Ernährung

Mission Ernährung:

Wenn Gesundheit zum Diktat wird

 

Heidelberg (5. November 2013) - Das Wissen über die Entstehung von Krankheiten und über Möglichkeiten der Prävention wächst ständig an. Die Zahl derer, die sich bewusst ernähren, bewegen und entspannen auch. Gesundheit ist eine „Volksbewegung“ geworden. Auf der anderen Seite steigt aber auch die Zahl der Erkrankten und Übergewichtigen, die ins Visier verschiedenster Interventionsmaßnahmen geraten. Wie ist diese Schere zu erklären? Was bedeutet Gesundheit überhaupt? Und dürfen, können oder müssen Menschen zu ihrem gesundheitlichen Glück gezwungen werden? Diese Fragen diskutierten die rund 100 Teilnehmer am 25. und 26. September 2013 auf dem 17. Heidelberger Ernährungsforum.

 

Risikoreicheres Trinkverhalten

Junge Biertrinker sind häufiger Rauschtrinker

 

Zürich, Schweiz (12. August 2013) - Bier ist das beliebteste alkoholische Getränk von jungen Schweizer Männern. Wer Bier bevorzugt, trinkt risikoreicher und konsumiert häufiger Cannabis oder andere illegale Suchtmittel als wer keine Vorliebe für bestimmte alkoholische Getränke hat. Sozial- und Präventivmediziner der Universität Zürich und des Waadtländischen Universitätsklinikum belegen zudem: Rausch- und Vieltrinker konsumieren eher zusätzliche Suchtmittel und sind häufiger in Unfälle, einen Streit oder Schlägereien verwickelt.

 

Geschnittene Melonen gekühlt aufbewahren oder rasch verzehren

Melonen können krankmachende Keime übertragen

 

Berlin (9. August 2013) - Melonen sind wegen ihres süßen, saftigen und weichen Fruchtfleisches beliebt. Gerade im Sommer wird das frische und gesunde Obst gerne und viel verzehrt. Allerdings können Melonen bei der Produktion, beim Transport oder bei der Lagerung mit Krankheitserregern verunreinigt werden, die dann bei der Zubereitung unter Umständen auf das Fruchtfleisch gelangen. „Salmonellen, Listerien oder EHEC können sich auf dem säurearmen Fruchtfleisch von Melonen relativ schnell vermehren“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Oft zu gut versorgt durch Nahrungsergänzungsmittel

 

Karlsruhe (22. Juli 2013) - Nahrungsergänzungsmittel sind ein Verkaufsschlager für Drogerien und Apotheken. Geworben wird dafür mit einer angeblichen Unterversorgung. Doch die Nationale Verzehrsstudie II zeigt, dass gerade die Personen, die eine gute Zufuhr an Nährstoffen aufweisen, besonders häufig nach Vitaminen und Mineralstoffen in Tablettenform greifen. Dabei kann es auch zu einer Überversorgung kommen.

 

Arsenolipide

Arsen – der mögliche Beifang im Heringsfilet

 

Berlin (9. Juli 2013) - Im Filmklassiker Arsen und Spitzenhäubchen haben die beiden netten, älteren Damen so manche Leiche im Keller: Ihre Opfer sind einsame Männer, die sie mit Arsen im Wein vergiften. Heute ist Arsen allerdings weniger als „Meuchelgift“ interessant, aber in Lebensmitteln immer noch ein Problem.

 

Süßstoffe

Falsches Feedback für den Körper?

 

Aachen (4. Juli 2013) –  Neben klassischen Süßstoffen wie Aspartam und Cyclamat ist mit Stevia mittlerweile auch eine natürlichere Alternative auf dem Markt erhältlich. Doch hilft die kalorienfreie Ersatzsüße tatsächlich auch bei Übergewicht und Diabetes?

 

HTA-Bericht zu Diäten

Ernährungsänderung allein reicht nicht

 

Wiesbaden (10. Juni 2013) - Wissenschaftler haben jetzt im Auftrag des DIMDI analysiert, welche Diäten als Therapie bei übergewichtigen und fettleibigen Menschen erfolgreich sind. Dabei waren generell alle betrachteten Ernährungsprogramme wirksam. Neben ihrer Ernährung müssten Patienten jedoch auch Bewegungsverhalten und Lebensstil anpassen. Nur dann sei ein langfristiger Erfolg zu erzielen, so das Fazit der Autoren.

