Diabetes

diabetesDE fordert nach einem Selbstmord einer Neunjährigen:

Alle Diabetes-Kids brauchen moderne Diabetes-Therapie 

 

Berlin (19. Januar 2011) – Mit großem Bedauern hat diabetesDE Medienberichte über den Selbstmord einer Neunjährigen in Frankreich zur Kenntnis genommen: Im französischen Lyon hat sich ein an Diabetes Typ 1 erkranktes neunjähriges Mädchen das Leben genommen, weil es die Einschränkung in ihrem Süßigkeitenkonsum durch ihr Kindermädchen nicht mehr ertragen hat.

 

Diabetes-Medikament könnte gegen Alzheimer wirken

Diabetes-Medikament Metformin wirkt einem der Hauptmerkmale der Alzheimer-Erkrankung entgegen

 

Bonn (24. November 2010) - Metformin, ein Medikament, das bei Diabetes Typ2 eingesetzt wird, kann möglicherweise auch gegen die Alzheimer Demenz wirken. Das zeigen Wissenschaftler vom  Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), der University of Dundee und dem Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik. Sie haben herausgefunden, dass das Diabetes-Medikament Metformin in Nervenzellen von Mäusen einem der Hauptmerkmale der Alzheimer-Erkrankung, der Veränderung des Zellstrukturproteins Tau, entgegenwirkt. Darüber hinaus ist es ihnen gelungen, den molekularen Mechanismus dieser Wirkungsweise von Metformin aufzudecken. „Wenn sich bestätigt, dass Metformin auch im Menschen diese Wirkung zeigt, ist es sicherlich ein guter Kandidat für eine wirkungsvolle Therapie gegen Alzheimer“, so Sybille Krauß vom DZNE. Ihre Ergebnisse wurden am 22.11. in der Fachzeitschrift PNAS online veröffentlicht.

 

Der Diabetische Fuß: "Nein" zur großen Amputation

 

Dresden (8. November 2010) - Dresdner Wissenschaftler haben erforscht, dass große Fuß- und Bein- Amputationen zukünftig reduziert und Überlebens-Chance und Lebensqualität von Betroffenen verbessert werden können, wenn die Patienten sich einer strukturierten Betreuung unterziehen. Diese umfasst nach der stationären Behandlung spezielle Kontrolluntersuchungen. Dabei arbeiten Mediziner, Physiotherapeuten, Podologen und Schuhmacher Hand in Hand.

 

DDG Herbsttagung: Beim Typ 2 Diabetes das metabolische Gedächtnis beachten

Mit Liraglutid rasch zum Ziel - mit Gewichtsabnahme und ohne Induktion von Hypoglykämien

 

Berlin (5. November 2010) – Bei der modernen Diabetestherapie ist Konsequenz gefragt, da der Körper offenbar ein metabolisches Gedächtnis besitzt. Es sollte deshalb frühzeitig nach Diagnosestellung des Diabetes ein HbA1c-Zielwert unter 6,5 Prozent erreicht werden, allerdings ohne eine Ge­wichtszunahme oder Hypoglykämien zu induzieren. Möglich ist dies durch GLP-1-basierte Antidiabetika wie Liraglutid, das den Blutzucker direkt glucoseabhängig reguliert. Inwie­weit das humane-GLP-1 Analogon auch kardioprotektive Effekte vermittelt, wird derzeit in einer großen Endpunktstudie geprüft.

 

Fettsäureprofil der roten Blutkörperchen steht im Zusammenhang mit dem Diabetes-Risiko

 

Potsdam-Rehbrücke (28. Oktober 2010) – Zellmembranen sind zum Großteil aus Fettsäuremolekülen unterschiedlichster Art aufgebaut. Dies gilt auch für die Membranen der roten Blutkörperchen. Wie ein Wissenschaftlerteam um den Epidemiologen Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) nun zeigt, lässt sich anhand des Fettsäureprofils der roten Blutzellen das Typ-2-Diabetes-Risiko einer Person bestimmen. Derzeit ist noch unklar, ob eine solche Untersuchung im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen einsetzbar ist. Das Studienergebnis trägt aber schon jetzt dazu bei, die Zusammenhänge zwischen dem Fettsäurestoffwechsel und der Typ-2-Diabetes- Entstehung besser zu verstehen.

 

Ein Jahr praktische Erfahrung mit Saxagliptin

Effektive Kontrolle der Glukosetriade durch frühe Add-on-Therapie

 

Berlin (1. Oktober 2010) – Laut internationalen und nationalen Leitlinien sollte der HbA1c-Zielwert für Typ 2 Diabetiker zwischen 6,0 und 7,5 Prozent liegen. 1,2,3,4 Eine frühzeitige medikamentöse Therapie kann den Diabetesverlauf der Patienten verbessern und Folgeerkrankungen vermeiden. Jedoch erreichen in Europa nur etwa 50 Prozent der Typ 2 Diabetiker ihren HbA1c-Zielwert.5 Die aktuellen Praxis-Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) empfehlen daher die frühzeitige Kombination von oralen Antidiabetika.4 Der DPP-4-Hemmer Saxagliptin (OnglyzaTM) bewährt sich nun seit einem Jahr in der praktischen Anwendung als Add-on-Therapie u. a. zu Metformin. Baselinedaten des aktuellen prospektiven Diabetesregisters DiaRegis in Deutschland haben gezeigt, dass unter der Kombination aus Metformin und DPP-4-Inhibitoren weniger Hypoglykämien auftraten.6

