Diabetes

DiaRegis – erste Ergebnisse verfügbar

Komorbidität und Alter als Prädiktoren für Hypoglykämierisiko

 

Bad Oeynhausen  (5. August 2011) - Mit der neuesten Datenauswertung aus DiaRegis - einem prospektiven Diabetesregister zur ambulanten Versorgung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 in Deutschland (Diabetes Registry, kurz DiaRegis) – wird erstmals das Hypoglykämierisiko unter Versorgungsbedingungen evaluiert. DiaRegis steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker (DHD)“ und wurde gemeinsam mit Dr. Anselm Kai Gitt vom Institut für Herzinfarktforschung in Ludwigshafen initiiert. Das prospektive Register untersucht die spezifischen Merkmale, Behandlungsmuster und Diabetes-bezogenen Komplikationen sowie die Lebensqualität der Patienten.

 

Abb.: GesundheitsCheck: Bluthochdruck Graphik: Novo NordiskDiabetes im Blick – wir packen es an!

Ergebnisse einer Patientenbefragung von Novo Nordisk

 

Mainz (4. August 2011) – Ziel der Novo Nordisk-Initiative „diabetes im blick – wir packen es an“ ist es, Menschen mit erhöhtem Diabetes-Risiko zu identifizieren und zu beraten, Patienten mit bereits manifes-tem Typ 2 Diabetes sollen zu einer besseren Compliance motiviert und so eine optimale Behandlung sichergestellt werden. Im Rahmen der Kampagne wurde auch eine Fragebogen-Aktion durchgeführt, deren erste Auswertungen jetzt vorliegen. Dabei wird die enge Assoziation zwischen Gewicht, Blutdruck und Diabetes mellitus deutlich.

Rote-Hand-Brief zu leicht erhöhtem Risiko von Blasenkarzinomen unter der Einnahme von Pioglitazon-haltigen Arzneimitteln (Actos®, Competact®, Tandemact®)

 

Berlin (1. August 2011) - Im Juni wurde über die Ergebnisse einer epidemiologischen Studie berichtet, in der sich ein signifikantes, leicht erhöhtes Risiko von Blasenkarzinomen unter Anwendung Pioglitazon-haltiger Arzneimittel gezeigt hat (1). Aktuell informiert der Hersteller in einem Rote-Hand-Brief über neue Kontraindikationen sowie weitere Vorsichtsmaßnahmen, die im Zusammenhang mit Pioglitazon zu beachten sind.

 

Insulinkristalle. Photo:Wikipedia27. Juli 1921: Meilenstein in der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1

Vor 90 Jahren Insulin erstmals isoliert und erfolgreich angewendet

 

Berlin (27. Juli 2011) – In Deutschland leben circa sieben Millionen diagnostizierte Menschen mit Diabetes mellitus. 2004 wurden etwa 1,9 Millionen Diabetiker in Deutschland mit Insulin behandelt, darunter alle Menschen mit Diabetes Typ 1. Ihre Bauchspeicheldrüse bildet im Gegensatz zu der gesunder Menschen kein eigenes Insulin, für sie ist die Behandlung daher unverzichtbar. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es keine Insulintherapie und Menschen mit Diabetes Typ 1 starben häufig sehr jung. Am 27. Juli 1921 gelang es den kanadischen Forschern Frederick Banting und Charles Best, Insulin in unzerstörter Form aus dem Gewebe einer tierischen Bauchspeicheldrüse zu gewinnen und damit diabetische Hunde zu behandeln. 1922 retteten Banting und Best mit Hilfe von Insulin erstmals einem dreizehnjährigen Jungen das Leben.

 

Camp D 2011. Photo: Bayer HealthCare und Novo NordiskDank an alle Beteiligten

Teilnehmer von Camp D wieder zuhause

 

  • Noro-Virus als Ursache für Magen-Darm-Infektionen bestätigt
  • Gesundheitliche Beeinträchtigung nur vorübergehend
  • Notfallplan hat sich bewährt

 

Mainz/Leverkusen (14. Juli 2011) – Die Teilnehmer von Camp D sind wieder nach Hause zurückgekehrt. Ein Großteil der jungen Menschen mit Diabetes konnte, wie ursprünglich geplant, bereits am Sonntag die Heimreise von Bad Segeberg antreten. Einige waren zunächst zur weiteren Beobachtung ihres Stoffwechsels und zur Stabilisierung ihres Flüssigkeits- und Salzhaushalts für ein bis zwei Tage im Krankenhaus geblieben. Mit diesen bei Durchfallerkrankungen üblichen Maßnahmen stabilisierte sich der Gesundheitszustand und bis Dienstag waren sämtliche Erkrankten bis auf zwei bereits wieder entlassen worden. Nach Informationen des örtlichen Gesundheitsamtes war eine Noro-Virus-Infektion für den Brechdurchfall verantwortlich.