Die Ergebnisse fasst ein neuer HTA-Bericht zusammen (Health Technology Assessment, systematische Bewertung gesundheitsrelevanter Verfahren und Technologien). Der vollständige Bericht ist kostenfrei auf den Webseiten des DIMDI abrufbar.

Neuer Ratgeber für pädagogische Fachkräfte

„Essstörungen vorbeugen“

 

Köln (16. April 2013) - Essstörungen sind schwere psychosomatische Krankheiten mit gravierenden Auswirkungen für Körper und Psyche. Treten sie im Kindes- und Jugendalter auf, beeinträchtigen sie häufig die gesamte Entwicklung der Heranwachsenden. Deshalb ist es wichtig, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken und damit der Entwicklung einer Essstörung vorzubeugen. Um pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) den Ratgeber „Essstörungen vorbeugen - Informationen und Übungen für die Gruppenarbeit“ entwickelt. Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Fachkräfte, die in Vereinen, Jugendeinrichtungen oder anderen Organisationen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, finden in dem Ratgeber Informationen zu spezifischen Präventionsangeboten. Sie erfahren, wer die Maßnahmen durchführt und wo sie stattfinden, was ein gutes Angebot kennzeichnet und welche Themen eine Präventionsmaßnahme gegen Essstörungen aufgreifen sollte.

 

Prävention durch Nahrungsergänzung:

ArmoLIPID® – eine neue Option für die Gefäßgesundheit

 

Wiesbaden (8. April 2013) - ArmoLIPID® kann bei Menschen mit hoch-normalen LDL-Cholesterinwerten eine Ernährungsumstellung unterstützen. Dies betonten Experten bei einem Pressegespräch der Rottapharm|Madaus GmbH. Menschen mit Cholesterinwerten im erhöhten Normbereich, aber niedrigem kardiovaskulärem Risiko bedürfen in der Regel keiner medikamentösen Therapie. Ihnen werden Lebensstiländerungen wie Gewichtsreduktion, erhöhte körperliche Aktivität sowie der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum empfohlen. Nahrungsergänzungsmittel wie ArmoLIPID® können hierbei unterstützend wirken. ArmoLIPID® enthält pro Tablette eine Kombination aus 200 mg Rotem Reis (mit 3 mg Monacolin K) kombiniert mit Substanzen, die ebenfalls einen potentiell günstigen Effekt auf das kardiovaskuläre Risiko besitzen, nämlich 200 µg Folsäure sowie 0,5 mg Astaxanthin und 2 mg Coenzym Q10.

 

Mann mit Salzstreuer. Photo: F1_online12. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Salzkonsum niedriger als erwartet

 

Berlin (5. März 2013) - Niedriger als meist angegeben ist der durchschnittliche Salzkonsum bei Männern wie auch Frauen. Er liegt in etwa dem Bereich, den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt und bei Frauen sogar darunter. Das ist das Ergebnis des 12. Ernährungsberichts, den die DGE im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erarbeitet und jetzt aktuell herausgegeben hat.

 

Abb.: Erste Studienergebnisse des Universitätsklinikums Heidelberg zeigen: Der tägliche Genuss von zwei Litern Grünen Tee kann bei erblichen und altersbedingten Formen der unheilbaren Erkrankung Amyloidose, bei der sich fehlgebildete Eiweiße u.a. im Herzen ansammeln und schließlich zum Herzversagen führen, weitere Herzschäden verhindern. Bild: Universitätsklinikum HeidelbergAltersbedingte Amyloidose

Zwei Liter Grüner Tee am Tag können das Herz vor weiteren Schäden schützen

 

Heidelberg (13. Februar 2013) - Der tägliche Genuss von zwei Litern Grünen Tee kann bei erblichen und altersbedingten Formen der unheilbaren Erkrankung Amyloidose, bei der sich fehlgebildete Eiweiße u.a. im Herzen ansammeln und schließlich zum Herzversagen führen, weitere Herzschäden verhindern. Dafür sprechen die Ergebnisse einer Studie des Amyloidose-Zentrums am Universitätsklinikum Heidelberg mit 14 schwerkranken Patienten im Alter zwischen 64 und 68 Jahren. Die Teilnehmer tranken ein Jahr lang täglich Tee oder nahmen Kapseln mit Grüntee-Extrakt ein. In dieser Zeit lagerte sich bei den Patienten im Durchschnitt kein weiteres Eiweiß im Herzen ab, vorhandene Ablagerungen wurden in geringem Maße abgebaut. Eine drastische Verringerung der Herzwanddicke mit deutlicher Verbesserung der Herzfunktion, wie bislang von einzelnen Patienten berichtet, trat nicht auf. Dies ist weltweit die erste klinische Studie, die den Einfluss einer festgelegten Menge Grünen Tees auf den Verlauf der Erkrankung untersucht. Die Ergebnisse sind im Fachjournal „Clinical Research in Cardiology“ erschienen.