 

Sitagliptin bietet in der Klasse der DPP-4-Hemmer das breiteste Zulassungsspektrum (1)

 

Dr. med. Ralph Bierwirth

 

Köln (8. September 2010) - Inkretin-basierte Therapeutika und die dazugehörigen Wirkstoffe waren bis vor einigen Jahren nur in der Fachwelt bekannt. Heute sind sie aus der modernen Diabetestherapie nicht mehr wegzudenken und stellen in vielen Fällen einen pathophysiologisch sinnvollen Therapieansatz dar.

 

 

Wirkung der Inkretine gezielt nutzen

 

Nach der Nahrungsaufnahme werden so genannte Inkretinhormone im Darm freigesetzt, dazu gehören Glucagon-Like Peptide-1 (GLP-1) und Glucose-dependent Insulinotropic Peptide (GIP). Ist der Blutzucker nach einer Mahlzeit erhöht, verstärken sie die Insulinausschüttung. GLP-1 senkt außerdem die Glukagonfreisetzung. Verringerte Glukagon-konzentrationen führen zusammen mit erhöhten Insulinspiegeln zu einer verminderten Glukoseproduktion in der Leber. Dies führt in der Summe zur Senkung der Blutglukose‑spiegel und stellt einen natürlichen Regulationsmechanismus dar(2).

 

diabetesDE kritisiert Preispolitik auf dem Rücken von Patienten und Ärzten

Typ-2-Diabetiker können dennoch weiterhin lang wirksame Insulinanaloga erhalten

 

Berlin (9. August 2010) – Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten zukünftig Typ-2-Diabetikern keine lang wirksamen Insulinanaloga mehr, so lange deren Einsatz teurer ist als die Therapie mit herkömmlichem Langzeitinsulin. Nach der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, der Zustimmung des Bundesministeriums und der Veröffentlichung im Bundesanzeiger haben Betroffene und ihre Ärzte die Wahl: Sie stellen die Therapie um oder sie hoffen auf die weitere Erstattungsfähigkeit der Analoga. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweilige Krankenkasse mit dem Hersteller des verwendeten Insulins einen so genannten Mehrwertvertrag abgeschlossen hat. Voraussichtlich können hierdurch viele Patienten ihre bewährte Therapie weiterführen, betonen diabetesDE und die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich der aktuellen Fragen zur Umstellung.

 

Neues Schwerbehindertenrecht für Diabetiker

Bundesratsentscheidung rückt Therapieaufwand in den Mittelpunkt bei der Einstufung des Behindertengrads

 

Düsseldorf/Berlin (9. Juli 2010) – Der Bundesrat hat heute eine Neuregelung der Versorgungsmedizin-Verordnung beschlossen. Darin sind die Voraussetzungen geändert, nach denen Diabetiker zukünftig einen Schwerbehindertenausweis erhalten können. Ausschlaggebend für die Bewilligung sind jetzt der hohe Therapieaufwand der Betroffenen und deren Benachteiligungen im Alltag. Bisher musste der Nachweis schwerer Unterzuckerungen erbracht werden, um als Diabetiker Schwerbehindertenstatus zu erhalten. diabetesDE und die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) begrüßen an den neuen Einstufungskriterien zum Grad der Behinderung (GdB), dass Diabetikern nun nicht mehr so häufig der Verlust des Führerscheins oder eine Arbeitsunfähigkeit droht. Die Diabetes-Experten erhoffen sich von der Neuregelung außerdem mehr Rechtssicherheit und Transparenz.

 

Initiative „Gesund im Mund bei Diabetes“

Wissenschaftsausschuss erarbeitet Konsensuspapier zur Leitlinienergänzung und unterstreicht die Bedeutung der Mundgesundheit bei Diabetikern

 

Hamburg (18. Juni 2010) - Das Risiko für Diabetes-Patienten an Parodontitis zu erkranken, ist gegenüber Nicht-Diabetikern dreifach erhöht.1 Das Wissen um diesen Fakt ist jedoch unzureichend und wird daher in der Behandlung von Diabetikern vernachlässigt. Dies möchte die Initiative „Gesund im Mund bei Diabetes“ ändern. Dr. med. dent. Sebastian Ziller, Leiter der Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Mitbegründerin der Initiative ist, erklärt: „Auf der Grundlage evidenzbasierter Daten sollen durch die Initiative über eine Vielzahl von Maßnahmen Fachkreise und Patienten gleichermaßen über Risiken und Wechselbeziehungen von Parodontitis und Diabetes, sowie über Prophylaxe- und therapeutische Möglichkeiten aufgeklärt werden.“ Die inhaltliche Basis für diese Maßnahmen erarbeitet ein interdisziplinärer Wissenschaftsausschuss, besetzt mit jeweils vier Experten aus den Fachbereichen Diabetologie und Paradontologie.