 

Camp D 2011. Photo: Bayer HealthCare und Novo NordiskZUHÖREN – was Jugendliche mit Diabetes bewegt

 

DAWN Youth: Diabetes-Ansichten, Wünsche und Nöte – ein Beitrag zur Aufklärung und Verbesserung der Lebenssituation betroffener Jugendlicher

 

Prof. Dr. Thomas Danne

 

Bad Segeberg (8. Juli 2011) – Typ1 Diabetes nimmt zu, jedes Jahr wird die chronische Stoffwechselstörung weltweit bei über 70.000 Kindern und Jugendlichen diagnostiziert. Für ihr Therapieverhalten und ihre Stoffwechseleinstellung sind psychosoziale Faktoren die wichtigsten Determinanten – darüber sind sich nationale und internationale Kinderdiabetesleitlinien einig. Dennoch werden die spezifischen Bedürfnisse junger Patienten häufig übersehen. Insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene fehlt es an altersgerechten Unterstützungsangeboten. Camp D soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen: Das Konzept verfolgt den Ansatz, die jungen Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen, ihnen zuzuhören und einen Rahmen zu schaffen, in dem sie selbständig und eigenverantwortlich neue Wege für den Umgang mit dem Diabetes finden können.

Camp D 2011. Photo: Bayer HealthCare und Novo NordiskVERSTEHEN – vom DAWN-Projekt zu Camp D

Weil Diabetestherapie mehr ist als nur Stoffwechselkontrolle

 

Prof. Dr. Rüdiger Landgraf

 

Bad Segeberg, 8. Juli 2011 –  Für die Behandlung des Typ 1 Diabetes existiert kein „Schema F“, denn neben den vielen medizinischen Herausforderungen spielen vor allem individuelle psychosoziale Aspekte eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Krankheit und der Prävention von Komplikationen. In den letzten Jahren hat sich hinsichtlich der Betreuung von Diabetespatienten daher ein grundsätzlicher Wandel vom pathogenetischen zum salutogenetischen Ansatz bewährt. Beim Konzept der Salutogenese rückt der Patient zunehmend in den Mittelpunkt. Es setzt auf Krankheitsverständnis, die eigenen Fähigkeiten des Patienten und orientiert sich an attraktiven Gesundheitszielen: Die Menschen sollen spüren, dass sich ihr Engagement und die notwendigen Interventionen im Rahmen der Diabetestherapie für sie lohnen. Die Steigerung von Lebensqualität und Therapiezufriedenheit und – daraus folgend – die Verbesserung der Adhärenz müssen daher fest verankerte Betreuungsziele bei Menschen mit Diabetes mellitus sein. Empowerment statt konventionellem Compliance-Denken – die Grundsteine dafür legte bereits die St.Vincent Deklaration der WHO und IDF (International Diabetes Federation) von 1989.

IQWiG: Nutzen einer normnahen Blutzuckersenkung bleibt unklar

 

  • Hinweise auf Vorteile aber auch auf Nachteile
  • Weniger nichttödliche Herzinfarkte stehen häufigeren Unterzuckerungen gegenüber

 

Berlin (5. Juli 2011) - Ob Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 davon profitieren, wenn man versucht, ihren Blutzucker durch eine Therapie auf normnahe Werte abzusenken, bleibt eine ungeklärte Frage. Die derzeit verfügbaren Studien liefern Hinweise auf einen Nutzen aber auch Hinweise auf einen möglichen Schaden. Zu diesem Ergebnis kommt ein am 5. Juli 2011 veröffentlichter Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

 

Das BfArM rät derzeit vom Gebrauch pioglitazonhaltiger Arzneimittel ab

 

Bonn (10. Juni 2011) - Grund hierfür sind die seit gestern verfügbaren Ergebnisse einer französischen Kohortenstudie. In dieser Studie wurde die Häufigkeit des Auftretens von Blasenkrebs bei Diabetikern, die pioglitazonhaltige Arzneimittel einnahmen, mit dem von Diabetikern verglichen, die keine pioglitazonhaltigen Arzneimittel einnahmen. Nach einer ersten Bewertung sprechen die Ergebnisse der Studie dafür, dass pioglitazonhaltige Arzneimittel eine Erhöhung des Risikos für Blasenkrebs verursachen können. Das BfArM rät daher von dem Gebrauch pioglitazonhaltiger Arzneimittel bis zur Klärung des Sachverhaltes ab.

 

INSIGHT Health zum Insulinverbrauch in Deutschland

Auffälligkeiten in der Insulin-Medikation beschreiben Handlungsbedarf

 

Waldems-Esch/Berlin (7. Juni 2011) - In einer aktuellen Versorgungsanalyse des Informationsdienstleisters INSIGHT Health zeigen sich erhebliche regionale Unterschiede in der ambulanten Verordnung von Insulin. Bei insgesamt 11,9 Millionen Insulin-Verordnungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wurden im vergangenen Jahr deutschlandweit 171 Insulin-Verordnungen pro 1.000 GKV-Versicherte abgerechnet. Den Spitzenwert erreicht die Region der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Mecklenburg-Vorpommern mit 294 Verordnungen pro 1.000 Versicherte. Auch die anderen neuen Bundesländer liegen deutlich über dem Schnitt (245-280 Verordnungen/1.000 Versicherte). Die geringste Verordnungsdichte verzeichnen die KV-Regionen Bayerns und Baden-Württembergs mit jeweils rund 130 Verordnungen pro 1.000 Versicherte.

