Demenz

Alzheimer - Neue Wege aus dem Vergessen?

Neue Studie untersucht Behandlungsmöglichkeit im Frühstadium

 

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Grenzach-Wyhlen (28. Februar 2012) - Viele Menschen gehen erst zum Arzt, wenn die anfänglich kleinen Gedächtnislücken zum Problem im Alltag heranwachsen und Schwierigkeiten bei der Wortfindung nicht mehr als bloße Unkonzentriertheit abgetan werden können. Auch wenn man es insgeheim befürchtete, die Diagnose Alzheimer trifft die meisten Menschen unvorbereitet. Dabei leiden nicht nur die Betroffenen selbst. Das Gefühl von Verzweiflung und Hilflosigkeit empfinden vor allem auch die Angehörigen.

 

Alzheimer Demenz: früher erkennen, besser behandeln

 

Frankfurt am Main (8. Februar 2012) - Ein hoch sensitiver Test für die Eiweiß-Aggregate von beta-Amyloid im Nervenwasser ermöglicht eine zuverlässige und frühe Diagnose der Alzheimer Demenz und erhöht damit den Erfolg der Therapie. Der beta-Amyloid-Spiegel nimmt in dem Maße zu, wie das Gedächtnis und andere kognitive Funktionen beeinträchtigt sind.

 

ipp_BremenAngehende Pflegefachkräfte sind in der Demenzbetreuung nicht ausreichend ausgebildet

 

Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen hat bundesweit alle Kranken- und Altenpflegeschulen sowie rund 2.500 Pflegeauszubildende befragt

 

Bremen (7. Februar 2012) - Immer mehr Patienten in deutschen Krankenhäusern weisen neben ihrer akuten Erkrankung eine Demenz auf. Dies stellt die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter vor eine große Herausforderung. Denn auf die pflegerische Versorgung von dementiellen Erkrankungen sind sie nicht ausreichend eingerichtet. Bislang ist wenig darüber bekannt gewesen, inwieweit demenzsensible Konzepte bereits in der Pflegeausbildung thematisiert werden. Diese Lücke hat das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen in einer Studie geschlossen. Ein zentrales Ergebnis: Der Großteil der Auszubildenden fühlt sich im Umgang mit an Demenz erkrankten Patienten überfordert.

 

Lebensqualität trotz Alzheimer

 

"Was derzeit an Horrorszenarien über die Krankheit und die Pflegebedürftigkeit geschrieben wird, ist wenig hilfreich"

 

München (3. Februar 2012) – Die Diagnose Alzheimer ist für die Betroffenen und ihre Angehörigen ein großer Schock. Medienberichte wie aktuell im Fall Rudi Assauer skizzieren ein schreckliches Bild: Alzheimer als die Hölle vor dem Tod, drohende Pflegebedürftigkeit als Schreckgespenst. Auch der Unternehmer Gunter Sachs sah nach der Diagnose keinen Ausweg mehr und nahm sich vor einem Jahr das Leben. "Wir müssen der Krankheit ihren Schrecken nehmen", lautet dagegen das Motto von Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, Professor mit dem Schwerpunkt Gerontologie und Pflege an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München.

 

Mikroskopische Bilder menschlicher Neuroblastomzellen. Links: Zellkerne (blaue) und Zellmembran (rote Konturlinien). Rechts: Fluoreszenzmarkierte Aβ-Ablagerungen (gelb). Photo: Uni UlmNeuartiger Alzheimer-Therapieansatz

Mit grünem Tee und Laserlicht gegen das Vergessen

 

Ulm (11. Januar 2012) - Mit einem Extrakt aus grünem Tee (Epigallocatechingallat, EGCG) und rotem Laserlicht wollen Forscher um den Ulmer Wissenschaftler Dr. Andrei Sommer die Alzheimersche Krankheit besiegen. Dank der ungewöhnlichen Kombinationstherapie konnten sie die für Morbus Alzheimer typischen Beta-Amyloid-Plaques (Aβ) im Modell-Experiment um mehr als 60 Prozent verringern. Diese Ablagerungen stören die Signalübertragung zwischen Nervenzellen im Gehirn und verursachen so die bekannten Symptome der Krankheit. Die Erkenntnisse der Forscher sind jetzt in der Fachzeitschrift „Photomedicine and Laser Surgery“ veröffentlicht worden.