Europäisches Parlament hat über Lebensmittelkennzeichnung entschieden

diabetesDE bedauert Entscheid gegen Nährwertampel

 

Berlin (17. Juni 2010) – Etwa 7,5 Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt, Tendenz steigend. Eine Ursache für Diabetes Typ 2 ist Übergewicht. diabetesDE fordert in einem „Ampel-Bündnis“ zusammen mit der Verbraucherzentrale Bundesverband, AOK Bundesverband, Bundesärztekammer, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, Spitzenverband Gesetzlicher Krankenversicherungen und Deutsche Herzstiftung daher eine verständliche und verbraucher-freundliche Nährwertkennzeichnung auf allen verpackten Nahrungsmitteln in Form einer Ampel. Das Europäische Parlament hat heute in Straßburg über die Verordnung zur Information der Verbraucher über Lebensmittel entschieden und sich gegen die Nährwertampel ausgesprochen.

 

Verbessertes Diabetes Management dank REACTION

Minimalinvasiver Sensor zur Bestimmung des Blutglukoselevels

Mainz (25. Mai 2010) - Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts REACTION entwickelt das Institut für Mikrotechnik Mainz einen subkutan applizierbaren, minimalinvasiven Sensor zur Bestimmung des Blutglukoselevels. Der Sensor basiert auf dem Prinzip der optischen Absorptionsspektroskopie im Nahinfrarotspektrum (NIR) und soll später in einer tragbaren Sensoreinheit implementiert werden, die dann nach Art eines Pflasters vom Patienten getragen wird.

Neuer Weg zur Insulinherstellung

Neue und effizientere Methode zur Gewinnung von Insulin – Hilfe für ärmere Länder

 

Braunschweig (25. Mai 2010) - In Deutschland leben rund acht Millionen Diabetiker. Schon lange ist die „Zuckerkrankheit“ keine auf die Wohlstandsgesellschaft beschränkte Erkrankung mehr: Gerade Länder mit einer aufstrebenden Wirtschaft wie in Asien zeigen die höchsten Zuwachsraten. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben jetzt in einer deutsch-indischen Kooperation eine neue Methode entwickelt, mit der günstig Insulin zur Behandlung von Diabetes hergestellt werden kann.

Photo: pixelio.de / Dieter SchützAuch Tauben entwickeln Altersdiabetes

Langzeit-Untersuchung belegt: Zu reichliches Essen schadet auch Vögeln

 

Frankfurt am Main (25. Mai 2010) - Altersdiabetes galt bisher als eine Krankheit, die bei Vögeln nur äußerst selten auftritt. Eine Langzeit-Untersuchung des Frankfurter Biologen Prof. Roland Prinzinger an 76 frei fliegenden Brieftauben (Columba livia) im Alter zwischen einem und 19 Jahren lässt jedoch den gegenteiligen Schluss zu: Im Alter (ab sechs Jahren) steigt der Blutzucker um etwa 12 Prozent an. Die Ursache ist vermutlich, wie beim Menschen auch, ein zu reichliches Angebot an kohlehydratreicher Nahrung. Im Laufe des Lebens kann dies zu einer Erschöpfung des Insulin-Regelsystems führen.

Nicole Schuster, Deutsches Krebsforschungszentrum. Erhöhtes Krebsrisiko für Typ-2-Diabetiker

 

Heidelberg (20. Mai 2010) - Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum veröffentlichen die weltweit größte Studie zum kombinierten Risiko für Diabetes und Krebs. Typ-2-Diabetiker haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für 24 der untersuchten Krebsarten. Am deutlichsten ist der Effekt bei Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dagegen erkranken Diabetiker signifikant seltener an Prostatakrebs.
Krebs und Diabetes – liegen diesen beiden Erkrankungen dieselben Risikofaktoren zugrunde? Oder löst die Zuckerkrankheit Vorgänge im Körper aus, die die Krebsentstehung oder das Krebswachstum begünstigen? Noch ist nicht geklärt, warum Diabetiker häufiger an Krebs erkranken als Menschen, die nicht von dieser Stoffwechselerkrankung betroffen sind.

Abbott bringt neue, noch einfacher zu verwendende und messgenauere Blutzuckerteststreifen auf den europäischen Markt

 

  • Die neuen FreeStyle®- und FreeStyle Lite®-Teststreifen bieten einen höheren Messkomfort und minimieren Verfälschungen

 

Stuttgart (14. Mai 2010) – Abbott hat heute auf der 45. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) die Einführung der neuen Generation von FreeStyle®- und FreeStyle Lite®-Blutzuckerteststreifen in Europa bekannt gegeben.

Die neue FreeStyle- and FreeStyle Lite-Teststreifen-Generation verfügt über die einzigartigen, einfacher anzuwendenden ZipWikTM-„Nasen“. Das neue ZipWik-Design durchbricht die Oberflächenspannung des Bluttropfens und sorgt für eine geringere Füllzeit. Dabei wurden Anregungen von medizinischen Fachkräften und Patienten einbezogen, so dass ein deutlich höherer Messkomfort für die Anwender der neuen Teststreifen erreicht werden konnte.

