Ernährung

Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden"

Einblick in die Lebenswelten älterer Menschen

 

Köln (12. Juni 2015) - Wie geht es älteren Menschen in unserer Gesellschaft? Welche Gestaltungsmöglichkeiten haben älter werdende Frauen und Männer in ihrer jeweiligen Lebenswelt? Diese und weitere Fragen der Gesundheitsförderung älterer Menschen diskutieren Experten und Expertinnen auf der 4. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“. Die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter dem Titel „Altern gestalten – Lebensqualität fördern“ organisierte Veranstaltung findet heute in Berlin statt.

Abb.: Kohlenhydratreiche Lebensmittel. Photo: DIfECircadianer Rhythmus

Fett- und Kohlenhydratverzehr beeinflussen die innere Uhr des Menschen

 

Potsdam (13. April 2015) - Wie ein Forscherteam um Olga Pivovarova und Andreas F. H. Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) im Rahmen einer Studie an 29 normalgewichtigen Zwillingen* beobachtete, beeinflusst die Ernährungsweise erheblich unsere innere Uhr. Nachdem die Studienteilnehmer ihre Ernährung von einer kohlenhydratbetonten auf eine fettreiche umgestellt hatten, veränderte sich bereits nach einer Woche der tägliche Rhythmus der Cortisol**-Ausschüttung sowie das Aktivitätsmuster verschiedener Gene, welche die innere Uhr und den Stoffwechsel beeinflussen. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. (Pivovarova et al., 2015; DOI: http://dx.doi.org/10.1210/jc.2014-3868).

BfR veröffentlicht Bericht „Erreger von Zoonosen in Deutschland“

Krankheitserreger in Lebensmitteln

 

  • Krankheitserreger in Lebensmitteln: Verbesserungen zum Schutz vor Campylobacter, EHEC und Listerien notwendig

 

Berlin (7. April 2015) - Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erstellt jährlich einen Bericht über die epidemiologische Situation der Zoonosen in Deutschland. Ziel ist es, zur Prävention von Krankheiten, die über Lebensmittel übertragen werden, beizutragen. Die Auswertung der Daten aus dem Jahr 2013 zeigt, dass die Bekämpfung von Salmonellen beim Geflügel weiterhin erfolgreich ist und die Fallzahlen beim Menschen sinken. Die Nachweisrate von Campylobacter in Lebensmitteln und entsprechend die Zahl der gemeldeten Infektionen sind allerdings nicht gesunken. Ein Vergleich der Nachweisraten bei Tieren und in Lebensmitteln zeigt, dass es insbesondere beim Geflügel nicht gelingt, die Kontamination der Schlachtkörper mit Zoonoseerregern, die aus der Tierhaltung stammen, zu verhindern.

Zum Global Health Day empfiehlt das BfR, die Regeln der Küchenhygiene zu beachten

Hygiene hält gesund

 

Berlin (2. April 2015) - Anlässlich des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) organisierten Global Health Day am 7. April 2015 verweist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf die Bedeutung der Küchenhygiene für Verbraucherinnen und Verbraucher. „Zum Thema Lebensmittelsicherheit gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Die schlechte Nachricht: Lebensmittelbedingte Infektionen sind auch in Deutschland eine Gefahr für die Gesundheit. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen können wir uns mit Hilfe von Hygieneregeln einfach davor schützen.“

Stellungnahme eines unabhängigen US-Expertenkomitees

Empfehlungen zur generellen Drosselung des Kochsalzkonsums sind wissenschaftlich nicht begründet

 

Berlin (13. März 2015) - Durch Studienergebnisse nicht eindeutig zu begründen und damit wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist die Empfehlung, den Kochsalzkonsum generell unter 6 Gramm pro Tag zu drosseln. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Experten, die vom unabhängigen „Institute of Medicine“ (IOM) mit einer umfassenden Analyse der vorliegenden Studiendaten beauftragt wurden.

