Demenz

Demenz

Musik hilft, wenn die Worte fehlen

 

Frankfurt am Main (27. August 2013) - Dass Musik auf viele Menschen mit Demenz einen positiven Einfluss hat, ist aus der musiktherapeutischen Praxis zwar schon lange bekannt, war jedoch bisher wissenschaftlich nur eingeschränkt nachweisbar. Prüft man nämlich, ob sich das Gedächtnis oder die Denkleistung des Patienten verändern, findet man keinen Effekt. Dagegen verbessern sich das Wohlbefinden und der emotionale Ausdruck während der Musiktherapie deutlich. Frankfurter Psychologen haben nun ein methodisches Vorgehen entwickelt, diese aus der Erfahrung bekannten Wirkungen auch empirisch zu quantifizieren.

 

Leitlinien zur Versorgung Demenzkranker vernachlässigen oft Anleitungen für ethisches Handeln und Entscheiden

Demenz: Klinische Leitlinien haben Lücken

 

Hannover (20. August 2013) - Eine an Demenz erkrankte Frau wartet auf ihren Mann. Sie weiß nicht mehr, dass er schon verstorben ist. Ist es moralisch vertretbar, ihr zu sagen, dass ihr Mann bald wiederkommt? Immer wieder müssen Menschen, die Demenzkranke behandeln und betreuen, ethische Entscheidungen dieser Art treffen. Dabei sollen ihnen klinische Leitlinien Orientierung bieten. Doch eine Studie von Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ergab, dass diese national unterschiedlichen klinischen Leitlinien zur Demenz durchschnittlich nur rund die Hälfte von 31 wichtigen ethischen Herausforderungen ansprechen. Das veröffentlichte nun die renommierte Zeitschrift PLOS Medicine. Die Forscher untersuchten in ihrer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Studie Leitlinien aus zwölf Ländern.

 

HTA-Bericht

Ergotherapie bei Demenz erfolgreich

 

Wiesbaden (6. August 2013) - Bei mittlerer bis schwerer Demenz wirkt eine an die Betroffenen angepasste Ergotherapie. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler, die dazu im Auftrag des DIMDI die Wirksamkeit der Ergotherapie untersucht haben. Demnach kann sie auch kostengünstiger sein als eine medikamentöse Behandlung.

 

Psychologen der Universität Jena suchen weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Studie

Angehörige gesucht von Menschen, die an Demenz erkrankt sind

 

Jena (30. Juli 2013) - Menschen, die Demenzkranke pflegen oder betreuen, sind selber stark belastet. Die Pflege eines Familienmitgliedes beispielsweise mit einer Alzheimererkrankung ist eine Daueraufgabe, die langfristig zu Erschöpfung führen und auch krank machen kann, weiß das Team um Prof. Dr. Gabriele Wilz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Psychologin und ihr Team erforschen, wie pflegenden Angehörigen geholfen werden kann. Die Studie ist so erfolgreich, dass die Teilnehmerzahl erhöht werden konnte, so dass nun einige zusätzliche Plätze zur Verfügung stehen. Dafür suchen die Jenaer Psychologen ab sofort weitere Männer und Frauen jeden Alters, die an Demenz erkrankte Angehörige betreuen oder pflegen.

 

ENS 2013

Roboter holen Demenzkranke aus der Apathie

 

Barcelona, Spanien (11. Juni 2013) – Roboter könnten künftig eine Schlüsselrolle bei der Förderung von Demenzkranken einnehmen. Ein spanisches Forschungsteam vermeldete beim Kongress der Europäischen Neurologengesellschaft in Barcelona erste Erfolge bei der Robotherapie für Demenzkranke. WHO-Prognosen gehen davon aus, dass sich bis 2050 die Zahl der Betroffenen weltweit verdreifacht.  

 

ENS 2013: Neurologen tagen in Barcelona

Demenz: Diagnose immer früher und präziser

 

Barcelona, Spanien (10. Juni 2013) - Da Alzheimer und andere Formen der Demenz weltweit im Vormarsch sind, zählt das Thema in der medizinischen Forschung zu den vorrangigsten überhaupt. Wie fieberhaft die Suche verläuft, um die Krankheit zu bremsen oder eines Tages sogar zu heilen, beweisen die über 50 Präsentationen europäischer Forschergruppen allein zu Demenz beim Kongress der Europäischen Neurologengesellschaft in Barcelona. Fortschritte gibt es vor allem bei der immer besseren Diagnostik der Erkrankung.

 

Abb.: Alzheimerfibrillen in einem Maushirn nach der Injektion mit Hirngewebe eines Alzheimerpatienten. Foto: Universität Basel/Markus Tolnay

Parallelen zu Prionenerkrankungen

Neue Erkenntnisse zur Entstehung und Ausbreitung der Alzheimerkrankheit im Gehirn

 

Basel, Schweiz (23. Mai 2013) - Forschende des Universitätsspitals Basel und der Universität Basel haben erstmals im Modell gezeigt, wie bei der Alzheimerkrankheit und verwandten Demenzformen bestimmte Proteinablagerungen im Gehirn entstehen und sich danach ausbreiten. Sie sind dabei auf interessante Parallelen zu Prionenerkrankungen gestossen. Ihre Resultate wurden in der Fachzeitschrift «Proceedings of the National Academy of Sciencies of the United States of America» (PNAS) publiziert.

 

Foto: Sathish Kumar/Neurologie Uni BonnAblagerungen in Nervenzellen

Früher Hinweis auf die Alzheimer-Erkrankung

 

Bonn (28. März 2013) - Alzheimer-Forscher gingen bislang davon aus, dass sich schädliche Plaques von außen an die Nervenzellen anlagern und sie schließlich in den Untergang treiben. Wissenschaftler des Bonner Universitätsklinikums und ihre Göttinger Kollegen entdeckten nun in Mäusegehirnen gefährliche Ablagerungen direkt in den Nervenzellen. Diese Variante verklumpt stärker und ist auch schwerer abbaubar. Möglicherweise dienen die im Inneren befallenen Zellen als ein Keim, von dem aus sich weitere schädliche Plaques im Gehirn bilden. Die Ergebnisse werden nun im renommierten Fachjournal „Acta Neuropathologica” vorgestellt.

 

Ästhetischer Sinn

Empfinden für Schönheit bleibt trotz Alzheimer erhalten

 

Wien, Österreich (13. März 2013) - Alzheimererkrankungen beeinträchtigen das Gedächtnis dramatisch: Die Kontinuität im Erleben wird beeinträchtigt. PsychologInnen um Helmut Leder von der Universität Wien haben nun aber gezeigt, dass der ästhetische Sinn, also unser Gefallen für schöne Kunst oder Gesichter, auch bei fortgeschrittener Alzheimer-Erkrankung stabil bleibt. Die Forschungsergebnisse, die in Kooperation mit Dan Graham von den "Hobart and William Smith Colleges" (USA) entstanden sind, erscheinen aktuell im Fachmagazin "Frontiers in Psychology".

 

In Zukunft besser mit Demenz umgehen

Demenz-Fälle nehmen weltweit zu

 

Berlin (7. Februar 2013) - Die Zahl der Alzheimer-Erkrankten wird sich von heute etwa fünf Millionen auf beinahe 14 Millionen im Jahr 2050 beinahe verdreifachen. Das hat ein Forscherteam des Rush University Medical Center in Chicago festgestellt. Weil die Bevölkerungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz besonders stark altern, gibt es dort bereits sehr viele Betroffene. Eine Bestandaufnahme zum Umgang mit Alzheimer und anderen demenziellen Erkrankungen in den drei deutschsprachigen Ländern liefert das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab.

 

Menschen mit Demenz im Krankenhaus

Handreichung für Krankenhäuser vorgestellt

 

Köln (6. Februar 2013) - Die Diözesan-Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Krankenhäuser (DiAG) in der Erzdiözese Köln hat unter der wissenschaftlichen Begleitung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) eine praxisnahe Handreichung für Krankenhäuser entwickelt. Im Rahmen einer Fachtagung wurden jetzt die Ergebnisse vor rund 60 Experten vorgestellt und diskutiert.

Demenz

Test zur Erfassung von alltagspraktischen Fähigkeiten bei Demenz

 

Erlangen-Nürnberg (18. Januar 2013) - Einschränkungen bei der geistigen Leistungsfähigkeit, vor allem aber zunehmende Schwierigkeiten, sich im Alltag zurechtzufinden – das sind Leitsymptome der verschiedenen Formen von Demenz. Um zuverlässig festzustellen, ob und in welchem Maße Demenzpatienten im Alltagsleben eingeschränkt sind, arbeiten Forscher der Psychiatrischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen an einem Leistungstest, der vor allem bei Patienten mit leichter Demenz den Status der alltagspraktischen Fähigkeiten messen kann – und zwar direkt am Patienten selbst. Das Projekt wird von der DFG im Rahmen der Nachwuchsakademie „Versorgungsforschung“ mit etwa 60.000 Euro gefördert.

 

Axura®-Symposium beim DGPPN-Kongress 2012

Alzheimer Demenz - weiter erkennen und handeln

 

Berlin (21. November 2012) - Prof. Dr. med. Hans Förstl (München) referierte zum Thema "Vor- und Nachteile von Alzheimer-Krankheit und der Demenz": Man darf sich nichts vormachen, sondern muss sich den Tatsachen stellen.Tatsache ist, dass man einige der Hirnveränderungen, die das Risiko steigern um im Alter eine Demenz zu entwickeln heute frühzeitig erkennen kann. So frühzeitig, dass der Betroffene noch nichts von etwaigen Symptomen feststellen kann. Hatte er bisher noch keine Probleme, so hat er sie jetzt, Sorgen, Selbstbeobachtung, Depression inklusive. Allein die massive Erweiterung des Alzheimer Konzepts von der Demenz zur Erkrankung im Sinn der weit verbreiteten Hirnveränderungen führt noch nicht zu einer Entstigmatisierung.

 

Aut-idem bei Alzheimer-Demenz

Kosten für Axura® auf Generikaniveau

 

Mehr Verordnungssicherheit, höhere Wirtschaftlichkeit und Regressschutz für Ärzte ‑ klinische und praktische Vorteile für Patienten

 

Berlin (21. November 2012) ‑ Axura® ist bei über 90 Prozent der gesetzlichen Krankenkassen rabattiert ‑ seit November 2012 sind 53, 6 Millionen GKV-Versicherte über diese Rabattverträge abgedeckt. Doch die Aut-idem-Regelung und der Abschluss von Rabattverträgen führen immer wieder zur Verwirrung beim Ausstellen von Rezepten. Für den niedergelassenen Vertragsarzt bedeutet der Abschluss von Arzneimittel-Rabattverträgen über ein Originalpräparat (z.B. Axura®), dass er durch diese Verordnung in seinem Arzneimittelbudget entlastet wird (§ 106 Abs. 2 SGB V); rabattierte Arzneimittel, für die der Arzt einem Rabattvertrag nach § 130 a Abs. 8 SGB V beigetreten ist, sind nicht Gegenstand der Richtgrößenprüfung. Die Wirtschaftlichkeit wird durch den Rabattvertrag gewährleistet. Somit liegen die Kosten eines rabattierten Orginals (z.B. Axura®) auf Generikaniveau und dessen Substitution sollte vom behandelten Arzt durch Kennzeichnung des Aut-idem-Feldes ausgeschlossen werden.

 

Dialog auf Augenhöhe zwischen Forschung und Praxis

Lebensqualität bei Demenz

 

Witten/Herdecke (8. November 2012) - Der Dialog auf Augenhöhe zwischen Forschung und Praxis stand bei der Tagung „Lebensqualität bei Demenz“ des Dialog- und Transferzentrums Demenz (DZD) am 30. Oktober in der Universität Witten/Herdecke im Mittelpunkt. Pflegewissenschaftler und Praktiker beschäftigten sich mit der Frage, inwieweit wissenschaftliche Erkenntnisse im Pflegealltag zu mehr Lebensqualität beitragen können.

 

Welt-Alzheimertag 2012

„Demenz: zusammen leben“

 

Berlin (21. September 2012) - Die Zahl der Demenzerkrankungen (davon zwei Drittel vom Typ Alzheimer) nimmt ständig zu, und die Zeit drängt. Das zeigen die neuesten Berechnungen. Etwa jeder Dritte über 90 ist betroffen. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der Erkrankten von etwa 1,4 Millionen auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt. Der hohe und lange Pflegeaufwand macht sie zu einer der teuersten Krankheiten, deren Kosten weiter steigen werden.