 

Weissbuch DiabetesWeißbuch Diabetes 2010

Bestandsaufnahme und Zukunftskonzepte für die Versorgung einer Volkskrankheit

 

Stuttgart (12. Mai 2010) - Derzeit werden in Deutschland ungefähr 5,5 Millionen Erwachsene mit Diabetes mellitus behandelt. Weltweit gibt es nahezu 150 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes. Aktuelle Schätzungen der International Diabetes Federation (IDF) gehen davon aus, dass sich die Zahl bis 2025 auf 300 Millionen verdoppeln wird. Angesichts dieser bedrohlichen Zunahme und ihrer Folgen für die Gesundheitssysteme, fordern Experten weltweit die Entwicklung länderspezifischer Diabetes-programme – auch hier in Deutschland. Das neue „Weißbuch Diabetes in Deutschland“ liefert jetzt eine aktuelle, wissenschaftlich fundierte Bestandsaufnahme über die Versorgung der Volkskrankheit in Deutschland und gibt Perspektiven für die dringend notwendige zukünftige nationale Diabetesstrategie. Das „Weißbuch Diabetes“ wird von der IGES Institut GmbH und diabetesDE herausgegeben und von Roche unterstützt.

 

Süßes Blut: eine bittere Pille für die betroffenen Familien

Kinder mit Diabetes und ihre Familien brauchen Hilfe

 

Innovative Versorgungsmodelle können psychosoziale Folgen mindern

 

Prof. Dr. Thomas Danne

 

Stuttgart (12. Mai 2010) –  Bereits heute ist eines von 600 Kindern in Deutschland an Typ-1-Diabetes erkrankt, ingesamt leiden hierzulande 25.000 junge Menschen im Alter von 1 bis 19 Jahre an der häufigsten Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Und es werden immer mehr: Eine aktuelle Studie (1) zeigt, dass sich insbesondere die Anzahl der jungen Patienten unter fünf Jahren bis 2020 verdoppeln und die Häufigkeit in der Gruppe der unter 15-Jährigen um 70 Prozent steigen wird.

Bayer Diabetes Care schreibt zum dritten Mal Preis für Kinderdiabetesprojekte aus

 

  • Ab sofort können sich Diabetesprofis, Selbsthilfegruppen und
    Eltern wieder zum „Fine Star“ bewerben
  • Mit insgesamt 17.500 Euro Preis fördert Bayer kreative Schulungs- und Betreuungs-konzepte, die Kindern und Jugendlichen den Umgang mit dem Diabetes erleichtern

 

Leverkusen / Stuttgart (12. Mai 2010) – Mit dem „Fine Star“ zeichnet Bayer Diabetes Care im Jahr 2010 zum dritten Mal vorbildliche Initiativen aus, die sich auf besonders kreative Weise mit dem Thema Kinderdiabetes beschäftigen. Drei Konzepte, Aktionen oder Projekte, die speziell auf die Betreuung und Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes ausgerichtet sind, werden mit insgesamt 17.500 Euro prämiert. Pädiatrische oder diabeto-logische Einrichtungen können sich ebenso bewerben wie Selbsthilfegruppen, Elterninitiativen oder andere Institutionen, die Kinder mit Diabetes unterstützen. Eine Schulungs-ferienfreizeit für Kinder hat z.B. die gleichen Chancen auf den Preis wie ein besonderes Integrationskonzept.

Typ 2 Diabetes und postprandiale Blutzuckerspitzen

Senkt NovoRapid® das kardiovaskuläre Risiko?

 

Mainz, 10. Juni 2010 – Menschen mit einem Typ 2 Diabetes haben ein stark erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.[i] Welche Bedeutung postprandiale Blutzuckerspitzen in diesem Zusammenhang haben, stand im Zentrum eines Media Dinners im Rahmen der 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Diabetologie (DDG) am 12. Mai 2010 in Stuttgart. Die Experten Professor Dr. Andreas Pfützner, Mainz, und Dr. Andreas Liebl, Bad Heilbrunn, machten dabei die Vorteile einer frühen Insulinisierung bzw. einer frühen Intensivierung einer bestehenden Basalinsulin-Therapie deutlich. Dazu präsentierten sie unter anderem die erste Endpunktstudie mit dem kurz wirksamen modernen Insulin Insulinaspart (NovoRapid®): Die Daten zeigen, dass die Mehrfachspritzen-Therapie mit NovoRapid® im Vergleich zu Humaninsulin zu einer signifikanten Risikoreduktion der kardiovaskulären Ereignisrate bei Patienten mit Typ 2 Diabetes führen kann.[ii]

 

Forschung zu Typ 2 Diabetes

Novo Nordisk kooperiert mit internationalen Wissenschaftlern und Organisationen bei kardiovaskulärer Endpunktstudie zu Victoza®

 

Frankfurt am Main (12. Mai 2010) – Novo Nordisk hat heute Details seiner kardiovasku­lären Endpunktstudie zu Victoza® (Liraglutid) bekanntgegeben, die im Herbst 2010 gestartet werden soll. Die Studie mit dem Namen LEADERTM- (Liraglutide Effect and Action in Diabetes: Evaluation of Cardiovascular Outcome Results) hat zum Ziel, die kardiovaskuläre Sicherheit des ersten zugelassenen humanen-GLP-1 Analogons Victoza®, das einmal täglich verab­reicht wird, zu untersuchen und zu bestätigen. Zudem soll die Studie das Potential von Victoza® aufzeigen, das kardio­vaskuläre Risiko zu vermindern. Die LEADERTM-Studie erfüllt auch die neue FDA Richtlinie für Typ 2 Diabetes Therapien.