Hilfe für Demenzkranke weiter verbessern

Gesundheitsministerium entwickelt 20 Empfehlungen für Kliniken

 

München (7. Dezember 2011) - Bayern stärkt die medizinische Versorgung von Patienten mit Demenzleiden im Krankenhaus. Das bayerische Gesundheitsministerium hat einen Maßnahmenkatalog mit 20 Empfehlungen für Allgemeinkrankenhäuser entwickelt. Das betonte Dr. Marcel Huber, Gesundheitsminister, anlässlich der 13. Sitzung des Expertenkreises Geriatrie im Bayerischen Gesundheitsministerium.

 

Wege aus der Isolation - Teilhabe von Menschen mit Demenz

Neue transferplus-Ausgabe ab sofort kostenlos erhältlich

 

Witten/Herdecke (7. Dezember 2011) - Menschen mit Demenz sind ein Teil unserer Gesellschaft. Es ist somit die Aufgabe unserer Solidargemeinschaft, ihnen ein Leben inmitten dieser Gesellschaft zu ermöglichen. Die neue transferplus-Ausgabe „Wege aus der Isolation – Teilhabe von Menschen mit Demenz“ stellt genau diese Gruppe in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung und gibt ihnen eine Stimme.

 

DGPPN 2011: Die optimale Therapie der Alzheimer-Demenz

Antidementiva und nicht-medikamentöse Maßnahmen kombinieren

 

Den Alzheimer-Patienten ganzheitlich betrachten

 

Berlin (25. November 2011) - Die optimale Therapie der Alzheimer-Demenz besteht aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen, die individuell auf den Patienten zugeschnitten werden müssen. Das ist das Fazit eines Pressegesprächs der Firma Lundbeck auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vom 23.-26.11.2011 in Berlin. Die medikamentöse Therapie mit dem Antidementivum Memantin (Ebixa®) ist in den moderaten bis schweren Stadien der Alzheimer-Demenz geeignet, um den Erkrankungsverlauf zu verzögern und die Selbstständigkeit der Betroffenen zu erhalten.1 „Der Alltag wird von den Patienten besser bewältigt, so kann auch die Einweisung in ein Pflegeheim hinausgezögert werden“, erläuterte Professor Rainer Hellweg von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin. „Daneben sind individuelle nicht-medikamentöse Maßnahmen als Zusatz zur Arzneimittel-Therapie ein wichtiger Baustein der Behandlung“, so Dr. Brigitte Grass-Kapanke vom Gerontopsychiatrischen Zentrum, Krankenhaus Maria-Hilf, Krefeld.

 

Diabetes und Alzheimer-Krankheit

Demenzpatienten brauchen eine besondere Diabetestherapie

 

Berlin (8. November 2011) – In Deutschland leiden etwa sieben Millionen Menschen an Diabetes mellitus. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen sind 18 bis 28 Prozent betroffen. Erkranken Diabetiker zusätzlich an einer Demenz mit Verhaltensauffälligkeiten, wird die Diabetestherapie oftmals zu einer besonderen Herausforderung. Denn ein Patient, der sich der Insulingabe oder der Medikamenteneinnahme verweigert, läuft Gefahr, dass sein Blutzuckerspiegel bedrohlich ins Schwanken gerät. Wie Ärzte Demenzpatienten mit Diabetes angemessen therapeutisch begleiten können, berichtet Privatdozent Dr. med. Daniel Kopf, Chefarzt der Geriatrischen Klinik am Katholischen Marienkrankenhaus in Hamburg, auf der 5. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Die Veranstaltung findet vom 11. bis 12. November 2011 in Berlin statt.

 

Deutsche Alzheimer Gesellschaft fordert nationalen Demenzplan

 

Berlin (1. November 2011) - Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, sich für einen Nationalen Demenzplan einzusetzen. In dem Brief vom 21. Oktober 2011 wird eine Nationale Demenzstrategie vorgeschlagen, die ein koordiniertes Vorgehen aller Akteure vorsieht, um die Situation Demenzkranker und ihrer Familien substanziell zu verbessern.

Optimale Versorgung für mehr Wirtschaftlichkeit in der Behandlung der Alzheimer-Demenz

Leitliniengerechte Therapie kann Kosten senken

 

Wiesbaden (28. September 2011) - Eine Behandlung mit Antidementiva ist die Basis für eine erfolgreiche und wirtschaftliche Versorgung von Alzheimer-Patienten, die auch Angehörige entlasten kann. Dies war das Fazit eines Pressegespräches der Firma Lundbeck im Rahmen des 84. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vom 28.09.-01.10.2011 in Wiesbaden. „Eine leitliniengerechte Behandlung mit Memantin kann die Nachfolgekosten einer Therapie senken“, so Professor Reinhard Rychlik, Institut für Empirische Gesundheitsökonomie, Burscheid. Im Vergleich zu nicht-medikamentös bzw. nur mit Psychopharmaka behandelten Patienten waren die Gesamtkosten unter Memantin (Ebixa®) deutlich niedriger.1 „Davon profitieren auch wir als pflegende Angehörige“, betont Ute Halman, Alzheimer Initiative Rheinland-Pfalz e.V. Patienten kommen über eine längere Zeit besser zurecht. Die Pflege wird erleichtert und finanzielle Belastungen für die Angehörigen reduziert.

 

Pflegende Angehörige von Demenzkranken frühzeitig unterstützen

Projektabschluss: Rund 100 betroffenen Familien konnte beispielhaft geholfen werden

 

Minden (21. September 2011) - In Minden (NRW) fand jetzt die Abschlusstagung des Modellprojektes „Entlastungsprogramm bei Demenz – EDe II“ statt. Das Projekt wurde von 2009 bis 2011 vom GKV-Spitzenverband im Rahmen des Modellprogramms zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung gefördert und im Kreis Minden-Lübbecke durchgeführt. Dort nahmen rund 100 Familien, in denen ein an Demenz erkrankter Mensch der so genannten Pflegestufe 0 lebt, an dem Projekt teil.

Aktuell zum Welt-Alzheimertag

Neue Website zur Alzheimer-Krankheit im Frühstadium gestartet

Grenzach (21. September 2011) - Roche gab heute den Start der neuen Website www.earlysymptomsalzheimers.com bekannt. Dort erhalten medizinische Fachkräfte, Patienten und Betreuungspersonen umfassende Informationen über die Alzheimer-Krankheit im Frühstadium (prodromale Phase). Der Start der Website erfolgt aus Anlass des Welt-Alzheimertages.
 

Versorgungskosten von Demenzpatienten verdoppeln sich im Krankheitsverlauf

Demenz kann jährliche Kosten von über 40.000 Euro pro Patient verursachen – Pflege durch Angehörige macht einen Großteil der Versorgung aus

 

Hamburg (31. August 2011) - Bedingt durch den demografischen Wandel müssen wir in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten mit einer stark wachsenden Zahl an Demenzpatienten rechnen. Derzeit leben bereits 1,1 Millionen Menschen mit Demenzen in Deutschland. Bei gleichbleibenden Vorbeugemöglichkeiten und Behandlungsbedingungen wird sich diese Zahl innerhalb der kommenden 30 Jahre verdoppeln.

Versorgungsstrukturen im Krankenhaus auf Menschen mit Demenz ausrichten

Am DZNE-Standort Witten startet eine deutschlandweite Studie zu Versorgungskonzepten von Menschen mit Demenz, die stationär im Krankenhaus behandelt werden

 

Witten (23. August 2011) - Häufig müssen Patienten mit Demenz wegen anderer Erkrankungen oder nach einem Unfall im Krankenhaus behandelt werden – schon heute wird der Anteil Demenzkranker an älteren Krankenhauspatienten auf ca. 10-15 % geschätzt und wird sich auf jeden Fall in den nächsten Jahren noch erhöhen. Mit den straff organisierten Versorgungsabläufen in Krankenhäusern kommen diese Menschen oft nur schwer zurecht. Wie die Situation von Demenzkranken im Krankenhaus verbessert werden kann, untersucht nun

Angehörige tragen Hauptlast der Versorgung zu Hause lebender Demenzkranker

Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA)

 

Neuherberg (23. August 2011) - Pflege durch Angehörige deckt achtzig Prozent der gesellschaftlichen Versorgungskosten von zu Hause lebenden Demenzkranken. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Helmholtz Zentrums München und des Universitätsklinikums Erlangen. Die ökonomische Untersuchung ist als eines der Ergebnisse des IDA-Projekts* in der Fachzeitschrift Value in Health erschienen.