Chirurgie-Medizin

LIVOPAN® – positive Erfahrungen aus der Kinderchirurgie

Lachgas neu entdeckt?

 

Essen (23. November 2012) - In einer kinderchirurgischen Ambulanz werden viele kleinere Eingriffe sofort und ohne Vollnarkose durchgeführt. Dabei entstehen gerade bei kleinen Patienten oft Angst, Unsicherheit und ein Gefühl der Einsamkeit, was die Reaktion auf eventuell auftretende Schmerzen noch negativ verstärkt. Deshalb ist auch bei kleinen, wenig schmerzintensiven Eingriffen eine adäquate Analgesie oder Sedierung wichtig. Seit August 2008 steht in Deutschland mit LIVOPAN® neben den bisher gängigen intravenösen Sedierungen mit Midazolam oder Ketamin eine inhalative Alternative mit einem äquimolarem Lachgas-Sauerstoff-Gemisch zur Verfügung. Das gebrauchsfertige Analgetikum gewinnt besonders in der Kinder- und Jugendmedizin zunehmend an Akzeptanz und Verbreitung in immer neuen Anwendungsbereichen.

 

G-BA

Qualitätsvorgaben zum Bauchaortenaneurysma nun konkreter

 

Berlin (16. August 2012) – In seiner Qualitätssicherungs-Richtlinie zum Bauchaortenaneurysma hat der Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) personelle und fachliche Voraussetzungen für die medizinische Behandlung bei diesem Krankheitsbild klargestellt und angepasst. Die Regelungen gelten verbindlich für die stationäre Versorgung von gesetzlich krankenversicherten Patientinnen und Patienten, die sich einer planbaren oder notfallmäßigen Operation ihres Bauchaortenaneurysmas unterziehen müssen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der G-BA am Donnerstag in Berlin und reagierte damit auf Hinweise und Auslegungsfragen der Fachwelt zu der seit Dezember 2009 gültigen Fassung der Richtlinie.

 

HTA-Bericht zu Knochenersatzmaterialien

Selten besser als körpereigene Transplantate

 

Wiesbaden (3. Jui 2012) - Wissenschaftler haben jetzt Knochenersatzmaterialien untersucht, mit denen Brüche der Gliedmaßen behandelt werden. Als Vergleich diente die Standardtherapie mit oder ohne körpereigene Knochentransplantate. Nur für wenige Materialien fanden sie Hinweise auf eine Wirksamkeit.

 

Wird in Deutschland zu viel operiert?

DKOU: Orthopäden und Unfallchirurgen stellen Versorgungssituation auf den Prüfstand

 

Berlin (27. Oktober 2011) – Ob insbesondere deutsche Orthopäden und Unfallchirurgen im Vergleich zu ihren Kollegen aus Nachbarländern zu häufig operieren, ist bislang nicht belegt. Ursache für die zunehmende Zahl an Operationen sind vor allem der medizinische Fortschritt und der steigende Versorgungsbedarf einer älter werdenden Bevölkerung. Doch aussagefähige Daten über die Versorgungssituation fehlen bislang. Dafür setzten sich daher jetzt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC) und der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) ein. Ihr Ziel ist es, Qualität und maximale Sicherheit in der orthopädischen und unfallchirurgischen Patientenversorgung sicherzustellen. Auf einer Pressekonferenz des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) informieren Vertreter der Gesellschaften über aktuelle Projekte, die die Versorgungsstrukturen in Deutschland im Sinne des Patienten aufdecken und verbessern.

 

Knochenarbeit. Photo: TU-Pressestelle/DahlKnochenarbeit

Wissenschaftler forschen an stabilen Implantaten, die der Körper wieder abbauen kann

 

Berlin (2. August 2011) - Menschliche Knochen sind Regenerationswunder. Nach einem Bruch wachsen sie ohne Narbenbildung wieder zusammen. Überschreitet der Knochendefekt allerdings eine kritische Größe, ist die moderne Medizin gefordert. „In der Regel wird heute ein Implantat eingesetzt, das die Knochenenden verbindet und dadurch das knochenbildende System stimuliert“, weiß Professor Helmut Schubert vom Institut für Werkstoffwissenschaften und Technologien der TU Berlin. „Häufig wird dazu ein speziell gereinigter Rinderknochen benutzt.“

 

Chirurgenkongress 2011

DGCH will Zahl der chirurgischen Infektionen in fünf Jahren halbieren

 

München (3. Mai 2011) – Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) setzt sich dafür ein, die Zahl chirurgisch bedingter Infektionen innerhalb von fünf Jahren um die Hälfte zu senken. Um dies zu erreichen, definierte die DGCH heute auf ihrem 128. Kongress gemeinsam mit den zehn chirurgischen Fachgesellschaften Forderungen wie verbesserte Hygiene, angemessenen Einsatz von Antibiotika und intensivierte Forschung. Dies ist das Ergebnis des heutigen Thementages „Chirurgische Infektionen“. Bis zum 6. Mai 2011 veranstaltet die DGCH auf ihrem Kongress täglich Thementage zu drängenden chirurgischen Anliegen.

