Demenz

Alzheimer-Demenz:

Erkrankung mit vielen Gesichtern

Hamburg / Mainz (26. Juni 2007) - Der Verlauf der Alzheimer-Demenz ist nicht nur von kognitiven und funktionalen Beeinträchtigungen, sondern zunehmend auch von neuropsychiatrischen Auffälligkeiten geprägt. Ist der Betroffene leicht reizbar, aggressiv oder apathisch, kann das auch die Lebensqualität der pflegenden Angehörigen erheblich beeinträchtigen. Wie man diese Veränderungen frühzeitig erkennen und adäquat therapieren kann, wurde im Rahmen der Pressekonferenz „Noch behandlungswürdig? Alzheimer-Therapie: Nutzen in der Praxis" (Lundbeck) in Mainz diskutiert.

Moderate bis schwere Alzheimer-Demenz

Metaanalyse bestätigt Wirksamkeit von Memantine

 

Hamburg (26. Juli 2007) - Der NMDA-Rezeptorantagonist Memantine (Ebixa®) ist als bislang einzige Substanz für das Therapiespektrum der moderaten bis schweren Alzheimer‑Demenz zugelassen. Eine kürzlich veröffentlichte Metaanalyse von sechs klinischen Studien hat die gute Wirksamkeit von Memantine in den Kerndomänen Kognition, Alltagskompetenz, Verhalten und Globalurteil nun erneut bestätigt. (1) Die meisten Patienten mit Alzheimer-Demenz werden im moderaten Stadium der Erkrankung diagnostiziert. Experten schätzen, dass etwa 80 Prozent der Patienten an moderaten bis schweren Formen leiden. (2) Dieser große Anteil der Betroffenen kann von einer Therapie mit Memantine (Ebixa®) profitieren.

Ausgeprägte demenzbedinqte Verhaltensstörungen

Demenzpatienten im Heim: Auf dem therapeutischen Abstellgleis?

 

Bonn (17. Oktober 2006) - Sind die deutschen Pflegeheime verkappte Kliniken mit Minderversorgung? Mit dieser provokanten Frage wies jetzt im Rahmen einer Presseveranstaltung Prof. Dr. Dr. Rolf Dieter Hirsch, Bonn, auf die oftmals problematische Situation vor allem der Demenzpatienten in Pflegeheimen hin. Denn obwohl Demenzpatienten mit 60 Prozent der Heimbewohner die größte Gruppe ausmachen, ist ihre adäquate therapeutische Versorgung oft nicht gegeben. Dabei waren sich die Experten vor Ort einig, dass die konsequente Umsetzung der einschlägigen Leitlinien auch in Pflegeheimen zu fordern ist: Zur Behandlung schwerer chronischer Aggressivität mit Selbst- und Fremdgefährdung und beeinträchtigender psychotischer Symptome ‑ beides Formen demenzbedingter Verhaltensstörungen, die besonders in der Heimsituation extrem belastend sind ‑ ist das atypische Neuroleptikum Risperidon in niedriger Dosierung (Risperdal® 1 mg) Therapie der ersten Wahl.