 

Das Arzt-Patienten-Gespräch als Grundlage der erfolgreichen Prävention von Folgeerkrankungen: Diabetes mellitus ist eine weit verbreitete Stoffwechselerkrankung, deren Therapiemöglichkeiten kontinuierlich verbessert werden. Trotzdem drohen Folgeerkrankungen, zu denen u.a. Augenerkrankungen wie das Diabetische Makulaödem zählen. Grundlage für eine bessere Prävention von Folgeerkrankungen ist nicht zuletzt das Arzt-Patienten-Gespräch. In regelmäßigen Besuchen beim behandelnden Arzt sollte daher immer auf die Notwendigkeit regelmäßiger Augenkontrollen hingewiesen werden. Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Prävention ist zudem die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der behandelnden Ärzte. Photo: Novartis Pharma GmbHErste Präsentation der Versorgungsstudie DiaDeM*

Diabetes-Patienten: Gut aufgeklärt und trotzdem nicht optimal versorgt?

 

  • Die DiaDeM Versorgungsstudie zeigt: Es besteht eine Diskrepanz zwischen Patientenwahrnehmung und Versorgungszustand:
  • Diabetiker fühlen sich gut aufgeklärt und versorgt: Spätfolgen wie Augenerkrankungen sind bekannt und von den Betroffenen gefürchtet.
  • Trotz großer Einschränkungen im Alltag hat sich ein Großteil der Diabetiker mit der Erkrankung arrangiert.
  • Patientenorientiertere Aufklärung über Therapiemöglichkeiten – insbesondere bei den Folgeerkrankungen wie z.B. Seheinschränkungen – notwendig.
  • Stärkere fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Arztgruppen sinnvoll.

 

Leipzig (2. Juni 2011) Diabetes gilt als Volkskrankheit Nr. 1: Rund 7,91 Millionen Menschen zwischen 20 und 79 Jahren und damit jeder zehnte Bundesbürger leidet an Diabetes – Tendenz steigend. Die Patientendaten sind bekannt und wissenschaftlich fundiert. Doch wie steht es um das Wissen der Patienten um ihre Erkrankung und mögliche Folgeerkrankungen sowie um die fachübergreifende Versorgung der Diabetiker? Fragen, denen eine aktuelle Versorgungsforschung des Deutschen Diabetiker Bundes e.V. (DDB) und der Geschäftseinheit Augenheilkunde von Novartis Pharma nachgegangen sind. Unter dem Motto „DiaDeM oder Diabetes: Der eigenverantwortliche Mensch“ befragte das IGES Institut bundesweit 1.000 betroffene Typ-1- und Typ-2-Diabetiker, darunter 125 Typ-1- und 875 Typ-2-Diabetiker. Die Daten geben einen umfassenden Einblick in die Versorgungssituation jedes Einzelnen und die Wahrnehmung ihrer Erkrankung. Über deren Bedeutung für die Praxis diskutierten während der 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft Vertreter des DDB und Ärzte aus dem Bereich Diabetologie und Ophthalmologie.

Diabetische Neuropathie – Praxisgerechte Umsetzung der Leitlinien

 

Univ. Prof. Dr. med. Jochen Seufert, FRCPE, Freiburg

 

Dreseden (1. Juni 2011) - Die diabetischen Neuropathien können neben den Veränderungen an den Blutgefäßen der Netzhaut des Auges und der Nieren als dritter wichtiger Folgeschaden im Rahmen des Diabetes mellitus entstehen. Diese Nervenerkrankungen entwickeln sich im Durchschnitt bei mehr als jedem dritten Menschen mit Diabetes und verursachen vielfältige, zum Teil sehr unangenehme und schwerwiegende Beschwerden.

 

Typ 2 Diabetes und Herz

NovoRapid®: Kardiovaskuläres Risiko senken und Kosten sparen

 

Dresden (1. Juni 2011) – Welche Bedeutung hat die postprandiale Hyperglykämie für das kardiovaskuläre Risiko bei Menschen mit Typ 2 Diabetes? Und welche Möglichkeiten bietet eine moderne Insulintherapie im Hinblick auf gesundheitsökonomische Aspekte? Diese Fragen standen im Zentrum eines Expertengesprächs im Rahmen der 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) am 01. Juni 2011 in Leipzig. Prof. Stephan Jacob, Villingen-Schwenningen, und Dr. Marcel Kaiser, Frankfurt, stellten die Zusammenhänge der Pathogenese kardiovaskulärer Folgeerkrankungen bei Typ 2 Diabetes dar und betonten die Relevanz wiederholter Hyperglykämien und Hypoglykämien für das Risiko vaskulärer Ereignisse einerseits und für die daraus entstehenden direkten und indirekten Diabetes-Folgekosten andererseits. Eine Therapie mit NovoRapid® (Insulinaspart) senkt postprandiale Hyperglykämien signifikant besser als Humaninsulin und reduziert das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit Typ 2 Diabetes im Vergleich zu Humaninsulin.1,2,3,4 NovoRapid® ist ein modernes kurz wirksames Insulin, das in Deutschland aufgrund von Rabattverträgen mit Krankenkassen 99 % aller gesetzlich Versicherten mit Typ 2 Diabetes kostengleich im Vergleich zu Humaninsulin zur Verfügung steht.5

 

46. DDG-Jahrestagung: Perspektiven für Menschen mit Diabetes und ihre Therapie

 

Leipzig (1. Juni 2011) - Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung und Therapie des Diabetes mellitus sowie bewährte Therapiestandards sind die Themen der 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). Unter dem Motto „Perspektiven Leipzig 2011: Dialog – Erfahrung – Gewinn“ beginnt heute die wichtigste Fachveranstaltung zum Krankheitsbild Diabetes im deutschsprachigen Raum im Congress Center Leipzig. Jedes Jahr bilden sich rund 7.000 Ärzte, Diabetesberater und weitere in der Diabetologie tätigen Berufsgruppen bei der Tagung fort, tauschen sich Wissenschaftler über neueste Erkenntnisse aus.