 

Abb.: Dr. Florian Stelzle bei der Laserablation. Photo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)Operieren ohne Skalpell

 

Erlangen (25. März 2011) - Haut, Muskeln, Nerven und selbst Knochen: Messerscharf und äußerst präzise kann der Chirurg bei einer Operation mit einem Laser jedes Gewebe durchtrennen, ohne den Patienten auch nur zu berühren. Wie tief der Laser in das Gewebe eindringt und was er zerschneidet, kann der Arzt allerdings nicht kontrollieren und muss somit häufig auf dessen Einsatz verzichten. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Ingenieuren, Mathematikern und Physikern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) forscht daher gemeinsam nach einer Möglichkeit, den Laser besser steuern zu können.

 

Starkes Übergewicht erhöht Risiko von Operationen und erschwert chirurgische Eingriffe

 

Berlin (10. März 2011) – Mit dem Gewicht des Patienten steigt für ihn auch das Risiko eines chirurgischen Eingriffs: Die Leibesfülle erschwert den Zugang zu den Organen, Operationswunden heilen schlechter, Thrombosen, Embolien und Druckstellen häufen sich und auch praktische Gesichtspunkte wie die Breite und Tragfähigkeit eines OP-Tisches spielen eine Rolle. Da die Menschen in Deutschland immer übergewichtiger werden, macht die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) auf diese Herausforderung für die Medizin aufmerksam. Die DGCH weist auf Risiken für Patienten hin aber auch auf die damit einhergehenden steigenden Kosten.

 

Abb.: In der Studie kommt eine bioresorbierbare, temporäre Gefäßstütze mit einer Länge von 2,5 oder 3 Millimetern zum Einsatz, die mit Hilfe eines Ballonkatheters in das verengte Herzgefäß eingeführt wird. Foto: Copyright@2011 Abbott LaboratoriesGefäßstütze löst sich von selbst auf

 

Heidelberg (2. März 2011) - Deutschlandweit erstmals setzen Ärzte der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg einem herzkranken Patienten einen bioresorbierbaren und medikamentenbeschichteten Stent ein Gerät der Blutfluss im Körper ins Stocken, weil ein Gefäß sich zu schließen droht, so wird es oft mit Hilfe eines gitterförmigen Röhrchens – einem sogenannten Stent – stabilisiert. Ärzte der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg haben nun in einem deutschlandweit einmaligen Eingriff einem Patienten mit koronarer Herzkrankheit eine bioresorbierbare Gefäßstütze eingesetzt, die mit Medikamenten beschichtet ist. Im Gegensatz zum herkömmlichen Stent aus Metall, der im Körper des Patienten verbleibt, löst sich das neuartige Implantat innerhalb von etwa zwei Jahren von selbst auf.

Instrumentenwechselsystem (IWS) für die minimal-invasive Chirurgie. © Fraunhofer IPANeuartiges Instrumentenwechselsystem (IWS) für die minimal-invasive Chirurgie

 

Stuttgart (11. Februar 2011) - Kürzere und kostengünstigere Operationszeiten, die den Patienten schonen und das Operationsergebnis verbessern – das ist der Wunsch vieler Chirurgen, der nun in Erfüllung gehen könnte. Am Fraunhofer IPA in Stuttgart wird derzeit ein automatisches Instrumentenwechselsystem (IWS) entwickelt, das auf einem hydraulischen Ansatz basiert und dadurch eine deutliche Qualitätssteigerung minimal-invasiver Eingriffe ermöglicht.

 

Abb.: Protoyp des Projektes 'Die Naht – SafeSuture' Quelle: Fraunhofer IPTSchweißen statt knoten – neues Instrument für Schlüsselloch-Operationen

 

Aachen (11. Februar 2011) - Die minimalinvasive Chirurgie entwickelt sich in einem rasanten Tempo, um immer komplexere Operationen mit dem Schlüsselloch-Prinzip durchführen zu können. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT zeigt während der Fachmesse MEDTEC auf dem Stand 6211 vom 22. bis 24. März in Stuttgart mehrere Instrumente für die patientenschonende Operationstechnik.