 

DDG-Symposium der BERLIN-CHEMIE AG

Moderne Diabetes-Therapie mit Sitagliptin-ein Update

 

Stuttgart (12. Mai 2010) – Bei der Therapie des Typ-2-Diabetes ist längst nicht mehr nur die blutzuckersenkende Wirkung entscheidend. Der Vermeidung von Hypoglykämien und einer medikamenteninduzierten Gewichtszunahme kommt dabei ein hoher Stellenwert zu. Dies ist auch für die Patienten wichtig. Über ihre Vorstellung einer modernen Diabetes-Therapie 2010 referierten auf dem Symposium der BERLINCHEMIE AG im Rahmen der 45. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft renommierte Experten unter dem Vorsitz von Professor Andreas Pfeiffer, Berlin/Nuthetal und Professor Wolfgang E. Schmidt, Bochum.

Unterstützung bei Bolusberechnung und Dokumentation:

Pilotphase des Accu-Chek Bolusrechners für ICT-Patienten

 

Ein Bolusrechner kann Diabetespatienten mit ICT- oder CSII-Therapie im Alltag wertvolle Hilfe leisten und so die glykämische Kontrolle verbessern. Roche Diagnostics stellte dazu im Rahmen der 45. DDG-Jahrestagung in Stuttgart Studienergebnisse vor und präsentierte die neue Diabetes Management Lösung Accu-Chek Aviva Expert.

 

Stuttgart (11. Mai 2010) - „Der Accu-Chek Bolusrechner unterstützt Diabetespatienten mit Insulinpumpentherapie dabei, individuell richtige Entscheidungen im alltäglichen Diabetes Management zu treffen“, sagt Franz T. Walt, Mitglied der Geschäftsführung bei Roche Diagnostics. Von den Vorteilen des Accu-Chek Bolusrechners können jetzt auch Patienten mit intensivierter konventioneller Insulintherapie (ICT) profitieren: Die neue Diabetes Management Lösung Accu-Chek Aviva Expert wird 2010 erstmalig im Rahmen eines Pilotprojektes in ausgewählten Diabetes-Schwerpunkt-Einrichtungen eingesetzt. Bislang gab es den Bolusrechner nur in einer Kombination aus Messgerät und Insulinpumpe (Accu-Chek Combo).

Keinen Stich mehr in den Finger

 

Abb.: ETH-Forscher haben einen neuartigen Sensor entwickelt, der bei Kontakt mit menschlichen Atmen sofort messen kann, ob eine Person an Diabetes Typ 1 leidet. Photo: ETH Zürich/Antonio TricoliZürich, Schweiz (6. Mai 2010) - Forschende der ETH Zürich haben einen neuartigen Sensor entwickelt, der beim Kontakt mit menschlichem Atem sofort anzeigt, ob eine Person an Diabetes Typ 1 leidet. Der Sensor misst mit grosser Präzision Azeton, das in der Atemluft von Diabetes-1-Patienten in hoher Konzentration enthalten ist.

Schätzungsweise rund 300.000 Personen, d.h. vier Prozent der Schweizer Bevölkerung, sind an Diabetes erkrankt; davon sind rund 30.000 Typ-1-Diabetiker. Bei diesen Menschen besteht ein grosses Risiko für eine lebensbedrohliche Ketoazidose, bei welcher der Stoffwechsel aus Mangel an Insulin entgleist. In diesem Fall steigt die Konzentration von Azeton in der Atemluft erheblich. Zwar atmen auch gesunde Menschen Azeton aus, die Konzentration beträgt jedoch nur rund 900 ppb (Partikel pro Milliarde). Bei Personen, die an Diabetes Typ 1 leiden, sind es fast doppelt so viele. Im Fall einer Ketoazidose liegt der Wert sogar noch höher.

Blutzuckerkontrolle

Humanes-GLP-1 Analogon Liraglutid ist DPP-IV Inhibitor Sitagliptin signifikant überlegen

 

Mainz (27. April 2010) – Die erste direkte Vergleichsstudie eines GLP-1-Analogons mit einem DPP-IV-Inhibitor wurde am 23. April 2010 online von der renommierten Fachzeitschrift The Lancet publiziert.1 Die 26-wöchige Unter­su­chung zeigt, dass das humane-GLP-1 Analogon Liraglutid (Victoza®) bei Patien­ten mit Typ 2 Diabetes zu einer signifikant besseren Blutzuckereinstellung führt als der DPP-IV-Inhibitor Sitagliptin. Beide Wirkstoffe waren gut verträglich und zeigten eine niedrige Hypoglykämie-Rate.