 

Keine Angst vor Insulin?!

Die Bedenken vieler Menschen mit Typ-2-Diabetes gegenüber Insulin sind meist unbegründet. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage auf dem Diabetes-Portal DiabSite

Leipzig (1. Juni 2011) – Trotz einer kontinuierlichen Verbesserung der Therapieoptionen bei Typ-2-Diabetes erreicht die Mehrheit der Patienten nicht das Ziel einer normnahen Stoffwechseleinstellung (1). Gründe hierfür sind u.a. psychologische Barrieren, die die Initiierung einer notwendigen Insulintherapie verzögern oder behindern(2). Besonders häufig genannt werden Ängste vor Injektionen und Hypoglykämien, die Sorge Gewicht zuzunehmen und die weit verbreitete Einschätzung, dass der Beginn der Insulintherapie den Eintritt in eine schwere Phase der Erkrankung markiert. Doch wie beurteilen insulintherapierte Typ-2-Patienten rückblickend den Wechsel von Tabletten auf Insulin? Sind die Sorgen berechtigt oder überwiegen nach der Umstellung die Vorteile der Insulintherapie? Diesen Fragen ging das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite mit Unterstützung von Bayer Diabetes Care im Rahmen einer Umfrage nach(3). Bis November 2010 beteiligten sich rund 750 insulintherapierte Menschen mit Typ-2-Diabetes und berichteten von ihren Erfahrungen, um anderen Betroffenen bei der Umstellung auf Insulin zu helfen. Das wichtigste Ergebnis: Die große Mehrheit sagt, ihr Leben sei durch das Insulin einfacher geworden – und die Diabetes-Einstellung besser.

Erfolgreiches Diabetesmanagement

Die Rolle der Blutzuckerselbstkontrolle  

  

  • IDF: Praktikabelste Methode zur Überwachung der Blutglukose und zur Vermeidung  von Stoffwechselentgleisungen
  • gibt Sicherheit, verbessert Patienten-Empowerment und Selbstmanagement  bei allen Therapieformen
  • hilft Hypoglykämien zu vermeiden – insbesondere nach Einstellung auf Insulin
  • kann in Kombination mit Datenmanagement und strukturierter Beratung zu einer  besseren Glukoseeinstellung beitragen

 

Von Prof. Dr. Peter Schwarz

 

Leipzig (1. Juni 2011) –  Ziel eines erfolgreichen Diabetes-Selbstmanagements ist die Vermeidung akuter Stoffwechselentgleisungen (Hyper- oder Hypoglykämien) sowie die Prävention oder zeitliche Verzögerung Diabetes-assoziierter Folgeerkrankungen. Hier sind neben Augen-, Nieren- und psychischen Komorbiditäten vor allem kardiovaskuläre Komplikationen zu nennen, die das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko erhöhen. Die International Diabetes Federation (IDF) benennt in ihrer Leitlinie vom September 2007(1) insbesondere postprandiale Hyperglykämien als unabhängige Risikofaktoren für das Auftreten von makrovasku­lären Erkrankungen – deshalb müssten sie behandelt werden. Dabei sei die Blutzuckerselbstkontrolle (Self-Monitoring of Blood Glucose = SMBG) die derzeit praktikabelste Methode zur Überwachung des postprandialen Glukoseverlaufs.

 

Eine beherrschbare, aber häufig unerkannte Gefahr:

Vorhofflimmern bei Menschen mit Diabetes

 

Entstehung, Bedeutung und Behandlungsperspektiven

 

Von Prof. Dr. Christoph Bode

 

Leipzig (1. Juni 2011) –  Vorhofflimmern (VHF) ist die häufigste klinisch relevante Herzrhythmusstörung. Die Prävalenz beträgt 0,7 Prozent in der Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen und steigt bis auf 17,8 Prozent in der Gruppe der mindestens 85-Jährigen (1). In Deutschland leiden nach Schätzungen 800.000 Menschen an VHF, wobei die Zahl aufgrund des demographischen Wandels in den kommenden Jahren steigen wird (2). Als Ursachen kommen vor allem arterielle Hypertonie, koronare Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, Kardiomyopathien, Klappenvitien, Myokarditiden, Hyperthyreose und Alkohol in Frage. Weitere Faktoren, die die Entstehung von Vorhofflimmern begünstigen, sind ein hohes Lebensalter und Diabetes.

 

Diabetes managen – Folgen reduzieren

Prävention von Langzeitschäden beginnt im Kindes- und Jugendalter

Kreative Kinderdiabetes-Projekte können psychosoziale Probleme mindern

 

Von Claudia Geis

 

Leipzig (1. Juni 2011) – Bereits heute ist eines von 600 Kindern in Deutschland an Typ-1-Diabetes erkrankt, insgesamt leiden hierzulande 25.000 junge Menschen bis 20 Jahren an der häufigsten Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Und es werden immer mehr: Eine aktuelle Studie (1) zeigt, dass die Häufigkeit in der Gruppe der unter 15-Jährigen bis 2020 um 70 Prozent steigen wird. Dabei sind sich nationale und internationale Kinderdiabetesleitlinien einig: Psychosoziale Faktoren stellen auch künftig die wichtigsten Determinanten für das Therapieverhalten und die Stoffwechseleinstellung von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes dar. Deshalb steht im Fokus der Fachgesellschaften nicht nur eine bessere medizinische Ver­sorgung (noch immer werden nur 60 Prozent der Kinder in speziellen Kinderdiabetologien behandelt), sondern auch die Forderung nach psychosozialen Unterstützungsangeboten für die betroffenen Familien.  