Mütterliche Ernährung beeinflusst körperliche Leistungsfähigkeit der Nachkommen

 

Potsdam-Rehbrücke (29. Januar 2015) - Wie Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung erstmals zeigen, kann die mütterliche Ernährungsweise die körperliche Leistungsfähigkeit des Nachwuchses beeinflussen – zumindest bei Mäusen. Im Vergleich zu Tieren, deren Mütter eine fettarme Diät während der Trag- und Stillzeit einhielten, waren Nachkommen von Müttern, die fettreiches Futter bekamen, trotz Lauftrainings weniger leistungsfähig. Ebenso sprach ihre Muskulatur nicht gut auf das Training an. Die Studie weist darauf hin, dass bei langanhaltender Aktivität die Muskeln dieser Tiere nur unzureichend mit Energie versorgt sind. Die Leistungsschwäche könnte mit fortschreitendem Alter das Risiko für Übergewicht erhöhen.

Stärkt Milch die Knochen - oder nicht?

Kalzium ist wichtig für die Knochengesundheit

 

Sinsheim (17. November 2014) - Da Kuratorium Knochengesundheit e.V. mahnt zur Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse einer aktuellen schwedischen Beobachtungsstudie. Kalzium aus allen Lebensmitteln ist wichtig für die Knochengesundheit e.V. Eine aktuelle schwedische Beobachtungsstudie, publiziert im British Medical Journal, weckt Befürchtungen, dass ein erhöhter Milchkonsum nicht die Gefahr von Knochenbrüchen verringert und sogar das Risiko für einen vorzeitigen Tod erhöht. Spiegel Online berichtete am 29. Oktober 2014 unter der Schlagzeile „Stärkt Milch die Knochen - oder nicht?

Sensorpflaster, das den Wasserhaushalt überwacht

„Trink einen Schluck“, sagt das Pflaster

 

Erlangen (30. August 2014) - Den ganzen Tag im Meeting, zwischendrin kurz ein Brötchen gegessen, und abends erst ein Schluck Wasser. Wer so lebt riskiert Leistungsabfall oder eine Überhitzung des Körpers. Dehydrierung, also Austrocknung, kann aber auch zu schlimmeren Krankheiten wie Nierenversagen führen. Trotz dieser immensen Bedeutung existiert zurzeit noch kein zuverlässiges Verfahren, um den Wasserhaushalt zu überwachen. In dem Verbundforschungsprojekt „Sensoren für eine verbesserte Lebensqualität“ unter der Beteiligung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wollen Wissenschaftler ein System entwickeln, das rechtzeitig vor einer Dehydrierung warnt: ein Sensorpflaster, das die gemessenen Werte an ein Armband oder ein Smartphone weiterleitet.

Amyotrophe Lateralsklerose

ALS-Patienten leben mit kalorienreicher Ernährung länger und besser

 

Berlin (14. Juli 2014) – Wenn Patienten mit einer Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) künstlich ernährt werden müssen, profitieren sie offenbar von einem erhöhten Körpergewicht und der Zufuhr besonders kalorienreicher Nahrung mit einer Magensonde. Diese Beobachtung, die Neurologen auch in Deutschland gemacht haben, wurde nun in einer kleinen US-amerikanischen Studie bestätigt. „Zwar ist die Aussagekraft dieser Untersuchung begrenzt, wir haben aber mit bisher vier Mal so vielen Patienten ganz ähnliche Resultate“, berichtet Prof. Dr. med. Albert C. Ludolph von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

 

Essensentscheidungen

Das Auge isst mit

 

Berlin (5. Mai 2014) - Nach jedem Lebensmittelskandal wird der mündige und informierte Verbraucher beschworen. Doch wie treffen wir eigentlich Essensentscheidungen? Wägen wir Inhaltsstoffe, Preis und Aussehen der Lebensmittel sorgfältig gegeneinander ab? Wissenschaftler unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin gingen diesen Fragen nach und fanden heraus, dass wir es uns gerne möglichst einfach machen. Ein Ergebnis, das auch bei der Gestaltung von Lebensmittelkennzeichnungen berücksichtigt werden sollte.

