Advanced Trauma Care for Nurses

Qualifizierungsangebot jetzt auch in Deutschland

 

Berlin (3. März 2011) - Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) bietet in Zusammenarbeit mit der Akademie der Unfallchirurgie ab März das Fortbildungsformat Advanced Trauma Care for Nurses (ATCN) in Deutschland an. ATCN ist ein aus Amerika kommendes Ausbildungskonzept für Pflegekräfte zur Verbesserung der Qualität und Sicherheit der Schwerverletztenversorgung, teilt Professor Hartmut Siebert, Generalsekretär der DGU und Mitglied im Vorstand des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V., mit.

 

Advanced Trauma Care for Nurses ist ein Aufbaukurs für examinierte Pflegekräfte, die ihr Wissen und ihre Fertigkeiten im Management mit schwerstverletzten Patienten erweitern möchten. Neben einem theoretischen Teil werden interaktive Fertigkeiten wie die Sicherung von Atmung und Beatmung sowie der Umgang mit kindlichen Verletzungen, Blutungsschock, Muskel- und Wirbelsäulenverletzungen und Schädelhirnverletzungen trainiert. Der zweitägige Kurs endet mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung.

 

Nationaler ATCN-Kursdirektor für Deutschland ist Dr. Thorsten Lange, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg. Unter seiner Leitung unterrichtet ein Team, bestehend aus sechs Instruktoren, die Teilnehmer mit den bereits in über 13 Ländern erprobten Kursinhalten.

 

Der Lizenzerwerb durch die DGU, den ATCN-Kurs auch in Deutschland anzubieten, ist ein weiteres Projekt der „Initiative Qualität und Sicherheit in Orthopädie und Unfallchirurgie“ der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). ATCN ist die Ergänzung zum Advanced Trauma Life Support (ATLS), ein auf Ärzte ausgerichtetes Ausbildungskonzept zur prioritätenorientierten und standardisierten Schwerverletztenversorgung. „Wir wollen eine interprofessionelle Qualitätssicherung und -steigerung in der Schwerverletztenversorgung vorantreiben. Nur Hand in Hand mit den Pflegekräften können wir uns als Team gemeinsam vorbereiten und so dem Patienten die bestmögliche Versorgung bieten.“ sagt Lange.

 

 


Quelle: Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V., 03.03.2011 (tB).