Hypoglykämien – die unterschätzte Gefahr

Sitagliptin: Diabetestherapie ohne zusätzliches Hypoglykämierisiko

 

Leipzig (1. Juni 2011) – Hypoglykämien bei Patienten mit Typ-2-Diabetes sind häufiger als vielfach vermutet und werden nicht selten in ihrer Bedeutung für Morbidität und Mortalität unterschätzt. Welche Faktoren die Entstehung von Hypoglykämien beeinflussen und welche praktische Bedeutung Hypoglykämien für die ärztliche Praxis und für die betroffenen Patienten haben, war Thema eines mit führenden Experten besetzten Satellitensymposiums der BERLIN-CHEMIE AG im Rahmen der 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) am 1. Juni 2011 in Leipzig*.

  

FineStar. Bayer HealthCareFine Star 2011 – jetzt mitmachen und gewinnen!

Neue Preiskategorien beim Bayer-Preis für kreative Kinderdiabetes Projekte

 

Leipzig (1. Juni 2011) – Mit dem Fine Star zeichnet Bayer in diesem Jahr zum vierten Mal vorbildliche Projekte aus, die sich auf besondere Weise um Kinder mit Diabetes kümmern. Erneut prämiert eine unabhängige Jury drei besonders kreative Aktionen und erstmals auch nachhaltiges Engagement. Die Bewerbungsphase ist gestartet und läuft bis zum 30. August 2011. Die Sieger werden im Januar 2012 im Rahmen eines Bayer-Symposiums beim Kirchheim Forum in Berlin gewürdigt.

Neue Insulinpumpe von Roche Diagnostics

Mehr Flexibilität mit der SOLO MicroPump

Leipzig (1. Juni 2011) - Anlässlich der 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 2011 präsentiert Roche Diagnostics erstmals seine neue Mikropumpe. Die SOLO MicroPump, die 2012 auf den Markt kommt, wird ohne Schlauch auf die Haut aufgeklebt und bietet so mehr Komfort und Bewegungsfreiheit für Menschen mit Diabetes.

Diabetes Management mit der Pattern Analyse

Blutzuckerschwankungen auf der Spur

 

Leipzig (1. Juni 2011) - Schnell mehr erkennen: Mit der Pattern Analyse gelingt es, Blutzuckerverläufe bei Menschen mit Diabetes auf einen Blick zu erfassen, Schwankungen und Ursachen aufzudecken und die Therapie entsprechend anzupassen. Das zeigte die Expertenrunde des Accu-Chek Symposiums, die auf der 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) stattfand. Mannheim, 1. Juni 2011. Der HbA1c-Wert gilt bislang als wichtigster Indikator dafür, ob der Diabetes des Patienten gut eingestellt ist oder nicht. „Kritische Blutzuckerspitzen, die den Organismus schädigen können, erfasst der HbA1c jedoch nicht“, sagt Professor Dr. Stephan Jacob, Endokrinologe und Diabetologe aus Villingen-Schwenningen. „Mit der Pattern Analyse können wir frühzeitig prä- und postprandiale Störungen erkennen, die Therapie entsprechend verändern und dadurch langfristig Folgeerkrankungen entgegenwirken.“

 

46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft

Liraglutid: Kardiovaskuläre Parameter im Fokus der Forschung

 

Leipzig (1. Juni 2011) – Menschen mit Typ 2 Diabetes haben im Vergleich zu Menschen ohne Diabetes ein hohes kardiovaskuläres Risiko1, das aktuellen Daten zufolge maßgeblich durch die Wahl der Therapie beeinflusst werden kann. Das war eine der zentralen Botschaften auf einem Symposium von Novo Nordisk im Rahmen der 46. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Leipzig.2 So gibt es für das humane-GLP-1 Analogon Liraglutid inzwischen zahlreiche Hinweise, dass es über ein Potenzial kardiovaskulärer Protektion verfügt, das deutlich über die reine Blutzuckersenkung hinaus geht.

 

Diabetes-Risiko-Tests im Vergleich

 

Potsdam-Rehbrücke (31. Mai 2011) - Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) haben erstmals alle bislang publizierten Diabetes-Risiko-Tests systematisch erfasst und miteinander verglichen. Während einige Tests nur Angaben zum Alter, zu Körpermaßen und zum Lebensstil abfragen, basieren andere Tests (zusätzlich) auf der Abfrage klinischer Daten. Nach den Resultaten der neuen Studie bestimmen trotz der methodischen Unterschiede eine Reihe von Tests das Diabetes-Risiko einer Person recht genau. Oft verlieren sie aber an Genauigkeit, wenn sie in Bevölkerungsgruppen angewendet werden, in denen sie nicht entwickelt wurden. Angaben zu genetischen Daten verbesserten die Risikovorhersagen nur unwesentlich.