 

Psychopharmakologie: Grüner Tee beeinflusst das Gehirn. Grüner Tee zählt zu den meist untersuchten Lebensmitteln der letzten Jahre. Forscher der Universität Basel fanden nun heraus, dass Grüntee-Extrakt die kognitiven Funktionen des Gehirns verbessert. Ihre Resultate haben grosses Potenzial, die Behandlung von psychischen Störungen wie Demenz zu verbessern. Die Fachzeitschrift «Psychopharmacology» hat die Studie veröffentlicht. Psychopharmakologie

Grüner Tee beeinflusst das Gehirn

 

Basel, Schweiz (7. April 2014) - Grüner Tee zählt zu den meist untersuchten Lebensmitteln der letzten Jahre. Forscher der Universität Basel fanden nun heraus, dass Grüntee-Extrakt die kognitiven Funktionen des Gehirns verbessert. Ihre Resultate haben grosses Potenzial, die Behandlung von psychischen Störungen wie Demenz zu verbessern. Die Fachzeitschrift «Psychopharmacology» hat die Studie veröffentlicht.

 

Logo BfArMUmsetzung des Durchführungsbeschlusses der EU-Kommission 

Eisenhaltige Arzneimittel zur parenteralen Anwendung 

 

Bonn (7. Februar 2014) - Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte setzt mit Bescheid vom 18. Dezember 2013 den Durchführungsbeschluss der Europäischen Kommission zu parenteral  anzuwendenden eisenhaltigen Arzneimitteln um. Neben Änderungen der Produktinformationen wurden weitere Maßnahmen (Informationsmaterialien für verschreibende Ärztinnen und Ärzte sowie für Patientinnen und Patienten, Studie zur Unbedenklichkeitsprüfung nach der Zulassung - PASS) angeordnet, um das Risiko von schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktionen zu minimieren.

BfR-Studie untersucht Trinkverhalten von Hochverzehrern auf Festivals, Sportveranstaltungen, LAN-Partys und in Diskotheken

Vieltrinker von Energy-Drinks ignorieren Muntermacher-Risiko

 

Berlin (29. Januar 2014) - Besucher von Diskotheken, Musik- und Sportveranstaltungen sowie LAN-Partys trinken teilweise erhebliche Mengen an sogenannten Energy-Drinks. Im Durchschnitt konsumierten die Befragten beim Tanzen in Clubs ca. 1 Liter Energy-Drink gemischt mit alkoholischen Getränken. „In Einzelfällen werden bis zu 5 Liter innerhalb von 24 Stunden getrunken“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Unerwünschte gesundheitliche Wirkungen von Energy-Drinks sind insbesondere möglich, wenn man sehr viel davon trinkt, sie mit Alkohol vermischt, wenig schläft oder sich körperlich anstrengt.“

Grüner Tee beeinflusst Medikamentenwirkung

 

Erlangen (23. Januar 2014) - Grünem Tee werden vielfältige gesundheitsfördernde, ja sogar heilende Effekte nachgesagt. Das Getränk kann aber auch die Wirkung bestimmter Medikamente abschwächen. Dies haben jetzt Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Zusammenarbeit mit Forschern der japanischen Universität Fukushima nachgewiesen.

 

Weitreichender Einfluss

Ballaststoffe schützen vor Asthma

 

Bern, Schweiz (6. Januar 2014) - Die westliche Ernährungsweise hat wohl mehr mit der grassierenden Asthma-Epidemie zu tun als bisher angenommen, denn die Entwicklung von Asthma hängt von der Menge konsumierter Früchte und Gemüse ab. Darmbakterien fermentieren die darin enthaltenen Nahrungsfasern, dadurch gelangen Fettsäuren ins Blut, die die Immunantwort in der Lunge beeinflussen. Das zeigt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie.

 

Ernährung

Junkfood kann Gedächtnis innerhalb einer Woche schädigen

 

Berlin (23. Dezember 2013) - Auch ein kurzzeitiger Verzehr von Junkfood kann sich negativ auf die Gehirnleistung auswirken, wie Forschungsergebnisse der University of New South Wales in Australien zeigen. Erstmalig haben Forscher nachgewiesen, dass Ratten, die mit sehr fett- und zuckerhaltigem Futter gefüttert wurden, nach nur einer Woche unter Gedächtnisstörungen litten. Interessanterweise waren die Ergebnisse bei Ratten, die zwar gesundes Futter, aber Zuckerwasser erhielten, ähnlich. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Brain, Behavior and Immunity veröffentlicht.