Erweiterter Diabetes-Risikotest könnte hausärztliche Vorsorgeuntersuchung verbessern

 

Berlin/Potsdam (27. April 2010) -  Deutsche Diabetesforscher schlagen vor, den durch den Einschluss einer Blutzuckeruntersuchung erweiterten Deutschen Diabetes-Risiko-Test* in das bestehende System der hausärztlichen Vorsorgeuntersuchungen einzubinden und gleichzeitig zur quantitativen Erfolgskontrolle von Präventions- und Therapiemaßnahmen zu nutzen. Die Diabetologen um Hans-Georg Joost, wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) und Vorstand Wissenschaft von diabetesDE, veröffentlichten kürzlich ihren Vorschlag als Diskussionsbeitrag im Deutschen Ärzteblatt, Heft 13, 2010.

Vergleichsstudie im Lancet publiziert

Blutzuckerkontrolle: Humanes-GLP-1 Analogon Liraglutid ist DPP-IV Inhibitor Sitagliptin signifikant überlegen

 

Frankfurt am Main (27. April 2010) – Die erste direkte Vergleichsstudie eines GLP-1-Analogons mit einem DPP-IV-Inhibitor wurde am 23. April 2010 online von der renommierten Fachzeitschrift The Lancet publiziert.1 Die 26-wöchige Unter­su­chung zeigt, dass das humane-GLP-1 Analogon Liraglutid (Victoza®) bei Patien­ten mit Typ 2 Diabetes zu einer signifikant besseren Blutzuckereinstellung führt als der DPP-IV-Inhibitor Sitagliptin. Beide Wirkstoffe waren gut verträglich und zeigten eine niedrige Hypoglykämie-Rate.

Routineuntersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes:

Hinweis auf positiven Effekt bekräftigt

 

Berlin (22. April 2010) - Schon heute wird jedes Jahr bei einigen Tausend Schwangeren in Deutschland "Schwangerschaftsdiabetes" diagnostiziert. Allerdings können sich nicht alle diese werdenden Mütter sicher sein, dass die Feststellung eines Schwangerschaftsdiabetes wirklich gerechtfertigt ist und ihnen und ihrem Kind hilft, Probleme bei Schwangerschaft und Geburt zu vermeiden. "Es gibt in Deutschland ein Durcheinander an Tests und Diagnosekriterien für Schwangerschaftsdiabetes", sagt Peter Sawicki, der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): "Wir wissen nicht, ob für alle diese Frauen der Nutzen größer ist als der Schaden."

Langwirksame Insulinanaloga bei Typ-1-Diabetes:

Keine Belege für Zusatznutzen im Vergleich zu Humaninsulin

Kaum versorgungsrelevante Studien verfügbar
Langzeitsicherheit der Insulinanaloga unklar

Berlin (19. April 2010) - Derzeit gibt es keine Belege, dass die zur Behandlung des Typ-1-Diabetes zugelassenen Wirkstoffe Detemir (Handelsname: Levemir) und Glargin (Handelsname: Lantus) Patientinnen und Patienten einen Zusatznutzen gegenüber langwirksamem Humaninsulin bieten. Für Erwachsene gilt dies ebenso wie für Kinder und Jugendliche. Zu diesem Ergebnis kommt der am 19. April 2010 veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Kinder mit Diabetes müssen weiterhin alle Insuline erhalten

 

Berlin (24. März 2010) – Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1 müssen auch weiterhin kurz wirksame Insulinanaloga von den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erstattet bekommen. Dafür setzen sich ihre Familien und Ärzte ein. diabetesDE unterstützt die Aktionen mit einer Petition im Deutschen Bundestag. Anlass ist ein Stellungnahmeverfahren des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). In diesem stellt er fest, dass es keinen Grund gibt, kurz wirksame Insulinanaloga auch weiterhin über die  GKV zu erstatten. Eine endgültige Stellungnahme des G-BA wird im Mai 2010 erwartet.

Häufig verschwiegen: Impotenz bei Männern mit Diabetes

diabetesDE-Experte beantwortet Fragen am 25. März im Chat

 

Berlin (18. März 2010) – Schätzungen zufolge leidet knapp die Hälfte der männlichen Diabetiker unter Potenzstörungen. Dabei gibt es mittlerweile wirksame Therapien. Viele scheuen sich jedoch, das Thema bei ihrem Arzt anzusprechen. Wie es zu Impotenz bei Männern und Unlust bei Frauen mit Diabetes kommen kann und welche Medikamente helfen, erklärt daher Professor Dr. med. Thomas Haak, Mitglied des Vorstands von diabetesDE und Chefarzt des Diabetes Zentrums Mergentheim im nächsten Experten-Chat von diabetesDE. Fragen können Interessierte ab sofort schicken.