 

Wie man dem Weihnachtsspeck sicher nicht ade sagen kann

Über den Unsinn von Entgiftungsdiäten

 

Berlin (3. Januar 2013) - Detox-Diäten sind nur ein weiteres vermeintliches Abnehmwunder, so Professor Simon Brookes, Leiter des Zentrums für Menschliche Physiologie der Flinders University in Adelaide, Australien.
Er warnt, dass Detox-Getränke und spezielle Mischungen zur Reinigung der Leber nur wenig zur Entgiftung unseres Körpers nach der Weihnachtsschlemmerei beitragen. „Detox ist der reine Blödsinn“, betont Professor Brookes. „Unsere Nieren, unsere Leber und unser Verdauungstrakt entfernen oder neutralisieren Gifte innerhalb weniger Stunden, nachdem diese in unseren Körper gelangt sind. Es ist also Quatsch, zu denken, man könne die Entgiftung mit irgendwelchen Wundermittelchen beschleunigen“.

 

Vegetarische Ernährung und Medizin

Solide Evidenz, zu wenig Wissen bei den Ärzten

 

Berlin (10. Dezember 2012) - Auf der ersten Fachkonferenz für vegetarische Ernährung in der Gesundheitsversorgung haben Mediziner und Ernährungswissenschaftler die Datenlage zusammengetragen. Fazit: Vegetarier haben seltener Übergewicht, ein geringeres Diabetes-Risiko und sterben nicht so oft an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nur beim Patienten kommen diese Erkenntnisse kaum an.

 

Kompetenznetzwerk Enterale Ernährung stellt Vorschläge vor

Ambulante Versorgung von mangelernährten Patienten mit Trinknahrungen

 

Berlin (12. November 2012) -  Mit einem interdisziplinären Ansatz und einer stärkeren fachlichen Vernetzung unter Beteiligung aller Fachgruppen können die drängenden Herausforderungen einer patientengerechten ambulanten Versorgung mit medizinischer Ernährungstherapie bewältigt werden. Dies verdeutlichte das vom Diätverband in Kooperation mit dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) veranstaltete Symposium anlässlich der Vorstellung der Vorschläge des Kompetenznetzwerks Enterale Ernährung am 24. Oktober 2012 in Berlin. Dabei diskutiere eine interdisziplinäre Expertenrunde gemeinsam die Leitfragen „Wie kann das Risiko einer krankheitsbedingten Mangelernährung für den Patienten in der ambulanten Versorgung minimiert werden?“ und „Wie wird eine bedarfsgerechte Versorgung für Betroffene gesichert?“.

 

Wenn Essen krank macht

Nahrungsmittelintoleranzen häufiger als -allergien

 

Berlin (30. Oktober 2012) – Etwa jeder fünfte Bundesbürger reagiert empfindlich auf den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel. Betroffene leiden unter Bauchschmerzen, Hautirritationen, Übelkeit und Kopfschmerzen. Schnell steht der Verdacht auf eine Lebensmittelallergie im Raum. Doch die Beschwerden gehen selten auf eine Allergie zurück, betont die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Häufiger sind Nahrungsmittelintoleranzen die Ursache. Diese sind jedoch schwerer zu diagnostizieren.

 

Ernährung

Softdrinks und Burger im Büro, wie Fette, Zucker und Druckertoner uns schaden

 

Düsseldorf (18. Oktober 2012) - Die Ergebnisse epidemiologischer Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen dem westlichen Lebensstil, dem Leben in verkehrsreichen Städten und dem Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen hin; die zugrunde liegenden zellulären Mechanismen sind jedoch weitgehend ungeklärt. Wissenschaftler um Dr. Judith Haendeler und Dr. Klaus Unfried vom Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF) in Düsseldorf konnten nun erstmals zur Aufklärung der zugrunde liegenden Mechanismen beitragen und nachweisen, dass Umweltfaktoren aus der Nahrung und der Außenluft das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen.