Diabetes

Abb.: Druckmessstrumpf mit integrierten Elastomersensoren. © Fraunhofer ISCWundschutz

Druckmessstrumpf für Diabetiker

 

Würzburg (5. Mai 2015) - Diabetiker haben häufig kein Empfinden in den Füßen, sie registrieren Druck- und Temperatursignale nicht. Die Folge: Unbemerkt entstehen Wunden, die sich zu Geschwüren auswachsen. Vielen Diabetes-Patienten müssen Zehen und Füße amputiert werden. Ein neuartiger Messstrumpf von Fraunhofer-Forschern soll künftig vor Wunden schützen. Das integrierte Sensorsystem warnt bei zu hoher Druckbelastung. Der Prototyp des Druckmessstrumpfs wird vom 19. bis 21. Mai auf der Messe SENSOR+TEST vorgestellt.

Dulaglutid bei Typ-2-Diabetes:

Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen mit kurzwirksamem Insulin

 

Köln (4. Mai 2015) - Dulaglutid ist seit 2014 allein oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einer Dossierbewertung überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien einen Zusatznutzen bietet.

Toujeo: Packung mit Pen. Photo: Sanofi-AventisToujeo® zur Behandlung von Diabetes bei Erwachsenen in der Europäischen Union zugelassen

Neues Basalinsulin zeigte Blutzuckerkontrolle mit weniger bestätigten Hypoglykämien bei Typ-2-Diabetes

 

Frankfurt am Main (28. April 2015) – Sanofi hat bekanntgegeben, dass die Europäische Kommission die Marktzulassung für Toujeo® (Insulin glargin zur Injektion U300, 300 Einheiten/ml), einem Basalinsulin der nächsten Generation zur Behandlung von Erwachsenen mit Diabetes-Typ-1 oder Typ-2, erteilt hat. „Die Marktzulassung von Toujeo® in der EU ist ein wichtiger Meilenstein für Sanofi, der unser integriertes Portfolio für Menschen mit Diabetes in Europa erweitert“, kommentierte Pierre Chancel, Senior Vice-President, Global Diabetes bei Sanofi. „Insulin glargin U300 gibt Menschen mit Diabetes und ihren Ärzten eine neue Möglichkeit, um ihre Erkrankung zu managen und bekräftigt unser Anliegen, die Qualität der Diabetesversorgung weiterhin zu verbessern.“ 

10 Jahre „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“

Mit dem Fahrrad zum Frühstück

 

Frankfurt am Main (7. April 2015) – Anlässlich des zehnjährigen Geburtstages der von Sanofi im Jahr 2005 initiierten Diabetesaktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“, radelten die Besucher in Dresden, wie auch deren Bürgermeister Martin Seidel, weit über 100 km auf dem Müslifahrrad. Damit wurde die Messlatte für die nächste Station der Diabetesaktion am 23. und 24. Juli 2015 in Sulzbach/Main-Taunus-Kreis hoch angesetzt.

Diabetes Mediendialog 2015: Prävention und Personalisiertes Diabetes Management im Fokus. Prävention und Personalisiertes Diabetes Management waren die Themen des diesjährigen Diabetes Mediendialogs auf Schloss Hohenkammer bei München. Experten aus Medizin, Wirtschaft, Politik und Versorgung diskutierten über Ansätze zur Primärprävention, den Unterschied zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention, sowie die Notwendigkeit einer nationalen Diabetes-Strategie. Auch Sekundär- und Tertiärprävention wurden beleuchtet: Eine moderne und strukturierte Versorgung aller Patienten sei hier der erfolgversprechendste Ansatz, waren sich die Experten einig. Personalisiertes Diabetes Management könne dazu beitragen. Photo: Roche DiagnosticsDiabetes Mediendialog 2015

Prävention und Personalisiertes Diabetes Management im Fokus

 

Hohenkammer (13. März 2015) - Prävention und Personalisiertes Diabetes Management waren die Themen des diesjährigen Diabetes Mediendialogs auf Schloss Hohenkammer bei München. Experten aus Medizin, Wirtschaft, Politik und Versorgung diskutierten über Ansätze zur Primärprävention, den Unterschied zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention, sowie die Notwendigkeit einer nationalen Diabetes-Strategie. Auch Sekundär- und Tertiärprävention wurden beleuchtet: Eine moderne und strukturierte Versorgung aller Patienten sei hier der erfolgversprechendste Ansatz, waren sich die Experten einig. Personalisiertes Diabetes Management könne dazu beitragen.

Personalized Diabetes Management – Today and Tomorrow

Cutting-edge technology and holistic approach to pay off to a simplified and improved therapy

 

Paris, France (February 18, 2015) -Technological innovations offer a vast number of benefits to everyday life. But do we have the right tools at hand to truly improve the lives of people with diabetes? They are required to manage their chronic condition 365 days a year. This equals about 8.756 hours of self-management and therapy adjustments. Moreover, everyday reality shows that independent of having type 1 or type 2, people with diabetes currently spend less than 5 hours per year with their specialist. The key question therefore is: What is needed to best support them as well as their caregivers in their daily diabetes management routines? Renowned international experts discussed at the Roche Diabetes Care media event on the occasion of the 8th annual meeting on “Advanced Technologies and Therapeutics for Diabetes” in Paris, France, how technological innovations like the Accu-Chek® Connect and the Accu-Chek® Insight systems as well as the holistic therapy approach of Personalized Diabetes Management support an improved therapy outcome and how they can offer people with diabetes the opportunity to live less restricted by their chronic condition.

Personalisiertes Diabetes Management – heute und morgen

Spitzentechnologie und ganzheitlicher Ansatz für optimierte Therapie

 

Mannheim/Paris, Frankreich (18. Februar 2015) - Technologische Innovationen erleichtern das Alltagsleben in vielfältiger Weise. Aber stehen auch die richtigen Hilfsmittel zur Verfügung, um das Leben von Menschen mit Diabetes entscheidend zu verbessern? Sie müssen ihre chronische Erkrankung an 365 Tagen im Jahr bewältigen. Das sind rund 8.756 Stunden Selbstmanagement und Therapieanpassungen. Die zentrale Frage lautet daher: Was ist nötig, um sie und auch ihre Betreuer im täglichen Diabetes Management optimal zu unterstützen? Internationale Experten diskutierten im Rahmen des achten ATTD-Kongresses (Advanced Technologies & Treatments for Diabetes) in Paris, Frankreich, über technische Innovationen und ganzheitliche Therapieansätze. Im Fokus der Diskussion standen Accu-Chek® Connect und das Accu-Chek® Insight Insulinpumpensystem sowie das personalisierte Diabetesmanagement für bessere Therapieergebnisse und die Erleichterung des Alltags.

Insulin glargin

Bessere Stoffwechseleinstellung und weniger Hypoglykämien

 

Frankfurt am Main (6. Februar 2015) – Für Menschen mit Typ-2-Diabetes, die mit Lebensstiländerungen und oralen Antidiabetika allein ihre Blutzuckerwerte nicht ausreichend kontrollieren können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Therapie­intensivierung. Anlässlich einer Pressekonferenz in Berlin1 wurden die Vorteile einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) mit Insulin glargin (Lantus®) diskutiert.  

Patientendaten aus neun randomisierten, kontrollierten Studien, in denen jeweils die BOT mit Insulin glargin mit anderen Therapieregimen verglichen worden war, wurden in einer gepoolten Analyse2 zusammengefasst. Zu den Vergleichstherapien gehörten Lebensstiländerungen, die Zugabe weiterer oraler Antidiabetika oder Mischinsulin, der Beginn einer Insulintherapie mit NPH-Insulin sowie der Start einer supplementären Insulintherapie (SIT) mit Insulin lispro. Alle eingeschlossenen Patienten wiesen kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Hypertonie, Dyslipidämie oder/und eine koronare Herzkrankheit auf.

Häufiger als angenommen

Polyneuropathie durch Diabetes-Behandlung

 

Berlin (4. Februar 2015) - Polyneuropathien nach einer erfolgreichen Blutzuckersenkung sind offenbar stärker verbreitet als angenommen: Fast 11 Prozent der Diabetiker erlitten gemäß einer neuen Studie schmerzhafte Nervenschäden – je schneller der Blutzucker kontrolliert wird, desto größer scheint das Risiko. „Diese Arbeit ist von großer praktischer Bedeutung“, sagt Professor Claudia Sommer von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). „Wenn sich die Befunde bestätigen, müsste der Stoffwechsel bei Patienten mit Diabetes in Zukunft deutlich langsamer normalisiert werden“, so die leitende Oberärztin an der Neurologischen Klinik der Universität Würzburg.

10 Jahre Diabetesaufklärung

Aktuelle Auswertung von „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ zeigt einen unverändert hohen Handlungsbedarf

 

Frankfurt (2. Februar 2015) – Die Aufklärung über die Volkskrankheit Diabetes bleibt unverändert wichtig. Dies zeigt die aktuelle Auswertung des Diabetesrisikochecks der von Sanofi initiierten bundesweiten Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“: Über die Hälfte (58 Prozent) aller Teilnehmer (n=1.987) hatte 2014 demnach ein erhöhtes Risiko, in den nächsten zehn Jahren an Diabetes zu erkranken. Zurzeit gibt es ca. sechs Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland. Täglich kommen 1.000 Neuerkrankungen hinzu.1 Bei der Aktion waren 69 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes, die ihren Langzeitblutzuckerwert überprüfen ließen (n=431), mit einem HbA1c-Wert  über sieben Prozent nicht optimal eingestellt. Damit steigt das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und  Schlaganfall. Nach zehn Jahren Diabetesaufklärung motivieren diese Daten Sanofi und mehr als 20 Partner, weiterhin zu informieren. So wird sich „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ im Jahr 2015 weiterhin für Prävention, Vorbeugung und ein besseres Leben mit der Volkskrankheit einsetzen. Erste Termine der Aktionstage in diesem Jahr sind der 23./24. April 2015 in Hamburg und der 23./24. Juli 2015 in Frankfurt.

Abb.: Humalog® 200 E/ml im KwikPen: Das erste konzentrierte Mahlzeiteninsulin. Photo: Lilly DeutschlandNeue Option für Patienten mit einer Mahlzeiteninsulintherapie

Humalog® 200 E/ml im KwikPen:
Das erste konzentrierte Mahlzeiteninsulin

 

Bad Homburg (27. Januar 2015) - Die europäische Gesundheitsbehörde (EMA) hat Ende September die Zulassung für Humalog® 200 E/ml im KwikPen von Lilly Diabetes erteilt. Das erste konzentrierte Mahlzeiteninsulin ist eine Weiterentwicklung des bewährten Humalog®. Es ist doppelt so hoch konzentriert wie Humalog®, so dass Menschen mit Diabetes die gleiche glykämische Kontrolle bei halbem Injektionsvolumen erhalten. Die Substanz wird ab dem 15. Februar 2015 in Deutschland verfügbar sein.

BVMed setzt sich für Stärkung des Diabetes-Selbstmanagements ein

Keine Verordnungsobergrenze für Blutzuckerteststreifen

 

Berlin (27. Januar 2015) - Für die Verordnung von Blutzuckerteststreifen bei insulinpflichtigem Diabetes gibt es keine Obergrenzen. Darauf hat der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen Positionspapier hingewiesen. Ärzte dürfen ihren Patienten die Menge an Teststreifen verschreiben, die diese nach ärztlicher Einschätzung benötigen. "Die ausreichende Verordnung von Blutzuckerteststreifen bei Diabetes-Patienten mit Insulinpflicht ist unverzichtbar zur Kontrolle und sicheren Einstellung des Blutglukosewerts, sowie für die korrekte Behandlung", heißt es in dem Papier des BVMed-Fachbereichs Diabetes.

Abb.: Der Messkopf des «Glucolight» mit der «smarten» Membran. Bild: EmpaBlutzuckermessung

Licht statt Spritze

 

Zürich, Schweiz (21. Januar 2015) - Die Empa und das Universitätsspital Zürich haben zusammen einen Sensor entwickelt, der den Blutzucker durch Hautkontakt misst. Das Besondere dabei: Es ist keine Blutentnahme nötig, nicht einmal zur Kalibrierung des Sensors. Eingesetzt werden soll «Glucolight» zunächst bei Frühgeborenen, um eine Unterzuckerung und daraus folgende Hirnschäden zu vermeiden.

Albiglutid bei Typ-2-Diabetes

Anhaltspunkt für geringen Zusatznutzen

 

  • Weniger symptomatische Hypoglykämien bei Kombination mit Metformin
  • Kein Zusatznutzen für andere Indikationen

 

Köln (2. Januar 2015) - Albiglutid (Handelsname Eperzan) ist seit März 2014 für Erwachsene zugelassen, die an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind und bei denen Ernährungsumstellung und Bewegung einen erhöhten Blutzuckerspiegel nicht ausreichend senken. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einer Dossierbewertung überprüft, ob der Wirkstoff bei diesen Patientengruppen gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien einen Zusatznutzen bietet. Demnach gibt es einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für Albiglutid plus Metformin im Vergleich zu Metformin plus Sulfonylharnstoff, da Unterzuckerungen seltener auftreten.

Hypoglykämien – auch eine Gefahr für die Therapietreue. Auf dem Weg zum Closed Loop

Die sensorunterstützte Pumpentherapie gibt Diabetespatienten Sicherheit

 

Bad Heilbrunn/Leipzig (21. November 2014) – Menschen mit Typ-1-Diabetes erleben durchschnittlich zwei Hypoglykämien pro Woche und bis zu 1,7 schwere Unterzuckerungen pro Jahr.(1) „Modernes Diabetesmanagement bedeutet deshalb mehr als einen niedrigen HbA1c-Wert zu erzielen, um schwerwiegende Folgeerkrankungen zu verhindern. Genauso wichtig ist es, Hypoglykämien zu vermeiden, denn sie sind für die Patienten eine große Belastung“, erklärt Dr. Andreas Liebl, Chefarzt Innere Medizin/Diabetologie an der Fachklink Bad Heilbrunn. „Eine zeitgemäße Diabetestherapie sollte einen guten HbA1c-Wert erreichen und dabei das Hypoglykämierisiko möglichst gering halten.“ Um dem Patienten ein Gefühl von Sicherheit zu geben, ist es entscheidend, dass er seiner Therapie vertraut. Eine zentrale Rolle spielt hier die Genauigkeit der verwendeten Blutzuckermesssysteme (z. B. Contour® Next Link von Bayer). Darüber hinaus können Patienten dem Ziel einer guten Diabeteseinstellung mit geringem Hypoglykämierisiko durch eine sensorunterstützte Pumpentherapie (z.B. MiniMed® Veo™ System von Medtronic) ein gutes Stück näher kommen.

Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

Hypoglykämien durch hohe Therapiesicherheit reduzieren

 

  • Bayer Diabetes Care und Medtronic bieten ideal aufeinander abgestimmte und hoch qualitative Systeme für mehr Therapiesicherheit in der Pumpentherapie
  • Studien belegen hohe Messgenauigkeit der Contour® Next Systeme

 

Leipzig (21. November 2014) – Hypoglykämien zählen zu den häufigsten Notfällen bei Menschen mit Diabetes: Im Durchschnitt erfährt ein Mensch mit Typ-1-Diabetes etwa zwei Hypoglykämien pro Woche und 1 bis 1,7 schwere Unterzuckerungen pro Jahr.(1) 53 Prozent der Menschen mit Typ-1-Diabetes haben zudem große Angst eine Hypoglykämie zu bekommen.(2) „Hypoglykämien sind für die Betroffenen eine große Belastung“, erläuterte Dr. Andreas Liebl von der Fachklink Bad Heilbrunn, auf dem gemeinsamen Symposium von Medtronic und Bayer HealthCare im Rahmen der diesjährigen Herbsttagung des DDG in Leipzig. „Treten Hypoglykämien gehäuft auf, können sie zudem eine gute Blutzuckereinstellung erschweren.“

Schulungslandschaft Diabetes

Mit individualisierten Schulungsprogrammen in die Zukunft

 

Leipzig (21. November 2014) - Ob alters- oder problemspezifisch – individualisierte Schulungsprogramme helfen die Lebensqualität von Menschen mit Diabetes zu verbessern. In einem Symposium der Berlin-Chemie AG auf der diesjährigen Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Leipzig* wurde zum einen die Strukturierte Geriatrische Schulung SGS speziell für ältere türkischstämmige Menschen mit Typ-2-Diabetes vorgestellt. Zum anderen wurden die neuen problemspezifischen Module „Diabetes und Ernährung“ und „Diabetes und Folgeerkrankungen“ des zertifizierten Gruppenschulungsprogramms PRIMAS** für Erwachsene mit Typ-1-Diabetes präsentiert.

 

Herstellerdossier liefert für kein Anwendungsgebiet geeignete Daten:

Typ-2-Diabetes: Zusatznutzen von Canagliflozin plus Metformin ist nicht belegt

 

Köln (17. November 2014) - Die Fixkombination von Canagliflozin mit Metformin (Handelsname Vokanamet) ist seit April 2014 für Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen, bei denen Ernährungsumstellung und Bewegung einen erhöhten Blutzuckerspiegel nicht ausreichend senken. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun in einer Dossierbewertung überprüft, ob die neue Wirkstoffkombination gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Aus dem Dossier lässt sich ein solcher Zusatznutzen jedoch nicht ableiten, da der Hersteller für keines der möglichen Anwendungsgebiete geeignete Daten vorgelegt hat.

Vergleich unterschiedlicher Therapieregime macht eindeutige Zurückführung der Wirkung auf den Wirkstoff unmöglich

Empagliflozin bei Typ-2-Diabetes: Zusatznutzen nicht belegt

 

Köln (17. November 2014) - Empagliflozin (Handelsname Jardiance) ist seit Mai 2014 für Erwachsene zugelassen, die an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind und bei denen eine Ernährungsumstellung und Bewegung zur Blutzuckerkontrolle nicht ausreichen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einer Dossierbewertung überprüft, ob der Wirkstoff bei diesen Patientengruppen gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien einen Zusatznutzen bietet.

Früher Einstieg in die Therapie und vermindertes Hypoglykämierisiko mit Insulin glargin sind Wegbereiter für eine erfolgreiche Insulintherapie. Seit über 14 Jahren ist Insulin glargin (Lantus®) ein wichtiger Begleiter von bereits acht Millionen Menschen mit Diabetes weltweit, wurde in mehr als 1.500 Publikationen bedacht und ist das am meisten verordnete Basalinsulin“, so Prof. Hellmut Mehnert, München.1,2 Die Vorzüge der Insulintherapie mit Insulin glargin zeigen sich dabei sowohl für die Therapie der Menschen mit Typ-1 als auch mit Typ-2-Diabetes. Photo: Tom MillerDiabetes

Früher Einstieg in die Therapie und vermindertes Hypoglykämierisiko mit Insulin glargin sind Wegbereiter für eine erfolgreiche Insulintherapie

 

Frankfurt-Sulzbach (4. November 2014) – „Seit über 14 Jahren ist Insulin glargin (Lantus®) ein wichtiger Begleiter von bereits acht Millionen Menschen mit Diabetes weltweit, wurde in mehr als 1.500 Publikationen bedacht und ist das am meisten verordnete Basalinsulin“, so Prof. Hellmut Mehnert, München.1,2 Die Vorzüge der Insulintherapie mit Insulin glargin zeigen sich dabei sowohl für die Therapie der Menschen mit Typ-1 als auch mit Typ-2-Diabetes.

Ist Süßstoff bei Diabetes empfehlenswert?

 

Berlin (7. Oktober 2014) – Den Kaffee oder Tee mit Süßstoffen zu süßen, gilt für Menschen mit Diabetes seit langem als empfehlenswerte Alternative zu Zucker. Doch in jüngster Zeit wird in den Medien von den synthetischen kalorienfreien Süßungsmitteln abgeraten, da diese angeblich langfristig sogar Diabetes begünstigen sollen. Maßgebliche nationale und europäische Behörden und Fachgesellschaften stufen die zugelassenen Süßstoffe in alltagsüblichen Verzehrmengen jedoch als sicher für die menschliche Gesundheit ein. Ob Zucker oder Süßstoffe empfehlenswerter sind, erklärt Diplom-Oecotrophologin Sibylle Kapellen, Ernährungstherapeutin der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche in Leipzig im nächsten Experten-Chat von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Fragen rund um das Thema Zuckerersatzstoffe können ab sofort eingesendet werden.

Erhöhung des Blutzuckers

Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie warnt: Künstliche Süßstoffe könnten Diabetesrisiko erhöhen

 

Altdorf (26. September 2014) - Synthetische Süßstoffe wie Aspartam und Saccharin sind Ersatzstoffe für Zucker und übertreffen sogar noch seine Süßkraft. Im Gegensatz zu Zucker enthalten sie keine Kalorien. Sie machen oder halten deshalb aber noch lange nicht schlank. Über eine Störung der Darmbakterien können sie sogar den Blutzucker erhöhen und damit das Diabetesrisiko steigern, zeigen Forschungsergebnisse aus Tierversuchen und an freiwilligen Versuchspersonen. Künstliche Süßstoffe sind nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) deshalb kein geeignetes Mittel, um das Gewicht zu halten oder gar um abzunehmen.

Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisiert Entscheidung des G-BA zu Canagliflozin

Neuer Wirkstoff wird Patienten mit Diabetes mellitus in Deutschland künftig vorenthalten

 

Berlin (26. September 2014) – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), das Diabetesmedikament Canagliflozin nicht von den Krankenkassen erstatten zu lassen, scharf kritisiert. Der G-BA verhindere durch seine Entscheidung die Einführung einer neuen Gruppe von effektiven und sicheren Wirkstoffen, die für die Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes benötigt werden, erklärte DDG Präsident Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel. Auf Grund des Beschlusses wird der Vertrieb in Deutschland nun eingestellt.

EASD-Kongress: Vernetzte Systeme für das Personalisierte Diabetes Management. Im Rahmen des EASD-Kongresses in Wien diskutierten Experten über neue, digitale Lösungen zur Verbesserung der Diabetes-Versorgung und zur Optimierung des Diabetes Managements. Mobile Gesundheitslösungen (mHealth) wie beispielsweise das Accu-Chek® Connect System tragen zu dieser Entwicklung bei: Auf Basis der innovativen Technik können persönliche Diabetesdaten von Arzt und Patient virtuell eingesehen und bewertet werden. Die dadurch entstehende Transparenz ermöglicht schnelle Absprachen zwischen allen Beteiligten sowie eine lückenlose Übersicht. Photo: Roche DiagnosticsEASD-Kongress

Vernetzte Systeme für das Personalisierte Diabetes Management

 

Wien, Österreich (24. September 2014) - Im Rahmen des EASD-Kongresses in Wien diskutierten Experten über neue, digitale Lösungen zur Verbesserung der Diabetes-Versorgung und zur Optimierung des Diabetes Managements. Mobile Gesundheitslösungen (mHealth) wie beispielsweise das Accu-Chek® Connect System tragen zu dieser Entwicklung bei: Auf Basis der innovativen Technik können persönliche Diabetesdaten von Arzt und Patient virtuell eingesehen und bewertet werden. Die dadurch entstehende Transparenz ermöglicht schnelle Absprachen zwischen allen Beteiligten sowie eine lückenlose Übersicht.

Konsequenz aus dem G-BA-Beschluss vom 4. September gezogen

Janssen stellt den Vertrieb für Invokana® (Canagliflozin) in Deutschland ein

 

Neuss (23. September 2014) - Das forschende Pharmaunternehmen Janssen stellt ab sofort den Vertrieb für das Medikament Invokana (Canagliflozin) in Deutschland ein. Folglich wird Janssen nicht in Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband eintreten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seinem Beschluss vom 4. September diesen Jahres Invokana mit „kein Zusatznutzen“ bewertet. Das Medikament ist ein Vertreter der neuen Substanzklasse der SGLT-2-Inhibitoren zur Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus.

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ deckt auf: Einzigartige Auswertung bestätigt Diskussion um Nationalen Diabetesplan. Die bundesweite Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ bestätigt mit einer einzigartigen Auswertung den vielfach vorgeschlagenen nationalen Diabetesplan, denn es besteht großer Handlungsbedarf für Deutschland. Zwischen 2005 und 2011 haben bei der von Sanofi initiierten Diabetesaktion fast 25.000 Menschen an einem Diabetes-Risikocheck teilgenommen. Die Ergebnisse aus sieben Jahren unermüdlicher Aufklärungsarbeit wurden analysiert und aktuell publiziert: Jeder zweite Teilnehmer hatte ein erhöhtes Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahre zu erkranken – und dieses stieg seit 2005 signifikant an. Fast jeder zweite Mensch mit Diabetes erreichte seinen Blutzuckerzielwert größtenteils nicht. Damit wird das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall größer. „Die riesige Datenmenge, der lange Beobachtungszeitraum und die hohe Relevanz der Ergebnisse macht die Auswertung einzigartig und zeigt, wie wichtig die Aufklärung über die Volkskrankheit bleibt. Aktionen wie diese können dazu beitragen, die dringend gebotene Aufmerksamkeit für das Thema Diabetes zu erhöhen“, so PD Dr. Werner Hopfenmüller, Berlin.„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ deckt auf

Einzigartige Auswertung bestätigt Diskussion um Nationalen Diabetesplan

 

Berlin (19. September 2014) – Die bundesweite Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ bestätigt mit einer einzigartigen Auswertung den vielfach vorgeschlagenen nationalen Diabetesplan, denn es besteht großer Handlungsbedarf für Deutschland. Zwischen 2005 und 2011 haben bei der von Sanofi initiierten Diabetesaktion fast 25.000 Menschen an einem Diabetes-Risikocheck teilgenommen. Die Ergebnisse aus sieben Jahren unermüdlicher Aufklärungsarbeit wurden analysiert und aktuell publiziert: Jeder zweite Teilnehmer hatte ein erhöhtes Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahre zu erkranken – und dieses stieg seit 2005 signifikant an. Fast jeder zweite Mensch mit Diabetes erreichte seinen Blutzuckerzielwert größtenteils nicht. Damit wird das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall größer. „Die riesige Datenmenge, der lange Beobachtungszeitraum und die hohe Relevanz der Ergebnisse macht die Auswertung einzigartig und zeigt, wie wichtig die Aufklärung über die Volkskrankheit bleibt. Aktionen wie diese können dazu beitragen, die dringend gebotene Aufmerksamkeit für das Thema Diabetes zu erhöhen“, so PD Dr. Werner Hopfenmüller, Berlin.

Deutsche Diabetes Gesellschaft bringt elektronischen Diabetes-Pass heraus

Mit der kostenfreien App die Diabetes-Therapiesteuerung optimieren

 

Berlin (25. August 2014) – Der Diabetes-Pass ist ein wichtiges und weit verbreitetes Hilfsmittel für Menschen mit Diabetes, das den über sechs Millionen Betroffenen in Deutschland das Leben erleichtert. In der Therapiesteuerung und Begleitung der Patienten hat sich das „kleine blaue Buch“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in den letzten 20 Jahren sehr bewährt. Die zusammen mit dem Börm Bruckmeier Verlag entwickelte elektronische Version des Diabetes-Passes gibt es nun mit zusätzlichen Funktionen als Gratis-App für iOS- und Android-Smartphones oder -Tablets.

 

Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisiert G-BA-Entscheidung

Kostenreduktion zu Lasten der Therapiesicherheit von Patienten mit Typ-2-Diabetes

 

Berlin (14. August 2014) – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) kritisiert den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), wonach die Kombination der beiden Diabeteswirkstoffe Dapagliflozin und Metformin in Tablettenform angeblich keinen therapeutischen Zusatznutzen für Diabetespatienten aufweist. Die Fachgesellschaft hat für diese aus ihrer Sicht komplette Fehleinschätzung kein Verständnis, insbesondere da diese Fehlentscheidung des G-BA Patienten gefährde.

Screening von Schwangerschaftsdiabetes

Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert Verbot ungeeigneter Blutentnahmesysteme

 

Berlin (13. August 2014) – Nur Blutentnahmeröhrchen, die neben Natrium-Fluorid auch Citrat enthalten, können zuverlässig über einen Schwangerschaftsdiabetes Auskunft geben. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hin. „Uns liegen Hinweise vor, dass einige Frauenärzte und Labormediziner immer noch Blutentnahmesysteme nutzen, die allein Natrium-Fluorid enthalten“, erklärt Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, Präsident der DDG. Bei diesen Systemen bestehe die Gefahr, einen Schwangerschaftsdiabetes zu übersehen. Die DDG fordert die Krankenkassen auf, bei Nutzung ungeeigneter Systeme die Kostenerstattung für das Screening zu stornieren. Hersteller sollten zudem die Produktion und den Vertrieb reiner Natrium-Fluorid-Blutentnahmesysteme unverzüglich einstellen. 

DeutscheDiabetesHilfe_LogoLeitfaden zur Blutzuckermesskontrolle für Health Care Professionals

Wie oft ist Blutzuckermessen sinnvoll?

Berlin (11. August 2014) – Seit mehr als 35 Jahren stehen Menschen mit Diabetes mellitus Verfahren zur Blutzucker-Selbstkontrolle zur Verfügung. Sie machen den Blutzucker sichtbar und bieten Betroffenen die Möglichkeit, eigenverantwortlich für eine gute Stoffwechseleinstellung zu sorgen. Voraussetzung ist die korrekte Durchführung der Blutzuckermessung. Betroffene erlernen dies in ihrer Diabetesberatung – bzw. Schulung, die von ihren Diabetesberaterinnen durchgeführt werden. Doch wie oft und zu welchen Zeitpunkten Blutzuckermessungen bei welchem Status der Erkrankung notwendig sind, geht nach Meinung des Verbandes der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe (VDBD) nicht ausreichend aus den wissenschaftlichen Leitlinien hervor. Daher hat der VDBD im Sinne einer „Best Practice“ das bewährte Wissen der Diabetesberaterinnen zur strukturierten Blutzucker-Selbstkontrolle in dem ersten „Leitfaden zur Blutzucker-Selbstkontrolle in Beratung und Therapie“ zusammengefasst.

Aktuelle Daten vom ADA 2014 unterstreichen die Effektivität und Sicherheit von Lantus®. „Die Rolle von Insulin glargin (Lantus® ) als Goldstandard der Therapie langwirksamer Basalinsuline wurde auf der diesjährigen Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA) im Juni 2014 erneut untermauert. Insulin glargin wurde in den auf dem ADA vorgestellten Untersuchungen mit neuen Basalinsulinen als Vergleichssubstanz eingesetzt“, betonte Professor Dr. Martin Pfohl, Duisburg. Photo: SanofiDiabetes

Aktuelle Daten vom ADA 2014 unterstreichen die Effektivität und Sicherheit von Lantus®

 

Frankfurt (6. August 2014) – „Die Rolle von Insulin glargin (Lantus® ) als Goldstandard der Therapie langwirksamer Basalinsuline wurde auf der diesjährigen Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA) im Juni 2014 erneut untermauert. Insulin glargin wurde in den auf dem ADA vorgestellten Untersuchungen mit neuen Basalinsulinen als Vergleichssubstanz eingesetzt“, betonte Professor Dr. Martin Pfohl, Duisburg.

IQWiG: Zusatznutzen von Insulin degludec ist nicht belegt

 

Köln (1. August 2014) - Insulin degludec (Handelsname Tresiba) ist seit Januar 2013 für Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun in einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff alleine oder in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Medikamenten gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Das Dossier ist inhaltlich unvollständig, weshalb sich ein Zusatznutzen daraus nicht ableiten lässt. Zum einen wurden relevante Studien ohne erkennbaren Grund ausgeschlossen. Zum anderen fehlen für die im Dossier eingeschlossenen Studien wichtige Informationen zu Methodik und Ergebnissen.

Weltrekord bei Camp D: Feuer und Flamme für ein gesundes Leben mit DiabetesWeltrekord bei Camp D

Feuer und Flamme für ein gesundes Leben mit Diabetes

 

Bad Segeberg (16. Juli 2014) – Vom 10.-13. Juli stand Bad Segeberg zum vierten Mal ganz unter dem Eindruck von Camp D. Seit 2006 führt Novo Nordisk das größte Informationscamp Europas für junge Menschen mit Typ 1 Diabetes durch. 411 Teilnehmer zwischen 16 und 25 Jahren beschäftigten sich vier Tage lang mit Themen rund um Diabetes, tauschten sich mit Gleichgesinnten aus und nutzten intensiv das abwechslungsreiche Informations- und Sportangebot. Betreut wurden die jungen Erwachsenen von 126 Diabetologen, Psychologen und Diabetesberatern, die auch beim Aufstellen eines besonderen Weltrekords rund um die Uhr im Einsatz waren. Camp D soll Betroffenen helfen, noch mehr Selbstbewusstsein und Sicherheit für ihr Leben mit der chronischen Stoffwechselerkrankung zu gewinnen.

Neues Diabetesmedikament

Jardiance® – Neue Therapieoption bei Typ-2-Diabetes

Ingelheim und Bad Homburg (2. Juli 2014) – Ab dem 15. August 2014 wird das neue Diabetesmedikament Jardiance® (Empagliflozin) in Deutschland verfügbar sein. Der Wirkstoff gehört zur Substanzklasse der SGLT2-Hemmer und ist zur Behandlung von Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen sowohl als Monotherapie bei Metformin-Unverträglichkeit als auch als Add-on-Kombinationstherapie zugelassen.

Typ-2-Diabetes ist eine Krankheit mit progressivem Verlauf, wodurch eine effektive Blutzuckersenkung und Gewichtsabnahme nur schwer erreichbar sind. Mit Empagliflozin steht nun eine therapeutische Option zur Verfügung, die dieser Situation frühzeitig entgegenwirken kann: Die Substanz bewirkt die Ausscheidung überschüssiger Glucose über den Urin. Dadurch wird die Glucoselast unabhängig von der Betazellfunktion1,2, der Insulinresistenz1,2 und sogar unabhängig von der bereits bestehenden blutzuckersenkenden Therapie3 gesenkt.

Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisiert IQWiG-Bericht

Kombination Dapagliflozin plus Metformin hat einen klaren Zusatznutzen

 

Berlin (18. Juni 2014) – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat in einer Stellungnahme an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) den Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Bewertung der Fixdosiskombination von Dapagliflozin mit Metformin als nicht akzeptabel zurückgewiesen. Das IQWiG war zum Ergebnis gekommen, dass für diese Tablettenkombination kein therapeutischer Zusatznutzen belegt sei. „Es ist aber wissenschaftlich unbestritten, dass bei einer Dapagliflozin-Therapie weniger schwere Unterzuckerungen auftreten als etwa bei Sulfonylharnstoffen“, erklärt Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, Präsident der DDG. „Hinzu kommt, dass bei einer Fixdosiskombination nur noch eine einzige Tablette eingenommen werden muss, was die Therapietreue erhöht.“ Erneut habe das IQWiG eine kritikwürdige Bewertung aufgrund praxisferner, formaler Kriterien abgegeben, so Siegel.

 

Sanofi gibt positive Phase-3-Studienergebnisse für neues Insulin U300 bekannt

 

  • Metaanalyse dreier in der Endphase befindlicher Studien mit Typ-2-Diabetikern zeigt ein um 31 Prozent reduziertes Risiko für nächtliche Unterzuckerungen im Vergleich zu Insulin glargin
  • Alle Studien des klinischen Phase-3-Programms EDITION inklusive einer Studie mit Typ-1-Diabetikern erreichten ihren primären Endpunkt
  • Dossier zu neuem Insulin U300 wurde von der EMA angenommen

 

Frankfurt am Main (16. Juni 2014) – Sanofi gab heute die Ergebnisse einer Metaanalyse bekannt, in der während der achtwöchigen Titrationsphase unter dem neuen Insulin U300 konsistent und signifikant insgesamt weniger Unterzuckerungen auftraten als unter Lantus® (Insulin glargin). Dies galt einschließlich der nächtlichen Unterzuckerungen. Die Daten der Analyse stammten aus drei unterschiedlichen Populationen von Typ-2-Diabetikern.

 

Diabetes mellitus Typ 2

Zusatznutzen von Canagliflozin ist nicht belegt

 

  • Hersteller-Dossier liefert für kein Anwendungsgebiet geeignete Daten

 

Köln (16. Juni 2014) - Canagliflozin (Handelsname Invokana) ist seit November 2013 als Monotherapie und in verschiedenen Kombinationstherapien für Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen, bei denen Ernährungsumstellung und Bewegung einen erhöhten Blutzuckerspiegel nicht ausreichend senken. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat nun in einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff alleine (Monotherapie) oder in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Wirkstoffen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Aus dem Dossier lässt sich ein Zusatznutzen jedoch nicht ableiten, da der Hersteller für keines der möglichen Anwendungsgebiete geeignete Daten vorgelegt hat.

InsuPAD Starter_kit. Photo: Insuline medicalEinsatz von InsuPad bei Typ 1 und Typ 2 Diabetes mellitus

 

                                    • Prof. Stefan Jacob, Villingen-Schwenningen

 

Berlin (30. Mai 2014) - Das InsuPad-Gerät ist ein neuartiges Medizinprodukt, dass durch Erwärmung der Haut an der Injektionsstelle für eine bessere Insulinabsorption sorgt, und dadurch ein schnelleres Anfluten des Insulins ermöglicht. Es bleibt immer zu beachten, dass mit dem InsuPad unter Berücksichtigung eines schnelleren Wirkeintritts und einer kürzeren Wirkdauer des Insulins die üblichen Regeln zur Insulintherapie natürlich weiterhin gültig bleiben. Generell sind die praktischen Erfahrungen mit dem InsuPad sehr positiv.

Studienupdate zu InsuPad®

 

  • Prof. Dr. Dr. Andreas Pfützner, Diabeteszentrum und Praxis, Mainz

 

Berlin (30. Mai 2014) - InsuPad® erhöht die Verfügbarkeit von Insulin nach der Injektion durch Erhöhung der subkutanen Mikrozirkulation. Gleichzeitig wird mit InsuPad® bei jeder Injektion ein stabiler, lokaler anatomischer Hautzustand hergestellt, der die Aufnahme und damit auch die Steuerung der Insulintherapie vereinfacht. In der vergleichenden BARMER-Studie konnte gezeigt werden, dass das Erreichen des HbA1c-Ziel Wertes von < 6.5 % mit InsuPad® daher mit deutlich niedrigerem Insulinbedarf und mit einer deutlich niedrigeren Prävalenz von Hypoglykämien möglich ist.

Sport bei Diabetes mellitus

Von Bestzeiten und Broteinheiten

 

Berlin (29. Mai 2014) - Körperliche Betätigung ist ein Grundpfeiler in der Therapie des Diabetes mellitus, dem viel zu wenige Patienten nachgehen. Doch was müssen Ärzte beachten, wenn ihre Patienten tatsächlich Sport treiben möchten? Wie muss beispielsweise die Dosierung von Analoginsulinen angepasst werden, wenn ein Typ-1-Diabetiker intensives Training betreibt? Unter dem Vorsitz von Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Frank, Neunkirchen, widmeten sich die Referenten eines Presse-Round-Tables der BERLIN-CHEMIE AG im Rahmen der diesjährigen DDG-Jahrestagung dem Thema Sport und Diabetes in seiner ganzen Breite.

Blutstropfen. Photo: AbbottREPLACE-Studie

Abbott startet klinische Studie für sensorbasierte Glukosemessung der nächsten Generation

 

Wiesbaden (28. Mai 2014) – Das weltweit tätige Gesundheitsunternehmen Abbott startet ab sofort eine klinische Studie, um seine neue Glukose-Sensortechnologie für Diabetiker zu untersuchen. Die REPLACE-Studie schließt in etwa 210 Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ein. Darüber hinaus plant Abbott eine weitere europaweite klinische Studie mit Menschen mit Typ-1-Diabetes.