Demenz

Schlüsselfigur «Pflegefachperson»

Demenzkranken ein würdevolles Sterben ermöglichen

 

Zürich, Schweiz (20. September 2012) - Obwohl in der Schweiz die Zahl der Demenz-Todesfälle in Pflegeheimen kontinuierlich zunimmt, ist der Sterbeprozess noch kaum untersucht. Um ein würdevolles Sterben dieser Menschen zu ermöglichen, müssen Symptome frühzeitig erkannt und die bestmöglichen pflegerischen Massnahmen ausgewählt werden. Wie die dafür notwendigen Entscheidungsprozesse ablaufen, beeinflusst die Qualität der Versorgung. Forschende des Instituts für Pflege an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften untersuchen deshalb, welche Faktoren die Symptomlinderung bei demenzerkrankten Personen fördern oder behindern.

 

„Allianz für Menschen mit Demenz“

 

Berlin (19. September 2012) - Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Kristina Schröder und der Bundesminister für Gesundheit Daniel Bahr haben heute (Mittwoch) in Berlin die „Allianz für Menschen mit Demenz“ gegründet. Mitglieder der Allianz sind neben den beiden Ministerien Vertreter der Länder, Verbände und Organisationen, die auf Bundesebene Verantwortung für Menschen mit Demenz tragen, wie etwa die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. - Selbsthilfe Demenz -, der Deutsche Pflegerat und die Bundesärztekammer. In einer gemeinsamen Erklärung hat sich die Allianz vorgenommen, bis Ende 2013 konkrete Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern zu beschließen, um zum Beispiel die gesellschaftliche Teilhabe Betroffener zu verbessern und Erkrankte sowie ihre Familien zielgerichteter zu unterstützen.

Abschlussbericht des Modellprojektes EDe II liegt vor

„Je früher, desto besser“ – Unterstützung und Entlastung von Familien mit Demenz

 

Köln/Minden (17. September 2012) - Wie erreicht man eigentlich Familien, die es erstmals mit der Diagnose Demenz eines ihrer Angehörigen zu tun haben und welche Unterstützungen benötigen sie? Diese und weitere Fragen sind im Modellprojekt Entlastungsprogramm bei Demenz II (EDe II) untersucht worden. Nun steht der Abschlussbericht zur Verfügung. Das Projekt wurde mit Mitteln zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung vom Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) von 2009 bis 2011 gefördert.

Demenz im Krankenhaus

Die Herausforderung der Zukunft

 

Bonn (13. September 2012) - Die Demenz im Krankenhaus ist die Herausforderung der Zukunft. Ab 2020 wird jeder fünfte Krankenhauspatient unter einer Demenz leiden. Aber die Demenz kommt nicht allein. Sie geht einher mit Sturz und Schenkelhalsbrüchen, Herzinfarkt oder akuter Infektion. Die Krankenhäuser sind mit diesen Patienten häufig hoffnungslos überfordert.

Vitamin C und Beta-Carotin könnten vor Demenz schützen

 

Ulm (12. September 2012) - Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit und eine verminderte geistige Leistungsfähigkeit…rund 700.000 Deutsche leiden an der Alzheimerschen Krankheit. Jetzt haben Ulmer Forscher um die Epidemiologin Professorin Gabriele Nagel und die Neurologin Professorin Christine von Arnim herausgefunden, dass die Konzentration der Antioxidantien Vitamin C und Beta-Carotin im Blutserum von Alzheimer-Patienten im Anfangsstadium niedriger ist als bei Gesunden.

 

Der Herausforderung Demenz systematisch begegnen

 

Saarbrücken (4. September 2012) - Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beauftragte im Herbst 2011 das Saarbrücker iso-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft mit der Erstellung einer Expertise zur Entwicklung einer nationalen Demenzstrategie. Die Ergebnisse wurden nun vorgelegt – sie bestätigen den Handlungsbedarf in Deutschland, die Aktivitäten zur Verbesserung der Situation von Demenzkranken zu bündeln und zu koordinieren.