In Deutschland werden zu viele Diabetiker unter- und fehlversorgt

diabetesDE fordert nationalen Diabetes-Plan

 

Berlin (23. Februar 2010) – Rund 30.000 Amputationen und bis zu 1.700 Erblindungen sind jedes Jahr in Deutschland die Folgen eines unzureichend eingestellten Diabetes. Zum einen fehlen wirksame Maßnahmen zur Prävention und Früherkennung. Zum anderen gibt es Fehl- und Unterversorgung: Niedergelassene Ärzte und Krankenhaus-Ärzte arbeiten zu wenig zusammen, die Daten über die Versorgungsqualität von Menschen mit Diabetes sind dünn und neue Therapien setzen sich nur langsam durch.

HbA1c-Senkung, geringes Hypoglykämierisiko, positiver Gewichtseinfluss

Neue Chancen in der Therapie des Typ 2 Diabetes mit dem humanen-GLP-1 Analogon Liraglutid

 

Frankfurt (27. Januar 2010) – Neben einer effektiven HbA1c-Senkung sind die Vermeidung von Hypoglykämien und ein effektives Gewichtsmanagement zentrale Aspekte bei der Behandlung von Menschen mit Typ 2 Diabetes. Auf einem Presse-Workshop, der Ende Januar 2010 in Frankfurt stattfand1, er­läuterten die Experten, wie diese Forderungen mit Hilfe moderner Therapie-optionen in der Praxis umgesetzt werden können. So senkt das erste einmal täglich anzuwendende humane-GLP-1 Analogon Liraglutid (Victoza®) mit seinem physiologischen Therapieprinzip signifikant den HbA1c – bei sehr geringem Hypoglykämierisiko.2 Gleichzeitig unterstützt eine Behandlung mit Liraglutid die Patienten bei einer dauerhaften Gewichtsabnahme und beein­flusst durch seine multisystemische Wirkung weitere Risikofaktoren der kom­plexen Erkrankung positiv. Damit hat der Arzt gleichzeitig mehrere entschei­dende Parameter im Griff.

Zuckerselbstmessung: Nutzen für nicht insulinpflichtige Patienten mit Typ-2-Diabetes ist nicht belegt

Studienlage unzureichend
Keine Aussagen zu diabetesbedingten Erkrankungen möglich

Berlin (14. Dezember 2009) - Entgegen der weit verbreiteten Annahme gibt es keinen Beleg dafür, dass nicht insulinpflichtige Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes von einer Zuckerselbstmessung profitieren. Es ist zudem unklar, ob der Blut-Test gegenüber dem Urin-Test einen Zusatznutzen aufweist oder umgekehrt, d.h. der eine oder andere Test für die Patientinnen und Patienten einen Vorteil bieten würde. Denn die derzeitige Studienlage ist unzureichend: Die wenigen Studien, die geeignet sind diese Fragen zu untersuchen, haben viele für Patienten wichtige Aspekte nicht berücksichtigt oder nicht ausreichend berichtet. Aufgrund ihrer kurzen Laufzeiten erlauben sie auch keine Aussagen zum langfristigen Nutzen einer Zuckerselbstkontrolle. Zu diesem Ergebnis kommt der am 14. Dezember 2009 veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Moderne Therapie des Typ-2-Diabetes

Optimale Blutzuckereinstellung und Vermeidung von Hypoglykämien schützen Herz und Gefäße

 

Berlin (4. Dezember 2009) – Lang- und kurzwirksame Insulinanaloga und einfach zu handhabende Insulinpens erleichtern die Therapie für Typ-2 Diabetiker. Die Prävalenz der Volkskrankheit steigt stetig. Eine effektive Therapie ist deswegen von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Mit einer frühzeitigen und nachhaltigen Optimierung der Stoffwechselkontrolle können Folgeerkrankungen vermieden werden. „Aktuelle Studien geben dabei für die Behandlung eines lange bestehenden Diabetes wichtige Hinweise“, betonte Prof. Dr. Petra-Maria Schumm-Draeger, München-Bogenhausen*. Denn die Endpunktstudien ACCORD1, ADVANCE2 und VADT3 zeigen übereinstimmend, dass bei Diabetikern mit langem Krankheitsverlauf die Vermeidung von Hypoglykämien im Vordergrund steht. Schwere Hypoglykämien führten beispielsweise zu einer Vergrößerung des Herzinfarktrisikos um das 1,9fache.

Kurzwirksame Insulinanaloga

Studien liefern keine Belege für Zusatznutzen bei Kindern und Jugendlichen
mit Typ-1-Diabetes

  • Langzeituntersuchungen fehlen
  • Schadenpotenzial bleibt unklar
  • Gerade für Menschen in der Entwicklungs- und Wachstumsphase wären aussagekräftige Studien dringend notwendig

Berlin (16. November 2009) - Ob Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1 von einer langfristigen Behandlung mit kurzwirksamen Insulinanaloga mehr Vor- oder Nachteile haben als von kurzwirksamem Humaninsulin, bleibt mangels geeigneter Studien unklar. Die verfügbaren Ergebnisse aus klinischen Vergleichen mit höchstens einjähriger Laufzeit liefern jedenfalls keine Belege für einen Zusatznutzen. Das gilt sowohl im Vergleich zu Humaninsulin als auch im Vergleich der Analoga untereinander. Zu diesem Ergebnis kommt der am 16. November veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Diabetes-Epidemie: Ampelkennzeichnung statt Showkochen

 

Berlin (13. November 2009) - Laut einer internationalen Studie wird sich in Europa die Rate von Diabetes Typ 1 bei Kindern unter 15 Jahren bis 2020 verdoppeln, die WHO spricht bereits von einer Diabetes-Epidemie. Etwa 10 Prozent der jungen Menschen in Deutschland leiden an einer Glukosestörung, die als Vorläufer einer folgenden Diabetes-Typ-2 gilt. Mehr als 800.000 Kinder sind krankhaft fettleibig – doppelt so viele wie 1987. Bereits heute verursachen ernährungsbedingte Krankheiten in Deutschland Kosten von 70 Milliarden Euro pro Jahr.

 

19 neue Diabetes-Medikamente in den nächsten vier Jahren möglich

 

Die meisten Diabetiker sind auf Medikamente angewiesen. Photo: vfa / H. KlappertBerlin (13. November 2009) - "Die Zahl der Diabetiker wächst rapide. Forschende Pharma-Unternehmen sind dabei, ihre Behandlung in den nächsten vier Jahren durch 19 neue Medikamente zu verbessern!" Das sagte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa, des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen, mit Blick auf den Welt-Diabetes-Tag am 14. November. Die Medikamente werden derzeit in großen klinischen Studien getestet.

Unter "Diabetes" werden Krankheiten zusammengefasst, bei denen der Blutzuckerspiegel von Patienten dauerhaft außer Kontrolle gerät: Diabetes Typ 2 wird häufig durch Übergewicht ausgelöst; oft in der zweiten Lebenshälfte, manchmal aber bereits bei Teenagern. Bei Diabetes Typ 1 zerstört das Immunsystem (meist schon im Kindesalter) die körpereigene Produktion des Blutzucker-regulierende Hormons Insulin. Reichen Diät und Bewegung zur Therapie nicht aus, müssen Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel mit Medikamenten regulieren, denn zu viel oder zu wenig Zucker im Blut ist schädlich.

Zahnbettentzündungen können Diabetes mellitus verstärken

Medizin und Zahnmedizin müssen sich bei der Bekämpfung des Diabetes zum Wohl des Patienten enger verzahnen

 

Berlin (13. November 2009) – Parodontitis als auch Diabetes sind chronische Erkrankungen, die sich gegenseitig beeinflussen. Durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit  zwischen Arzt, Zahnarzt und Patient ist es jedoch möglich die negativen Folgen der beiden Erkrankungen zu minimieren. Parodontitis muss heute, neben Augen-, Nieren- und Nervenschäden oder dem diabetischen Fußsyndrom, als eine weitere bedeutende Folgeerkrankung des Diabetes angesehen werden. 

 

Mit dem Finger-Hula-Hoop die Finger tanzen lassen

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ setzt Zeichen

 

Gesünder unter 7Leipzig (12. November 2009) – Mit einer Finger-Hula-Hoop-Aktion setzt „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ am Aktionsstand in Leipzig unmittelbar vor dem Weltdiabetestag am 12. und 13. November 2009 Zeichen und zwar ganz im Sinne der Bewegung, die für alle wichtig ist: Besucher können ihre Finger tanzen lassen und dabei ihre Geschicklichkeit und Koordination trainieren.

Der Weltdiabetestag am 14. November setzt alljährlich ein wichtiges Signal für die mehr als 8 Millionen in Deutschland lebenden Diabetiker, aber auch für die breite Öffentlichkeit – denn 90 Prozent aller Diabetes Typ-2 Erkrankungen könnten vermieden werden.1 Die bundesweite Aufklärungsaktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ ruft jeden dazu auf, sich mit der Volkskrankheit Nummer eins auseinander zu setzen: Diabetes besser zu verstehen und selbst Verantwortung für seine Gesundheit zu übernehmen. Durch einen aktiven, bewussten Lebensstil könnte die Verbreitung des Diabetes mellitus in der Bevölkerung reduziert werden: Menschen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko können effektiv vorbeugen und Diabetiker ihre Stoffwechseleinstellung verbessern. Aufklärung und Bewegung sind dabei wichtige Säulen.

Geringes Geburtsgewicht und Diabetes haben gemeinsamen genetischen Hintergrund

Neuherberg/München (12. November 2009) - Ein niedriges Geburtsgewicht erhöht das Risiko, später Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Bislang hatten Wissenschaftler dies auf eine Fehlernährung der Mutter während der Schwangerschaft zurück geführt. Doch inzwischen gehen sie davon aus, dass auch der genetische Hintergrund eine starke Rolle spielt. So können Genvarianten, die den Insulin-Stoffwechsel beeinflussen, gleichzeitig Auswirkungen auf das Geburtsgewicht haben, wie ein Forscher-Team der Technischen Universität München und des Helmholtz Zentrums München jetzt zeigen konnte.