 

FreeStyle_InsuLinx. Photo: AbbottNeues Blutzucker-Messsystem FreeStyle InsuLinx mit Insulinrechner von Abbott erhält CE-Kennzeichnung

 

Wiesbaden (10. Mai 2011) — Das globale Gesundheitsunternehmen Abbott hat heute mitgeteilt, dass sein neues FreeStyle InsuLinx Blutzucker-Messsystem1,2 die CE-Kennzeichnung (Conformité Européenne) erhalten hat. Das System weist als erstes Blutzucker-Messgerät von Abbott einen Insulinrechner für Mahlzeitdosen (Bolusdosen) auf, der eine empfohlene Insulindosis berechnet. Darüber hinaus bietet FreeStyle InsuLinx weitere benutzerfreundliche Merkmale wie z.B. die Bedienung über einen Touchscreen, automatische Protokollführung, individuell wählbare Voreinstellungen sowie einen USB-Anschluss für Plug-and-Play-Berichte in Verbindung mit der integrierten Software FreeStyle Auto-Assist. Das FreeStyle InsuLinx System ist ab Mai in ausgewählten Ländern Europas, darunter auch Deutschland, erhältlich. Es wird zurzeit nicht in den Vereinigten Staaten angeboten.

 

iBGStar2. Photo: Sanofi-aventisMessen, laufen, besser leben

Blutzuckermessung und Bewegung sind wichtig für Menschen mit Diabetes

Dresden (5. Mai 2011 ) – Sport tut gut, das gilt auch für Menschen mit Diabetes. Wer regelmäßig Sport treibt, sorgt nach Prof. Diethelm Tschöpe, Bad Oeynhausen, für ein besseres Gleichgewicht zwischen dem, was an Kohlenhydraten aufgenommen wird und dem, was der Stoffwechsel verbraucht. Dazu regelmäßig den Blutzucker zu messen, ist für Menschen mit Diabetes genauso wichtig.

Aktuelle klinische Studie

Levemir®: Auch Kinder unter fünf Jahren profitieren

 

Mainz (3. Mai 2011) – Neue klinische Studiendaten zeigen, dass Insulindetemir  (Levemir®) für Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren mit Diabetes Typ 1 eine ebenso effektive Behandlungsoption darstellt wie humanes Basal­insulin, jedoch mit einem geringeren Hypoglykämie-Risiko assoziiert ist.1 Die Daten zum dem modernen Basalinsulin Insulindetemir von Novo Nordisk sind aktuell in Pediatric Diabetes publiziert worden. Bisher ist kein Basalinsulin-Analogon für die Behandlung dieser jungen Patientengruppe zugelassen. Das Unternehmen Novo Nordisk hat jetzt eine entsprechende Zulassungserweiterung für Levemir® beantragt.

 

Lang wirksame Insulinanaloga auf dem Prüfstand

Levemir®: Mehr Verordnungssicherheit für Ärzte, klinische und praktische Vorteile für Patienten

 

 

Wiesbaden (1. Mai 2011) – Viele Menschen mit Typ 2 Diabetes können mit einem einmal täglich verabreichten Basalinsulin wie Levemir® (Insulindetemir) zusätzlich zu ihren oralen Antidiabetika einfach, effektiv und sicher die in den Leitlinien geforderten Therapieziele erreichen. Das betonte Dr. Marcel Kaiser, Frankfurt, auf einer Veranstaltung, die am 1. Mai 2011 in Wiesbaden stattfand.1 Das Basalinsulin führt neben einer besseren Kontrolle des Nüchternblutzucker-Spiegels auch zu einem insgesamt besseren Blutzuckertagesprofil, führte Dr. Kaiser weiter aus.

 

Diabetes MedienDialog der Firma Roche Diagnostics Deutschland auf Schloss Hohenkammer. Photo: Tom MillerDiabetesversorgung

Experten fordern enge Zusammenarbeit von Hausärzten und Spezialisten

 

Schloss Hohenkammer (15. April 2011) - Die Diabetesversorgung in Deutschland steht an einem Wendepunkt: Nur wenn sich Allgemein- und Fachmediziner stärker vernetzen und neue Möglichkeiten des individuellen Diabetes Managements konsequent nutzen, lassen sich künftig eine optimale Betreuung sicherstellen und Kosten für Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes senken. Darin waren sich Ärzte und Wissenschaftler beim Diabetes Mediendialog von Roche Diagnostics Deutschland auf Schloss Hohenkammer einig. Einen Tag lang diskutierten sie über den Status quo der Diabetesversorgung, die Rolle des Hausarztes als Schlüsselperson sowie Herausforderungen und Lösungsansätze in der Zusammenarbeit zwischen Haus- und Facharzt.

 

Therapie des Typ 2 Diabetes in der Praxis

Liraglutid: Effektive Blutzuckerkontrolle ohne Angst vor Hypoglykämien und Gewichtszunahme

 

Frankfurt am Main (30. März 2011) – Im Rahmen eines Praxisworkshops1, der im März 2011 in Frankfurt stattfand, betonte Dr. Marcel Kaiser, Internist und Diabetologe DDG aus Frankfurt, dass bei der Progression eines Diabetes Typ 2 der behandelnde Arzt gemeinsam mit dem Patienten die nächsten Therapie­schritte planen und ihn dabei begleiten sollte. Bei der Auswahl der individuell besten Therapie sollte – entsprechend den Leitlinien2 – neben einer effektiven Blutzuckersenkung auch auf ein niedriges Hypoglykämierisiko und einen günstigen Einfluss auf das Gewicht geachtet werden. Da GLP-1 Analoga wie Liraglutid (Victoza®) alle diese Forderungen erfüllen, werden sie Kaiser zufolge künftig eine immer größere Bedeutung bei der Therapie von Menschen mit Typ 2 Diabetes erlangen.

 

Unnötige Blut- und Urintests vermeiden

Berlin (17. März 2011) - „Die Blut- und Urinzuckerselbsttestung nützt vor allem den Herstellern solcher Teststreifen und nicht den nicht-insulinpflichtigen Typ-2-Diabetikern. Auf Grundlage einer aktuellen Untersuchung des IQWiG kann festgestellt werden, dass das regelmäßige Überprüfen der Blut- und Urinzuckerwerte für nicht-insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker keinen messbaren positiven Effekt bringt. Da kein Beleg existiert, dass der Piks einen Vorteil für die Betroffenen bietet, stellt sich die Frage, ob die Solidargemeinschaft die Teststreifen für diese Fälle wirklich bezahlen soll.

Verordnungsfähigkeit von Blutzuckerteststreifen wird auf das Notwendige begrenzt

 

Berlin (17. März 2011) – Harn- und Blutzuckerteststreifen sind künftig nur noch dann zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähig, wenn sie für Patientinnen und Patienten wirkliche Vorteile haben. Dies hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin entschieden. Patientinnen und Patienten, die Insulin spritzen, sind von der Regelung nicht betroffen, unabhängig davon, ob sie an einem Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 leiden.

 

Verordnungspraxis von GLP1-Analoga zunächst beibehalten

DDG und diabetesDE weisen auf widersprüchliche Daten hin

 

Berlin (8. März 2011) – Angesichts widersprüchlicher Ergebnisse zu einem möglichen Risiko für Bauchspeicheldrüsenerkrankungen durch sogenannte inkretin-basierte Wirkstoffe gegen Diabetes Typ-2 (wir berichteten), sehen die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) und diabetesDE derzeit keinen Anlass dafür, dass Ärzte ihre Verordnungspraxis ändern.

 

Nekrotisierende Pankreatitis. Photo: Uniklinik UlmErhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsenentzündung durch neuere Diabetes-Medikamente ?

 

Aktuelle Zahlen von der Datenbank der Amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA weisen auf ein gesteigertes Risiko für Pankreatitis und Pankreaskarzinom mit „Inkretin-basierten“ Therapieformen hin

 

Regenstauf (7. März 2011) – Seit einigen Jahren setzen Ärzte zur Behandlung des Typ-2-Diabetes vermehrt Medikamente ein, die auf einem körpereigenen Hormon, einem im Darm gebildeten „Inkretin“ basieren. Dieses „Glukagon-ähnliche Peptid“ GLP-1 kann entweder in abgewandelter Form unter die Haut injiziert werden. Es gibt aber auch Hemmstoffe in Tablettenform, die den Abbau des im eigenen Körper gebildeten GLP-1 unterdrücken, was die Wirkung des körpereigenen GLP-1 verlängert. GLP-1 setzt noch vorhandenes, körpereigenes Insulin frei und unterdrückt gleichzeitig das blutzuckersteigernde Glukagon.

Glinide weiterhin in Diabetestherapie einsetzbar

 

Berlin (2. März 2011) – Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) und diabetesDE begrüßen die aktuelle Entscheidung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), den vollständigen Verordnungsausschluss der Glinide durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) abzuweisen. Am 1. April 2011 sollte dieser Beschluss in Kraft treten. Im Gegensatz zum G-BA vertritt die DDG die Ansicht, dass es Patientengruppen gibt, bei denen der Nutzen dieser Antidiabetika den möglichen Schaden durch unerwünschte Wirkungen oder hohe Kosten übersteigt. DDG und diabetesDE  haben sich intensiv dafür eingesetzt, um diesen Patienten auch weiterhin eine individuelle Diabetestherapie zu ermöglichen. Die DDG bedauert hingegen den forthin geltenden Verordnungsausschluss der Glitazone, was die Therapie bei einigen Patienten erschwert.

 

Schlechte Stoffwechseleinstellung fördert dermatologische Veränderungen

Bei Diabetes auf die Hautgesundheit achten

 

Berlin (22. Februar 2011) – Ursache für Hautbeschwerden wie starken Juckreiz, Blasenbildung, Rötungen oder Furunkel kann eine schlecht eingestellte Diabeteserkrankung sein. Menschen mit Diabetes sollten daher eine möglichst gute Stoffwechseleinstellung anstreben und ihre empfindliche Haut pflegen. diabetesDE empfiehlt Betroffenen, Hautprobleme vom Dermatologen behandeln zu lassen und ihn über ihren Diabetes zu informieren. Manche Hauterkrankungen können auch auf einen noch nicht festgestellten Diabetes mellitus hinweisen. Dies sollten Dermatologen in ihre Diagnosestellung einbeziehen.

 

teendiabUrsachenforschung zum Typ-1-Diabetes bei Jugendlichen

Zwischenbilanz nach zwei Jahren TEENDIAB-Studie

 

München (22. Februar 2011) - Seit circa zwei Jahren läuft deutschlandweit die TEENDIAB-Studie. Ziel der Beobachtungsstudie ist es herauszufinden, warum Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und achtzehn Jahren an Typ-1-Diabetes erkranken. Die Beantwortung dieser Frage soll dabei helfen, in möglichst naher Zukunft Techniken zur Verhinderung von Typ-1-Diabetes zu entwickeln. Durchgeführt wird die TEENDIAB-Studie von Univ.-Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, der Leiterin der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München.

 

Kompetenznetz Diabetes mellitus

Erste Ergebnisse

 

München (15. Februar 2011) - Seit über zwei Jahren erforschen Wissenschaftler aus sieben Verbunden des Kompetenznetzes die Volkskrankheit Diabetes. Das erklärte Ziel des Forschungsnetzwerks ist es, in 25 Teilprojekten den Ursachen von Diabetes auf den Grund zu gehen, die Entstehungsbedingungen zu erforschen und die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern. Inzwischen gibt es die ersten Ergebnisse im Überblick.

Erste medikamentöse Therapie beim Diabetischen Makulaödem (DMÖ)

Rascher und anhaltender Visusgewinn mit Lucentis® – oder wie zwei Zeilen mehr das Leben von Diabetikern verändern

 

  • Lucentis® (Wirkstoff Ranibizumab) setzt neue Maßstäbe: Erste medikamentöse Therapie für die Behandlung von Patienten, die infolge ihrer Diabetes-Erkrankung ein klinisch signifikantes Diabetisches Makulaödem (DMÖ) entwickeln.
  • Rasche und nachhaltige Visusverbesserung: Vier von zehn Patienten können wieder mindestens zwei Zeilen mehr lesen – und so das Leben neu entdecken.
  • Erblindung im erwerbsfähigen Alter: Diabetes-bedingte Augenerkrankungen, wie z.B. DMÖ, gelten in den meisten Industrienationen als Hauptursache.

 

Frankfurt am Main (27. Januar 2011) – Es gilt als unser wichtigstes Sinnesorgan: das Auge. Arbeit am Bildschirm, Autofahren, Lesen, Verreisen – ohne unser Augenlicht ist dies stark eingeschränkt oder gar undenkbar. Doch trotz verbesserter Diagnostik und guter Behandlungsmethoden erkranken jährlich rund 5.500 Diabetiker neu an einem sogenannten Diabetischen Makulaödem (DMÖ). Diese Augenerkrankung ist bis heute die häufigste Ursache für schwere Sehbehinderungen unter Menschen im erwerbsfähigen Alter. Unscharfes, verschwommenes Sehen, dunkle Flecken oder rote Schleier im Gesichtsfeld sind die Folge. Wurden diese Patienten bisher per Laserphotokoagulation behandelt, steht Augenärzten mit Lucentis (Wirkstoff Ranibizumab) künftig eine Therapieoption zur Verfügung, die diesen Prozess nicht nur stoppen kann, sondern mit der Patienten Sehkraft zurückgewinnen können.

 

SilverStarFörderpreis der BERLIN-CHEMIE AG

Silver Star – Aktiv für ältere Patienten

 

Einsendeschluss für Bewerbungen: 30. Juni 2011

 

Berlin (21. Januar 2011) - In Würde altern, das ist es, was sich jeder Mensch wünscht. Gesundheit und ein selbstbestimmtes Leben gehören dazu. Dass ein erfülltes Leben auch für ältere Menschen mit Diabetes möglich bleibt, das ist das Ziel des Silver Star – dem Förderpreis von BERLIN-CHEMIE, der 2011 zum ersten Mal ausgeschrieben wird. Mit insgesamt 25.000 EUR sollen praxisorientierte Projekte gefördert werden, die zu einer Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen mit Diabetes beitragen. Vertreter der Jury aus Diabetologen und Altersmedizinern sprachen in Berlin über die Hintergründe und Ziele des Förderpreises.

 

FINE STAR Sieger 2010: Drei Projekte, die viel bewegen

 

  • Jury kürte die Gewinner des Bayer-Preises für kreative Kinderdiabetesprojekte:
  • Platz 1 – Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke: „Geschwisterwochenende“
  • Platz 2 – Dr. Karsten Milek vom Diabetesschulungszentrum Hohenmölsen: „KiDS-Kurs“
  • Platz 3 – Dr. Carsten Petersen & der Holmer Segelverein Schleswig e.V.: „Schlei-Piraten“

 

Preisverleihung des FINE STAR 2010 am 21. Januar 2011 in Berlin. Photo: Tom MillerBerlin (21. Januar 2011) – Zum dritten Mal schrieb Bayer Diabetes Care im Mai 2010 den FINE STAR aus. Mit dem Preis werden Projekte gewürdigt und gefördert, die sich in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche mit Diabetes einsetzen. Wieder haben sich zahlreiche kinderdiabetologische Einrichtungen und Selbsthilfegruppen beworben – keine leichte Aufgabe für die fünfköpfige Jury, die aus der Vielzahl der kreativen Bewerbungen schließlich die drei Sieger wählte. Am 21. Januar 2011 wurden die drei Preisträger im Rahmen des Kirchheim Forums ausgezeichnet. „Auch 2010 haben wir wieder drei Initiativen ausfindig gemacht, die viel bewegen. Sie ermutigen die erkrankten Kinder und ihre Familien darin, den Diabetes anzunehmen und helfen ihnen dabei, die chronische Erkrankung im täglichen Leben zu managen“, so Jurymitglied Prof. Dr. Thomas Danne, Chefarzt im Kinderkrankenhaus auf der Bult.