 

Deutsche Alzheimer Gesellschaft veröffentlicht neue Zahlen zur Häufigkeit von Demenzerkrankungen

Jedes Jahr 40.000 Demenzkranke mehr in Deutschland

 

Berlin (4. September 2012) - In Deutschland leben gegenwärtig mehr als 1,4 Millionen Demenzkranke. Zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Jahr für Jahr treten fast 300.000 Ersterkrankungen auf. Infolge der demografischen Veränderungen kommt es zu weitaus mehr neuen Erkrankungen als zu Sterbefällen unter den bereits Erkrankten. Deshalb nimmt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich zu. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, wird sich die Zahl der Erkrankten bis zum Jahr 2050 auf etwa 3 Millionen erhöhen. Dies entspricht einem Anstieg der Krankenzahl um 40.000 pro Jahr bzw. um mehr als 100 pro Tag.

 

HTA-Bericht

"Reha vor Pflege" gilt auch bei leichter Demenz

 

Wiesbaden (31. August 2012) - Geriatrische Patienten mit Nebendiagnose Demenz erhalten oft keine Rehabilitation, obwohl dies Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkasse sind. Wissenschaftler haben jetzt im Auftrag des DIMDI untersucht, ob und wenn ja welchen Nutzen entsprechende Maßnahmen für leicht bis moderat demenzkranke Patienten haben. Demnach profitieren durchaus auch diese Patienten von einer Rehabilitation.

 

Wie wirksam sind tiergestützte Therapien?

Tiere schaffen Brücken zu demenzkranken Menschen  

 

Dresden (28. August 2012) - Mit dem Anstieg der Lebenserwartung steigt auch die Anzahl von Demenzerkrankungen drastisch an. Vor diesem Hintergrund untersuchte die Dresdner Studie den Einfluss von Tieren auf das Wohlbefinden an Demenz erkrankter Menschen. Die Ergebnisse zeigen, dass Tiere einen besonderen Zugang zu Menschen mit Demenz finden, bei denen sich zwischenmenschliche Kommunikation zunehmend schwierig gestaltet.

TREND-Studie

Früheste Symptome der Alzheimer-Erkrankung

 

Bonn (1. August 2012) - Die vor drei Jahren gestartete TREND-Studie (Tübinger Erhebung von Risikofaktoren zur Erkennung von Neurodegeneration) der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen, der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen, des Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) mit 1.100 Teilnehmern legt in zwei Publikationen erste Ergebnisse zu den frühesten Symptomen der Alzheimer-Erkrankung vor.

 

DelpHi-MV Studie

Entlastung für Angehörige von Demenzkranken gefordert

 

Bonn (23. Mai 2012) - Weder das Gesundheitssystem noch die Forschung bieten bisher ausreichende Lösungen an, um Angehörige bei der Versorgung von Demenzkranken zu entlasten. Das ist eine erste Erkenntnis aus der DelpHi-MV Studie (Demenz - lebenswelt- und personenzentrierte Hilfen in Mecklenburg-Vorpommern). Dieses und weitere Ergebnisse diskutieren heute (23. Mai 2012) Forscher in Greifswald auf einem Symposium mit Akteuren aus der Praxis. „Wir möchten einen nahen Austausch aller Beteiligten aus Versorgung und Forschung“, so Professor Wolfgang Hoffmann, Leiter der Studie. Nur so sei gewährleistet, dass die Herausforderungen der Routineversorgung in der Forschung ausreichend berücksichtigt würden.

 

Mehr Sicherheit bei der Behandlung von Demenzerkrankungen

 

  • Neues Forschungsprojekt soll Risiken bei Arzneimitteltherapien verringern
  • Kooperation des BfArM, des DZNE und der Uniklinik Bonn

 

Bonn (21. Mai 2012) - Immer mehr ältere Menschen leiden unter neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer: Bis 2050 wird sich die Zahl der Demenz-Patienten in Deutschland von heute 1,3 voraussichtlich auf rund 2,6 Millionen verdoppeln. Entsprechend steigt der Arzneimittelverbrauch in diesem Bereich. Ein neues beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedeltes Forschungsprojekt stellt deshalb jetzt die Sicherheit der Arzneimitteltherapie bei älteren Patienten in den Mittelpunkt.

Sieger-Entwurf des DZNE-Neubaus im Modell (Quelle: wulf & architekten)Demenzforschung

Pflege und Versorgung sind essenzielle Bestandteile

 

Bonn (11. Mai 2012) - „In der Demenzforschung gewinnt die Entwicklung neuer Ansätze für die Pflege und Versorgung von Menschen mit Demenz immer mehr an Bedeutung“, betont Prof. Pierluigi Nicotera zum „Internationalen Tag der Pflege“ (12.5.2012). Der wissenschaftliche Vorstand und Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) wünscht sich daher eine stärkere Vernetzung der beteiligten Akteure in Deutschland. Ein Schritt in diese Richtung könnte der Nationale Aktionsplan Demenz sein, der zurzeit in der Diskussion steht.

Die medizinische Versorgung Demenzkranker verbessern hilft der Pflege

 

  • Mit der richtigen medizinischen Behandlung können Demenzkranke länger selbstbestimmt leben

  • Fachgesellschaften DGPPN und DGGPP fordern bessere Honorierung ärztlicher Leistungen

 

Berlin (2. Mai 2012) - „Die Versorgung von Demenzpatienten wird viel zu oft als rein pflegerisches Problem betrachtet. Dabei wird übersehen, dass ein sehr großer Anteil von demenziell erkrankten Menschen unzulänglich medizinisch behandelt wird. Unmittelbare Folgen sind zusätzliche Probleme in der Pflege“, so der designierte DGPPN-Präsident und Sprecher des Kompetenznetz Degenerative Demenzen (KNDD) Professor Wolfgang Maier vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Pflegeversicherung und der Situation in den Pflegeheimen.

 

Memantin bei Alzheimer-Demenz

Patienten mit Begleiterkrankungen und Mehrfachmedikation profitieren

 

Metaanalyse bestätigt die gute Verträglichkeit und Wirkung des Antidementivums

 

Wiesbaden (16. April 2012) - Das Antidementivum Memantin (Ebixa®) hat sich seit seiner Zulassung vor 10 Jahren im Versorgungsalltag bewährt: Der NMDA-Rezeptorantagonist ist die Therapieoption der Wahl bei der moderaten bis schweren Alzheimer-Demenz. Diese Patienten haben oft Begleiterkrankungen und erhalten Mehrfachmedikationen. Die medikamentöse Therapie der Alzheimer-Demenz sollte neben der Wirksamkeit auch ein günstiges Sicherheits- und Nebenwirkungsprofil aufweisen. „Auch multimorbide Patienten profitieren von Memantin. Das Antidementivum zeigt dabei wenig Wechselwirkungen und ist sehr gut verträglich“, so Professor Matthias Riepe vom Universitätsklinikum Ulm im Rahmen eines Pressegesprächs der Firma Lundbeck auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. Die vielfach in klinischen Studien belegte Effektivität und Ver-träglichkeit von Memantin (Ebixa®) ist besonders für den Hausarzt von Bedeutung, da dieser immer öfter mit den genannten Problemen konfrontiert ist.

 

Galantamin und Rivastigmin-Pflaster

Positiver Einfluss auf Kognition möglich

 

Bei beiden Arzneistoffen zur Behandlung der Alzheimer Demenz aber auch Belege für Schaden

 

Köln (2. April 2012) - Ob eine Behandlung mit Galantamin oder Rivastigmin transdermales-Pflaster Patientinnen und Patienten mit Alzheimer Demenz Vorteile bietet, hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem am 2. April 2012 veröffentlichten Abschlussbericht untersucht.