jahren besser erforscht worden. Daher hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun Forschungsarbeiten zum Reizdarmsyndrom ausgewertet und auf seiner Website Gesundheitsinformation.de zusammengefasst.

Gezielter Einsatz gegen krankheitsbedingte Mangelernährung – eine lohnenswerte Investition

  • Satelliten-Symposium von Nutricia erörtert gesundheitsökonomische Bedeutung von Mangelernährung
  • Mangelernährung kostet pro Jahr neun Milliarden Euro
  • Sektorübergreifendes Ernährungsmanagement schafft Einsparpotenziale und erhöht Lebensqualität der Betroffenen

Satelliten-Symposium von Nutricia erörtert gesundheitsökonomische Bedeutung von MangelernährungLeipzig (8. Juli 2010) - Die Ausgaben für Gesundheit steigen. 2008 lagen sie bei 263,2 Milliarden Euro – das entsprach 10,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Viele Krankenkassen wirtschaften am Limit. Auch Krankenhäuser, stationäre Pflegeeinrichtungen und niedergelassene Ärzte spüren den steigenden Kostendruck. Allein das Thema krankheitsbedingte Mangelernährung schlägt in der Kranken- und Pflegeversicherung jährlich mit rund neun Milliarden Euro zu Buche; bis 2020 sollen es elf Milliarden Euro sein. Die gesundheitsökonomische Bedeutung von Mangelernährung betrifft alle Sektoren des deutschen Gesundheitssystems – und wird dennoch häufig unterschätzt. Aus diesem Anlass hat der Erlanger Ernährungsspezialist Nutricia auf der Dreiländertagung „Ernährung 2010 – Mitten in der Medizin“ in Leipzig ein Symposium veranstaltet. Unter Leitung von Prof. Dr. med. Johann Ockenga (Klinikum Bremen-Mitte) erörterten renommierte Referenten das Thema aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, aber mit übereinstimmendem Ergebnis: Investitionen in suffiziente Ernährungstherapien zahlen sich aus.

9 Milliarden Euro Zusatzkosten durch Mangelernährung in Deutschland pro Jahr

Mangelernährung im Krankenhaus hat drastische Auswirkungen

 

Leipzig (21. Juni 2010) - Mangelernährung in Deutschland? Dieses Problem ist in unserer Gesellschaft eher in Drittweltländer und Krisenregionen angesiedelt. Insbesondere für Laien ist es schwer nachzuvollziehen, wie es in Ländern, deren Ernährungsproblem hauptsächlich in Übergewicht und Adipositas besteht, zu Mangelernährung kommen soll.

 

Assoziation von Proteinzufuhr im Säuglings- und Kindesalter mit späterem Risiko für Übergewicht

 

Leipzig (17. Juni 2010) - Auf der Suche nach den Ursachen für den seit Jahren kontinuierlichen Anstieg der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern und Jugendlichen, werden zunehmend mögliche Einflüsse sowohl der pränatalen Ernährung als auch der Ernährung in der Säuglingsphase sowie in der frühen Kindheit diskutiert und untersucht. Hierbei kommt aufgrund von bisher vorliegenden Befunden der täglichen Proteinaufnahme eine zentrale Bedeutung zu. Die sogenannte "early protein hypothesis" besagt, dass eine hohe, über dem metabolischen Bedarf liegende Proteinzufuhr in der frühen Lebensphase hormonale Regulationsmechanismen und den Stoffwechsel so programmiert, dass später mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Übergewicht beziehungsweise eine Adipositas auftreten. Beim Kongress „Ernährung 2010“ (17. bis 19. Juni 2010 in Leipzig) hat das Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE) seinen Förderpreis an Dr. Anke Günther von der Hochschule Fulda für ihre Forschungen in diesem Bereich verliehen.